Mails von Managed netcup Server an GMX Adresse: No SMTP service. Bad DNS PTR resource record

  • Ich habe einen Managed Server der logischerweise eine statische IP und einen Reverse DNS Eintrag in der Form vxxx.yourpserver.net hat.

    Bei vielen Mailservern ist es wichtig, dass der MX-Eintrag dem Reverse DNS Eintrag der IP entspricht.

    Deshalb habe ich bei allen auf diesem Server konfigurierten Domains als MX-Eintrag den Host vxxx.yourpserver.net eingetragen.

    Klappt gut, nur Mails an GMX werden abgelehnt.

    Die Antwort vom GMX-Mail-Server lautet: „554 Nemesis ESMTP Service not available No SMTP service Bad DNS PTR resource record“.

    Da der MX-Eintrag dem Reverse DNS Host entspricht, ist der DNS-Eintrag aber an sich korrekt.

    Viel wichtiger dürfte diese Info von GMX sein:

    „The reverse DNS record may not match the default entry of your hoster/provider such as "123-123-123-123-static.yourprovider.tld". Default entries usually result in a rejection.“

    GMX erkennt also irgendwie diese Standard-Hostnamen der Provider und lehnt deshalb die eingehenden Mail-Verbindungen ab.

    Ich habe nun den netcup Support gefragt, ob dieser Reverse DNS Eintrag abgeändert werden kann. In Plesk, im SCP oder im CCP ist das für die Standard-IP leider nicht möglich.

    Leider warte ich aber seit Tagen vergeblich auf eine Antwort vom netcup Support ...

    Hat hier Irgendjemand eine Idee, wie man das Problem bei GMX-Adresse umgehen kann, wenn man mehrere Domains mit einer IP-Adresse verwenden will bzw. ob man bei netcup diesen statischen Reverse DNS Eintrag abändern kann?

    Martin

  • Es immer schwierig ohne konkrete Namen/IPs die Details zu analysieren, aber hier nochmal die gängigsten Probleme:

    Der Rev-Lookup (ip) und der Fwd-Lookup (dnsname) sollten matchen. Wenn ipv4 und ipv6 konfiguriert sind, muss das auf beiden Ebenen passen.

    Zusätzlich sollte der HELO des Mailservers auch noch dieser Name sein.

    Die anderen Domains legitimierst du am besten mit einem SPF-Record "v=spf1 mx ~all" für den Mailversand durch dieses System, wenn der MX-Eintrag für die Domain das angegebene System ist.

    Soweit mal die üblichen Hinweise.

    | VPS: 28 | vCPU: 75 | Memory: 104 GB | Disk: 4012 GB |

  • Danke für die Antwort.

    1. Unser Server heißt "v1202511316580408226.yourpserver.net". Alle Domains auf dem Server können keine Mails an GMX-Adresse schicken. Eine der betroffenen Domains heisst "net.marel.at".

    2. Wie gesagt matchen der Host-Namen im MX-Eintrag dieser Domain mit dem Reverse DNS Eintrag der IP des Hosts, in dem ich für die MX-Einträge den von netcup definierten Namen verwende. Der MX-Eintrag der Domain "net.marel.at" lautet:

    net.marel.at MX preference = 10, mail exchanger = v1202511316580408226.yourpserver.net

    v1202511316580408226.yourpserver.net löst nach 159.195.52.135 auf.

    Die IP 159.195.52.135 zeigt den Reverse DNS Eintrag v1202511316580408226.yourpserver.net.

    Aus meiner Sicht werden die Bedingungen damit also erfüllt.

    3. SPF, DKIM und DMARC sind in der Domain gesetzt und SPF schließt die MX-Hosts ein.

    4. Mails von einer Mail-Adresse der Domain "net.marel.at" können problemlos an beliebige Mail-Empfänger versendet werden, nur GMX-Mailserver lehnen den Empfang ab. Die entscheidende Info ist aus meiner Sicht diese hier:

    "The reverse DNS record may not match the default entry of your hoster/provider such as "123-123-123-123-static.yourprovider.tld. Default entries usually result in a rejection. Assign your email server its own full domain name (FQDN), recommended format: "mail.yourdomain.tld"

    GMX hat also was gegen die Nutzung des von Hostern by default vergebenen Hostnamen.

    Keine Ahnung warum.

