Räumliche Trennung Storagespace

  • Guten Morgen zusammen,


    aus gegebenen Anlass, da die Konkurrenz in Straßburg ja gerade eins ihrer RZ warm Saniert hat, hab ich mir meine persönlichen "Disaster Recovery Pläne" mal wieder durch den Kopf gehen lassen und bin dabei auf eine Frage gestoßen, die ich mir anhand der Website nicht zu 100% beantworten kann.


    Sind die Storagespaces von den vServern getrennt? Also auch Brandabschnittsmäßig? Ich nutze den Storagspace aktuell als Backupziel was natürlich wenig Sinn ergibt, wenn sich die Netapps mit der restlichen Hardware in Rauch auflösen.


    Grüße

    Andi

  • Wie die Konkurrenz gerade eindrucksvoll bewiesen hat sollte man nicht unbedingt auf Brandabschnitte vertrauen sondern die Daten möglichst bei einem komplett anderen Anbieter lagern (außer natürlich der aktuelle Anbieter hat einen Dienst wo klar ist dass die Daten in einem komplett räumlich getrennten Rechenzentrum sind!).


    Aber ja, der Fall dass wirklich ein Rechenzentrum total abfackelt ist "eigentlich" unmöglich. Brandabschnitte, Löschanlagen und Brandmeldeanlagen sollten eigentlich dafür sorgen dass genau sowas nicht passieren kann.


    Im aktuellen Fall war es aber natürlich auch ein absoluter Billighoster...

    Trotzdem hätte man da auch ein effektives Brandmanagment erwarten können, finde ich!

  • Aber ja, der Fall dass wirklich ein Rechenzentrum total abfackelt ist "eigentlich" unmöglich. Brandabschnitte, Löschanlagen und Brandmeldeanlagen sollten eigentlich dafür sorgen dass genau sowas nicht passieren kann.

    das glaubt man bei USVs auch,

    dass die dazu dienen, dass wenn denn mal der Strom weg is, die Strom zumindest f. ein sauberes geordnetes Beenden aller Dienste dienen

    und dann das System sauber sich abdreht;


    eine Geschichte, welche am Beginn meiner Karriere passierte:

    ich kam eines montags in die Arbeit, und ein Bettflüchtiger kam mir entgegen: "Du was hat es da, der Anmeldeserver geht nicht";

    im Serverraum offenbarte es sich; ein Rack war stromlos; was war passiert?

    bei einem der beiden Server im Rack wurde ein Netzteil defekt - hatte ja 2 - und das verursachte einen Fehlerstrom, welcher durch die USV zum FI durchpfiff,

    der FI flog, und die USV sorgte dafür dass die beiden Server niederfuhren;

    der Servicetechniker hatte dann ein paar Stunden später volle Arbeit geleistet; defektes Netzteil raus, und ein anderes - unwissend dass des auch defekt war - wieder rein; und damit war der Server schlagartig stromlos; die USV nützt da gar nix; Hot-plug is auch net des wahre ;)


    wobei der Laden der da unorthodox thermisch saniert wurde, war mir ohnehin wegen SPAM ein Dorn im Auge; ich sagte zu meinem Kollegen immer bei Empfang von SPAM, rauf mit den SPAM-Sendern auf die Fahrleitung der SNCF, dass es sich so löst, hat eine neue Qualität :D

  • Ich synchronisiere wichtige Daten sowie private Dateien (wie Fotos etc - hält sich bei mir aber wirklich im Rahmen, nur Erinnerungen) täglich per rclone verschlüsselt zu 2 Cloud Prvidern, ansonsten auf dem Server, daheim auf ner NAS und alle 1-2 Monate auf eine Externe Festplatte.


    Kommt halt vermutlich aber auch immer drauf an um wie viele Daten es sich jeweils handelt, bei dutzenden TBs gestaltet sich das ganze mit dem "auslagern" vermutlich etwas schwieriger.

  • Bezüglich der Storageserver (S Reihe) habe ich mal beim Support angefragt, weil das für einen Kunden von mir relevant/interessant ist.


    Sobald ich hierzu eine Auskunft habe, poste ich dann hier auch mal was rein.

  • Mein Offsite-Backup lag bis gestern tatsächlich in Straßburg. Immerhin: Es ist beruhigend dass ich mir das Geschehen dort gestern ganz beruhigt aus der Ferne anschauen konnte, ohne einen erhöhten Puls zu bekommen (na gut, kurz war der schon etwas erhöht). Genau für solche Szenarien macht man ja schließlich Offsite-Backups.


    Trotzdem stelle ich mir natürlich auch die Frage, wie sowas bei netcup ausgegangen wäre. Laut Web Site gibt es zwar eine Brandmeldeanlage, aber - zumindest laut Text - keine Löschanlage, d.h. man müsste auch hier auf die Feuerwehr warten. Und in Straßburg war es ja offenbar bereits zu spät, als diese eintraf.

  • 5-10 Minuten Anfahrt plus Zeit um sich Zutritt zu verschaffen und ein Bild von der Lage zu bekommen. Anschließend abschalten der elektrischen Anlagen und Zutrittssperre durch die Feuerwehr, die mitunter Tage anhalten kann je nachdem ob das Gebäude als einsturzgefährdet angesehen wird.



    Wem sein Business (oder Daten) lieb ist/sind geht in ein RZ mit Gaslöschanlage (es gibt auch welche mit Wasser, was das aber mit den Servern im Raum anstellt dürfte klar sein) und hat >5km entfernt (BSI sagt aktuell 200km) entweder nochmal das gleiche stehen (Dual-Site) oder zumindest Backups (am besten bei einem anderen Provider wegen Insolvenz oder Angriff). Das ist aber jetzt nichts neues.