Das längste Thema

  • Muss mein Handy jetzt auch noch Apple Talk oder IPX können?

    Nein natürlich nicht;


    Aber alles umzusetzen ist eine große Aufgabe. Wie du bereits festgestellt hast gibt es viele DHCP Alternativen - aber warum sollte ein Android alle beherrschen. Zu welchem Zweck?

    bei einem Phone lass ich es mir noch einreden dass man hier evtl. Abstriche macht,


    aber wenn ich nur meinen Drucker anschau, welchen Sinn hat es, SLAAC only zu können,

    weder eine echt fixe IPv6 noch stateful DHCPv6 sind möglich; und damit ist es nicht wirklich einsetzbar,

    weil man ja gerne einen DNS-Namen dafür am DNS eintragen will ...

    (ich hab IPv6 einfach deaktiviert, so kann ich es nicht gebrauchen)


    Kommt darauf an welchen RFC man nimmt. https://www.system.de/ipv6-rfc/

    Die Auswahl ist ja gigantisch.

    genau hier ist auch das Problem ... hier stehen halt bei IPv4 mehr als 3 Jahrzehnte etablierte Implementationen dahinter

    und bei IPv6 gibts noch keine fertige ...


    ich mein Du kannst folgendes auch bei Linux in der Geschichte nachvollziehen;


    welches Windows machte die ersten Gehversuche mit IPv6?

    richtig, WinXP und seine Derivate wie XP x64 bzw. der Server 2003 (x64);

    und aus welchem Jahr stammte das?

    und konnte man es wirklich mit IPv6 einsetzen? Nein.

    2006/2007 kam dann Windows VISTA,

    das konnte man erstmals überhaupt mit viel Bauchweh mit IPv6 einsetzen;

    zu diesem Zeitpunkt waren die ersten RFC bereits mehr als 10 Jahre(!) alt;

    und Hardware die mit IPv6 umgehen konnte, war kaum vorhanden;


    wohlgemerkt: wenn man f. den Consumer keine entsprechende Hardware am Markt hat,

    dann hat man verloren, weil schließlich sind eine Menge an Consumer, welche mangels

    entsprechender Hardware mit IPv4 angebunden werden mussten gewichtiger als eine einzige Firma ...


    in welchem Jahr tauchten die ersten Devices/Phones auf, welche auch eine IP-Verbindung hatten?

    da war jedenfalls von IPv6 noch nichts am Markt ...

    wann hatte in Österreich A1 Telekom bei den Mobilen Geräten (Phones, Tablets) IPv6 (DualStack eigtl. Light) eingeführt?


    das wäre jedenfalls die Chance gewesen IPv6 mit den Mobilen Devices in die Breite zu tragen,

    weil ohne der entsprechenden Anbindung durch den Mobilfunkbetreiber kamen die Dinger ohnehhin nicht ins Netz;

    dort hätte anfangs eine Umsetzung zwischen beiden Netzen stattfinden können und nach und nach

    durch den IPv6 Einzug hättte man weniger und weniger an Umsetzung machen müssen,

    bis diese schlussendlich komplett weggefallen wäre;


    was ist aber die Realität?


    man findet z.B. kaum eine Bank, welche deren Infrastruktur mit DualStack angebunden hat;

    jetzt nicht den Webauftritt selbst, sondern Electronic Banking ist bis auf kaum existente Ausnahmen noch immer durchwegs IPv4only;

    (damit müssen Consumer auch per IPv4 angebunden werden)


    aber wie heißt es so schön:

    "wenn ich IPv4 brauche um zu bekommen, was IPv6 nicht hat,

    dann brauch ich auch kein IPv6 um zu haben was IPv4 ohnehin bereits hat;"

    (irgendwie ein Henne-Ei Problem;))


    ich stell es jetzt in den Raum, aber die SIcherheitslücken von denen zuerst bei SSLv3, dann bei TLSv1.0, .... die Rede ist/war,

    haben/hatten diese was damit zu tun, ob von IPv4 od. IPv6 die Rede ist?

    der "Gedanke" dass man es nur einmal implementieren muss, und es dann sowohl mit IPv4 und IPv6 läuft, funktioniert nicht wirklich;


    ein Code-Snippet in einem Programm von mir ...

    (natürlich als Routinen, die ich mehrfach verwende)

  • "wenn ich IPv4 brauche um zu bekommen, was IPv6 nicht hat,

    dann brauch ich auch kein IPv6 um zu haben was IPv4 ohnehin bereits hat;"

    Bis gewisse Gruppen von Menschen, die sich Admins und/oder Netzarchitekten nennen, kein Bock mehr auf diesen ewigen IPv4 murks haben und IPv6-only Angebote deployen. Aktuell nur selten gang und gebe, aber das wird nach und nach kommen. Da bin ich mir sicher.