    Hast Du eine Idee, wie GMX davon überzeugt werden kann unsere Mails anzunehmen?

    Martin

  • Assign your email server its own full domain name (FQDN), recommended format: "mail.yourdomain.tld"

    Das versucht dir GMX hier mitzuteilen.

    Keine Ahnung warum.

    Weil es da draußen genug minderbegabte Admins gibt, deren Server übernommen werden und dann SPAM verschicken.
    Das sind dann sehr häufig eben unkonfigurierte Server mit generischem Namen.

  • Offensichtlich nur dadurch, dass du netcup davon überzeugst, den Hostnamen und den PTR zu ändern. GMX akzeptiert Defaultnamen nicht, weil Spammer oft Server benutzen und die Defaulteinstellungen belassen. Damit bist du bei GMX eben raus. Das gehört zu deren Mail-Policies. Und wenn Web.de immer noch praktisch 1:1 identisch läuft, dann wohl auch dort. Die beiden sind praktisch Geschwister. Haben ja auch den selben Papa. :D

  • Ich kann technisch auch nichts negatives finden.

    Mit hoher Wahrscheinlichkeit haben die bei GMX eine Menge Domains oder Muster auf der Blocklist.

    Die Änderung des DNS-Namen mit allen Konsequenzen scheint umungänglich.

    Ob es den fairen Wettbewerb behindert müssen Juristen klären ;)

    | VPS: 28 | vCPU: 75 | Memory: 104 GB | Disk: 4012 GB |

  • 1. Unser Server heißt "v1202511316580408226.yourpserver.net". Alle Domains auf dem Server können keine Mails an GMX-Adresse schicken. Eine der betroffenen Domains heisst "net.marel.at".

    Da du deine Problemdomain hier genannt hast, habe ich mir mal den zuständigen DNS-Eintrag mir genauer angeschaut.

    Derzeit steht im DNS zu deiner Domain net.marel.at folgendes drin:

    Code
    ;; ANSWER SECTION:
    net.marel.at.           3600    IN      TXT     "v=spf1 a mx -all"

    Diesen Eintrag "v=spf1 a mx -all" müßtest du nun wie folgt erweitern:

    Code
    "v=spf1 a mx a:v1202511316580408226.yourpserver.net a:net.marel.at -all"

    Dann sollte es spätestens nach 48h funktionieren.

  • Da der MX für die Zone schon v1202511316580408226.yourpserver.net ist, braucht er das System nicht dreimal freischalten, einmal via mx reicht. Die beiden A: Einträge helfen hier nicht weiter.

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  • Wir kennen das, haben hB unseren Servern ebenfalls nummerierte Namen gegeben, zB web3010.xxxxx.com

    Das klappt dann bei zB GMX auch nicht. Um sicher zu gehen, nimm einen mail.meinedomain.xyz und verwende die für PTR. Danach analysierst mit mail-Tester.com dass auch alles sauber ist. Setze DKIM und SPF korrekt und du wirst sehen dass alle Probleme weg sind.

    Ach ja, und wenns ein frischer Host ist, bebobachte die Mailqueue weil zB T-Mobile neue IPs immer ablehnt bis du ihnen manuell dann mal schreibst

  • Danke für die ganzen Infos und Vorschläge.

    Außerhalb der nötigen Hilfe durch netcup um den Standard-Reverse-Eintrag zu ändern, kann ich nur versuchen den SPF-Eintrag wie vorgeschlagen ändern.

    Da ich die TTL vorsorglich auf 3600 gesetzt habe, sollte innerhalb 1 Stunde ersichtlich sein, ob dies was nützt.

    Da ich jetzt von netcup seit Tagen keine Rückmeldung erhalten habe ob die Änderung des Reverse DNS Eintrags der Standard-IP möglich ist, befürchte ich, dass dies eben nicht möglich ist. Damit müsste man bei Miete eines netcup Servers darauf verzichten, GMX- und WEB.DE-Empfänger per Mail zu erreichen oder man müsste eine kostenpflichtige zweite IP-Adresse bestellen, da man bei zusätzlichen IP's den Reverse Eintrag selbst definieren kann.

  • ....oder man müsste eine kostenpflichtige zweite IP-Adresse bestellen, da man bei zusätzlichen IP's den Reverse Eintrag selbst definieren kann.

