Ich verstehe es durchaus und unterstützte das Verhalten von MS/GMX/Google auch nicht, aber wir haben bei uns irgendwann in der Firma auch gesagt: Bevor wir uns da ewig rumärgern und Stunden um Stunden investieren, damit Mails wirklich zuverlässig ankommen, beissen wir halt in den sauren Apfel und migrieren zu Office 365. Natürlich ist es prinzipiell der falsche Ansatz, aber gerade bei kleineren Firmen ist es meist die günstigste Variante auf Dauer.
Da hat der Mittelstand aktuell überall schlechte Karten ... nach der Aufgabe des Mailsystems das Firmen bedingt noch Lotus Domino Notes war stand nur Google Workspaces oder Microsoft Office 365 zur Debatte und es wurde dann auch bei meiner Firma die Office Lösung. Und als Anwender bekommst Du ja von den Problemen in der Welt der Mailserver Betreiber nichts mit.
Bevor ich dort angefangen habe war ich bis 2007 bei einer noch kleineren Firma so als Hilfsadmin auch dem ausgesetzt. Damals hatten wir uns als kleiner Dialup ISP für Set-Top-Boxen aber einen lokalen Spezialisten geholt und der hat den Mailer mit qmail aufgesetzt und praktisch mit dem Quellen patchen angefangen, damit der sehr effiziente Mailer dann Inhouse an einer 2 Mbit/s Leitung überhaupt mit den aktuellen Entwicklungen im Internet klarkam und danach bzw. darüber aufsetzend auch viele passende Lösungen selber compiliert und eingerichtet, die heute in so docker Monstern wie mailcow schlummern. Und zu dem Zeitpunkt gabe es die Probleme auch schon ... nur waren die Großen im Business damals noch nicht unbedingt Microsoft und Google. Leicht war der Umgang mit Blocklisten, eitlen Providern, Backscatter von E-Mails der ISP Kunden, Bounces, Spamprüfung und der Bezahlung von Schutzgebühr um wieder von bestimmten Blocklisten zu kommen aber auch damals schon nicht ![]()
Heute beneide ich niemand der das noch selber macht und hilfsbereit seinen Kunden versucht die 100% Zustellung an alle Empfänger zu gewährleisten. 🙏