Catchall Mail Adressen: Wie sinnvoll einrichten und einzelne Prefixes ausschalten?

  • Hallo,

    wie erstelle ich am sinnvollsten Catchall E-Mail Adressen für den privaten Bedarf?

    Ich würde gerne für jeden Service den ich nutze eine (automatische) Mailadresse als Weiterleitung anlegen anlegen nach dem Muster: eBay@meinedomain.tld

    Fall es zu Spam auf einer der eingerichten Weiterleitungen kommt würde ich diese natürlich gerne möglichst unkompliziert "abdrehen" wollen.
    Was haltet ihr hier für den besten/einfachsten Weg?


    Zur Info: Nutze Webhosting 8000, die Einstellung "" Vorgehensweise bei E-Mails an nicht vorhandene Benutzer" habe ich gesehen.

    Welche Lösungen nutzt ihr für sowas?

  • Äm, in den maileinstellungen?

    Catch all Adresse einrichten - z.B. info@

    Dann in den Einstellungen definieren dass alles was nicht angelegt ist dorthin geht.

    Alles was stört - anlegen und dort Mails abweisen einstellen.

    Ist eigentlich ziemlich straight foreward

  • wie erstelle ich am sinnvollsten Catchall E-Mail Adressen für den privaten Bedarf?

    Ich würde gerne für jeden Service den ich nutze eine (automatische) Mailadresse als Weiterleitung anlegen

    Nach meinem Kenntnisstand musst Du Dich (beim Webhosting) entscheiden: Entweder ein Catchall - das dann aber nicht für bestimmte Adressen deaktivierbar ist - oder eben Weiterleitungen, die man explizit definieren muss. Ein Automatismus, der bei Bedarf Weiterleitungen z. B. per API anlegt (die Du dann aber auch irgendwie als "verbrannt" markieren müsstest), erfordert Scripting auf dem Mail-Server und ist damit für einen Webhosting-Tarif m. E. keine Option. Ich lass' mich aber gerne belehren... :)

    Ich nutze für die "groben" Bereiche wie eBay, Amazon, Google dedizierte Weiterleitungen, die ich manuell angelegt habe.

  • Es gibt leider keine expliziten Negativ-Adressen. Die einzige Möglichkeit, die mir dazu einfällt, ist ein "kaputtes" Postfach, dem man die verbrannten Adressen als Aliase gibt. Das kann z.B. sein, dass man dafür nur eine sehr kleine Quota konfiguriert, so dass das Postfach immer zu voll ist, um neue Mail anzunehmen. Wenn man stattdessen mit einem Sieve-Filter arbeitet, dann sollte man die Mails einfach löschen, weil die Ablehnung nach dem SMTP-Dialog Backscatter erzeugen kann.

  • wie erstelle ich am sinnvollsten Catchall E-Mail Adressen für den privaten Bedarf?

    Am sinnvollsten verwendest Du gar keine Catchall Postfächer, wenn Du nicht jeden Spam Müll aufsaugen willst, der sonst abgelehnt werden würde.

    Entweder legst Du Dir einzelne Postfächer für sowas an (z.B. ebay@domain.tld ) oder Du konfigurierst den Mailserver so, dass er + Adressen verwenden kann:

    vorname+ebay@domain.tld würde dem Postfach vorname@domain.tld zugestellt. Bei Gmail geht sowas out of the box.

    RS 2000 G12 Pro BW25 (8C EPYC 9645, 16GB, 1TB) | RS 500 G12 BW25 (2C EPYC 9645, 4GB, 128GB) | RS Cyber Quack (1C,2GB,40GB)

    Einmal editiert, zuletzt von TBT (14. Dezember 2024 um 17:03)

  • bei Gmail ist diese Geschichte eigentlich eine unorthoxe Sache;

    hat jemand sich folgende E-mail-Adresse gewählt: Max.Mustermann@gmail.com

    dann ist er unter E-mail-Adressen erreichbar, wo man im Leben nicht darauf gekommen wäre,

    z.B. M.a.x.M.u.s.t.e.r.m.a.n.n@gmail.com und jede Abwandlung davon, bei der ein od. beliebig viele

    der '.'- Trennzeichen fehlen;

    nämlich auch MaxMustermann@gmail.com

    es mag jemand gut finden, andere weniger, und in Summe ist das aber nicht ganz ohne;

    Grüße / Greetings

    Walter H.

