Tipps für lokalen Fileserver gesucht

  • Synology verwendet aber afaik tatsächlich intern DEB-Pakete und somit DPKG… ;-)


    Dass IPKG auch möglich ist, ist mir durchaus bewusst, das verwende ich persönlich aber nirgends mehr, weil es teilweise Probleme mit dem DSM verursachte.

    ok, war mir gar nicht bewusst - auf Synology-Ebene hab ich mich auf die "normalen" Updates verlassen ;-)

    gruss

  • QNAP ist auch nicht schlecht. Habe hier ein QNAP als Storage stehen. Hot-Swap ist eine nützliche Funktion und die Möglichkeit das NAS um Apps zu erweiteren. EInbindung ins VPN, Iscsi etc

    Synology unterstützt auch OpenVPN iscsi usw. Ich glaube die unterscheiden sich nicht viel. Vorteil von QNAP war (als ich vor ein paar Jahren mich nach einem NAS umgeschaut habe) war etwas mehr Leistung und der Haube. ich nutze zuhause ein Synology DS415Play mit 4x 4TB. Primär für Backups (Time Machine und Synology Backup von Windows aus). Dazu richte ich das VPN ein um auf die Daten auch von extern (das Synology wird als Client eingebunden).

  • Ich weiß das auch erst, seit die Critical-Updates übers Webinterface nicht mehr korrekt installiert werden konnten, weil irgendwas Schluckauf hatte.


    Ein simples dpkg -i <...> führte damals zum Erfolg… ^^

    ich würde mal auf openembedded/yocto tippen.

    ist halt die frage ob die Rezepte frei sind und nicht nur die Source Quellen.

  • Wieviel Festplattenspeicher brauchst du?

    Warum hast du 6-9 Festplatten. Alleine die Festplatten verbrauchen idle 3-5 Watt. Das sind bei dir bis zu 45 Watt. Angenommen du kannst diese vermutlich alten kleinen Festplatten durch zwei Helium 12TB ersetzen, dann sinkt der Verbrauch auf 6 Watt.


    Wieviel RAM brauchst du? 32GB sind bei Servern nicht viel, für eine NAS aber sehr viel. Auch RAM verbraucht ständig sehr viel. Kannst du mit 4GB für ein reines NAS leben, sparst du wieder einige Watt Idle Stromverbrauch ein.


    Welche Rechenleistung benötigst du? Reicht eine Stromspar CPU oder brauchst du Leistung?



    Ich habe seit 3 Jahren eine QNAP TS451 am Laufen, 24/7. Anfangs wollte ich damit sehr viel machen, können diese NAS ja (Webserver, Medienserver, Docker, VM, ...) Mittlerweile ist sie für mich eine reine NAS geworden, auf der aber auch noch ein paar Dienste laufen (Backup auf einen Netcup Server und ein Synchronisationsdienst). Für VM sind sie zu langsam, für Docker zu umständlich, für Webdinge zu unsicher. Daher habe ich noch einen kleinen Server gekauft, der aus Zeitmangel jedoch noch nicht eingerichtet ist.



    Soll heißen, ich finde es mittlerweile sinnvoller, einen reinen Fileserver zu haben und einen echten Server daneben. Der Fileserver kann auch als Backupziel des Servers dienen. Der Fileserver kann sehr stromsparend sein und günstig. Kann sogar einfach ein fertiges NAS sein, von Synology oder QNAP, das zwar etwas mehr kostet, als wenn man es selbst zusammenfrickelt, dafür aber auch wartungsarm ist. Der Fileserver kann 24/7 laufen, somit ideal für nächtliche Backups, automatische Backups in die Cloud, ...


    Eine NAS braucht keine 32GB RAM die ständig Energie verbraten, eine NAS braucht keinen Ryzen oder Intel Core Prozessor der ständig viel Energie verbrät, eine NAS braucht kein Mainboard mit einer hohen Grundlast, ...

    Hat man einen Server für VM, kann man es sich sogar leisten ein NAS mit einem ARM SoC zu kaufen, welche auf NAS-Sein spezialisiert ist, und somit für wenig Geld und wenig Strom 10GbE, hohe Durchsätze, etc. bietet.

  • Ich habe ein Selbstbausystem (Damals fast 1:1 nach einem Vorschlag gebaut von https://www.technikaffe.de/anl…stplatten_auf_einen_blick ) mit Openmediavault (mittlerweile Version 5 unter Debian10). Bietet große Flexibilität, die aber die wenigsten benötigen. Historisch läuft da noch ein VDR drauf, der das lineare Fernsehen digitalisiert und aufnimmt/verteilt, ein paar Docker container und krams fürs lokale Netz (git, openHAB, wiki, etc...) Also eigentlich ist das ein Heimserver mit viel Speicherplatz.

