Widerruf bei Fehlbestellung?

  • Ich bin auf alle Fälle sehr zufrieden, mit den Produkten und dem Support, der für die Preise wirklich super ist. Zudem ist auch immer jemand im Notfallsupport erreichbar, kostet hald extra wenn das Problem selbst verursacht wird, aber hier kann ich auch nur ein Lob aussprechen.

    Ich hab mir vor Jahren in der Aktion ein SLA-Upgrade für die Rootserver gegen Aufpreis gesichert und bereue es nicht. Selbst mit dem normalen SLA war der Support schon gut, so kann ich aber auch die Notfallnummer beanspruchen. Das ist in mehren Jahren AFAIR einmal passiert und für meinen schnell zu klärenden Denkfehler wurde nichts extra verrechnet. Die ganze Aufregung ist mir ohnehin nicht klar.

  • Ich hab mir vor Jahren in der Aktion ein SLA-Upgrade für die Rootserver gegen Aufpreis gesichert und bereue es nicht. Selbst mit dem normalen SLA war der Support schon gut, so kann ich aber auch die Notfallnummer beanspruchen. Das ist in mehren Jahren AFAIR einmal passiert und für meinen schnell zu klärenden Denkfehler wurde nichts extra verrechnet. Die ganze Aufregung ist mir ohnehin nicht klar.

    Die Zusatz SLA hab ich auch :)

  • Hatte das heute..

    Kunde (154699) hat auf meine Empfehlung des Reseller 4000 hin fälschlicherweise (Hektik, Schusseligkeit) den VPS 1000 bestellt.

    Klar sein Fehler. Den korrekten Link hatte ich gesendet.


    RSL 4000 und sogar noch ein weiterer Webspace als Backupspace wurden unmittelbar (von mir per Fernwartung "betreut") nachbestellt.


    Sehr freundliche Mail mit der Nachfrage einer Stornierung der Fehlbuchung wurde verneint - nö - ist nicht.

    Nun darf der kleine vServer 1 Jahr lang ungenutzt vor sich hindümpeln und Kunde ist 72 € ärmer, für nix.


    Daumen runter - das geht besser.

    Es würde kein Zacken aus der Krone brechen, in einem solchen Fall kulant zu sein. Ganz im Gegenteil.

  • Finde ich auch nicht in Ordnung. Fehler passieren, und das auch - aber nicht nur - auf Seite der Kunden. In dem Fall hat der Fehler natürlich Aufwand verursacht, wenn auch vermutlich nicht viel. Denn, wenn es sich lohnt, einen VPS mit stundengenauer Abrechnung ohne Mindestlaufzeit anzubieten, dann kann der Aufwand das Ding aufzusetzen eigentlich nicht besonders groß sein. Dass man sich diesen Aufwand dann angemessen vergüten lässt finde ich noch in Ordnung, aber dass man dann auf die gesamte Vertragslaufzeit besteht, also ein ganzes Jahr, das sollte eigentlich im Interesse beider Seiten vermieden werden.


    Falls sich da nichts mehr tut würde ich an deiner Stelle versuchen, den vServer mit einem Abschlag als Anreiz im entsprechenden Unterforum anzubieten. So bekäme der Kunde zwar nicht die komplette Rechnungsssumme zurück, aber wenigstens einen Großteil davon. Immerhin ist ein Inhaberwechsel hier bei netcup möglich, das kenne ich so bei anderen Anbietern überhaupt nicht.

  • Hat er eventuell den Stunden basierten Tarif? Wenn ja Server runterfahren dann muss er zwar in Vorleistung gehen bekommt das Geld zum großen Teil aber wieder zurück 🥳

    Reicht es wirklich aus den Server nur herrunterzufahren? Ich meine man bekommt erst dann eine Erstattung wenn man den stundenbasierten Server kündigt. Weil ja auch erst dann wieder alle Ressourcen zu 100% freigegeben werden.

  • Ich meine man bekommt erst dann eine Erstattung wenn man den stundenbasierten Server kündigt. Weil ja auch erst dann wieder alle Ressourcen zu 100% freigegeben werden.

    So habe ich das auch verstanden.


    Bei 72 Euro werden es auch mit großer Sicherheit die 12 Monate Mindestvertragslaufzeit sein. (12 x 6 Euro = 72 Euro)

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    Dieses Gebäude hat mir die Vorfahrt genommen! *hup*

  • Nun darf der kleine vServer 1 Jahr lang ungenutzt vor sich hindümpeln und Kunde ist 72 € ärmer, für nix.

    Ich würde dem Kunden empfehlen, zu versuchen, den VServer gegen zweistelligen prozentualen Preisnachlass im Unterforum Tauschbörse>Biete an einen anderen Kunden abzutreten, wenn sich keine anderweitige Verwendung (VPN-/Backup-Server) findet. Minimiert den Verlust im Erfolgsfall auf der einen Seite, die andere Seite freut sich über eine Ersparnis. Die Differenz ist als Lehrgeld zu verbuchen.

  • Wenn das kein gewerblicher Kunde ist, dann hat er ein Widerrufsrecht.

    Das kann man auch hier nicht einfach so wegbügeln.

    Und wenn es ein gewerblicher Kunde ist, dann kann ich netcups Haltung sogar verstehen (glaube beim Bestätigungs-Anruf wird das Produkt manchmal auch nochmal genannt) und ehrlicherweise tun dann 72€ auf 12 Monate auch nicht weh...

  • Anfechtung erklären und gut ist. Auch netcup hat sich an die Vorschriften des BGB AT zu halten, auch wenn die das nicht immer einsehen.


