RS G9 "nur" mit bis zu 10 vCPUs?

  • Weil der RS die CPUs dediziert hat. Das heißt du musst -und wir gehen jetzt mal davon aus dass netcup das auch exakt so macht- für jeden RS-Server auf dem Host alle seine CPUs jederzeit verfügbar haben. (selbst wenn er ausgeschaltet ist!)

    Und das obwohl mindestens die Hälfte der RS-Server ihre CPU sowieso nicht nutzen!


    Bei den VPS kannst du besser wirtschaften und Host-CPUs doppelt und dreifach vergeben, je nachdem wieviel CPUs eben von allen VPS-Servern auf dem Host auch wirklich gerade verwendet werden!

  • Weil der RS die CPUs dediziert hat. Das heißt du musst -und wir gehen jetzt mal davon aus dass netcup das auch exakt so macht- für jeden RS-Server auf dem Host alle seine CPUs jederzeit verfügbar haben. (selbst wenn er ausgeschaltet ist!)

    Und das obwohl mindestens die Hälfte der RS-Server ihre CPU sowieso nicht nutzen!


    Bei den VPS kannst du besser wirtschaften und Host-CPUs doppelt und dreifach vergeben, je nachdem wieviel CPUs eben von allen VPS-Servern auf dem Host auch wirklich gerade verwendet werden!

    So what? Was spricht dagegen die doppelte Anzahl Kerne zum doppelten Preis zu verkaufen?

  • Ich nehme einfach mal an dass die Erfahrung zeigt dass soviele Kerne sowieso selten bis nie ausgenutzt werden. Wäre also noch mehr CPUs die rumstehen und nicht genutzt werden.

    Um das auszugleichen müsste man wahrscheinlich deutlich teurer sein.

    Wenn ich drank denke was ich an Test und Standby RS-Servern habe die ihre CPUs quasi nie benutzen...


    Naja, die genau Kalkulation könnte dir hier sicherlich nur netcup sagen, aber es wird sich halt ned lohnen. In dem Preissegment kann ich mir dann schon einen physikalischen Root-Server mieten.

  • VPS werden überbucht. I.d.R. bei den meisten Anbietern mindestens mit dem Faktor zwei, teilweise auch höher oder selten auch weniger.

    Das heißt: de facto hast du bei einem VPS vielleicht "in Wahrheit" nur 8 Cores (oder weniger).


    Natürlich könnte man trotzdem RS mit mehr dedizierten Cores anbieten, aber ich glaube mangels Bedarf bietet Netcup das einfach nicht an. Ich sags mal so - wenn du Bedarf hast, frag doch einfach mal bei Netcup an. Ich könnte mir vorstellen, dass da durchaus eine Bestrebung da ist, dir eine passende Lösung anzubieten. ;)

  • Ich finde es ebenfalls schade, dass bei 10 Kernen Schluss ist. Die nun verwendeten AMD CPUs haben wenn ich richtig irre 64 Kerne + HT. Preislich sind die auf den Einzelkern gerechnet rund 30% günstiger als die Xeon Gold Prozessoren (grob recherchiert). Auch sollten die Intel Sicherheitslücken nicht vorhanden sein, was einen Performanceverlust durch Microcode ausschließt. Da muss doch was machbar sein.


    Nachfrage hin oder her, es tut nicht weh, wenn man ein weiteres Produkt (z.B. 16 oder 18 Kerne, 128GB RAM) anbietet. Ich hätte hier durchaus Bedarf und die Kunden, die das zahlen. Ob die Leistung tatsächlich genutzt wird, dürfte für Netcup egal sein, solange das Produkt bezahlt wird und es für Netcup betriebswirtschaftlich sinnvoll angeboten werden kann.


    Komm schon Netcup, bitte einen RS16000 ;)


    Schick wäre auch ein Konfigurator, der CPU, RAM und SSD individuell buchen lässt.

  • wenn man ein weiteres Produkt (z.B. 16 oder 18 Kerne, 128GB RAM) anbietet

    Macht es bei dieser Größe nicht eher Sinn direkt einen dedicated Server zu nehmen?


    Über die Arbeit hatte ich schon mehrmals Kontakt zu größeren Hosting-Providern, da wir von dedicated Servern in die "Cloud" umziehen wollten.

