Windows unter Linux (in einer VM?)

  • Hallo zusammen,

    da ich mit meinem OS auf Linux Mint umgestiegen bin, suche ich eine Möglichkeit Adobe CC zu verwenden.
    Da scheine ich um eine VM nicht herumzukommen.

    Bevor ich das große Suchen im WWW dazu beginne, wollte ich euch mal nach ersten Anfängertipps fragen.

    Klar ist auch, dass ich eine Windows-Lizenz brauche. Hier gibt es bei Idealo welche für 3 € – ist das rechtens?

    Gibt es eine gute VM Software?

    Wie kann ich die VM so absichern, dass möglichst nur Updates für Win und Adobe CC durchgehen.

    Wie übertrage ich Daten zwischen der VM und Linux? Doch nicht über ne Cloud? ^^
    Wie mache ich die VM bzw. Windows in der VM so Ressourcensparend wie möglich?

    Bud

    [RS] 2000 G11 | 3x 1000 G12 Pro | 2x Vincent van Bot | Piccolo | Piccolo ARMore
    [VPS] 1000 G9 | 500 G11s | mikro G11s | 4x nano G11s | 4x piko G11s
    [WH] 8000 SE | 4000 SE | 2000 SE | 2x Spezial

  • Ja, ich würde da Virtual Box empfehlen.
    Das mit der Lizenz ist rechtens. Benutze da auch welche. Sogar eine für 50 Cent.

    Wie kann ich die VM so absichern, dass möglichst nur Updates für Win und Adobe CC durchgehen.

    Das kann ich dir leider nicht beantworten.

    Wie übertrage ich Daten zwischen der VM und Linux? Doch nicht über ne Cloud? ^^

    Das geht relativ easy. Du kannst eine Datei als DVD-Einlegen und dann kannst du unter Windows auf das DVD-Laufwerk gehen und siehst dann die Datei.

    Wie mache ich die VM bzw. Windows in der VM so Ressourcensparend wie möglich?

    Du kannst einstellen, wie viele Ressourcen es benutzen darf. Nach der installation könntest du das auch noch mehr runterdrehen.

  • Ein Tipp von mir (ich nutze selbst Linux als Haupt OS seit >15 Jahren): Nimm dir lieber einen Zweit PC und installiere dir dort Windows. Dann hast du auch eine saubere Trennung. Ich habe auch schon VMs ausprobiert, Wine und Dualboot. Es ist am Ende einfach nur ein Krampf. Klar funktioniert es schon irgendwie. Spaß macht es aber nicht. PCs sind mittlerweile so günstig, dann würde ich immer lieber auf getrennte Systeme gehen. Ein Ryzen Mini PC gibt es schon für ~300 €. Der reicht für sowas locker.

    So schön Linux ist, manchmal braucht man dann doch ein Windows, das auch direkt auf der HW läuft. Seien es jetzt Firmware Updates für diverse Geräte oder einfach nur ein Spiel. Photoshop ist auch so ein Beispiel. Hat man einen PC nur dafür, kann man damit viel besser arbeiten.

    VMware Workstation Pro ist mittlerweile kostenlos. Wenn du ein Desktop OS in einer VM laufen lassen möchtest, ist das definitiv die erste Wahl: https://blogs.vmware.com/workstation/20…rsonal-use.html

    VMware Workstation läuft auch auf Linux. Wenn du es also ausprobieren willst, macht das ruhig mal damit. Du brauchst ja nicht direkt zu Beginn eine Lizenz. Windows kann man auch erst einmal so installieren und schauen ob wirklich alles läuft.

    Einmal editiert, zuletzt von Paul (2. März 2025 um 18:03)

  • Ein Tipp von mir (ich nutze selbst Linux als Haupt OS seit >15 Jahren): Nimm dir lieber einen Zweit PC und installiere dir dort Windows. Dann hast du auch eine saubere Trennung. Ich habe auch schon VMs ausprobiert, Wine und Dualboot. Es ist am Ende einfach nur ein Krampf. Klar funktioniert es schon irgendwie. Spaß macht es aber nicht. PCs sind mittlerweile so günstig, dann würde ich immer lieber auf getrennte Systeme gehen. Ein Ryzen Mini PC gibt es schon für ~300 €. Der reicht für sowas locker.

    So schön Linux ist, manchmal braucht man dann doch ein Windows, das auch direkt auf der HW läuft. Seien es jetzt Firmware Updates für diverse Geräte oder einfach nur ein Spiel. Photoshop ist auch so ein Beispiel. Hat man einen PC nur dafür, kann man damit viel besser arbeiten.

    VMware Workstation Pro ist mittlerweile kostenlos. Wenn du ein Desktop OS in einer VM laufen lassen möchtest, ist das definitiv die erste Wahl: https://blogs.vmware.com/workstation/20…rsonal-use.html

    VMware Workstation läuft auch auf Linux. Wenn du es also ausprobieren willst, macht das ruhig mal damit. Du brauchst ja nicht direkt zu Beginn eine Lizenz. Windows kann man auch erst einmal so installieren und schauen ob wirklich alles läuft.