    (Die Anfechtung muss natürlich vom Kunden erklärt werden.)

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  • Typischerweise stimmt man auch irgendeinem nicht gelesenen Text zu, dass man auf sein Widerrufsrecht verzichtet, weil ansonsten die Einrichtung erst nach Ende des entsprechenden Zeitraums erfolgt. Ob das hier auch so war weiss ich nicht, habe es nicht gelesen.;(

  • Ich checks aber nicht ganz wie das dann schlussendlich passieren kann, da ja doch einige Schritte notwendig sind um dass Produkt letzlich aktiviert vorliegen zu haben.

    1. Falsches Produkt bestellen (kann ja mal passieren, wobei VPS 1000 und Reseller 4000 weder einen ähnlichen Namen noch einen ähnlichen Preis haben...)

    2. Netcup Account aktivieren, zuvor gibts Mails mit den Bestellbestätigungen etc, meistens kommt ein Anruf wo die Bestellung, der Preis, Name, Adresse etc abgeglichen werden.

    3. Im Kundenportal die Rechnung bezahlen, wo nochmal sämtliche Sachen aufgelistet sind und spätestens da sollte es klick machen


    Wenn die Rechnung nicht binnen 2 Wochen bezahlt wird, wird seitens Netcup auch bei gewerblichen Kunden das Produkt einfach gelöscht.

    Ganz ehrlich: Falsch bestellen, ja, könnte theoretisch mal passieren wenn auch eher zwischen irgendwelchen Angebots Produkten, Laufzeiten oder Server Varianten 1000/2000 etc, aber wer dann den Anruf bekommt und alles abgleicht und dann auch noch manuell die Rechnung begleicht (die erste Rechnung muss immer manuell bezahlt werden) hats letztlich nicht anders verdient auch wenn es sich hart anhören mag.

    Vielleicht sollte ich auch mal ne Rechnungen an den Herren schreiben und kann mich dann freuen wenn einfach bezahlt wird ohne zu schauen was überhaupt Sache ist ;D


    Meines Erachtens liegt hier keine Schuld bei Netcup, wenn es jetzt ein bestehender Account wäre und sofort mit Tag 1 eingezogen werden würde, dann wäre es vielleicht noch was anderes, nicht aber wenn der Weg zum freigeschaltenen Server doch sehr viel handeln bedarf.

  • Anfechtung erklären und gut ist. Auch netcup hat sich an die Vorschriften des BGB AT zu halten, auch wenn die das nicht immer einsehen.


    (Die Anfechtung muss natürlich vom Kunden erklärt werden.)

    Was du hier meinst ist mir schleierhaft.

    Ich konnte dem Text nicht entnehmen, dass der Kunde aus Österreich kommt - im Gegenteil, der genannte Preis von 72€ wären 6€x12Monate inkl 19% MwSt. In Österreich läge der Preis bei 72,60€, gerundet 73€. Aber auch selbst wenn regelt das ABGB in Österreich rein garnichts was Widerrufsrecht anbelangt, das wird im Konsumentenschutzgesetz und dem Gesetz für Fern- und Auswärtsgeschäfte geregelt, zumal es hierzulande auch nicht BGB wie in Deutschland heißt sondern ABGB.

    Über solche Mails, wo selbst ernannte Rechtsprofis dann mit Begriffen umsich hauen wird sich Netcup sicherlich freuen.

    In Österreich gibt es für B2B Geschäfte aber sowie so auch kein Widerrufsrecht.

  • Was du hier meinst ist mir schleierhaft.

    Ich konnte dem Text nicht entnehmen, dass der Kunde aus Österreich kommt - im Gegenteil, der genannte Preis von 72€ wären 6€x12Monate inkl 19% MwSt. In Österreich läge der Preis bei 72,60€, gerundet 73€. Aber auch selbst wenn regelt das ABGB in Österreich rein garnichts was Widerrufsrecht anbelangt, das wird im Konsumentenschutzgesetz und dem Gesetz für Fern- und Auswärtsgeschäfte geregelt, zumal es hierzulande auch nicht BGB wie in Deutschland heißt sondern ABGB.

    Über solche Mails, wo selbst ernannte Rechtsprofis dann mit Begriffen umsich hauen wird sich Netcup sicherlich freuen.

    In Österreich gibt es für B2B Geschäfte aber sowie so auch kein Widerrufsrecht.

    Wieso Österreich? BGB AT ist der allgemeine Teil (1. Buch) des (deutschen) BGB. Ich habe das Widerrufsrecht nicht erwähnt. Ich bin auch kein selbsternannter Rechtsprofi, sondern studierter Jurist, also mach mal halblang bitte :D Wer mit Begriffen wie „BGB AT“ nichts anfangen kann und den Unterschied zwischen Anfechtung und Widerruf nicht kennt, ist meiner Meinung nach nicht in der Lage, die Rechtskenntnis anderer Menschen zu beurteilen. Das ist immerhin Zeugs aus dem 1. Semester...

    Gewerbliche Kunden haben aber hier kein Widerrufsrecht. Bei der Bestellung erscheint ja dann auch das entsprechende Kästen "Ich habe den Krempel zum Widerruf gelesen" (ösä) nicht.

    Richtig, aber irrelevant, denn: Widerruf hat mit Anfechtung nichts zu tun. §§ 119, 142 BGB sind hier einschlägig: Willenserklärung von Anfang an nichtig = es ist nie ein Vertrag zustande gekommen.


    Dafür muss die Anfechtung aber auch „unverzüglich“ (das heißt innerhalb 14 Tagen) gegenüber netcup formlos erklärt werden.

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