AOL Mail noch zeitgemäß – sollte ich meine Adresse überall ändern?

  • AOL? In 2025? Die Blöße habe ich mir nie angetan und würde ich mir schon seit 20 Jahren erst recht nicht mehr antun. Eine Bewerbung mit einer @aol.com Mailadresse würde ich leicht mal weglegen.


    Vorgehen:

    - Eigene Domain registrieren (oder schon haben)

    - Eigenen Mailserver aufsetzen oder vernünftige Alternative (z.B. Hosted Exchange Postfach) buchen

    - Alle AOL Mails von dort aus an die neue Mailadresse weiterleiten, dort ggfalls filtern und in Ordner einsortieren. Dies kann für einen Übergangszeitraum oder auch dauerhaft passieren. Wenn das nicht geht, von der anderen Serverseite die Mails abholen lassen. Ich habe für solche Zwecke schon sehr lange eine @gmail.com Adresse.

    - Im Passwortmanager (wenn keiner vorhanden ist, schleunigst einen suchen und einsetzen) alle Accounts suchen, die die alte Adresse drin haben und dort die Mailadresse ändern. Bei der Gelegenheit gleich überall 2FA aktivieren wo möglich. Bei jedem Account ein eigenes Passwort verwenden und im PW Manager speichern.

    - Für Accounts, die SPAM verdächtig sind, gibt es - je nach Mailserver / Hoster - die Option, "anbieter+vorname@nachname.de" zu verwenden (mit einer individuellen Adresse pro Account). Dann kann einer, über den Spam reinkommt erstens erkannt und zweitens gebannt werden.

    - Bei Accounts, bei denen dies nicht geht, kann man oftmals Aliase erstellen (z.B. vn@nachname.de) die dann ins gleiche Postfach gehen.

    RS 2000 G12 Pro BW25 (8C EPYC 9645, 16GB, 1TB) | RS 500 G12 BW25 (2C EPYC 9645, 4GB, 128GB) | RS Cyber Quack (1C,2GB,40GB)

    Einmal editiert, zuletzt von TBT (7. Mai 2025 um 16:52)

  • Hallo,

    zwei Anmerkungen auch meinerseits.

    Wenn der Server ausfällt, wie kommst du dann in deinen Account rein wenn du einen 2FA Code zugeschickt bekommen hast?

    Also ich bekomme bei Netcup keine Mail für den Login sondern habe das in meiner 2FA App auf dem Handy? Oder habe ich da etwas falsch Verstanden?


    pasted-from-clipboard.png


    Eigentlich garnicht mehr. Deshalb will ich wechseln.

    :thumbup:

    Nicht sehr übersichtlich und sehr viel Werbung (mache meistens aber eh mit Mail Programm).

    Ein weiterer Vorteil von einem eigenen Server mit eigener Domain ist das man bei diesen Tests, wenn man sich ein wenig Mühe gibt und damit beschäftigt dann eben auch solche Werte bekommen kann:

    pasted-from-clipboard.png

    14658-pasted-from-clipboard-png


    Und bezüglich der Bedenken, was man tut wenn das Konto gesperrt werden sollte oder etc. Der einfachste und sicherste Weg wird es wohl sein zumindest die Domains mit DNS bei einem anderen Anbieter als den Mailserver liegen zu haben. So könnte man im schlechtesten Fall die DNS Einträge auf einen neuen Mailserver umändern, welchen man sich dann evtl. kurzfristig woanders anmietet oder eben installiert. Anbieter für Domain/DNS gibt es ja einige zur Auswahl manche so spezialisiert, dass Sie sie ja nichts anderes außer das machen.

    Bei Fragen gerne melden :)

    LG

    Marc

  • Die 3x 5* bringen dir leider auch nichts, wenn die IP Reputation grottig ist und die großen Provider deine Mails ablehnen.

    Hatte ebenfalls eine Mailcow am laufen und 3x 5*. Dennoch stellte der magenta Verein keine einzige Mail zu. Als privater, der max 1-2 Mails/Monat verschickt und sonst nur Mails empfängt lohnt sich das somit nicht, da so nie eine gute Reputation zustande kommt. Auch das freischalten ist dann ohne eigene Page + Impressum nicht so leicht möglich.

  • Die 3x 5* bringen dir leider auch nichts, wenn die IP Reputation grottig ist und die großen Provider deine Mails ablehnen.

    Hatte ebenfalls eine Mailcow am laufen und 3x 5*. Dennoch stellte der magenta Verein keine einzige Mail zu. Als privater, der max 1-2 Mails/Monat verschickt und sonst nur Mails empfängt lohnt sich das somit nicht, da so nie eine gute Reputation zustande kommt. Auch das freischalten ist dann ohne eigene Page + Impressum nicht so leicht möglich.

