Email Beschränkung auf 100 Mails pro Stunde - wie kann ich diese ändern - angeblich habe ich keine PLESK Zugang. Was ist Plesk und wie bekomme ich Zugang dazu?

  • Ach das ist doch Schrott.. ich hab gerade eine Domain mit 3 Mail versendenden Services (via SMTP) und etlichen Postfächern, ins 8000er Webhostingpaket umgezogen, nur um jetzt festzustellen, dass es ein recht willkürliches anmutendes Limit von 100 Mails pro Stunde gibt :/ Wieso wird das nirgends auf der Produktseite transparent kommuniziert? Und warum muss es unbedingt pro Stunde sein? Pro 2400 pro Tag würden etwaige Lastspitzen viel besser ausmitteln. Jetzt bin ich der Gelackmeierte und darf alles wieder umziehen.


    Aber ungeachtet der mangelnden Kommunikation diese Limits, finde ich es bedauerlich, wie freimütig hier dazu geraten wird (potenziell) vertrauliche Mailkommunikation unnötigerweise über Drittanbieter zu schicken (egal ob Mailgun, Sendmail oder XYZ). Jeder dieser Anbieter ist einer zu viel, wenn es um potenziell sensible Kommunikation geht.


    In meinem Nutzungsszenario verschickt Rocket.Chat (Open Source Slack Alternative) Emails beim Erhalt von Nachrichten in Abwesenheit. In einem Gruppenkanal mit z.B. 30 Teilnehmer*innen können bei Verwendung eines @here, dann leicht das Stundenlimit gerissen werden und anschließend können keine "Passwort-Vergessen" Emails mehr verschickt werden :/ Ein zusätzlicher Dienstleister (am besten noch aus den vereinigten Staaten) ist definitiv keine Option, da es sich bei den Inhalten der Nachrichten um vertrauliche Kommunikation handelt (Arbeitsplattform für Aktivist*innen) und die Nutzer*innen der Dienste erwarten (zu Recht!), dass ich ihre Daten so gut wie möglich schütze und sie nicht leichtfertig weitergebe.

    Auch wer beispielsweise eine Nextcloud mit mehr als einem Dutzend Nutzer*innen betreibt, steht ebenfalls vor dem Problem. Sobald z.B. ein "Share" mit 10 anderen Personen geteilt wird, gehen Mailbenachrichtigungen an diese raus. Möchte nun eine Person zB 10 Fotos aus einem großen Album mit einer bestimmten Nutzergruppe teilen und gibt diese einzeln frei, gehen fix mal 10x10 Emails raus und anschließend kann niemand mehr sein/ihr Passwort zurücksetzen.


    Was auch immer die Berechnungsgrundlage für das 100er Limit war, wurde scheinbar an Anwendungssysteme, die für eine kleine Community (regelmäßig) Mails versenden, nicht gedacht. Auch ein Atlassian Jira würde regelmäßig an die Grenze kommen, wenn mehrere Tickets zum Sprintende verschoben werden (unabhängig von der Teamgröße).


    TL;DR: Das 100er Limit ist eine sehr bedauerliche Entscheidung von Netcup, da gerade zur aktuellen Corona Zeit Anwendungssysteme wie Nextcloud, Rocket.Chat, BBB, Jira und viele weitere dringend benötigt werden, um Remote arbeiten zu können. Regelmäßige Mails sind in diesem Workflow leider essenziell.

  • Dürfte ich erfahren, wieso das Buchen eines Webhosting Produktes automatisch eine unlimitierte Versendung von Mails mit sich bringen soll ? Anders herum sehe ich das Transparenz Argument seitens Netcup so, dass es eben nicht beworben wird ergo auch kein Anspruch besteht. Sollte man vorher nachfragen, bin ich mir sicher dass man die Information vom Support erhält. Das empfinde ich nicht als "intransparent" es wird aber von denen, die das so sehen wollen, so gesehen.


    Jeder macht sich schlau, bevor er ein Produkt sagen wir auf Amazon kauft.


    Da wird eine Küchenmaschine auf Herz und Nieren geprüft und alle Winkel durchleuchtet. Von den Maßen über den Stromverbrauch, das Gewicht des Steins etc.


    Aber bei einem Webhosting muss alles drinne sein. Ohne zu fragen, weil das ja normal ist. Normal ist hier nur die Wiedergabe der eigenen Wahrnehmung der Welt, ein Luftschloss sozusagen.


    Wenn die Anwendungen so laufen sollen, dann konfiguriert einen eigenen Server oder fragt, wie das Maillimit eines gemanagten Produktes aussieht. Das bringt aber Verantwortung / Arbeit und einen erhöhten Preis mit sich.


    Es gibt Lösungen und wer nicht fragt, ist selber schuld. Blindkäufe bringen Überraschungen, das ist eben so.