    Naja und dann hat sich deine These erledigt. ^^

  • genau hier ist auch das Problem ... hier stehen halt bei IPv4 mehr als 3 Jahrzehnte etablierte Implementationen dahinter

    und bei IPv6 gibts noch keine fertige ...

    Ist es wirklich ein Henne Ei Problem?

    Eigentlich sollten die großen Provider IPv6 anbieten. Im Mobilfunk hat sich da erst die letzten drei Jahre etwas getan.


    Es gibt Internet Provider, die haben nicht mal IPv6 Adressen in ihrem AS.


    Telekom hat hier sowas:


    Bildschirmfoto zu 2021-05-02 14-11-38.png


    Domains bei der Denic brauchen einen A Record auf @


    Was bringt mir die schöne IPv6 Hardware, wenn mich die Internet Provider von vorne bis hinten verarschen.

    Das ist kein Henne Ei Problem, sondern ein Problem der Endkunden Provider.


    In den Firmen stehen sie dann da:

    1. Wozu brauche ich das.

    2. Das ist doch doof wegen Sicherheit.

    3. Hier bei uns kennt sich keiner damit aus.


    Deswegen gibt es in Firmen kein IPv6, weil das mit Vorurteilen belastet ist.


    Und damit stehen wir in Deutschland noch gut da, mit einer IPv6 Abdeckung von 50% - andere Staaten sind da noch rückständiger, bspw. die USA.

  • Zum Thema IPv4 Murx, mit IPv6 wird da auch gewaltig gemurxt;


    mein ISP hat zwar die Vorbereitungen schon getroffen, die DNS-Server und diverse andere Server sind DualStack;

    und das war es auch schon; f. Kunden bis auf weiteres IPv4only ...;)


    ich würde es ja verstehen, dass der ISP sagt: "auf meinen DNS-Servern nur von meinem Netz",

    aber des auch bei den authoritativen DNS-Servern f. Dritte?:(

  • Ist es wirklich ein Henne Ei Problem?

    das würde ich meinen;


    Du hättest auch telekom.at nehmen können sieht dort nicht besser aus;


    ja die Endkundenprovider sind Teil des ganzen,

    wieso sollen die mit IPv6 kommen, wenn sie sehen, was alles noch IPv4only ist;


    ich stelle mir gerade die Frage ob der DualStack Tag vor gefühlt x 1000 Jahren nur reines Bla bla war;


    Und damit stehen wir in Deutschland noch gut da, mit einer IPv6 Abdeckung von 50% - andere Staaten sind da noch rückständiger, bspw. die USA.

    und jetzt Hand auf's Herz, was würde alles nicht gehen, wenn Du den 50% das IPv6 wieder nimmst gegenüber dem Gedanken, wenn Du von denen die IPv6 haben,

    das IPv4 abdrehst;

    just my 2 cents, dass ohne IPv6 kaum was nicht geht, und ohne IPv4 alles zusammenbricht;

  • An der Stelle muss ich ja mal Vodafone im Bride Mode loben - für 5€ mehr gibt es eine fixe IPv4 und ein fixen IPv6 Präfix - natives Dual Stack ohne Probleme.

    100 MBit/s Down 50 MBit/s Up, mehr wären Verfügbar

    Mit fixen IPs kostet das 45€ / Monat.

  • und jetzt Hand auf's Herz, was würde alles nicht gehen, wenn Du den 50% das IPv6 wieder nimmst gegenüber dem Gedanken, wenn Du von denen die IPv6 haben,

    das IPv4 abdrehst;

    just my 2 cents, dass ohne IPv6 kaum was nicht geht, und ohne IPv4 alles zusammenbricht;

    Kein NAT mehr, egal ob am Internetanschluss oder auf dem VM Host.


    Es ist so geil. Ich gehe in meine IPv6 Firewall, lasse zwei Adressen zu auf einen bestimmten Host, zack WireGuard Tunnel drüber.

    Kein SNAT. Kein DNAT.


    Und das Dank IPv6.


    Ich meine ich muss mir für meine VM Hosts IPv4 Subnetze kaufen, weil immer noch paar Verstrahlte mit IPv4 only rumlaufen.

    Insofern können sie wenn es nach mir gehen würde IPv4 nicht früh genug abschalten.

