IP-V6 ist doof!

  • Mir ist es immernoch ein Rätsel, wie sich große Seiten wie GitHub dagegen sträuben.

    Weil es einfach unnötige Scheixxe ist.

    Aus Betreibersicht.

    Es macht alles unnötigerweise komplizierter und teurer und vor allem unsicherer.

    Es gibt NICHTS, was man nicht auch mit v4 lösen könnte.

    Die v4 Knappheit ist auch ein Märchen aus der Zeit da 5 early adopters auf gut 50% des kompletten Adressraums saßen, ohne ihn zu benutzen.

    Mittlerweile ist es nurnoch ein Vorwand um Geld zu schneiden.

  • Finde ich nicht.

    Fast jeder scheut IPv6 only wie der Teufel das Weihwasser.

    Ich glaube niemand will auf IPv4 verzichten.

    Eine IPv4 ist nett aber heutzutage gar nicht mehr zwingend notwendig. Wenn du zum Bleistift eine Webseite oder RestAPI hinter Cloudflare betreibst, dann reicht eine IPv6 vollkommen aus (Auch wenn dein Server nur IPv6 kann, werden IPv4-Anfragen durch Cloudflare an deine IPv6 bzw. Server geleitet)

    Mir persönlich reicht eine IPv6 für soweit alles vollkommen aus und eine IPv4 ist einfach ein "Nice-To-Have" - Es kommt darauf an, was man machen möchte.

  • Weil es einfach unnötige Scheixxe ist.

    Aus Betreibersicht.

    Es macht alles unnötigerweise komplizierter und teurer und vor allem unsicherer.

    Ich kann dir nicht ganz folgen. Magst du das erklären?

    Es gibt NICHTS, was man nicht auch mit v4 lösen könnte.

    Es gibt mehr Geräte, die am Internet teilnehmen als verfügbare Adressen im IPv4-Adressbereich. Weitere Vorteile kannst du dir mit der Suchmaschine deines Vertrauens erarbeiten.

    Die v4 Knappheit ist auch ein Märchen aus der Zeit da 5 early adopters auf gut 50% des kompletten Adressraums saßen, ohne ihn zu benutzen.

    Mittlerweile ist es nurnoch ein Vorwand um Geld zu schneiden.

    Die v4-Knappheit ist ein Märchen? :/ Spannend! Gibt es noch mehr Insider-Kenntnisse, von denen wir nichts wissen?

  • Ich kann dir nicht ganz folgen. Magst du das erklären?

    Nein, eigentlich nicht.

    Vor allem, weil es dieses Thema kapern würde.

    Wenn dieses Offtopic hier zu einer größeren Diskussion führt (was ich schon kommen sehe), werde ich gerne ein Ausweichthema erstellen, wo sich dann alle nach Herzenslust streiten dürfen :)

  • Die Preise wurden nicht wirklich erhöht.

    Das ist eine eigenwillige Interpretation der verwendeten Worte. Erst Shrinkflation und dann "jetzt mit 60% mehr Inhalt zum 60% höheren Preis". Wenigstens ist der Preis von IPv6 erkennbar: Kostet das gleiche wie gar keine Adresse, also nichts wert. (Eigentlich ist der Wert negativ, denn mit den Cloud-VLAN-only Varianten bekommt man keinen externen Traffic. Der ist bei IPv6 dabei und nicht wertlos, also muss das IPv6-Gedöns weniger als nichts wert sein.)

    Einmal editiert, zuletzt von NaN (20. Januar 2026 um 18:11)

  • Selbst wenn sämtliche IPv4-Blocks der Allgemeinheit zur Verfügung stehen würden, dann wäre es immernoch nicht ausreichend. Es gibt dann immernoch mehr Geräte im Netz als der IPv4-Adresspool hergeben würde.

    Das stimmt.

    Aber du weißt worauf ich hinaus will. Es benötigt nicht jedes Gerät eine Pub v4.

    Und es gibt keinen ersichtlichen Grund wieso das DoD soviele IPs hat.

  • auch nur 99% beträgt? Falls ja ist das schon bemerkenswert,

    Wo ist das Problem? Mal abgesehn davon, dass ein so langer Ausfall eher theoretisch ist, muss jemand, bei dem ein solcher Ausfall lebensbedrohlich ist, eben einen Server der entsprechend höheren Preiskategorie wählen.

    Ich erwarte auch nicht, dass eine 20ct Batterie im Weltraum nutzbar sein muss...

    Einmal editiert, zuletzt von ASS (20. Januar 2026 um 18:15)

  • Ich finde IPv6 nicht doof, aber muss zugeben - im Gegensatz zu IPv4 - versteh ich's nicht ausreichend und habe (vermutlich) deswegen nur Probleme damit...

    VPS 1000 G11 | RS X-Mas 2016 🎄 | VPS A Ostern 2017 🐰 | VPS [piko|nano|mikro] G11s | RS Cyber Quack 🦆 | WH Expert Special 2018 / 4000

  • versteh ich's nicht ausreichend und habe (vermutlich) deswegen nur Probleme damit..