    Was spricht gegen Dualboot?

    Da läuft alles direkt auf der Hardware, Updates und Co. sind auch kein Problem. Ich finde da einen zweiten PC deutlich komplizierter. (Nutze jetzt schon seit ein paar Jahren Windows 11 und EndeavourOS im Dualboot – wenn auch ich Windows nur noch selten nutze, was dann aber bestens geht. Selbst Gaming funktioniert auf Linux ganz gut mit Proton – spiele z. B. gerade KCD2, und es läuft bestens, sogar besser als auf Windows …

    Edit: Dualboot mit zwei Festplatten, aber eine mit zwei Partitionen geht auch (hatte ich auch eine Zeit lang gemacht))

    Bezüglich Emulation – hier würde ich, wenn überhaupt, auf GPU-Passthrough setzen, sonst hat man da schon ein großes Bottleneck.

    Bezüglich Adobe - scheinbar kann man das Ganze auch mit Wine zu laufen bringen (https://forum.mattkc.com/viewtopic.php?t=336), aber nicht mit "korrekten" Lizenzen scheinbar. Also würde entweder VM oder DualBoot machen.

  • Ich versuche seit 20 Jahren Linux als Hauptsystem, irgendwie klappte das bis heute noch nicht.

    Brauche Windows nur zum Zocken und vielleicht 2-3 Programme. Linux läuft bei mir seit Jahren viel schonender in einer VM. (Debian+Mate)

    Mein Tower hat immer Windows, die Lappies haben Linux drauf.

  • Falls du irgendwie weitere Hardware hast installier dir Proxmox, und erstell dir dort eine neue Windows VM.

    Hab nen kleinen Intel N100 Host in der ecke stehen, mit dem ich sowas mache.

    Einzige manko ist keine Leistungsrakete und man benutzt nen VNC Zugriff was bekannte Verzögerung mit dem Bild hat, für mich ausreichend für kurze Zugriffe auf die Windows VM

  • Gibt es eine gute VM Software?

    VirtualBox

    Wie kann ich die VM so absichern, dass möglichst nur Updates für Win und Adobe CC durchgehen.

    vm interface im bridge modus betreiben, dann bekommt die vm ihre eigene ip (dhcp oder statisch oder eine kombination). in einem pi-hole dann entsprechend einschränken. oder du hast irgendwo eine firewall.

    Wie übertrage ich Daten zwischen der VM und Linux?

    du kannst jedes beliebige verzeichnis in linux als laufwerk in windows reinmappen.

    Wie mache ich die VM bzw. Windows in der VM so Ressourcensparend wie möglich?

    ich glaub bei einem nackten windows gibts da nicht viel einzusparen.

    vielleicht hilft Disable Bloatware, Tracking and other nasty stuff with PowerShell bzw das update More features for my windows config script wenn windows 10.

  • haha, er will mit Adobe CC arbeiten.

    Und genau darum - und um Lebenszeit zu sparen, würde ich wie tom434 zu Dualboot raten:

    • Genügend Resourcen für grafikintensive Arbeiten
    • Keine Treiber für virtuelle Devices
    • Sichere Trennung beider Systeme
    • Keine doppelte Hardware
    • Datenaustausch würde ich über ein wechselseitig gemountetes Share machen (da steht doch bestimmt ein NAS rum), notfalls über eine USB-SSD

    Bleibt der Umstand, dass man nicht "mal schnell" zwischen beiden Systemen wechseln kann, aber die Vorteile überwiegen meines Erachtens...

  • Virtualisiert hätte aber einen Vorteil: Deutlich einfachere Backups! Das kann bei Windows sehr wichtig sein und schon die eigenen Nerven bei Updates. ^^

    Ich persönlich verwende eigentlich alle drei angesprochenen Methoden:

    • Für diversen alten Kleinkram (Windows XP & 7), den ich häufiger brauche, habe ich mehrere VirtualBox VMs. Damit kann man relativ bequem arbeiten, besonders wenn man mehrere Bildschirme hat. USB-Geräte (z.B. für Firmwareupdates) reiche ich direkt durch. Grafiklastige Sachen würde ich in sowas aber nicht empfehlen, auch wenn es bei neueren Windows-Versionen durchaus gut funktionieren soll. Dateien tausche ist über geteilte Ordner in VirtualBox aus. Die VMs sind vollständig offline.
    • Weiters habe ich mehrere Windows VMs (XP/7/10/11) auf einem Proxmox VE Testsystem, bei dem die GT730 GPU durchgereicht wird. Die Performance entspricht dort aber trotzdem nicht ganz echter Hardware. USB-Geräte kann ich auch hierbei durchreichen. Mit einem Umschalter für Display/Tastatur/Maus ist es halbwegs bequem, sonst wird es fummelig. Dateien transferiere ich dort klassisch mittels USB-Stick. Die VMs sind, je nach EOL-Status, teilweise offline. Der Rest sitzt in einem abgeschotteten VLAN.
    • Seit ein paar Wochen habe ich zusätzlich ein altes ThinkPad T440p (i7-4810MQ / 16GB RAM / GT730M / FHD) zum Windows-Sklaven umfunktioniert: Darauf läuft jetzt Windows 7/11 im Dualboot. Die Performance ist dort (entsprechend dem Alter der Hardware) einwandfrei, das Ding hat nicht viel gekostet, braucht nicht viel Platz und ist als Bonus Dank integriertem Bildschirm und Eingabegeräten auch noch vollkommen mobil. Dateien werden auch hier einfach über einen USB-Stick ausgetauscht. Das Gerät hat nur bei Bedarf Zugriff auf ein abgeschottetes VLAN. Die Frage ist nur, wie lange Windows 11 auf der nicht unterstützten Hardware noch läuft, die GPU bekommt übrigens auch keine neueren Treiber mehr.