  • H6G ja die Vorteile von IPv6 sind ja real und gut; Du hast sogar soviele Adressen, dass Du das WHOIS als Rindviechdatenbank 'mißbrauchen' kannst,

    einfach jedem Rindviech einen IPv6-GPS-Tracker verpassen und rein ins WHOIS :D

    beim Fleischzerteiltechniker kannst dann sagen, ich hätt gern zwei Steaks vom Rindviech mit IPv6 [beef::007] f. Kalenderwoche 47 vorbestellt;:D


    die Vorurteile, welche gegen IPv6 existieren, sind auch nicht von der Hand zu weisen;

    moimentan sind ja nur IPv6-Adressen mit 2 od. 3 als 1tes Halbbyte vergeben, aber es ließe sich damit wirklich bei den globalen Routern,

    wenn man es geschickt gemacht hätte, derart schlanke Routing-Tables verwirklichen, dann hätt ma an Hand des ersten Halbbyte direkt nach Kontinent routen könnte, und die nächsten 3 Halbbytes nach Land; f. große Länder wie z.B. eben Dtl. hätt es halt mehrerer solcher 'Landzuweisungen' gegeben;

    aber die CIA/NSA u. sonstiges Fußpilz-Orgs hätten hier sicher was dagegen gehabt;


    das hätte schon was f. sich, wenn das gleich richtig angegangen worden wäre;


    weil immer noch paar Verstrahlte mit IPv4 only rumlaufen.

    sicher, dass Deine 50% sich nicht evtl. ganz anders darstellen;

    ich mein der folgende Vergleich trifft es vlt. ganz gut ...

    jetzt mal unabhängig vom ökologischen Fußabdruck, welchen E-Autos bereits bei der Erstzulassung haben,

    aber wenn Du nur die sogenannten 'Sonntagsfahrer' von Verbrenner auf E umstellst wird sich an der Luftsituation

    in den Ballungsräumen/Städten genau nichts ändern;

    so ist es auch bei IPv6, gibst Du dieses erstmal den Wenig-/Kaum-Nutzern, hast Du zwar viele IPv6-Adressen vergeben

    der Datentraffic läuft aber weiter fast ausschließlich auf IPv4 ...


    bei meinem Router hab ich momentan das da (uptime: 27¾ Tage)

    beim WAN-Device (IPv4only, welcher auch 6in4 inkludiert)

    RX bytes:975203566830 (908.2 GiB)

    TX bytes:384634394439 (358.2 GiB)

    beim 6in4-Device (IPv6only)

    RX bytes:92510020477 (86.1 GiB)

    TX bytes:13251441994 (12.3 GiB)

    das Datenvolumen f. HomeOffice ist hier gar nicht dabei, weil das hängt in der IPv4only DMZ

    die Zahlen sprechen f. sich ... nicht mal 10% des Datenvolumens ist IPv6 ...

  • […] aber wenn ich nur meinen Drucker anschau, welchen Sinn hat es, SLAAC only zu können, weder eine echt fixe IPv6 noch stateful DHCPv6 sind möglich; und damit ist es nicht wirklich einsetzbar, weil man ja gerne einen DNS-Namen dafür am DNS eintragen will ...

    SLAAC an sich ist ja noch kein großes Problem, solange keine Privacy Extensions zwingend aktiv sind. Ist zwar blöd, wenn die "fixe" IPv6-Adresse auf der MAC-Adresse basiert, aber das ist dem DNS ja wurscht.

  • sicher, dass Deine 50% sich nicht evtl. ganz anders darstellen;

    Ja.


    Bildschirmfoto zu 2021-05-02 15-42-38.png

    Meine IPv4 Statistiken


    Bildschirmfoto zu 2021-05-02 15-43-41.png

    IPv6 Statistiken.


    Dazu gibt es eine Datenerhebung von APNIC: https://stats.labs.apnic.net/ipv6/DE

    Kurz: Zugriffe von IPv6 fähigen Internetanschlüssen erfolgen auch über IPv6


    Datenerhebung der RIPE NCC:

    https://labs.ripe.net/Members/…ss-how-to-reach-the-stars

    https://ipv6ripeness.ripe.net/5star/DE.html

    https://ipv6ripeness.ripe.net/pies.html

    Kurz: 27% aller Provider in Deutschland haben kein IPv6. 47% bieten hinreichende IPv6 Unterstützung.

    Hier geht es um alle LIRs - auch jene, die in Deutschland Dienste Anbieten, ihren Sitz aber im Ausland haben.


    Datenerhebung von Google: https://www.google.de/ipv6/statistics.html

    Die Methoden von APNIC und Google ergänzen sich und bestätigen jeweils die erhobenen Daten.


    Somit ergeben sich rund 50%

  • SLAAC an sich ist ja noch kein großes Problem

    irgendwie schon, weil ich das abgedreht habe, verwende nur stateful DHCPv6

    ich will ja die IPv6 Adressen nicht irgendwo kreuzweise haben, sondern etwas geordnet;

    damit ich z.B. einem /80 am Router einfach ausgehend sperren kann;


    ist das evtl. einer der Gründe wieso es sich in Firmenumgebungen nicht wirklich durchsetzt?

