RAMpocalypse: We need to talk about pricing

  • Ich bin ja mal gespannt ob die Preise auch wieder gesenkt werden, wenn die Hardware günstiger wird?

    Und außerdem könnte man ja Gegenleistungen bieten außerhalb der Hardware, wie z.B. mehr hosted Apps im Webhosting oder andere Verbesserungen die ihr selbst in der Hand habt.

    Das ist einfach ein genereller Trend: alles wird teurer sagen, Preise erhöhen und Leistung bleibt gleich oder wird schlechter

  • Wenn ich mich richtig erinnere ist die letzte Preiserhöhung, angeblich wegen den gestiegenen Strompreise, so abgelaufen, dass Bestandskunden die Preise erhöht wurden und ein paar Tage gab es einen neuen Sale mit niedrigeren Preisen als die der nunmehr erhöhten Bestandskunden.

    Wurden die Preise jemals wieder reduziert (Strom ist wesentlich günstiger inzwischen)?

    Aber ja, kann jeder selbst entscheiden ob er bleibt oder geht.

  • Hosting2000 - zum glück nur 50ct mehr.

    Kann ich easy mit leben, kanns auch nachvollziehen. Vorallem ist es ja bei den anderen Anbietern nicht besser.

    Was ich aber cool fände wäre ein Tarif nur für E-Mails, ich hab den 2000er Hosting nur wegen meiner .biz E-Mail Adresse, weil die da bei US inkl ist.

    Reichen würd mir aber irgendetwas deutlich kleineres.

  • Ich bin ja mal gespannt ob die Preise auch wieder gesenkt werden, wenn die Hardware günstiger wird?

    Was passiert wenn der Preis für die Hardware wieder nach unten geht? Kommt das auch bei uns an?

    Scheinbar nicht für Verträge, welche bis dahin bereits existierten.

    So wie ich es jetzt verstanden habe, können wir nur auf G13 und deren Angebote in 1-2 Jahren hoffen.

    Nachdem wir jetzt gekauft haben bleibt der Preis natürlich erstmal. Wenn die Hardware Preise wieder runtergehen, dann sind wir vermutlich wieder bei einer neuen Server-Generation und dann haben wir sicherlich wieder entsprechend gute Angebote. Das ist so wie wir arbeiten.

  • Grundsätzlich gilt: Wenn vertraglich oder im Rahmen einer Aktion eine Preisgarantie für die gesamte Laufzeit zugesichert wurde, ist eine einseitige Preiserhöhung durch den Anbieter in der Regel nicht rechtens.

    • Verbindlichkeit der Zusage: Eine explizite Werbung wie "Preisgarantie für die gesamte Laufzeit" ist bindend. Anbieter können sich nicht auf gestiegene Kosten berufen, um eine solche Garantie zu umgehen.

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    dieses stand immer in den Aktionen dass der Preis sich NICHT erhöht solange der Server nicht gekündigt wird

    gilt für alle die einen Aktionsserver haben und einen 12Monatsvertrag haben, egal ob monatliche Zahlung oder 3monatige. Preis darf in dieser Laufzeit nicht erhöht werden weil es im Rahmen der Aktion zugesichert wurde, auch nicht bei RAM Problemen. Selbst wenn man das Sonderkündigungsrecht nicht wahrnimmt, hat sich auch Netcup an den Vertrag zu halten und darf in diesen Verträgen die in der Vergangenheit bei Aktionen abgeschlossen wurden, den Preis nicht erhöhen. Krise hin oder her.

    Kannst ja mal Rückmeldung geben was dir Netcup antwortet. Sehr freundlich und/oder kooperativ sind sie ja nie gewesen in dem Preiskontext - z.b. bei dem angeblichen "wir bieten es billiger an" "Angebot" - kam als Reaktion immer nur sinnloses und unfreundliches Zeug.

  • Kannst ja mal Rückmeldung geben was dir Netcup antwortet. Sehr freundlich und/oder kooperativ sind sie ja nie gewesen in dem Preiskontext - z.b. bei dem angeblichen "wir bieten es billiger an" "Angebot" - kam als Reaktion immer nur sinnloses und unfreundliches Zeug.

    Es ist alles in den AGBs geklärt.

    Zitat von Original (4. Payment Terms)

    As with any type of service provided over a lengthy period of time, the costs for the services as provided by netcup may change as a result of changes in the legal and commercial environment (such as price increases in the costs for energy and telecommunications). netcup therefore reserves the right to change its prices at the beginning of a new billing period, having given six weeks' notice of these changes. The customer may terminate the agreement without notice at the point in time the price change comes into force. If the customer does not make use of this option within four weeks of receiving notice, acceptance of the new price is assumed; netcup will ensure the customer is informed of this fact.

    Zitat von DeepL

    Wie bei jeder Art von Dienstleistung, die über einen längeren Zeitraum erbracht wird, können sich die Kosten für die von netcup erbrachten Dienstleistungen aufgrund von Veränderungen im rechtlichen und wirtschaftlichen Umfeld (wie z. B. Preissteigerungen bei den Energie- und Telekommunikationskosten) ändern. netcup behält sich daher das Recht vor, seine Preise zu Beginn eines neuen Abrechnungszeitraums nach einer Vorankündigung von sechs Wochen anzupassen. Der Kunde kann den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Preisänderung fristlos kündigen. Macht der Kunde von dieser Möglichkeit nicht innerhalb von vier Wochen nach Erhalt der Mitteilung Gebrauch, gilt die Annahme des neuen Preises als erfolgt; netcup wird den Kunden hierüber informieren.

  • Solche einseitigen Preisanpassungen sind ungültig. Dazu gab es in letzter Zeit zahlreiche Urteile.

    Um ein paar prominente Fälle zu nennen: Amazon Prime, Netflix, Spotify.

