Das längste Thema

  • Und Peering Problem ist doch ein Thema von älteren Technologien

    Ich verwende kein Cloudflare!

    Es ist voellig wurst, ob du FTTH, DOCSIS oder DSL nutzt!

    Wenn das Routing des ISP schlecht ist, hast du technologieuebergreifend ein Problem. Da kann dein Anschluss noch so schoen schickimicki sein.

    Dass du selbst kein Cloudflare aktiv nutzt, spielt dabei keine Rolle. Entscheidend ist ob die von dir besuchten Websites durch Cloudflare proxied werden und somit durch Cloudflare geschuetzt werden.

    Ich hatte bei der Telekom zwar auch mal ein bis zwei Tage, an denen es halbwegs lief, aber die traurige Wahrheit bleibt: Die Telekom agiert absolut nicht netzneutral und drosselt aktiv. Davon sind uebrigens laengst nicht nur Dienste betroffen, die Cloudflare nutzen.


    Danke an GTAzoccer fuer das Verlinken der Reddit-Posts. Anscheinend haben wir hier mittlerweile sogar zwei Parteien, die sich gegenseitig drosseln. Mensch, ist das super! Was fuer eine Neutralitaet wir doch haben!

    Momentan scheint Cloudflare zwar selbst Engpaesse zu haben, aber dennoch verstehe ich wie im Reddit-Post beschrieben absolut nicht, warum die Telekom sich nicht einfach via DE-CIX mit Cloudflare verbindet oder ein privates Peering aufmacht. Ich begreife es einfach nicht. Da werde ich heute noch sauer, obwohl ich nicht mal mehr Kunde bei denen bin.

  • Ich stecke in einem Dilemma. Die Telekom plant bei uns Glasfaser auszubauen. Ich habe Bock auf Glasfaser, aber nicht auf das Peering der Telekom.

    Überlege Dir, ob Du Dich nicht beim Glasfaseraubau als interessierter Kunde meldest. Gemäß den Förderungen des Bundes gibt es nämlich Verpflichtungen (Open Access und Allgemeines), dass der Ausbauende (in Deinem Fall die Telekom) nach einer Wartezeit (z.B. 2 Jahren) grundsätzlich Dritten Anbietern (mit besserem Peering) den Zugang erlauben müssen.

    Effektiv zahlst Du dann zwar eine gewissen Zeit lang einen Glasfaseranschluss bei der Telekom (evtl. parallel zu DSL / Kabel), hast aber den Vorteil dass die Glasfaser dann im Haus / Wohnung liegt und du später die freie Wahl des Anbieter hast.

    Wenn man jedoch in den oberen Stockwerke (bei mir 2 OG) Glasfaser haben wollte ging es nicht und danach hieß es eine Zeit man müsste die Kosten der Steigleitung selbst zahlen (bzw. der Vermieter).

    Auch hier muss man noch beachten, dass die Branche extrem unter Druck steht, weil die Banken den Netzausbau bisher mit der Kennzahl "Homes connected" bewertet haben (Glasfaser liegt im Keller und ist inaktiv) - während es durch fehlende Umsätze nun großen Druck gibt die nächste Stufe "Homes activated" (Anschlüsse sind aktiv und es fließt monatlich die Zahlung) in großem Umfang zur realisieren. Dieser Druck auf die Netzbetreiber führt in der Konsequenz dazu, dass die Anbindung der Wohnungen je nach Vertragswerk immer mehr inkuldiert werden.

    Edited once, last by Win98SE4ever: Links korrigiert (January 25, 2026 at 4:53 PM).

  • Generell sind ISP froh wenn sie genügend Glasfaser Anschlüsse bekommen.

    Wenn ich (wenn auch nicht nett) zu so Maßnahmen greifen müsste wiee Peering, dann würde ich es bei DSL Anschlüsse verwenden und nicht bei Glasfaser.

    Noch dazu ist seit Jahrzehnte bekannt, dass gerade beim Durchschnitt von Kupferkabel-Kabel, bei je mehr Kunden am Netz in einem Gebiet die Leistung herunter geht.

