Das längste Thema

  • Das kann man trotzdem alles über ein Zertifikat z.B mail.domain.de abbilden.

    Leider hatten die Erfinder von EAS, EWS, MAPI, Autodiscover usw. eine gaenzlich andere Meinung hierzu.

    Versteh' mich nicht falsch, sicherlich ist ein solide konfigurierter Mailserver bestehend aus Postfix und Dovecot, erreichbar ueber eine einzige URL, eine feine Sache. Dennoch moechte ich nicht auf die Protokolle IMAP und POP3 beschraenkt sein und darueber hinaus noch mit der Einschraenkung leben, nur noch Mails empfangen und versenden zu koennen und auf Features wie Kalender, Kontakte, Notizen, Active-Sync, Autodiscover verzichten zu muessen. Groupware ist eben mehr als nur E-Mail. ^^

    Und das beste: ein MAPI Mailserver mit allen Exchange Features, ohne auch nur einen einzigen Windows Server von nahem sehen zu muessen. :)

    Oha, es ist schon wieder Fuetterungszeit... die Pinguine wollen ihre Updates... :)

    There are only 10 types of people in the world: those who understand binary, and those who don't.

  • Leider hatten die Erfinder von EAS, EWS, MAPI, Autodiscover usw. eine gaenzlich andere Meinung hierzu.

    Das magst du sicher recht haben. Aber es kommt eben immer auf den Anwendungsfall bzw. den Einsatzzweck an ;).

    Zitat

    Und das beste: ein MAPI Mailserver mit allen Exchange Features, ohne auch nur einen einzigen Windows Server von nahem sehen zu muessen.

    Das wäre für viele sicher interessant, wenn du da etwas ausführlicher in einem neuen Post darauf eingehen könntest. Eine 100% funktionierende Exchange Lösung ohne Windows Server hatte ich tatsächlich in der Vergangenheit auch noch nicht gefunden.

  • Das magst du sicher recht haben. Aber es kommt eben immer auf den Anwendungsfall bzw. den Einsatzzweck an ;).

    Das wäre für viele sicher interessant, wenn du da etwas ausführlicher in einem neuen Post darauf eingehen könntest. Eine 100% funktionierende Exchange Lösung ohne Windows Server hatte ich tatsächlich in der Vergangenheit auch noch nicht gefunden.

    Du scherzt? :)

    Gibt es hier in der D-A-CH Region seit 2007 mit urspruenglich niederlaendischen Wurzeln. Das Produkt fuehrt seit gut 20 Jahren ein Schattendasein in Europa. Frueher hiess das Produkt Zarafa, 2015 wurde es dann in Kopano umbenannt und seit wenigen Jahren -- seit Kopano komplett in die Cloud gewandert ist -- die On-Premise Varianten von Kopano mit den Produktnamen Groupios (DE) und Kopanion (DE), sowie der Fork aus Oesterreich mit dem Poroduktnamen Grommunio (AT). Im Bereich Opensource mit einer Community ist leider nur noch Grommunio uebrig geblieben.

    Im privaten und kleinen Umfeld kann ich die kostenlose Variante von Grommunio empfehlen. Die ersten Schritte sollte man noch mit der Click und Run Appliance machen, und sich spaeter darueber Gedanken machen, wenn es in den Produktivbetrieb geht, auf Debian zu migrieren und sich eine 10-User Lizenz zu holen. Laeuft einfach stabiler... ich mag die Appliance nicht, ist zu fehlerbehaftet, liegt aber zumeist an der Distro.

    Was kann man erwarten? Nun ja, ein Exchange Server unter Linux. Wer Outlook hat, wird begeistert sein. Auch unter iOS und Android mit der nativen Mail App (Exchange als Zielserver auswaehlen) anbindbar und natuerlich auch Webmail und in Zukunft auch ueber Evolution oder Thunderbird ueber EWS zu bekommen -- letzteres ist allerdings noch in Entwicklung und wird wohl noch etwas dauern.

