Erfahrungen gesucht zu Netcup Postfächern

  • Hallö zusammen!

    ich schaue mir aktuell die E-Mail-Angebote von netcup an und finde die Preise im Vergleich zu G..gle Workspace oder Pr.t.n Mail echt gut. Bevor ich mich entscheide, wollte ich mal nach euren Erfahrungen fragen.

    Wie sieht es bei netcup mit den grundlegenden Features aus, insbesondere Spam- und Virenschutz? Sind die brauchbar „out of the box“ oder muss man da einiges selbst konfigurieren bzw. nachbessern?
    Außerdem habe ich gesehen, dass mehrere Aliase möglich sind. Allerdings finde ich keine klaren Angaben dazu, wie viele Domains man damit nutzen kann. Ich vermute, dass man pro Paket im Grunde nur eine Domain verwenden kann + n Aliase auf der Domain je nach Paket?

    Danke euch!

  • Ich hab im 1000er Paket 4 domains und ich glaube dem könnte ich auch 20 zuweisen. Allerdings bin ich dabei alle Domains zu einem Registrar zu verlegen und eigene nameserver zu verwenden und auf Netcup nur die VPS fürs hosten der Seiten und den Postfix Mailserver zu haben. SPAM war nicht das Problem sondern Blacklisting / unzustellbarkeit in beide Richtungen auf dem Netcup MX - allerdings ist das selten vorgekommen und war zeitlich befristet. SPAM und Virenschutz konfiguriere ich nicht - der Mailclient darf sortieren und Viren ... ich weiss garnicht wo die ansetzen würden?

    The universe tends toward maximum irony. Don't push it.

  • Zu Netcup geht man nicht für Mail. Die Features sind da und umfangreich. Es gibt praktisch keine Begrenzung für die Domains. Aliase kannst du innerhalb der selben Domain einrichten bis der Arzt kommt. Mail Accounts sind wie im Webhostingpaket genannt limitiert. ABER: Die Zustellbarkeit ist mäßig, der Spamfilter lässt viel durch und die Zahl der Mails pro Zeit, die du senden kannst, ist hart begrenzt.

  • Lohnt sich im Hobby-Bereich meiner Meinung nach einfach nicht, da der Aufwand für Reputation und Absicherung am Ende in keinem Verhältnis zum Nutzen steht. Korrigiert mich gern, falls ich damit danebenliege. :)

    Es ist hart an der Grenze, dass ist wahr.

    Aber die Bausteine für Absicherung etc. sind eigentlich halbwegs klar, und auf dem VPS kann man eben Mailarchive bis in die 90er Jahre online halten ;)

    | VPS: 28 | vCPU: 75 | Memory: 104 GB | Disk: 4012 GB |

  • Es ist hart an der Grenze, dass ist wahr.

    Aber die Bausteine für Absicherung etc. sind eigentlich halbwegs klar, und auf dem VPS kann man eben Mailarchive bis in die 90er Jahre online halten ;)

    Es gibt vieles wo man den Aufwand und Nutzen/Gewinn in Frage stellen kann. Für mich lohnt es sich.

    Nutzt ihr beide dann Mailcow oder welche Mailserver-Software setzt ihr auf euren Servern ein?

    Wie viel RAM sollte man dafür ungefähr einplanen?

    Und wie handhabt ihr das Thema Server-Reputation (z. B. IP-Warmup, Blacklists etc.)?

  • Dem Beitrag von NaN ist nichts hinzuzufügen, der Empfehlung von Ganzjahresgriller kann ich nur beipflichten.

    Da schliesse ich mich an. Wenn bei mailbox punkt org oder alternativen Angeboten mehr Mailspace gebraucht wird als im relativ günstigen Standard-Tarif enthalten ist, kann man sich überlegen, ob sich für den zusätzlich benötigten Mailspace eventuell ein netcup Mail- /Webhosting-Angebot rechnet. Mail-Empfang ist in der Regel kein Problem bei netcup. Es spricht also nichts dagegen, die Postfächer hier bei netcup zu haben. Das Problem ist - wenn überhaupt - eher der Mailversand, eben bzgl. Zustellbarkeit. Für den Versand kann man dann nötigenfalls mailbox punkt org oder alternative Angebote nutzen. Damit muss man sich dann um die Zustellbarkeit oder das Mail-Limit deutlich weniger Sorgen machen.

    Ich nutze z.B. mailbox punkt org nur für die Postfächer einer Domain. Das erlaubt mir dann, für einige Dutzend weitere Mail-Adressen mit anderen Domains, die Mails ebenfalls über mailbox punkt org zu versenden. Deren Postfächer können dann bei netcup oder auf einem eigenen Server liegen.

  • Nutzt ihr beide dann Mailcow oder welche Mailserver-Software setzt ihr auf euren Servern ein?

    Wie viel RAM sollte man dafür ungefähr einplanen?

    Und wie handhabt ihr das Thema Server-Reputation (z. B. IP-Warmup, Blacklists etc.)?

    Ich hab einen diskreten Postfix/Dovecot-Setup für die ganze Familie.

    Ich migriere gerade von Alma 8 auf Alma 10 und werde dabei von amavis auf rspamd wechseln.

    Die Migration ist entsprechend sorgfältig geplant auf Grund der IP-Reputation etc. und läuft auch wenig langwierig. Aber ich hab ausreichend Domains zum Testen, wo ein Mailverlust unkritisch ist.