    Ich bin der Anfang, das Ende, die Eine, die Viele ist.

    Ich bin die Borg.

  • Ich wuesste nicht, seit wann bei V(DSL) die Leistung sinken soll nur weil es viele Teilnehmer gibt.

    Das ist doch eher bei DOCSIS der Fall? (Shared Medium??!?).

    Die DSLAMs sind doch ohnehin per Glasfaser angebunden, waehrend nur die "letzte Meile" aus Kupfer besteht. (oder irre ich mich da jetzt??)

    Das einzige Problem, das mir hierzu einfallen wuerde, waere massives Uebersprechen (Crosstalk) zwischen den Kupferleitungen, wenn extrem viele Anschluesse aktiv sind. (Was vectoring doch eh ausgleichen sollte?)

  • Noch dazu ist seit Jahrzehnte bekannt, dass gerade beim Durchschnitt von Kupferkabel-Kabel, bei je mehr Kunden am Netz in einem Gebiet die Leistung herunter geht.

    Nein, die Zubringer der DSLAMs sind heute fast auschließlich glasfaserbasiert. Selbst wenn nur eine begrenzte Anzahl von Fasern liegen, kann mit WDM ohne großen Aufwand und ohne (Tief-)Baumaßnahmen eine Vervielfachung der Kapazität erreicht werden. Die Anzahl der Kunden in einem Gebiet sind daher nebensächlich. Kupferleitungen sind seit jeher in Sternverteilung umgesetzt.

    Der limitierende Faktor an der Leitungskapaztiät (Up- & Download) ist lediglich die Streckenlänge zwischen DSLAM und TAD (sowie die Qualität der Leitung, welche ja oft schon 40 Jahre oder mehr auf dem Buckel hat).

    Das ist doch eher bei DOCSIS der Fall? (Shared Medium??!?).

    Richtig, Kabel- und GPON-Technologien. Wie Du richtig schreibst: Alle Technologien mit Shared Medium.

    (deshalb ist auch bei Glasfaser nicht immer 1 GBit/s garantiert - wenn sich z.B. 16 Teilnehmer 2,5 GBit/s teilen müssen)

    Am Beispiel Kabelinternet gibt es z.B. folgende Möglichkeiten für höhere Datenraten:

    - Netzsegmentierung (weniger Kunden auf einem Strang)

    - Frequenzbanderweiterung (862/1006/1218 MHz im Downstream)

    - Höherwertige Modulationsarten (DOCSIS 3.0/3.1/4.0)

    (Was vectoring doch eh ausgleichen sollte?)

    Richtig: Mit (Super-)Vectoring wurden ja überhaupt erst die Datenraten >50 MBit möglich.

    Außerdem ist per Bonding (zwei parallele VDSL-Anschlüsse bilden einen logischen) die doppelte Geschwindigkeit möglich.

  • Hm... Die haben einen Headless Mode für automatisiertes betreiben auf einem Server...

    https://github.com/AKVorrat/netzbremse-measurement/

    Muss ich mir mal angucken. Bin ja Kunde bei der Telekom. Sollte noch ein altes Notebook dafür haben

    Sehr gut! Es ist so viel besser als bei der Telekom!

    Bieten mir jetzt leider nur ADSL an - Also über das Kupfer was hier noch im Haus liegt.
    Wann muss Telekom Mitbewerber auf der Glasfaser zulassen? Dann müsste da eigentlich Verfügbarkeit sein.
    Nach zwo Jahren oder so? Oder erst später?
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  • Ich glaube, es waren zwei Jahre, dann muss der Anbieter andere Anbieter auf die Leitung lassen. (So hat es mir mein Kollege erklaert, welcher bei der Deutschen Glasfaser ist und welcher auch zu easybell wechseln will.)

    Ich hatte gestern irgendwo hier im Forum gelesen, wie das genau war, weiss aber gerade nicht mehr wo.