    RS, VPS, Webhosting - was man halt so braucht;)

  • Wenn du das "richtig" machen willst, dann filterst du alles weg, was keinen angehängten Plus-Teil hat. Und damit der Spammer nicht einfach irgendwas anderes anhängt, machst du diesen Teil nicht einfach erratbar, also z.B. nicht abos+netcup sondern abos+netcupBk4S. Dann kannst du sehen, ob sich jemand eine Adresse ausgedacht hat oder ob das eine ist, die du schonmal verwendet hast. Zunehmend werden Email-Adressen nicht angenommen, die als Teil der Adresse den Namen der Firma haben, wo man sich anmeldet. Dann nimmst du nur einen zufälligen String. Wenn du den zufälligen Teil als Teil eines Hashwerts über einen konstanten Key und den Localpart inklusive Plus-Text erzeugst, kannst du die Unterscheidung im Prinzip sogar automatisieren.

  • Früher habe ich für jeden Dienst manuell einen neuen Alias angelegt.

    Mittlerweile nutze ich aber eine selbst gehostet Version von addy.io. Gibt auch andere vergleichbare Dienste. Wenn man keine Lust auf selbst hosten hat, finde ich einen Euro im Monat nicht viel um eine eigene Domain nutzen zu können.

    Dieses Gebäude hat mir die Vorfahrt genommen! *hup*

  • Eine Möglichkeit wäre vielleicht noch, catch-all zu verwenden, dann aber Adressen mit einer oder mehreren definierten Anhänglseln zu verwenden, z. B. immer die Endung -z2y, also z. B. amazon-z2y@domain.tld, und dann im Webmailer einen Filter anlegen, der alle Absenderadressen, die nicht die definierten Bestandteile - also in dem Beispiel "-z2y@domain.tld" - enthalten, löscht. Ich hatte zuerst statt löschen die Funktion "Abweisen mit Nachricht" eingestellt, aber wie mainziman und NaN oben schreiben, ist das wohl keine gute Idee (Stichwort: Backscatter), also lieber einfach ins Nirwana schieben lassen.

    Man könnte für die Anhängsel auch etwas mit shop, newsletter o.ä. verwenden, dann könnte man die Mails auch je nach verwendetem Anhängsel automatisch in entsprechende Unterordner einsortieren lassen.

    Für gewünschte E-Mail Adressen ohne Anhängsel, z. B. vorname@domain.tld, müsste man dann noch einen Filter einrichten, der diese E-Mails vor dem anderen Filter in den Posteingang schiebt.

  • Eine Möglichkeit wäre vielleicht noch, catch-all zu verwenden, dann aber Adressen mit einer oder mehreren definierten Anhänglseln zu verwenden, z. B. immer die Endung -z2y, also z. B. amazon-z2y@domain.tld

    Sowas geht zum Beispiel mit unbox.at, einer gehosten AnonAddy-Installation (addy.io).Damit kann man Aliase verwenden, automatisch erstellen lassen, etc. . Man kann in den Einstellungen sagen, dass am Anfang oder am Ende des Namens etwas bestimmtes stehen muss, z. B. "mart" und dann wird nur googlemart@domain.de, und google@ nicht mehr angenommen. Unbox.at hat den Vorteil, dass man auch kostenlos eigene Domains verwenden kann, was bei AnonAddy direkt nicht möglich ist, dort braucht man das Premium-Abo. Bei einer eigenen Domain muss man einen MX Eintrag festlegen, wodurch der Maildienst der Domain auf unbox.at umgestellt wird. Wer das nicht will, kann auch eine Subdomain unter der eigenen Domain verwenden wie spam.domain.de. Man kann natürlich auch eine eigene Domain nur dafür registrieren.