    Dualboot auf meinen Linuxsystemen habe ich jedenfalls schon lange aufgegeben. Das hat für mich persönlich zu viele Nachteile bzw. eine zu geringe Trennung. So "nah" will ich Windows gar nicht mehr laufen haben…

    "Wer nur noch Enten sieht, hat die Kontrolle über seine Server verloren." (Netzentenfund)

  • Bleibt der Umstand, dass man nicht "mal schnell" zwischen beiden Systemen wechseln kann, aber die Vorteile überwiegen meines Erachtens...

    Wechseln geht ja trotzdem einigermaßen schnell - bei mir in < 1 Minute.

    Zitat

    Datenaustausch würde ich über ein wechselseitig gemountetes Share machen (da steht doch bestimmt ein NAS rum), notfalls über eine USB-SSD

    Windows-Platten auf Linux mouten geht auch problemlos, für die andere richtig machen deine Wege aber sicher mehr Sinn.

    Brauche Windows nur zum Zocken und vielleicht 2-3 Programme. Linux läuft bei mir seit Jahren viel schonender in einer VM. (Debian+Mate)

    Wenn du dein Spiel bei Steam hast, versuch mal Proton – die Unterstützung ist inzwischen sehr gut (und je nach Hardware läuft es sogar besser als auf Windows) – https://www.protondb.com/explore.
    Für Game Pass leider keine Option (habe den noch für ein paar Jahre durch den Goldtrick) – ist das Einzige neben Office, wofür ich Windows noch nutze.
    Bin aber auch darauf angewiesen, dass Linux auf relativ guter Hardware läuft – ein alter Laptop ist nicht wirklich eine Option.

  • Virtualisiert hätte aber einen Vorteil: Deutlich einfachere Backups! Das kann bei Windows sehr wichtig sein und schon die eigenen Nerven bei Updates. ^^

    Bei Updates gebe ich Dir recht - einfach schnell mal das ganze Image weg kopieren, ist schon nett. Im täglichen Betrieb sehe ich das allerdings nicht so, denn man möchte nicht komplette Drive-Images als (tägliches?) Backup versionieren. Dann braucht es doch wieder eine vernünftige inkrementelle Sicherung im Gast-System und der Vorteil ist dahin.

    Ich nutze Virtualisierung sehr gerne zum Vorhalten verschiedener Testumgebungen, aber für einen regelmäßigen Arbeitseinsatz bin ich ein Fan von KISS ("Keep it simple, stupid") - mit weniger Abhängigkeiten und garantierter Performance.

  • Bei Updates gebe ich Dir recht - einfach schnell mal das ganze Image weg kopieren, ist schon nett. Im täglichen Betrieb sehe ich das allerdings nicht so, denn man möchte nicht komplette Drive-Images als (tägliches?) Backup versionieren. Dann braucht es doch wieder eine vernünftige inkrementelle Sicherung im Gast-System und der Vorteil ist dahin.

    Nur der Vollständigkeit halber: Proxmox VE kann die VMs z.B. auch inkrementell sichern, wenn man den Proxmox Backup Server verwendet. Und zur rein lokalen Absicherung reichen Snapshots, wenn man ZFS oder LVM verwendet. Das ist durchaus sehr angenehm.

    Bei VirtualBox hat man ebenfalls Snapshots, für eine echte (externe) inkrementelle Sicherung habe ich dort gerade keine Lösung parat. Geht sicher irgendwie, aber da müsste man wahrscheinlich tricksen.

    Sachtmal... ich sehe im Servercontrolpanel in der Übersicht über alle Server nicht mehr welcher Online und welcher Offline ist.

    Ist das nur bei mir?

    Falscher Thread? ^^

    Siehe: https://forum.netcup.de/sonstiges/smal…ema/#post239559

    "Wer nur noch Enten sieht, hat die Kontrolle über seine Server verloren." (Netzentenfund)

    2 Mal editiert, zuletzt von KB19 (3. März 2025 um 11:32)