    Ich habe z. B. auch schon ein Glasfasernetzwerk hier liegen (es ist im ganzen Haus bereits mit den kleinen Kaestchen verteilt, aber die Leitungen sind noch nicht einmal am Hauptnetz nach draussen angeschlossen), welches mein Vermieter mit Vodafone ausgebaut hatte. Dennoch kann ich weder dort noch bei Easybell irgendeinen FTTH-Vertrag abschliessen.

    Fuer mich wird es also noch eine lange Zeit Kupfer bleiben muessen. Ich hoffe nur, dass sie jeden auf jede Leitung lassen werden, wenn Kupfer irgendwann abgeschaltet wird.

    Zum Thema, dass sie bei dir nur ADSL anbieten: Ich habe mal ein paar Kollegen von mir gefragt, die koennen Easybell gar nicht bestellen weil die Telekom das irgendwie nicht zulaesst. Also sitzen die dort komplett auf schlimmem Peering rum.

  • Wenn ich (wenn auch nicht nett) zu so Maßnahmen greifen müsste wiee Peering, dann würde ich es bei DSL Anschlüsse verwenden und nicht bei Glasfaser.

    wie schon beschrieben wurde: das Peering-Problem findet unabhängig von der Anschlussart statt!

    es beschreibt, kurz gesagt, einfach (unnötige) Engpässe beim Datentransfer über verschiedene Carrier hinweg. Ob du da bei dir zuhause per Kupfer oder Glas dran hängst, spielt absolut keine Rolle.

    Ich war auch betroffen (Telekom FTTH) und hatte das schlechte Peering oft genug beobachten dürfen. Die Routen und Transferraten waren teils unterirdisch. Mit VPN zum anderen ISP löste sich das Problem in Nichts auf.

    Bin nun bei o2 - ebenfalls mit DS ohne CGNAT und mega zufrieden. :)

  • Bieten mir jetzt leider nur ADSL an - Also über das Kupfer was hier noch im Haus liegt.
    Wann muss Telekom Mitbewerber auf der Glasfaser zulassen? Dann müsste da eigentlich Verfügbarkeit sein.
    Nach zwo Jahren oder so? Oder erst später?

    @sudoNoSleep Da die Leitungen nicht der Telekom alleine gehören kann easybell die Leitungen nicht anmieten.

  • Virinum Wegen Wohnsitzwechsel fand kein direkter Providerwechsel statt. Bin am neuen Standort einfach direkt zu o2, auch wenn mich die Telekom am Telefon versuchte zurückzugewinnen (dürfen die das überhaupt, wenn man Rückgewinnungsanrufen ausdrücklich widersprochen hat?). Ich sagte dem Telekomiker am Telefon auch, dass die erstmal ihre Peeringprobleme in den Griff bekommen sollen - darauf kam natürlich keine Reaktion.

    Aber laut Verfügbarkeittests sind z.B. o2 und 1und1 am alten Standort via Glasfaser möglich. Das war in den ersten Jahren noch nicht der Fall, als nur Telekom möglich war. Also ja, das scheint möglich zu sein.

  • Ich sagte dem Telekomiker am Telefon auch, dass die erstmal ihre Peeringprobleme in den Griff bekommen sollen - darauf kam natürlich keine Reaktion.

    Ich meinte damals zu dem Typen am Telefon genau das Gleiche. Mich wollten sie als Kunden behalten und boten mir den 250er-Anschluss statt fuer knapp 50 EUR fuer dauerhaft nur 35 EUR an. Ich habe ihm aber gesagt, dass deren Peering die reinste Guelle ist und ich froh bin, da weg zu koennen und habe ihn dann abgewimmelt. :D

  • Noch jemand gerade Netzwerkprobleme?

    Habe mehrere Server die auf einmal weder intern noch extern erreichbar sind. (10:55 laut Monitoring)

    Zumindest einer macht auch im Rescue nichts. Die anderen habe ich noch nicht umgebootet. Grundsätzlich scheinen sie sauber zu laufen, nur kein Netzwerk.

    Edited once, last by Illunis (January 26, 2026 at 11:46 AM).