Debian 11 oder 12 nutzen? Suche Erfahrungen

  • Ich bin bisher mit Ubuntu unterwegs gewesen, doch mein neuer Arbeitgeber nutzt Debian, und ich wollte es daher gleich mal auf meinem frischen Root-Server nutzen.

    Nun stellt sich die Frage, ob ich noch mit Bullseye anfangen oder gleich mit Bookworm starten sollte.

    Die längere Unterstützung würde natürlich für Bookworm sprechen, doch Bullseye ist schon länger auf dem Markt und besser getestet worden. Die Kompatibilität könnte auch besser zu Softwarepaketen sein, aber dafür könnten neue Funktionen eventuell rausfallen.

    Für den Anfang sollen ein Webserver und ein Datenbankserver auf dem Gerät laufen.

  • Ich hatte mit Bookworm bisher keinerlei Probleme, lief alles einwandfrei.

    Gegenüber Ubuntu muss man eher in Kauf nehmen, dass bei Debian (stable) häufig nicht die aktuellsten Versionen bei den Paketen verfügbar sind.

    VPS 1000 G11 | RS X-Mas 2016 🎄 | VPS A Ostern 2017 🐰 | VPS [piko|nano|mikro] G11s | RS Cyber Quack 🦆 | WH Expert Special 2018 / 4000

  • Es kommt immer darauf an was man damit machen möchte. Die Versionen werden in einigen Wochen in den Repos weiterrutschen.

    Eine Version wird immer 5 Jahre mit Patches versorgt,

    Stable: 1 Jahr offizielle Patches

    OldStable: 2 Jahre offizielle Patches

    OldOldStable (LTS) 2 Jahre Sicherheitsupdates von der Community/Helfern

    Buster geht zum Beispeil vom LTS support (Oldoldstable) in den ELTS support (Das Repo wird eingefreezt und nie wieder geändert), bedeutet.. einige Pakete bekommen über die Freexian Repos noch ggf. Updates. (Für Freexian muss man eigentlich zahlen, aber die Pakete für die Unternehmen bezahlen um nicht ganze Systeme updaten zu müssen, werden ggf. dann auch allen Frei zur Verfügung gestellt.)

    Bullseye geht von Oldstable in OldOldstable und wird nur noch von der Community/Ehrenamtlichen Helfern mit Sicherheitspatches versorgt (bis Juli/2026)

    Bedeutet, wenn man sein sein System sicher halten will gehts in 2 Jahren ans eingemachte. (Updaten des Betriebssystems in der Produktiv Umgebung, z.B. bei Webservern) Das soltle aber im Prinzip kein Hindernis darstellen. (Wenn man die wichtigsten Pakete im Auge behält muss man selbst entscheiden ob das überhaupt nötig ist.)

    Bookworm rutscht dann erst 2026 von oldstable in oldoldstable (LTS) und wird weitere 2 Jahre mit den wichtigsten Sicherheits Patches versorgt.

  • Die meisten haben mir damals zu Debian geraten:

    Spoiler anzeigen

    [RS] 2000 G11 | 3x 1000 G12 Pro | 2x Vincent van Bot | Piccolo | Piccolo ARMore
    [VPS] 1000 G9 | 500 G11s | mikro G11s | 4x nano G11s | 4x piko G11s
    [WH] 8000 SE | 4000 SE | 2000 SE | 2x Spezial

  • Ups, ich hatte irgendwie nicht die ganze Frage auf dem Handy gelesen..

    Den einzigen Nachteil den ich gefunden habe, das bei zum Beispiel Mailinglisten Bookworm mit Mailman3 daherkommt und Plesk, ispconfig noch kein Mailman3 unterstützen.

    Aber erstmal 4 Jahre Ruhe.

  • Das ist gut, hast du was dagegen wenn ich mir das als Signatur nehme?

    Grins. Nur zu...

    Unbedingt nachteiliges kann ich eigentlich nicht sagen.

    Kommt drauf an, was man damit macht.

    Ubuntu ist (war) das Windows der Linuxwelt. Alles automatisch, schön bunt und mit den neuesten Programmversionen. Debuggt hat es dann die Nutzercommunity.

    Für (wichtige) Server nehme ich lieber Debian, mit langzeitgeprüft stabilen Programmversionen.

    OK, ich nehm Debian auch bei "unwichtigen" Servern; wenn ich da mal was Neues drin haben will, nehme ich die Backports.

    Ich bin eben etwas konservativ...

  • Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, direkt mit Debian 12.5 zu starten. 👍

    Komme beruflich auch aus dem IT-Bereich und wir benutzen hauptsächlich Debian bzw. wenige Kollegen auch Devuan (Debian ohne systemd). Ich kann aber nicht wirklich etwas Negatives über Ubuntu LTS berichten, zumal über die erweiterte Pro Subscription mittlerweile 10 Jahre Patches für das OS und die Main/Universe Repositorys angeboten werden. Das ist in meinen Augen ein absoluter Gamechanger. Privat bin ich auf sämtlichen Servern mittlerweile zu Ubuntu LTS migriert und ich denke, dass bald auch die ersten Kundenserver folgen werden.

    Stirbt der Elternprozess, während das Kind noch als Zombie herumsteht, wird das Kind an PID 1 weitergereicht.

  • Vermutlich noch nie mit Ubuntu Server gearbeitet

    Damit kann man arbeiten?

    :P

    Natürlich hab ich das (nur eben meist nicht lange). Ich dachte aus dem Kontext wäre ersichtich, dass es nur eine kleine Stichelei ist und natürlich längst nicht mehr wirklich gilt...