Jetzt fragen sich wohl einige: Bist du verrückt?
[…]
Wie oben erwähnt, läuft der Live-Testserver bereits mit dem eigenen Serverdienst. […] Später werde ich vielleicht sogar mal einen Link teilen (der Testserver läuft auf einem Netcup-Server).
Sofern der "Live-Testserver (mit PHP-Unterstützung)" von außen erreichbar ist und nicht innerhalb eines nicht-privilegierten System-Containers läuft, ist das leider grober Leichtsinn. Gerade bei Webservern (in Verbindung mit "angebundenen" Script-Sprachen) gibt es für Linux eine Vielzahl von RCE-Einbruchtests (remote code execution). Und im "Security"-Unterforum finden sich ein paar ausgewählte Beispiele, warum es gerade heute gefährlich ist, nicht mit entsprechender Erfahrung/Vorbereitung in abgeschlossenen Umgebungen zu testen* (unter Verwendung von Werkzeugen, welche Sicherheitslücken aufspüren) oder überhaupt das Rad neu zu erfinden. (Je größer die Nutzergruppe, um so höher die Wahrscheinlichkeit, dass das Mehraugenprinzip Fehler aufdeckt; "selbstgestrickte" Lösungen, insbesondere, wenn alles von Grund auf neu gebaut wird, sind extremst anfällig.)
Wenn wie oben geschrieben zunächst der Fokus auf Windows liegt (ohne Nutzung des dortigen Linux-Subsystems), gelingt dort eine Abschottung eigentlich nur mithilfe einer virtuellen Maschine (was bei Netcup ohne nested virtualization keine Option ist). (Und generell ist die Absicherung von Windows auf einem öffentlich erreichbaren (Einzel-)Host (ohne vorgeschaltete externe Zugangskontrollen), zumal in Eigenregie, sowieso nicht machbar.)
In einer Zeit, wo es (trotz einer – im Vergleich mit den vor 20–30 Jahren verfügbaren teuren Ressourcen – "relativ überschaubaren" Kostenexplosion, was RAM/Festplatten anbelangt) überhaupt kein Problem darstellt, Testumgebungen daheim (entweder offline oder stark abgeschirmt) innerhalb weniger Minuten "aus dem Boden zu stampfen" (unter Verwendung eines NUC/SBC/des eigenen Laptops, der noch 8GB RAM übrig hat für eine VM), verstehe ich immer weniger, warum Tests unbedingt in Umgebungen durchgeführt werden, über die man keine vollständige Kontrolle hat. Das ist so, als würde man irgendwelche Geräte/Aufbauten die meiste Zeit des Tages unbewacht auf dem Marktplatz stehen lassen oder Fotos der eigenen VISA-Karte (Vorder- und Rückseite) irgendwo im Freien aufhängen. Intuitiv muss doch klar sein, dass das keine Bombenidee ist, alleine schon deswegen, weil es die Mehrheit der Mitmenschen eben nicht macht … ?
*und zwar, weil fast alle Linux-Kernelversionen derzeit bekannte/laufend bekannt werdende ("Gruppen von") Sicherheitslücken aufweisen, die durch Administratoren nicht umgehend geschlossen werden können (inklusive einer großen Zahl von LPE-Lücken (local privilege escalation), welche kombiniert mit einem funktionierenden RCE-Einbruch ganz schnell die Kontrolle des betreffenden Hosts kosten können).