Das längste Thema

  • Bud schade, dass man Dich nicht zu macOS überreden kann.

    Dafür verdiene ich eindeutig zu wenig ^^ Und tatsächlich mag ich keinen Kuchen ;)

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  • Bei den ganzen abgelaufenen Zertifikaten

    Wenn's nach mir ginge, würden die Schlüssel längst im DNS hinterlegt. DNSSEC wäre Voraussetzung, dass der Browser kein Ausrufezeichen dranmacht. Fast alle Zertifikate sind heute domainvalidiert. Was ist auch domainvalidiert? Die DNS-Einträge! Dieser ganze Eiertanz mit Zertifikaten ist ein völlig überflüssiger Kropf, der nur einen Single-Point-of-Sabotage erzeugt und nichts zur Sicherheit beiträgt. Aber: Solange die Browserhersteller nicht vernünftig werden, muss man den Kram eben automatisieren, und dann ist es egal, ob das Zertifikat drei Monate hält oder einen.

  • Schlüssel längst im DNS hinterlegt

    was Du beschreibst ist doch DANE-EE?

    muss man den Kram eben automatisieren

    nicht nur, es bedarf eben auch eines entsprechenden monitorings. hier werden zb zertifikate 30 tage vor ablauf erneuert, verteilt und dann die daemons reloaded, schlägt dabei etwas fehl gibts eine notifikation. zusätzlich meckert dann ein externes monitoring 28 tage vor ablauf auf service (!) ebene.

    ich denke, den letzten punkt hat netcup nicht oder mangelhaft umgesetzt.

  • was Du beschreibst ist doch DANE-EE?

    Dass ich nicht der erste oder einzige bin, der auf die Idee gekommen ist, ist mir klar. Solange sich die Browserhersteller weigern, das umzusetzen, spielen Standards keine Rolle.

    nicht nur

    Ja, schon. Kommt eben drauf an, was man unter Automatisierung versteht. Ist ja auch nicht nur Netcup, wo sowas passiert. Meine Bank hatte das schon und das hier (Netcup nutzt in der Werbung "Socialhub", und deren Linkshortener, sohub.io, hat ein abgelaufenes Zertifikat*) ist auch nicht Netcup's Schuld. Diese Rube-Goldberg-Konstruktionen, die man heute in der Systemadministration überall sieht, weil niemand Lust, Zeit oder Geld hat, irgendwas grundsätzlich zu lösen, sondern immer nur eine Abstraktion obendrauf geschaufelt wird, sind eben nicht einfach zu managen. Daraus entstehen dann solche Forderungen, dass man Zertifikate stündlich auf Ablauf überprüfen soll. Naja, wenn's Spaß macht.

    *) Deren Monitoring sagt übrigens "All Systems Operational".

    Einmal editiert, zuletzt von NaN (17. September 2025 um 11:14)

  • Dass ich nicht der erste oder einzige bin, der auf die Idee gekommen ist, ist mir klar. Solange sich die Browserhersteller weigern, das umzusetzen, spielen Standards keine Rolle.

    sorry, ich wollte es nicht als kritik verstanden haben sondern es nur in anderen worten ausdrücken um zu verifizieren ob ich es richtig verstanden habe. und ja, völlig korrekt, wenn es die browser hersteller nicht unterstützen ist es auch als standard wertlos. es sind aber nich nur die browser die das unterstützen müßten, auch jeglicher andere client der TLS machen will.

    Rube-Goldberg-Konstruktionen

    TIL, danke.

    Abstraktion obendrauf

    hm? ob ich das zertifikat jetzt über eine CA oder lokal erneuere hat ja keinen einfluss auf die folgeprozesse der verteilung, reloads und verifikation? oder übersehe ich da etwas? ich seh bei DANE-EE sogar eher noch die herausforderung http server und dns synchron zu halten, gut, nimmt man halt DANE-TA.

    Zertifikate stündlich auf Ablauf überprüfen soll

    nuja, wenn man den prozess schon hat ists ja auch nur mehr die änderung eines parameters.

  • auch jeglicher andere client der TLS machen will

    Natürlich dauert es, bis sowas so umgesetzt ist, dass man die alten Zöpfe abschneiden kann, aber das ist ja bei anderen Standards auch so.

    ob ich das zertifikat jetzt über eine CA oder lokal erneuere hat ja keinen einfluss auf die folgeprozesse der verteilung, reloads und verifikation?

    Mit direkt domainvalidierten Schlüsseln brauchst du nicht ständig neue Zertifikate, sondern änderst den DNS-Eintrag, wenn du den Schlüssel änderst, z.B. weil der kompromittiert wurde. Wenn du den alten Eintrag löschst, ist der alte Schlüssel unbrauchbar, nicht erst nach einem Jahr, drei Monaten oder einem Monat. Die Zertifikate könnten also problemlos viel länger laufen, bzw. man bräuchte eigentlich gar keine Zertifikate mit Ablaufdatum im klassischen Sinn. Man kann das weiterhin automatisieren, aber die Notwendigkeit wäre deutlich reduziert.

    Dass heute fast das ganze Web davon abhängt, ob und wie Letsencrypt Zertifikate ausstellt, ist ein Unding.

  • Die meisten Websites bräuchten nicht mal HTTPS. Es gibt für fast jedes Problem, das HTTPS „löst“, hübschere Alternativen, und Transportsicherheit ist diesseits von Shops und Banken egaler als Google behauptet.

    Intelligente Menschen sind manchmal gezwungen, sich zu betrinken, um Zeit mit Narren zu verbringen.
    (E. Hemingway)

  • Transportsicherheit ist diesseits von Shops und Banken egaler als Google behauptet

    Vor dem flächendeckenden Einsatz von HTTPS waren Eingriffe der Netzbetreiber in die übertragenen Daten fast schon der Normalfall. Deswegen ist HTTPS absolut notwendig und die Unterscheidung in schützenswerte und nicht schützenswerte Daten völliger Unfug.

  • Pragmatisch. Das Wort, das du gerade nicht gefunden hast, lautet: Pragmatisch. Sich gegen Netzbetreiber wehren zu müssen als Selbstverständlichkeit betrachten zu wollen erscheint mir undurchdacht.

    Intelligente Menschen sind manchmal gezwungen, sich zu betrinken, um Zeit mit Narren zu verbringen.
    (E. Hemingway)

  • NaN Ich hoffe, dein Beitrag ist für H6G nicht die Aufforderung nackt auf dem Community Event zu erscheinen...

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