    Etwas Realitaet sollte man mitbringen, man merkt spuerbar, dass die Produkte nicht so "marktreif" sind, wie die der hiesigen US-Tech Firmen die 30 Jahre Vorsprung haben mit Millionen Endkungen, d. h. mit ein paar Bugs und Einschraenkungen muss man leben, es wird aber von Update zu Update immer besser. Wer geschaeftlich unterwegs ist, sollte sich auf jeden Fall auch Groupios aus dem hohen Norden anschauen. Super Support, die Jungs verstehen was von ihrem Job und man arbeitet stetig auf das Ziel souveraener IT-Loesungen aus Deutschland und Europa hin.

    Ich bin seit 2010 dabei, meinen Exchange 2010 habe ich 2012 abgeschaltet (damals noch mit Technet Lizenzen betrieben) und bin vollstaendig zu Kopano gewechselt. Vor zwei Jahren habe ich dann die Migration zu Grommunio gewagt und auch abgeschlossen. Da ich zwischenzeitlich auch kein Windows mehr habe, ist das urspruenglich benoetigte Outlook ebenfalls weggefallen.

    Ein Pilotprojekt um Exchange in meiner "Organisation" mittelfristig durch eine, der obigen Produkte abzuloesen, ist bereits in Planung. Aber sowas muss wohl durchdacht und bis ins kleinste Detail geplant werden, vor allem in meiner Organisationsgroesse. Ein Kollege von mir hat den Schritt bereits gewagt und ist sehr zufrieden. So viel sei gesagt, Veraenderungen muessen auch von der Organisationsspitze mitgetragen und diese Veraenderungen muessen auch gewollt sein, ansonsten endet das in einem Chaos, wenn man die Belegschaft gegen sich hat, als IT-Abteilung. Die meisten Menschen moegen keine Veraenderungen.

    Wenn dann noch Fragen sind... ^^

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  • Zarafa hatte ich tatsächlich vor Jahren mal getestet und teilweise auch eingesetzt. Lief aber aus meiner Sicht nie wirklich stabil, um es produktiv einzusetzen. Seither nutze ich, wenn unbedingt erwünscht, das Original aus Redmond.

    Groupios schaue ich mir aber auf jeden Fall mal an.

  • Zarafa hatte ich tatsächlich vor Jahren mal getestet und teilweise auch eingesetzt. Lief aber aus meiner Sicht nie wirklich stabil, um es produktiv einzusetzen. Seither nutze ich, wenn unbedingt erwünscht, das Original aus Redmond.

    Groupios schaue ich mir aber auf jeden Fall mal an.

    Damals war ich noch in einem Linux Systemhaus unterwegs. Wir hatten unzaehlige Kunden mit einem Windows Standard installiert und darauf ueber Hyper-V den Zarafa dazuvirtualisiert. Lief eigentlich einwandfrei, man musste nur am Patchday aufpassen mit den Office Updates und zuerst auf das Zarafa Update warten. Ich hatte damals sogar meine Zarafa Engineer Zertifizierung gemacht.

    There are only 10 types of people in the world: those who understand binary, and those who don't.

  • Leider hatten die Erfinder von EAS, EWS, MAPI, Autodiscover usw. eine gaenzlich andere Meinung hierzu.

    Versteh' mich nicht falsch, sicherlich ist ein solide konfigurierter Mailserver bestehend aus Postfix und Dovecot, erreichbar ueber eine einzige URL, eine feine Sache. Dennoch moechte ich nicht auf die Protokolle IMAP und POP3 beschraenkt sein und darueber hinaus noch mit der Einschraenkung leben, nur noch Mails empfangen und versenden zu koennen und auf Features wie Kalender, Kontakte, Notizen, Active-Sync, Autodiscover verzichten zu muessen. Groupware ist eben mehr als nur E-Mail. ^^

    Und das beste: ein MAPI Mailserver mit allen Exchange Features, ohne auch nur einen einzigen Windows Server von nahem sehen zu muessen. :)

    Oha, es ist schon wieder Fuetterungszeit... die Pinguine wollen ihre Updates... :)


    Ich habe da für mich eher einen anderen Maßstab. Solange solche Protokolle nicht offen und sauber dokumentiert sind, haben die für mich in Internet-/Netzwerk-Infrastruktur eher nichts zu suchen.