    Alle hatten Klauseln dazu in den AGB die allesamt für ungültig erklärt wurden.

    Das Gericht führt dabei aus, dass solche Klauseln allenfalls gültig sein können, wenn auf sie schon deutlich beim Vertragsabschluss hingewiesen wird und ebenfalls Preissenkungen an den Kunden weitergegeben werden

    "Denn das einseitige Preisänderungsrecht findet seine Berechtigung in dem nachvollziehbaren Interesse, die mit Vertragsschluss festgelegte Gewinnspanne aufrechtzuerhalten und nicht durch Kostensteigerungen aufzehren zu lassen. Dem entspricht es spiegelbildlich, die Gewinnspanne nicht aufgrund von Kostensenkungen zu vergrößern."


    Auch den Kunden deswegen dann zu kündigen ist nicht rechtens, das hat z.B. Stromio versucht und ist zu hohem Schadensersatz verurteilt worden. Stromio hatte dabei sogar wirklich höhere Kosten für die Bereitstellung des laufenden Vertrags (Energiekrise). Das fällt alles unter Unternehmerisches Risiko.


    Kurzum netcup, ihr befindet euch hier rechtlich auf sehr dünnem Eis und könntet mehr Schaden als Gewinn aus der Aktion ziehen, da braucht es nur jemanden der eine Musterfeststellungsklage anstrengt.

  • Es war abzusehen, dass sich die "Speicherkrise" auch auf Hoster durchschlägt, allerdings finde ich die Gestaltung hier schon etwas dreist. +18% für Bestandskunden ist absolut uncool!

    Ich bin seit über 10 Jahren hier Kunde und -im großen und ganzen- immer recht zufrieden gewesen.
    Aktuell habe ich zwei Server, der VPS ist sechs Jahre alt, der Root 18 Monate. Beide sollten sich inzwischen zigfach gelohnt haben und vermutlich ist die Hardware auch schon abgeschrieben (der AMD Epyc 9634 des Root ist von 2022!), wodurch genau rechtfertigt sich eine Preiserhöhung um 18% für diese Produkte? Sicher nicht, weil man ab und zu mal ne SSD tauschen muss.

    Es ist doch eigentlich Usus, dass Preisanpassungen in erster Linie für Neuverträge gelten und nur seltenst und in geringem Umfang für Bestandskunden. Auch mein ISP hat die letzten Jahre, ich glaube zur Energiekrise/Inflation, zwar etwas erhöht, aber das waren unter 10%...

    Zitat

    Was bedeutet das konkret?

    • Bestandsverträge: +18,51%
    • Neuverträge: +24,33%

    Das bedeutet konkret einfach, dass man die Bestandskunden unverhältnismäßig "bluten" lässt, um im Gegenzug aktuelle Preise weniger zu erhöhen und weiter viele Neuverträge abzuschließen. Oder auch: Wachstum vs. honorierung von Bestandskunden. +5-10% bei Bestandskunden, wenn es denn sein muss, wären kein Thema, aber so finde ich das nicht okay.
    Vor Allem ist es ja so dass, sollte sich der Markt entspannen, die Preise für Bestand nicht wieder sinken werden, sondern dann wieder lediglich für neue Verträge oder Angebote gelten. Also auf Angebot mit passenden Specs warten, mit etwas Überschneidung zum alten Vertrag buchen und alles migrieren..? Ach, kommt...

  • Alle hatten Klauseln dazu in den AGB die allesamt für ungültig erklärt wurden.

    dazu muss man aber es komplett sehen.

    Der BGH hat mehrfach entschieden, dass Preisanpassungsklauseln in AGB nur wirksam sind, wenn sie symmetrisch formuliert sind – also Preissenkungen genauso vorsehen wie Erhöhungen. Eine Klausel, die nur Erhöhungen erlaubt, ist nach § 307 BGB (unangemessene Benachteiligung) unwirksam.

    Aber: Netcups Klausel ist tatsächlich nicht einseitig

    Die Formulierung sagt „seine Preise anpassen" – nicht „erhöhen". Das schließt theoretisch auch Senkungen ein. Gerichte schauen zwar oft kritisch auf solche Formulierungen, aber diese ist bewusst neutral gehalten – das ist juristisch Standard und in der Regel wirksam.

  • Ich habe Verständnis für die Preisanpassung, allerdings habe ich Zweifel, ob eine Preisanpassung eines Vertrags, für den eine Mindestlaufzeit mit einem vereinbarten Preis besteht und für die Mindestlaufzeit im voraus bezahlt wurde, rechtlich zulässig ist. Ich habe einen solchen Vertrag und die Mindestlaufzeit geht noch bis Jahresende.

  • Die Formulierung sagt „seine Preise anpassen" – nicht „erhöhen". Das schließt theoretisch auch Senkungen ein.


    Ja nur dass Netcup die Preise aber nicht wieder senkt sondern so lässt und es mit neuen Generationen die irgendwann mal erscheinen rechtfertigen zu versucht.

  • Ja nur dass Netcup die Preise aber nicht wieder senkt sondern so lässt und es mit neuen Generationen die irgendwann mal erscheinen rechtfertigen zu versucht.

    Ja das ist schon immer so, neue Generationen sind meist etwas Teurer als die alten, das war auch schon vor der Preisanpassung so.

    Zitat

    Wir versuchen immer die bestmöglichen Preise zu machen. Nachdem wir nun eingekauft haben und die Preise in die ganze Kalkulation eingeflossen sind, würde sich nur was ergeben, wenn sich der Markt stark beruhigen würde.

    Da hat er selbst geschrieben das die Preise wenn sich der Markt wieder komplett regeneriert hat wieder runter gehen. Allerdings bezweifel ich das sich der Markt wieder soweit erholen wird.