  • mainziman Das ist doch nur ein Problem, wenn man nicht mindestens /64 je Subnetz verwendet. 8o

    genau solche Krankheiten lassen einem vor IPv6 davonlaufen;

    weil des erklärst dann wen, dass er f. ein und das selbe physikalische Netz

    mehrere /64 Prefixe braucht ...

    wo er doch nur ein einziges IPv4-Subnetz dafür hat ...

    ich hab bei IPv4 ein /16-Subnetz mit Subnetmask 255.255.0.0

    und davon hab ich ein /24-Teil f. DHCP herausgepickt;

    und vom /64-IPv6-Prefix hab ich ebenfalls ein /80-Teil herausgepickt

    f. stateful DHCPv6 ...


    ob das so clever war auf /64 zu gehen?

    ich hätt hier das etwas anders dimensioniert

    /64 pro Kunden und als kleinste Einheit f. SLAAC einfach nur ein /80,

    da hat die gesamte MAC-Adresse 1:1 Platz;


    ich weiß irgendwer hat da mal was von Erweiterung der MAC-Adressen auf 64-Bit erwähnt,

    nur das ist illusorisch, weil damit funktioniert dann nicht mal mehr IPv4 ...

    (weil 802.3 Ethernet nicht mehr funktioniert, des baut auf 48-bit MAC-Adressen auf)

  • Es ist korrekt, dass SSD Daten schneller verlieren könn(t)en als HDD (siehe beispielsweise "SSD ist kein Datengrab: JEDEC spricht über Datenverlust nach stromloser Lagerung")

    Hatte mal meinen ESXI Zuhause für ein halbes Jahr nicht im Betrieb wegen Umbau und allem. Danach wollte er nicht mehr starten, weil viele Dateien entweder gar nicht gefunden wurden oder kaputt waren. 8|


    Da hab ich nicht schlecht gestaunt, weil ich von einem Jahr ausgegangen bin.

  • Valkyrie und hattest Du die SSD(s) einfach neu initialisiert oder waren die auch hinüber?


    wobei die Frage: inwieweit unterscheiden sich hier USB-Sticks von SSDs - sind doch beides Flash-Speicher, oder irre ich mich?

    (selbiges würde wahrscheinlich auch f. die diversen Speicher wie z.B. in Digicams gelten?:/)

  • An der Stelle muss ich ja mal Vodafone im Bride Mode loben - für 5€ mehr gibt es eine fixe IPv4 und ein fixen IPv6 Präfix - natives Dual Stack ohne Probleme.

    100 MBit/s Down 50 MBit/s Up, mehr wären Verfügbar

    Mit fixen IPs kostet das 45€ / Monat.

    Habe als Modem das TC4400 und eine. Openwrt Router, seit mehr als 1 Jahr die gleiche IP :)

  • bei mir hab ich seit gut 20 Jahren gerade mal die 21ste IP-Adresse :)

    wobei sowas kann Fluch und Segen glztg. sein;

    besonders wenn man eine IP aus dem Range hat, wo zwar der ISP

    einen fetten Anteil hat, ein halbes /16, und genau das ist der Fluch,

    wenn die andere Hälfte in Afrika (Ägypten) ist ...=O

  • Als wir noch DSL Lite hatten (45kb/s down, 8kb/s up) bis 2016 (ja wirklich...) gab es jede Nacht eine neue IP. Ich konnte beim zocken tief Nachts jedes mal zuschauen wie 3:30 bis 4:00 der Reconnect erfolgte. ^^ Seitdem hab ich eigentlich immer so 3-6 Monate die selbe IP.


    Valkyrie und hattest Du die SSD(s) einfach neu initialisiert oder waren die auch hinüber?


    wobei die Frage: inwieweit unterscheiden sich hier USB-Sticks von SSDs - sind doch beides Flash-Speicher, oder irre ich mich?

    (selbiges würde wahrscheinlich auch f. die diversen Speicher wie z.B. in Digicams gelten?:/)

    Der ESXI selbst lief von einem USB Stick, welcher die Pause wohl nicht so vertragen hatte. Die Datenspeicher SSD hatte irgendwelche komischen Dinge angezeigt (glaube einige Dateien ohne Dateigröße, Dateiendungen weg... ist schon eine Weile her). Da hab ich einfach alles neu aufgesetzt und seitdem läuft es mit den selben Komponenten fein weiter :)


    SSDs haben halt bessere Controller und meistens Cache. Wenn deine Kamera eine Weile rumliegt, kann ich mir schon vorstellen, dass da Bilder einfach flöten gehen.