    Doch jeder Provider meinte, dass sie keine VMs machen, die mehr als 8 Kerne und 32 GB RAM haben. Die genauen technischen Details haben wir nicht erfahren, aber uns wurde gesagt, dass das nicht mehr "sinnvoll" oder "rentabel" sei.

    Bei den Leistungsanforderungen sollten wir doch weiterhin dedicated Server einsetzen, hies es.


    Es hat scheinbar neben der Nachfrage noch einen technischen Grund, weshalb kein Provider so große VMs macht?

  • ...

    Doch jeder Provider meinte, dass sie keine VMs machen, die mehr als 8 Kerne und 32 GB RAM haben. Die genauen technischen Details haben wir nicht erfahren, aber uns wurde gesagt, dass das nicht mehr "sinnvoll" oder "rentabel" sei.

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    Es hat scheinbar neben der Nachfrage noch einen technischen Grund, weshalb kein Provider so große VMs macht?

    Ich stimme Dir zu, es gibt weniger Angebote im Virtualisierungsbereich mit hoher vCore Anzahl. Wenn es wirklich um Performance geht (und in diesem Bereich bewegt man sich ja dann), sind dedizierte Server dann auch sicherlich sinnvoll. Aber welcher Admin will sich heute noch wirklich mit BareMetal herumschlagen? Bei Hardwarefehlern ist der Stressfaktor immer höher. Die Rentabilität mag bei dedizierten Servern im Multikernbereich sicher höher sein, wenn man Wartung, Administration, Backup und Restore sekundär betrachtet. Als Ganzes fühle ich mich, und das ist mein persönliches Empfinden, in der Virtualisierung besser aufgehoben. An dieser Stelle ist Netcup für mich seit Jahren ein guter und verlässlicher Partner.


    Gerne aber eben auch mit mehr als 10 Kernen ;)

  • Kleiner Hinweis von mir:


    Die Kosten / Core steigen mit der Gesamtanzahl der Cores einer CPU. Eine CPU mit 64 Cores ist wesentlich aufwendiger zu produzieren als eine CPU mit 32 Cores. Daher würde ein VM mit einer entsprechend hohen Anzahl an Cores, mehr / Core kosten als eine kleine VM.


    Beste Grüße


    Felix

  • Joah, gerne, bezahl ich Ihnen!


    Los Herr Preuss, ein RS16000 mit 14 Cores, 128GB RAM sollte doch noch machbar sein.

    Und falls Ihr Webdesigner responsive Kopfscherzen mit den 5 Produkten bekommt, legen Sie einfach noch einen RS32000 mit 20 Cores drauf. Nur damit es 6 Produkte sind ;)

  • Und falls Ihr Webdesigner responsive Kopfscherzen mit den 5 Produkten bekommt, legen Sie einfach noch einen RS32000 mit 20 Cores drauf. Nur damit es 6 Produkte sind ;)

    Du wirst lachen. Solche Gedanken hatte ich tatsächlich schon beim Erstellen responsiver Seiten. "Da muss noch ein weiter Punkt hin... Was könnten wir da nehmen? Ach ich nehme einfach xyz raus. Ist eh überflüssig"

    So bestimmt die Form den Inhalt. ;)

  • Wenn (Server-)Software so parallelisierbar ist, dass sie auf 16+ Cores läuft, sollte dir Arbeit doch auch auf 2+ Root Server aufteilbar sein, mit geschenkter Redundanz (es ist keine Cloud wenn alles auf der gleichen Maschine läuft...).


    Der zusätzliche Infrastruktur-Aufwand ist mit Ansible und co. kein wirkliches Argument.


    Was habt ihr denn für krasse Tasks?

    CentOS 7 / nginx / php-fpm / postfix / rspamd / clamav / dovecot / nextcloud running on RS 1000 SSDx4 G8 / VPS 500 G8 / VPS 2000 G8 Plus

  • Aber welcher Admin will sich heute noch wirklich mit BareMetal herumschlagen?

    Ich kann schon verstehen, wenn du unbedingt alles bei einem Anbieter haben möchtest (obwohl das ja auch Nachteile mit sich bringt), aber das Argument gegen BareMetal verstehe ich nicht so ganz.


    Privat habe ich seit über 4 Jahren BareMetal UND VServer. So einen großen Unterschied sehe ich dabei nicht?