    Beste Grüße

  • Versandlimits gibt es in jedem mir persönlich bekannten Webhosting. Transparent kommuniziert oder gar beworben wird es eigentlich nirgendwo. Für solche Mailmengen brauchst du ein Business-Postfach, das allerdings gut und gern - je nach Leistung - auch mehr kostet als ein Webhosting 8000.

  • chille Du nennst beispielhaft Jira, wo du hier im Webhosting an das Maillimit stößt. Wie hast du Jira im Webhosting installiert bekommen? Über Hinweise oder eine Anleitung würde ich mich freuen!

  • Dürfte ich erfahren, wieso das Buchen eines Webhosting Produktes automatisch eine unlimitierte Versendung von Mails mit sich bringen soll ?

    Dürfte ich fragen, was ein durchschnittlicher Konsument für gewöhnliche Produkteigenschaften bei einem Webhosting voraussetzen darf?

    Umgekehrt gefragt: Wenn etwas nicht ausdrücklich beworben wird, bedeutet das im Umkehrschluss auch nicht, dass der Anbieter über den deutlich wahrnehmbaren Hinweis des Fehlens einer solchen Eigenschaft hinwegsehen darf?


    Beispiel: Wenn ein Auto ohne Reifen auf den Rädern verkauft wird, dann wird der potentielle Käufer des Autos ein berechtigtes Interesse daran haben, über diesen Umstand ausdrücklich hingewiesen zu werden, weil Autos für gewöhnlich mit bereiften Rädern angeboten werden.

  • Dürfte ich fragen, was ein durchschnittlicher Konsument für gewöhnliche Produkteigenschaften bei einem Webhosting voraussetzen darf?

    Umgekehrt gefragt: Wenn etwas nicht ausdrücklich beworben wird, bedeutet das im Umkehrschluss auch nicht, dass der Anbieter über den deutlich wahrnehmbaren Hinweis des Fehlens einer solchen Eigenschaft hinwegsehen darf?


    Beispiel: Wenn ein Auto ohne Reifen auf den Rädern verkauft wird, dann wird der potentielle Käufer des Autos ein berechtigtes Interesse daran haben, über diesen Umstand ausdrücklich hingewiesen zu werden, weil Autos für gewöhnlich mit bereiften Rädern angeboten werden.

    Ein Auto mag gewöhnlich mit bereiften Rädern angeboten werden. Ein Webhosting aber gewöhnlich nicht ohne Limit beim Mailversand. Wie geschrieben, ich hab kein einziges ohne ein solches Limit. Und bei keinem davon wirst du Informationen zu diesem Limit finden ohne gezielt danach zu suchen. Und es steht nicht auch nur in der Nähe des Angebots auf der Website. Bei einem Anbieter, mit dem ich ansonsten sehr zufrieden bin, erfährt man es nur auf Anfrage beim Support. Und das Limit - ebenfalls pro Stunde - ist niedriger als hier.

  • Meine Webhostings haben da sehr unterschiedliche Limits. Das geht von 60 pro Stunde bis zu 5000 pro Stunde nach 30 Tagen Vertragslaufzeit (Anfangs 50, steigert sich dann kontinuierlich). Habe ich aber noch nie getestet, bei denen weiss man nie, mein "unendlicher" Webspace war auch recht schnell voll. Hier gehe ich aber davon aus, dass das möglich sein wird, in meinem 1€-Paket kann ich immerhin mehrere Majordomo Mailinglisten anlegen, da kommt im Zweifelsfall auch einiges an Mails zusammen. 5000 pro Stunde wird da unter Umständen schon knapp.

  • Also ich bin leider bei Nutzung eines Ticketsystems auch schon in die 100er-Grenze gelaufen. Da potenzieren sich halt einzelne Mails schnell.


    Meine Lösung war fürs erste über einen anderen Hoster abzuwickeln (bei dem ich netterweise beliebige Absenderdomains eintragen kann).
    Meinen Umzug mit dem Webhosting in die EiWoMiSau liegt jedoch auf Eis. Bei der Vielzahl an Domains sind 100 Mails pro Stunde am Schluss quasi nichts mehr.

    Mein alter Hoster hat Webhosting gefühlt abgeschrieben. Wird seit Jahren nicht mehr vermarktet und "dümpelt halt so rum".


    Werde wohl nicht drumherum kommen mir selbst was aufzusetzen - was ich eigentlich vermeiden wollte.

  • Unabhängig von manchen Kommentaren hier finde ich dass ein einmal richtig eingerichteter Server ganz fleißig vor sich hinbrummt.

    Das einzige was ich da mache sind Backups (vollautomatisch!) und alle paar Wochen die Updates einspielen und in dem Zug rebooten.

    Außer ich erfahre in der Presse von nem wichtigen Update, dann wird das sofort eingespielt.