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  • (Evaluation von GhostBSD für den Einsatz auf zumindest einigen Systemen ist auf der eigenen TODO-Liste gerade wieder weiter nach oben gerutscht. :pinch: )

    GhostBSD scheint ja eher Desktop-orientiert zu sein. Daher vielleicht mal einen Blick auf OpenBSD werfen? Ich bin damit seit Jahren sehr glücklich und habe es hier auf allen Servern laufen, da ich aktuell nichts nutze, wofür ich Linux bräuchte. Ich mag an OpenBSD vor allem den minimalistischen Ansatz und die Tatsache, daß das Basissystem inkl. Kernel komplett von denselben Leuten entwickelt wird (mit Ausnahme einiger Programme wie z. B. Unbound). Aus dem OpenBSD-Projekt stammen z. B. auch OpenSSH und tmux.

    OpenBSD wirkt auf mich viel übersichtlicher und aufgeräumter als Linux, wobei das je nach Distribution möglicherweise auch unterschiedlich ist und vielleicht auch daran liegt, daß ich mich mit Linux nicht so gut auskenne. :) Ich will hier auch gar keine große Diskussion dazu lostreten. ;)

    Hier aber noch zwei Beispiele dafür, was ich mit "minimalistisch" und "übersichtlicher" meine:

    vi vs. vim

    OpenBSD kommt mit vi daher - zum Bearbeiten von z. B. Konfigurationsdateien auf Servern vollkommen ausreichend:

    Code
    obsd$ ls -lh /usr/bin/vi*
    -r-xr-xr-x  3 root  bin   352K Oct 12  2025 /usr/bin/vi
    -r-xr-xr-x  3 root  bin   352K Oct 12  2025 /usr/bin/view
    -r-xr-xr-x  1 root  bin   8.3K Oct 12  2025 /usr/bin/vis


    Bei Debian wird vim installiert:

    mount

    Die Ausgabe des mount-Befehls von OpenBSD:


    So sieht's bei Debian aus:


  • FYI: Pünktlich zum verlängerten(?) Wochenende gibt es eine neue Kernel-Lücke: "VUL-0: CVE-2026-46300: kernel-source: FragNesia attack: another xfrm/esp based local root exploit"; diese ist insofern "Dirty Frag" sehr ähnlich, als sie auf denselben Kernelmodulen basiert wie CVE-2026-43284, weswegen auch derselbe Workaround von vor ein paar Tagen greift, wenn er bereits/noch aktiv ist (lies: Deaktivierung der extern nachgeladenen Kernelmodule esp4, esp6, rxrpc). AlmaLinux hat einen recht informativen Blog-Eintrag hierzu.

    VServer IOPS Comparison Sheet: https://docs.google.com/spreadsheets/d/1w38zM0Bwbd4VdDCQoi1buo2I-zpwg8e0wVzFGSPh3iE

  • GhostBSD scheint ja eher Desktop-orientiert zu sein. Daher vielleicht mal einen Blick auf OpenBSD werfen?

    terence : Danke für den Tip; OpenBSD ist tatsächlich auch auf der Evaluationsliste, allerdings unterhalb von FreeBSD/GhostBSD. Bislang habe ich nach kurzer Durchsicht einiger Quellen (u. a. YouTube-Videos) im Hinterkopf, dass GhostBSD insbesondere bei der Hardwareunterstützung punkten soll (sowohl bezogen auf die existierenden SBC/Laptops als auch die Architekturen AMD64/ARM64/RISCV), und momentan steht hier auch die Überlegung im Raum, mittelfristig primär Desktops damit zu bestücken. In der Vergangenheit hatte ich *BSD primär "via FreeBSD" kennengelernt.

    Es ist nicht auszuschließen, dass BSD später auch für reine Serveranwendungen zum Einsatz kommt. Als erster Schritt ist hier zunächst allerdings sowieso ein Test im Kontext von signal-cli (und ZFS) eingeplant, wofür Installationen sowohl von FreeBSD, GhostBSD als auch OpenBSD via VM unter Incus anstehen. Das Ganze wird … eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen (denn die Zeit verfliegt, wenn man sich amüsiert).

    VServer IOPS Comparison Sheet: https://docs.google.com/spreadsheets/d/1w38zM0Bwbd4VdDCQoi1buo2I-zpwg8e0wVzFGSPh3iE

    3 Mal editiert, zuletzt von m_ueberall (13. Mai 2026 um 23:31)

  • FYI: Pünktlich zum verlängerten(?) Wochenende gibt es eine neue Kernel-Lücke: "VUL-0: CVE-2026-46300: kernel-source: FragNesia attack: another xfrm/esp based local root exploit"; diese ist insofern "Dirty Frag" sehr ähnlich, als sie auf denselben Kernelmodulen basiert wie CVE-2026-43284, weswegen auch derselbe Workaround von vor ein paar Tagen greift, wenn er bereits/noch aktiv ist (lies: Deaktivierung der extern nachgeladenen Kernelmodule esp4, esp6, rxrpc). AlmaLinux hat einen recht informativen Blog-Eintrag hierzu.

    Wenn das so weiter geht ist der Kernel irgendwann so löchrig wie ein schweizer Käse. :rolleyes:

    Wobei am Schluss alle Exploid gefixt, müsste der Kernel aussehen wie ein Fahrradschlauch mit lauter Flicken.

    Ich bin der Anfang, das Ende, die Eine, die Viele ist.

    Ich bin die Borg.