    Ausser, dass ich im Monitoring halt Temperaturen von CPU und HDDs zusätzlich drin habe, unterscheidet sich das bei mir nicht weiter.


    Backups muss ich für beide Arten von Servern anfertigen, Monitoring ist ebenfalls auf beiden eingerichtet.. und Ausfälle/Probleme mit Hardware hatte ich 3 mal in 4+ Jahren.

    Was zusammen gerechnet eine Downtime von ca 20 Stunden ausgemacht hat.

  • Ich habe vServer nicht nur bei Netcup (KVM) angemietet, sondern bin auch in einem Rechenzentrum untergestellt, dass mit Hyper-V virtualisiert, da ich Windows Terminal Server bereitstellen muss. Nicht dass Windows Server bei Netcup nicht gut laufen würden, ich habe dort aber eine inkludierte Microsoft Lizenzpolitik, die bei Netcup fehlt. Dennoch arbeite auch dort auf bis zu 16 vCores ausschließlich virtualisiert.

    Es ist am Ende eine Philosophiefrage. Meine Erfahrungen gehen halt dahin, dass die Ausfallzeiten auf virtuellen Systemen geringer sind. Allein das Thema Snapshots ist für mich unverzichtbar. Ich habe Server für meine Kunden lange vor dem Virtualisierungszeitalter betrieben, von daher kenne ich die Szenarien im dedizierten Bereich und habe einige negative Erfahrungen gemacht. Möglicherweise ist die Hardware heutzutage auch solider geworden. Es ist am Ende eine Frage der Anforderung.

  • Preislich sind die auf den Einzelkern gerechnet rund 30% günstiger als die Xeon Gold Prozessoren (grob recherchiert).

    da hat Spok sich aber gröber verschätzt ;)


    die Xeons haben 20 Kerne, sind aber f. Systeme mit 4 CPUs ausgelegt und

    grob überschlagen kosten 4 dieser Xeon CPUs in etwa das was eine AMD Epyc CPU mit 64 Kernen kostet;

    also 80 mal Intel vs. 64 mal AMD, und das spiegelt die Preise bei den RS G8 vs. RS G9 wider ...

    (hatte ja schon mal gesagt, dass AMD nicht billiger ist)

    Grüße / Greetings

    Walter H.


    RS 1000 SAS G8 xRAM; RS 500 SSD G8; S 1000 G7; VPS 200 G8 Akt.; Webhost. 1000 m. 75%

  • Das meinst du ironisch, oder?

    Nicht unbedingt. Vielleicht etwas überspitzt, aber es klang für mich nach einer "Angst" vor dedicated Servern (dem scheint ja nicht so zu sein) und ich wollte hauptsächlich wissen, wieso es denn unbedingt eine VM sein muss.



    Meine Erfahrungen gehen halt dahin, dass die Ausfallzeiten auf virtuellen Systemen geringer sind

    In einer Statistik wahrscheinlich, weil die meisten günstigen Dedi's keine echte Serverhardware einsetzen. Aus meiner persönlichen Sicht (Erfahrung mit meinen privaten Servern und denen der Firma) sehe ich keine großen Unterschiede in der Ausfallzeit (vorausgesetzt die VServer laufen NICHT auf einem HA Cluster)


    Es ist am Ende eine Frage der Anforderung.

    Das stimmt, ich war lediglich verwundert, dass du scheinbar bereit bist, jeden Preis für einen entsprechend großen VServer zu zahlen. Da stellt sich mir die Frage ob BareMetal nicht irgendwann günstiger wäre.

    Aber wenn sich das für dich lohnt, ist das ja gut.

    Ob Netcup solch große Server anbietet bezweifele ich allerdings.

  • Ich persönlich vermisse eher ein Angebot mit garantierter Netzwekbandbreite. Muss ja nicht gleich 2,5 G sein ;) , aber was dediziertes wäre schon schön.

    Die 35,70 zusätzlich für ne Extrakarte sind mir dann doch zu happig. (Für so was fahre ich dann bei anderen Anbietern besser)

    Ich habe z.B. in absehbarer Zeit vor einen BBB-Server für recht viele Leute aufzusetzen. Da brauche ich ordentlich Netzwerkbums und das traue ich den Servern hier nicht so recht zu, nach meinen Erfahrungen mit jitsi.

    Sowas fehlt mir hier im netcup-Portfolio.