    Das ist schon eine sehr gute Erkenntnis für einen Grund aus dem es doof ist. :)

    Es bringt eine vollkommen unnötige zusätzliche technische Komplexität in das Ganze.

    Ohne v6 könnten Server geschätzt 30% billiger sein, weil das gesamte Routing etc. weniger teuer wäre.

    Einmal editiert, zuletzt von ASS (20. Januar 2026 um 19:09)

  • Mit der richtigen Architektur sind die IPv6-Only-Systeme voll gut.

    Aktuell habe ich einige Systeme wie Datenbanken auf denen die offizielle IPv4 komplett geblockt wird (ok, ssh ist gegen 2 vertrauenswürdige IP offen). Alles andere geht über das vLAN mir RFC-Adressen direkt zu den Webservern und zu einem Jumphost mit Wireguard-Gateway.

    Komplett ohne externe IP (nur vLAN) bräuchte ich auf dem Jumphost ein Masquerading mit routing oder einen Proxy um beispielsweise Updates zu installieren. In der IPv6-Only Variante gehe ich davon aus, dass mir dieser Schritt erspart bleibt, weil die Linux-Update-Mirrors im Hochschulnetz IPv6 im Griff haben.

    Habe mir heute mal den ersten Lite IPv6 Only bestellt, um das zu validieren, der wurde aber noch nicht ausgeliefert. Vermutlich würfeln sie noch den Standort aus ...

    | VPS: 28 | vCPU: 75 | Memory: 104 GB | Disk: 4012 GB |

  • ich versteh nicht was es da zu diskutieren gibt - ipv6 kommt wenn die ipv4 Jünger ausgestorben sind - und bis dahin ist IPv6 Doof.

    Warum CGNAT entstanden ist und warum es weiterhin relevant ist

    Um die Lebensdauer von IPv4 zu verlängern, führten viele Internet Service Provider (ISPs) Carrier-Grade NAT ein. Anstatt jedem Nutzer eine eigene öffentliche IP-Adresse zuzuweisen, ermöglicht CGNAT, dass mehrere Kunden sich eine einzige IP-Adresse teilen. Jeder Haushalt erhält eine private interne Adresse, und eine Übersetzungsschicht ordnet den internen Datenverkehr der gemeinsam genutzten öffentlichen IP zu.

    Dieser Ansatz hat die Erschöpfung der IPv4-Adressen erfolgreich hinausgezögert, brachte jedoch mehrere Einschränkungen mit sich. CGNAT durchbricht das ursprüngliche End-to-End-Kommunikationsmodell des Internets, indem Übersetzungsgeräte zwischen die Verbindungen der Nutzer geschaltet werden. Infolgedessen haben bestimmte Anwendungen Schwierigkeiten, korrekt zu funktionieren, insbesondere solche, die auf direkte Konnektivität angewiesen sind.

    Portweiterleitungen werden dadurch extrem schwierig, teilweise sogar unmöglich. Das betrifft Anwendungsfälle wie Heimserver, Online-Gaming, Peer-to-Peer-Anwendungen, Remote-Zugriffe und mehr. Außerdem wird es erheblich komplizierter, die Quelle von Spam, Missbrauch oder Cyberangriffen zu identifizieren, wenn mehrere Nutzer dieselbe öffentliche IP-Adresse teilen. Diese Herausforderungen machen CGNAT zu einer nützlichen, aber unvollkommenen Lösung.

    IPv6: Die skalierbare und langfristige Antwort

    IPv6 wurde als dauerhafte und zukunftssichere Alternative zu IPv4 entwickelt. Mit seinem 128-Bit-Adressraum stellt IPv6 einen enormen Vorrat an eindeutigen öffentlichen Adressen bereit – genug für jedes Gerät auf der Erde und weit darüber hinaus.

    Im Gegensatz zu IPv4-Setups auf Basis von CGNAT unterstützt IPv6 echte End-to-End-Konnektivität. Jedes Gerät kann global erreichbar sein, ohne auf NAT-Schichten oder Port-Mapping-Workarounds angewiesen zu sein. Das führt zu klareren Netzwerkarchitekturen, geringerer Komplexität, höherer Zuverlässigkeit und besserer Performance für Anwendungen, die direkte Kommunikation benötigen.

    Trotz dieser Vorteile verläuft die Einführung von IPv6 langsamer als erwartet. Viele Netzwerke basieren noch überwiegend auf IPv4-Infrastruktur, und nicht alle Geräte oder Anwendungen unterstützen IPv6 vollständig. In manchen Fällen wird IPv6 mit denselben Denkweisen wie IPv4-NAT eingesetzt, wodurch die Vorteile des Protokolls aufgrund veralteter Designannahmen wieder eingeschränkt werden.

    Quelle: https://www.jazenetworks.com/tech-news/eval…term-viability/

    The universe tends toward maximum irony. Don't push it.