    Einmal editiert, zuletzt von Borgqueen (14. Mai 2026 um 00:02)

  • FYI: Pünktlich zum verlängerten(?) Wochenende gibt es eine neue Kernel-Lücke: "VUL-0: CVE-2026-46300: kernel-source: FragNesia attack: another xfrm/esp based local root exploit"; diese ist insofern "Dirty Frag" sehr ähnlich,

    Ach deshalb hat Ubuntu seit einer Woche immer noch nicht Dirty Frag gepatched, die wollen das bestimmt alles auf einmal erledigen...

  • FYI: [#SECURITY] NGINX-Nutzer sollten sowieso immer ein Auge auf https://nginx.org/en/security_advisories.html haben, aber CVE-2026-42945 (Remote-Code-Execution!) dürfte fast alle betreffen; offizielle Patches sind verfügbar, dennoch müssen Updates auch erst einmal eingespielt werden.

    EDIT: Ein PoC findet sich bereits auf GitHub: https://github.com/DepthFirstDisclosures/Nginx-Rift

    VServer IOPS Comparison Sheet: https://docs.google.com/spreadsheets/d/1w38zM0Bwbd4VdDCQoi1buo2I-zpwg8e0wVzFGSPh3iE

    Einmal editiert, zuletzt von m_ueberall (14. Mai 2026 um 10:49)

  • Ach deshalb hat Ubuntu seit einer Woche immer noch nicht Dirty Frag gepatched, die wollen das bestimmt alles auf einmal erledigen...

    Nicht … unbedingt; laut Aussage im Matrix-Kanal für "Launchpad" (bzgl. einer anderen Service-Anfrage):

    Zitat

    […] most Canonical engineers and SREs are at a sprint this week and the previous one and I suspect that those are causing these delays.

    VServer IOPS Comparison Sheet: https://docs.google.com/spreadsheets/d/1w38zM0Bwbd4VdDCQoi1buo2I-zpwg8e0wVzFGSPh3iE

  • Und wenn wir schon mal dabei sind. In Exim gibt es auch (mal wieder) eine RCE -> https://www.bleepingcomputer.com/news/security/…code-execution/ (CVE-2026-45185). Exim ist immer noch der Standard MTA in Debian, der auch in den meisten Fällen standardmäßg installiert ist. Daher dürfte das ebenfalls für viele von Interesse sein.

    Danke für den Hinweis, neues Paket kam schon über das security repository und unattended-upgtades automatisch über Nacht rein.

    Nur als Hinweis für die Debian Trixie Benutzer: es gibt einen Backport, die Version 4.98.2-1+deb13u2 ist gefixed, 4.98.2-1 hingegen nicht. Nur zur Info, nicht dass jemand nervös wird weil er die 4.99.3 nicht bekommt, offiziell ja erst dort behoben (steht auch im zitieren Artikel so)

  • Der Hardware-Support von OpenBSD ist halt eine Katastrophe. Unsere Perimeter-Firewalls sind OpenBSD, und nicht nur, dass es da immer noch Code-Pfade gibt, die nur einen Kern verwenden, nein, wir finden auch keine unterstützten NICs mehr (Kupfer) für die aktuellen Server-Generationen von HPE (Gen12) oder Dell.


    Schaut Dir lieber OpnSense an - das ist zumindest unser Backup-Plan, wir müssen nur endlich Zeit finden, unser Tooling anzupassen.

  • Juristische Frage:

    Ich verfolge im Kollektiv aktuell eine Diskussion von abtrünnigen Borg, die für ihr Unimatrix Zero ein eventuell ein Forum betreiben wollen. Und keiner will unbedingt die Verantwortung übernehmen und zwecks Kosten.

    Nun die juristische Frage:

    • Person A (die Domain registriert + steht im Impressum)
    • Person B (hostet nur das Forum auf einem Server)

    Haftet bei möglichen Anzeigen/Beschwerden etc. nur Person A (wo im Impressum steht) oder auch Person B wo das Forum auf einem Server hosten würde?
    Die Frage bezieht sich rein auf Kindergarten-Geplänkel wie es im Netz vorkommen kann und nicht um das Hosten von schwerwiegenden Straftaten etc.)

    Ich bin der Anfang, das Ende, die Eine, die Viele ist.

    Ich bin die Borg.

  • dass GhostBSD insbesondere bei der Hardwareunterstützung punkten soll

    Ja, da muss man wohl einfach mal testen, welches BSD mit der Hardware läuft. Ich hatte mit meinen Rechnern und Notebooks Zuhause bisher keine Probleme mit OpenBSD. Sind aber auch alles ältere Geräte. Mit den VPS hier oder anderwo gibt es da zum Glück eher keine Schwierigkeiten.

    Ich habe damals das Buch "Absolute OpenBSD" von Michael W. Lucas in einer Buchhandlung zum halben Preis erstanden und bin so bei OpenBSD gelandet. Das Buch ist sehr empfehlenswert und mit einer kleinen Prise Humor geschrieben. Inzwischen sind einige Abschnitte überholt (z. B. das sudo-Kapitel, da sudo durch doas abgelöst wurde), aber ich denke, es lohnt sich immer noch als Einstieg. Manchmal ist die ebook-Version auch als Teil eines Bundles bei Humble Bundle als Schnäppchen zu bekommen. Vom selben Autor gibt es übrigens auch "Absolute FreeBSD".

  • wir finden auch keine unterstützten NICs mehr (Kupfer) für die aktuellen Server-Generationen von HPE (Gen12) oder Dell.

    Ihr könntet ja mal das OpenBSD-Projekt anschreiben und ggf. entsprechende Geräte zur Verfügung stellen, damit die Entwickler dafür Treiber etc. implementieren können. Siehe hier: https://www.openbsd.org/donations.html

    Ich unterstütze das Projekt hin und wieder auch mit Geldspenden.