    Ich weiß aber nicht, ob ich das System heute nochmal so aufsetzen würde. Mittlerweile mache ich mir schon mehr Sorgen um meine Daten und würde vielleicht lieber so eine Fertigbox nehmen, die nichts anderes macht als Daten sicher zu speichern und sich ums Backup kümmert. Den rest dann auf einen extra Rechner, im Heimnetz ist eigentlich so wenig Last, dass das auch alles von einem RPi bewältigt werden kann.


    Zum Thema RAM: Wenn das NAS viel beansprucht wird (im Normalfall Zuhause ja nicht) bzw, wenn man ZFS als Dateisystem benutzt (relativ RAM hungrig) dann gilt als Richtwert: 1GB Ram / 1 TB Festplattenspeicherplatz. (https://www.freenas.org/hardware-requirements/). Das skaliert aber nicht so linear, für ZFS eher minimum 8GB und dann reichen 32GB auch jenseits der 100 TB. Mehr halte ich für deutlich(!) übertrieben (wenn nicht noch andere Anwendungen laufen, die viel Ram benötigen). Siehe auch: https://bsdmag.org/a-complete-…ractices-by-josh-paetzel/

  • Noch ein kleiner Hinweis zur Wahl der Festplatten: natürlich macht es verbrauchstechnisch Sinn wenige Festplatten mit großer Kapazität zu nutzen. Falls du ein RAID 1/5/6/10/... nutzen möchtest hat das aber auch Nachteile: Im Falle eines Defekts führt das zu sehr langen Rebuild-Zeiten. Für 12TB Platten kann das schon schnell mal einige Tage dauern - je nach Ressourcen und sonstiger Last. Habe aus diesem Grund bei mir im Homeserver nur 2TB Platten.

  • Steini : Da mir meine Daten wichtig sind, nehme ich Abstand von so einer Blackbox wie einem fertigen NAS. Qnap und synology mögen hier noch praktikabel sein, aber andere Hersteller machen im Unterbsu echt komischen Murks. Da bekommt man nichts mehr recovered wenn es sein muss.


    DIe RAM Werte für ZFS gelten explizit für High-Performance wenn du 40Gbs ausreizen willst oder mit entsprechend vielen CPU-Kernen (>10) diese nur für Deduplizierung einsetzen willst. Für Deduplizierung brauchst du aber auch redundante Daten im „korrekten“ Layout sowie Inhalt.


    Ansonsten wirst du auch mit 1GB RAM für zweistellige TB zuhause glücklich.


    tldev : Dann bietet sich ZFS an, falls du öfters einen Rebuild machst :)

  • Ich überlege derzeit auch was ich mache wenn meine Synology voll wird. Da ich auch einen Homeserver betreibe wird‘s im Endeffekt wohl darauf hinauslaufen, dass ich ein ASUS Server-Bord mit entsprechend vielen SATA Ports und Low-Energy CPU laufe und das alles in ein mächtiges 19“ Gehäuse schmeiße.


    Darauf wird dann ein Proxmox mit ZFS laufen.

  • Gibt es denn günstige Boards mit vielen Ports? Man möchte da ja nicht viel Geld versenken. Ich benutze bei mir einen gebrauchten LSI, der mir stabile weitere SATA-Ports bereitstellt.


    Ich glaube ich hatte meinen Setup hier schon mal gepostet, aber dennoch in Kurz:

    Günstiges AMD Mainboard, 16GB, 1xM2 SSD für Proxmox und dann 6 HDs die in eine VM nativ durchgereicht werden. In der VM läuft dann CentOS mit ZFS. Vorteil ist, dass das Proxmox sauber bleibt und ich die CentOS-VM snapshotten kann.

  • Gibt es denn günstige Boards mit vielen Ports?

    bei den Boards hast eine entsprechende Auswahl,

    die Unterbringung im Gehäuse ist mittlerweile die Challenge;

    (sollen ja nicht 'herumfliegen', was bei SSDs ja kein Problem darstellt)

    Grüße / Greetings

    Walter H.


    RS 1000 SAS G8 xRAM; RS 500 SSD G8; S 1000 G7; VPS 200 G8 Akt.; Webhost. 1000 m. 75%