    Da stimme ich dir zu. Beim Magenta-Verein hatte ich persönlich allerdings keine größeren Schwierigkeiten. Die IP-Adressen meiner beiden MX-Server waren damals zwar aufgrund des Vorbesitzers zunächst auf einer Blacklist gelandet, aber nach einer freundlichen E-Mail an die in der EHLO-Nachricht angegebene Adresse wurde das Problem schnell und unkompliziert behoben. In dieser Hinsicht habe ich mit anderen Anbietern deutlich schlechtere Erfahrungen gemacht. Da die Mailserver aller meiner (Business)Kunden hinter meinen beiden MX-Servern laufen, ist das Thema IP-Reputation für mich vermutlich weniger kritisch, da dort doch ein paar mehr Mails laufen.

    Eine mögliche Lösung für dieses Problem wäre die Nutzung eines SMTP-Anbieters, der SMTP-Relays bereitstellt. Diese sollten sich z.B. Mailcow als ausgehender Server einbinden lassen. Es gibt beispielsweise einen großen Anbieter, bei dem monatlich bis zu 3.000 E-Mails kostenlos versendet werden können – ein Kontingent, das für private Anwender in der Regel mehr als ausreichend sein sollte, selbst wenn z.B. mehrere Familienmitglieder den Dienst gemeinsam nutzen.

    Das werde ich mir auf jeden auch mal Fall genauer ansehen, da diese Lösung insbesondere für den großflächigen Versand von Newslettern interessant sein könnte. Auf diese Weise ließe sich vermeiden, dass meine eigenen MX-Server durch hohe Versandvolumina negativ belastet oder in ihrer Reputation beeinträchtigt werden. Mailcow bietet ja erfreulicherweise die Möglichkeit, für einzelne E-Mail-Adressen eigene ausgehende SMTP-Server zu definieren, was in diesem Zusammenhang besonders hilfreich ist.

  • CD? Neumodischer Kram! AOL Disketten müssen es sein...

    Disketten? Neumodischer Kram! Wir mussten unseren BTX Zugang noch von Kassette laden.

    Zitat

    Disketten? Neumodischer Kram! Wir mussten unseren BTX Zugang noch von Kassette laden.

    Kassetten? Neumodischer Kram! Wir mussten unsere sowjetischen ARPANET Zugänge noch per Hand aus einem Buch auf dem Robotron abtippen.

  • Die 3x 5* bringen dir leider auch nichts, wenn die IP Reputation grottig ist und die großen Provider deine Mails ablehnen.

    Hatte ebenfalls eine Mailcow am laufen und 3x 5*. Dennoch stellte der magenta Verein keine einzige Mail zu. Als privater, der max 1-2 Mails/Monat verschickt und sonst nur Mails empfängt lohnt sich das somit nicht, da so nie eine gute Reputation zustande kommt. Auch das freischalten ist dann ohne eigene Page + Impressum nicht so leicht möglich.

    Da stimme ich dir zu. Beim Magenta-Verein hatte ich persönlich allerdings keine größeren Schwierigkeiten. Die IP-Adressen meiner beiden MX-Server waren damals zwar aufgrund des Vorbesitzers zunächst auf einer Blacklist gelandet, aber nach einer freundlichen E-Mail an die in der EHLO-Nachricht angegebene Adresse wurde das Problem schnell und unkompliziert behoben. In dieser Hinsicht habe ich mit anderen Anbietern deutlich schlechtere Erfahrungen gemacht. Da die Mailserver aller meiner (Business)Kunden hinter meinen beiden MX-Servern laufen, ist das Thema IP-Reputation für mich vermutlich weniger kritisch, da dort doch ein paar mehr Mails laufen.

    Eine mögliche Lösung für dieses Problem wäre die Nutzung eines SMTP-Anbieters, der SMTP-Relays bereitstellt. Diese sollten sich z.B. Mailcow als ausgehender Server einbinden lassen. Es gibt beispielsweise einen großen Anbieter, bei dem monatlich bis zu 3.000 E-Mails kostenlos versendet werden können – ein Kontingent, das für private Anwender in der Regel mehr als ausreichend sein sollte, selbst wenn z.B. mehrere Familienmitglieder den Dienst gemeinsam nutzen.

    Das werde ich mir auf jeden auch mal Fall genauer ansehen, da diese Lösung insbesondere für den großflächigen Versand von Newslettern interessant sein könnte. Auf diese Weise ließe sich vermeiden, dass meine eigenen MX-Server durch hohe Versandvolumina negativ belastet oder in ihrer Reputation beeinträchtigt werden. Mailcow bietet ja erfreulicherweise die Möglichkeit, für einzelne E-Mail-Adressen eigene ausgehende SMTP-Server zu definieren, was in diesem Zusammenhang besonders hilfreich ist.