    Gerade bei öffentlichen Stellen würde ich das noch strenger sehen. Da müsste aus meiner Sicht viel stärker „Public Money, Public Code“ gelten. Also nicht nur irgendwas, das irgendwie funktioniert, sondern FOSS, offene Standards und möglichst klar Richtung Copyleft.

    Ich stehe für FIDO2, FOSS und strenges Copyleft – mit Offenheit über AGPL hinaus, Förderung freier Software und steuerlichen Nachteilen für proprietäre Abhängigkeiten.

  • Wenn du eine Windows VM laufen lassen möchtest, ist das sicher die beste Wahl

    Weshalb jetzt genau? Selbst wenn man die "Erpressersoftware benutz ich nicht" Minuspunkte mal außen vor lässt,

    in VMware Workstation ist es halt doch am einfachsten

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einfacher als in Virtualbox geht. Zumindest, wenn man nicht in vmware zuhause ist.

    VirtualBox ein Tier-2

    Was aber durchaus auch Vorteile haben kann, wenn man es zb einfach in sein vorhandenes System einbinden will.

    Und man kann auch W11 auf "alten" Prozen laufen lassen...

    Einmal editiert, zuletzt von ASS (9. Juni 2026 um 02:05)

  • Ich hab bei mir privat auch Exchange durch Grommunio (Community Edition) ersetzt, derzeit 5 Postfächer.
    Hat hin und wieder seine Macken, ist aber für mich in der Administration sogar einfach nachvollziehbar als ein Exchange.

    Und die Hardware-Anforderungen sind ein Träumchen: 4 Cores und bei mir 8 GB RAM (nix 256 GB Minimum wie bei Exchange on premise). Läuft gemütlich als VM auf einer Synology im heimischen Rack (ich hab feste IP zuhause).

  • …ist nicht mehr verbuggt.

    Hmm, jetzt habe ich mich schon so ans andere Design gewöhnt. :D

    Na dann, zurück zum netcup Grün Blau. :)

    "Wer nur noch Enten sieht, hat die Kontrolle über seine Server verloren." (Netzentenfund)

    Einmal editiert, zuletzt von KB19 (9. Juni 2026 um 04:35) aus folgendem Grund: Test 123

  • Gerade bei öffentlichen Stellen würde ich das noch strenger sehen. Da müsste aus meiner Sicht viel stärker „Public Money, Public Code“ gelten. Also nicht nur irgendwas, das irgendwie funktioniert, sondern FOSS, offene Standards und möglichst klar Richtung Copyleft.

    Hast Du schon mal mit öffentlichen Stellen zu tun gehabt? Oder genauso schwierig KMU, da kannst Du Dir mir deinen löblichen Zielen den Mund fusselig reden und kommst keinen Milimeter weiter

  • Hast Du schon mal mit öffentlichen Stellen zu tun gehabt? Oder genauso schwierig KMU, da kannst Du Dir mir deinen löblichen Zielen den Mund fusselig reden und kommst keinen Milimeter weiter

    Kommt darauf an, was du konkret meinst.

    Ich bin über eine Werkstattstruktur als Alltagshelfer an einer Schule eingesetzt, entscheide dort aber nicht über IT oder Beschaffung. Gesellschaftlich sehe ich es trotzdem klar: Öffentliche Gelder sollten eher in freie Software, Inklusion, Barrierefreiheit und echten Nutzen fließen.

    Ich habe solche Themen eben nicht aus klassischer Firmenlogik gelernt. Warum sollte ich Firmeninteressen bei geschlossener Software, Hardware, Patenten oder DRM zu meinem Maßstab machen, wenn es für mich eher nach Kontrolle und Abhängigkeit aussieht?