    Was aber nur dann zielführend ist, wenn die entsprechenden eMails dann auch über diese zusätzliche IP verschickt werden.

    Ich weiß nicht, ob der Support das auf einem Managed Server einrichten wird.

  • Was aber nur dann zielführend ist, wenn die entsprechenden eMails dann auch über diese zusätzliche IP verschickt werden.

    Ich weiß nicht, ob der Support das auf einem Managed Server einrichten wird.

    Du meinst, dass bei Bestellung von zusätzlichen IP's auf einem netcup-Server diese IP's nicht an den Mail-Service gebunden werden?

    Was hätten zusätzliche IP's für einen Sinn, wenn ich diese nicht für Mail-Services nutzen kann (sondern nur für Web-Service)?

    Das IP-Sharing bei Webservices ist Standard, bei Mail-Services weniger (wie man sieht).

    Zusätzliche IP's sind also eher für Mail-Service nötig und das ist bei netcup nicht möglich?

    Martin

  • Danke für die ganzen Infos und Vorschläge.

    Außerhalb der nötigen Hilfe durch netcup um den Standard-Reverse-Eintrag zu ändern, kann ich nur versuchen den SPF-Eintrag wie vorgeschlagen ändern.

    Da ich die TTL vorsorglich auf 3600 gesetzt habe, sollte innerhalb 1 Stunde ersichtlich sein, ob dies was nützt.

    Da ich jetzt von netcup seit Tagen keine Rückmeldung erhalten habe ob die Änderung des Reverse DNS Eintrags der Standard-IP möglich ist, befürchte ich, dass dies eben nicht möglich ist. Damit müsste man bei Miete eines netcup Servers darauf verzichten, GMX- und WEB.DE-Empfänger per Mail zu erreichen oder man müsste eine kostenpflichtige zweite IP-Adresse bestellen, da man bei zusätzlichen IP's den Reverse Eintrag selbst definieren kann.

    Auch nach Änderung des SPF-Eintrags (und Ablauf der TTL) werden von GMX die Mails vom Managed Servern mit Standard-Reverse-Eintrag nicht akzeptiert.

    Fazit: Es liegt und lag nicht am SPF-Eintrag. Die letzte Hoffnung ist also das netcup kurzfristig den Standard-Reverse-Eintrag ändert und mittelfristig die Möglichkeit schafft, das Kunden von Managed Servern diesen Eintrag über ein Panel selbst ändern können, da dieses Problem jeden trifft, der ein Managed Server von netcup hat und diesen für Mailversand nutzen will.

    Martin

  • The reverse DNS record may not match the default entry of your hoster/provider such as "123-123-123-123-static.yourprovider.tld". Default entries usually result in a rejection.“

    Dass sehe ich auch so und meine Vermutung ist und darauf deutet dieser Fehlerhinweis hin, dass dem Servernamen v1202511316580408226.yourpserver.net von vielen großen Providern, wie z.B. GMX, Google, Microsoft, Yahoo, MailBox.org usw. nicht vertraut wird, da gerade viele Spammer einfach so einen Standard-Servernamen deren zur Verfügung gestellten Servern zum Versandt ihrer Spam-Mails aus Bequemlichkeit nicht auf eigene Servernamen, wie z.B. smtp.eigene-domain.ext usw. abändern.

    Hier wäre es tatsächlich für den Provider Netcup zu Gunsten dessen Kunden ratsamer, auch für Managed Server, so wie es für die normalen Server schon seit Jahren Gang und gebe ist, den bisherigen Servernamen vXXX.yourpserver.net inkl. RDNS durch einen eigenen Servernamen, wie z.B. smtp.eigene-domain.ext ändern lassen zu können. Denn so, wie diese Managed Server derzeit ausgerollt werden - ich habe auch einen Managed Server - sind sie zum Versandt von E-Mails nicht zu gebrauchen, weil eigene nötige Admin-Rechte halt fehlen, um sowas auch als Kunde selber umstellen zu können.

    Nebenbemerkung: Meine E-Mailadresse bei GMX kann vom Netcup-Support nur deswegen E-Mails annehmen, weil ich deren Domains *@netcup.de, *@netcup.com und *@netcup.net in meiner White-List mit aufgenommen habe, da ansonsten deren E-Mails an mich noch nicht mal im Spamordner landen würden.