    Ich hab alternativ immer ein paar spezielle Transports und Relays in der Hinterhand, die per SPF announced sind und in anderen Netzbereichen liegen, falls mal die Haupt-IP-Range ein Reputations-Problem hat. Bisher läuft das ganz gut mit Spezial-Relays für live.com/outlook.com, während die Microsoft-Business-Mails problemlos eingeliefert dürfen. Telekom/T-Online hingegen will halt immer das Impressum der technischen Sender-Domain sehen ;)

    Wie ich sagte: Lohnt sich gerade noch so das selbst zu machen ...

    | VPS: 28 | vCPU: 75 | Memory: 104 GB | Disk: 4012 GB |

  • Ich hab eine Mailcow auf einem VPS 1000 G10 SE NUE ADV23 laufen. (8 vCores, 8 GB Ram)
    Wird hier noch eine ganze Zeit bleiben, Leistung ist ausreichend

    MX20 läuft auf einem VPS 500 G11s BW24, muss aber auch deutlich weniger leisten.

  • Ich hab meinen Postfix auf 4GB Ram und 120GB Disk VPS für 3,62 Euro am laufen.

                   total        used        free      shared  buff/cache   available

    Mem:           3.8Gi       484Mi       1.7Gi       1.2Mi       2.0Gi       3.4Gi

    Swap:             0B          0B          0B


    Main PID: 123456 (dovecot)
    Status: "v2.4 running"
    Tasks: 21 (limit: 4638)
    Memory: 105.8M (peak: 152.7M)
    CPU: 10min 671ms

    Docs: man:postfix(1)
    Main PID: 123 (master)
    Tasks: 7 (limit: 4638)
    Memory: 135.4M (peak: 165.7M)
    CPU: 8min 54.396s

    The universe tends toward maximum irony. Don't push it.

  • Nutzt ihr beide dann Mailcow oder welche Mailserver-Software setzt ihr auf euren Servern ein?

    Wie viel RAM sollte man dafür ungefähr einplanen?

    Und wie handhabt ihr das Thema Server-Reputation (z. B. IP-Warmup, Blacklists etc.)?

    Ich nutze Mailcow auf einem VPS 1000 ARM G11, 8GB RAM, 256GB NVMe. Zum Thema Reputation habe ich nur eine EMail an tosa@rx.t-online.de geschickt und um Whitelisting gebeten. Die wollten dann nur das ich auf der Startseite der Mailcow einen Link auf mein Impressum der eigentlichen Webseite setze. Mit den anderen Verdächtigten wie MS, Google usw. hatte ich nie ein Problem. Meiner Mailcow habe ich noch zusätzlich Crowdsec verpasst und hole mir täglich die Liste von AbuseIPDB

  • Danke für eure Ideen!
    Wenn ich das richtig herauslese, müsste ich bei Netcup eventuell mit Zustellungsproblemen rechnen. Allein schon, mir darüber keine Gedanken machen zu müssen, ist für mich ein gutes Argument für den Aufpreis bei Mailbox. Im Grunde ist das Ganze auch eher als Recovery- bzw. Sammeladresse gedacht, falls mal etwas aus meinen Spielereien dort landet oder mir Gmail den Zugriff sperrt.
    Bisher lief Mailcow bei mir lokal im Netzwerk und seit einigen Wochen zusätzlich auf einem Netcup VPS das hat auch immer problemlos funktioniert. Mit den steigenden Kosten und dem Aufwand, mehrere VMs zu verwalten, wird mir das allerdings langsam zu viel. Sowohl finanziell als auch vom Handling her lohnt sich das für mich kaum noch, zumal ich die Instanz nicht dauerhaft brauche und dafür 6 GB RAM zu reservieren auch nicht ideal ist.

    Ich schau mal was sich da machen lässt, dankö :)

    2 Mal editiert, zuletzt von paulv (25. März 2026 um 15:32)

  • ich glaube ich erwähne hier mal nicht dass mein postfix seit

    Jahren reibungslos auf einem VPS200G8 läuft :pinch:

    Zustellprobleme hatte ich bisher nicht, aber vielleicht habe ich auch einfach Glück mit der IP

    It's me, only me, pure michi 🦆

    RS: ja:thumbup: VPS: yep:thumbup: ARM: sicher:thumbup: WH: klar :thumbup:

    Domains: auch:thumbup:

  • Finde leider den Thread nicht mehr. Es war hier mal Thema dass die Zustellbarkeit der Webhostings deutlich schlechter als z.B. bei den Zahl&Zahl-Ablegern (die mit I und S anfangen) ist. Ist das immer noch so dass die Konkurrenz in dem Punkt besser ist? "Anvertrauen" würde ich die Mails eher netcup als Zahl&Zahl, aber Zustellbarkeit ist eben schon ein großes Argument.

    SUCHE Mini-Web-/Mailhosting: https://forum.netcup.de/thread/21928

  • Ich schätze mal, netcup ist trotz allem Wachstum noch zu klein für kostengünstige Deals mit MS. Also nach dem Motto: Nimmst du meine Mails an, dann nehme ich deine Mails an. Und viele DNS-Blocklisten bewerten Mails von Google und MS von vornherein mit einem Bonus. Ich will gar nicht wissen warum. Sicher nicht deswegen, weil da kein Spam herkommt. Wenn kein Geld fliesst, dann trauen sie sich bei den Großen halt einfach nicht. Strota ist da noch nicht ganz soweit, da hatte ich auch einen Server mit einer IP, die auf zwei DNS-Blocklisten war. Da fällt mir ein, mein RS Cyber Quack wartet immer noch auf die Mailserver-Installation :rolleyes:. Der hatte den IP-Vergleich bei den DNS-Blocklisten gegen den Strota Server gewonnen und sich damit qualifiziert. Mein I0N0S-Server ist übrigens auch bei UCEPROTECT L3 gelistet. Das ist also durchaus kein Alleinstellungsmerkmal von netcup, andere können das auch!

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