    Bei solchen Dingen kämen für mich auch Steuern in Frage, die Firmen nicht einfach weiterreichen dürfen. Und wenn Firmen schon darüber jammern, kann man nach genug fusselig geredetem Mund auch fiktive 100% in den Raum werfen – passend zu deinem Namen als kleiner Take: An solchen Argumenten und Punkten dürfen sich Microsoft & Co. gerne ganzjährig die Finger verbrennen.

    Ich stehe für FIDO2, FOSS und strenges Copyleft – mit Offenheit über AGPL hinaus, Förderung freier Software und steuerlichen Nachteilen für proprietäre Abhängigkeiten.

  • Ich habe da für mich eher einen anderen Maßstab. Solange solche Protokolle nicht offen und sauber dokumentiert sind, haben die für mich in Internet-/Netzwerk-Infrastruktur eher nichts zu suchen.

    Gerade bei öffentlichen Stellen würde ich das noch strenger sehen. Da müsste aus meiner Sicht viel stärker „Public Money, Public Code“ gelten. Also nicht nur irgendwas, das irgendwie funktioniert, sondern FOSS, offene Standards und möglichst klar Richtung Copyleft.

    Die Behörden kriegen das einfach nicht gebacken ihre Microsoft verseuchten Schnittstellen zu entfusseln. Sind ja auch nur fast 500 Millionen für Lizenzen - peanuts :)

    Hast Du schon mal mit öffentlichen Stellen zu tun gehabt? Oder genauso schwierig KMU, da kannst Du Dir mir deinen löblichen Zielen den Mund fusselig reden und kommst keinen Milimeter weiter

    Das kommt dem Versuch gleich, die Froesche zum Trockenlegen ihres Teiches zu bewegen. Dafuer ist der Beratersumpf zu tief und die Korruption der Lobbyismus in der Politik in DE zu stark. Es gibt bis heute kein selbst entwickeltes Fachverfahren in der Hand des Bundes.

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    2 Mal editiert, zuletzt von ckd (9. Juni 2026 um 12:45)

  • Ich hab bei mir privat auch Exchange durch Grommunio (Community Edition) ersetzt, derzeit 5 Postfächer.
    Hat hin und wieder seine Macken, ist aber für mich in der Administration sogar einfach nachvollziehbar als ein Exchange.

    Und die Hardware-Anforderungen sind ein Träumchen: 4 Cores und bei mir 8 GB RAM (nix 256 GB Minimum wie bei Exchange on premise). Läuft gemütlich als VM auf einer Synology im heimischen Rack (ich hab feste IP zuhause).

    Unter Debian laeuft Grommunio im Uebrigen erheblich stabiler. Die OpenSUSE Appliance ist leider ein Betriebsunfall... ich hoffe, die korrigieren diesbezueglich ihren Kurs in der Zukunft.

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  • Update bei Debian mit APT und bei Suse mit Zypper.
    So schön die Weboberfläche auch ist, das ist kein System für Anfänger und hin und wieder brauchst du die Shell.

    Debian wäre mir tatsächlich lieber, aber letztes Jahr gabs es das noch nicht wirklich. Da ist IMHO auch ein Entwickler dazugekommen, der sich um die *.deb-Pakete kümmert.

    Vielleicht migriere ich beim nächsten großen Upgrade das Ganze auf Debian.

  • Hm, wie definierst Du denn stabiler? Ich hab mir mal die Doku zur manuellen Installation angesehen. Das wirkt alles, als ob das noch sehr in den Kinderschuhen steckt. Wie funktioniert denn ein Update? Einfacht über apt update oder wie muss man sich das vorstellen?

    Viel einfacher; es gibt ein Paket Grommunio-Setup welches automatisch alles einrichtet:

    https://community.grommunio.com/d/2325-debian-trixie-13-grommunio-setup/24

    There are only 10 types of people in the world: those who understand binary, and those who don't.