    Ich habe das Ganze testweise umgesetzt und muss sagen, dass es eine durchaus praxistaugliche Lösung darstellt. Zur Vereinfachung habe ich Mailcow verwendet und eine Transport Map angelegt, die die SMTP-Zugangsdaten eines externen Anbieters verwendet. Bei diesem Anbieter ist es erforderlich, ein Konto zu erstellen und die eigene Domain mit allen notwendigen DNS-Einträgen zu hinterlegen.

    In den Maileinstellungen von Mailcow habe ich bei den gewünschten Absenderadressen die entsprechende Transport Map hinterlegt. So werden ausgehende E-Mails über die Infrastruktur des großen Anbieters mit guter Reputation versendet, während eingehende Mails weiterhin über die eigene Infrastruktur empfangen werden. Dadurch nutzt man gezielt nur den Versand über eine etablierte Plattform, kann aber seinen eigenen Server betreiben, ohne sich um Themen wie IP-Reputation oder Blacklisting kümmern zu müssen.

    Um die Qualität dieser Konfiguration zu überprüfen, habe ich zusätzlich einen MECSA-Check durchgeführt – mit voller Punktzahl als Ergebnis. Auch mit dieser Konstellation erfüllt das System alle gängigen Sicherheits- und Zustellbarkeitsanforderungen.

    Gerade für Privatpersonen oder kleinere Unternehmen ist das eine interessante Option. Viele Anbieter bieten ein Freikontingent von etwa 100 bis 3.000 E-Mails pro Monat, was in vielen Fällen ausreichen dürfte. Selbst die kleineren kostenpflichtigen Tarife sind meist erschwinglich.

    Zusätzlich bieten viele dieser Anbieter weitere Funktionen wie Tracking-Optionen (z. B. Öffnungsraten, Klickverhalten, Unsubscribe-Header). Diese Funktionen sind vor allem im Newsletter-Bereich relevant. Aus Datenschutzsicht ist hierbei jedoch zu beachten, dass Tracking-Elemente nur dann zulässig sind, wenn die Empfänger explizit eingewilligt haben (z. B. durch Anmeldung zu einem Newsletter). Für die private Nutzung lassen sich diese Funktionen jedoch meist deaktivieren oder ungenutzt lassen.

  • Da ist was dran, weil ich dann auch die Domain nicht mehr auf einen anderen Server umbiegen kann, auf dem ich das Backup einspielen könnte. Die Domain liegt auch bei netcup.

    In dem Fall würde ich wohl telefonieren. Hoffen wir mal, dass das nicht eintrifft, warum solllte netcup ein Konto sperren, wenn man seine Rechnungen bezahlt?

    Deshalb ist meine Mailcow zwar bei Netcup aber der DNS läuft über Desec, hat noch andere Vorteile

  • Eine mögliche Lösung für dieses Problem wäre die Nutzung eines SMTP-Anbieters, der SMTP-Relays bereitstellt. Diese sollten sich z.B. Mailcow als ausgehender Server einbinden lassen. Es gibt beispielsweise einen großen Anbieter, bei dem monatlich bis zu 3.000 E-Mails kostenlos versendet werden können – ein Kontingent, das für private Anwender in der Regel mehr als ausreichend sein sollte, selbst wenn z.B. mehrere Familienmitglieder den Dienst gemeinsam nutzen.

    Das werde ich mir auf jeden auch mal Fall genauer ansehen, da diese Lösung insbesondere für den großflächigen Versand von Newslettern interessant sein könnte. Auf diese Weise ließe sich vermeiden, dass meine eigenen MX-Server durch hohe Versandvolumina negativ belastet oder in ihrer Reputation beeinträchtigt werden. Mailcow bietet ja erfreulicherweise die Möglichkeit, für einzelne E-Mail-Adressen eigene ausgehende SMTP-Server zu definieren, was in diesem Zusammenhang besonders hilfreich ist.

    Hatte ich auch so gemacht, als ich noch mailcow-Server hatte:

    wildcard-transportmaps für mailcow-dockerized - netcup Kundenforum
    Manchmal möchte man eMails an bestimmte Empfänger über ein STMP-Relay leiten. Z.B. wenn sie nicht angenommen werden, wenn der eigene Mailserver sie verschickt,…
    forum.netcup.de
  • Meine MailCow dient zu 99% nur als Empfänger für digitale Post.

    Wäre es möglich einen der großen Relay anbieter für ausgehende Mails zu nutzen und so deren Reputation zu nutzen um sicherzustellen, dass Mails ankommen?