[gelöst] spontaner Reboot

  • es klingt verrückt, aber ein

    Code
    $ curl -LO https://cdn-storage.br.de/MUJIuUOVBwQIbtC2uKJDM6OhuLnC_2rH5K1S/_-dS/_28P5Arf9K1S/58831275-692e-4c82-bdbd-c61970c839d6_X.mp4

    löst wenige Sekunden nach Ende des Downloads einen Reboot aus. Danach ist der Download wieder weg.

    Was ist da los, wie kriege ich diese Reboots stabil weg?

    Zum Server:

    😈 FreeBSD auf einem x250 Thinkpad. Täglich. Schön.

    2 Mal editiert, zuletzt von mro (26. April 2026 um 10:23) aus folgendem Grund: Post auch im FreeBSD Forum https://forums.freebsd.org/threads/crash-14-4-release-p2.102499/

  • Klingt nach einem aggressiven Antivirusprogramm? :S

    Gegebenenfalls einmal die Datei in einer anderen Umgebung herunterladen/analysieren. (Unter Linux gibt es nach Download der Datei zumindest innerhalb von 30s keinen Reboot.)

    VServer IOPS Comparison Sheet: https://docs.google.com/spreadsheets/d/1w38zM0Bwbd4VdDCQoi1buo2I-zpwg8e0wVzFGSPh3iE

    Einmal editiert, zuletzt von m_ueberall (25. April 2026 um 17:17)

  • RAM-Belegung während des Downloads und danach in kurzen Abständen beobachten, ggf. auf einen externen Logserver loggen. Der nächste Verdächtige wäre ein vollgelaufenes Dateisystem. Sieht jedenfalls nach irgendeiner Form von Ressourcenerschöpfung aus.

  • Danke für den Hinweis auf's /var/log/messages, ich hatte in dmesg geguckt

    Tips?

    😈 FreeBSD auf einem x250 Thinkpad. Täglich. Schön.

  • Die wenigen Stellen, wo man was zu der Fehlermeldung findet, deuten auf ein Virtualisierungsproblem nach einem ESX Update (von 2024) oder auf ein Festplattenproblem hin. "jnewblk" ist eine Anforderung von Speicher für das Dateisystemjournal. Das würde auch erklären, warum die Datei nach dem Reboot verschwunden ist: Journal-Rollback. Ist die Festplatte voll oder defekt?

  • mein kleiner agent hat anmerkungen, layout beim pasten zerschossen.

    lumo's 2 cent:

    Thanks for sharing the full logs, m. This gives us much clearer context. Let's dissect this systematically.

    Key Observations from Your Logs

    1. Filesystem Context: The stack trace shows ffs_* and ufs_* functions, confirming this is a FreeBSD UFS filesystem issue (not Linux/ext4 as I initially suspected). The "jnewblk" reference is specific to FreeBSD's soft updates mechanism.
    2. Critical Timing: The panic occurred after only 23 minutes 30 seconds uptime, suggesting either:
      • Boot-time filesystem corruption
      • Early-stage service triggering disk writes
      • Hardware failure manifesting under initial load
    3. FreeBSD Version: You're running 14.4-RELEASE-p2 (April 2023 kernel). There have been several softdep-related fixes in later patches.

    Root Cause Analysis

    The softdep_disk_io_initiation panic with jnewblk indicates:

    • Soft Updates Corruption: FreeBSD's soft dependency tracking got inconsistent metadata
    • Likely Triggers:
      • Unclean shutdown before this panic
      • Disk controller timeout during write operations
      • Possible kernel bug in 14.4-p2's softdep implementation

    Action Plan

    Immediate Recovery

    Code
     
    Code
    # Boot into single-user mode (interrupt boot with spacebar) # Then run: fsck -fy /dev/ada0s1a  # Adjust partition name to match your setup

    Note: UFS requires fsck, not fsck.ext4

    Diagnostic Steps

    1. Check Disk Health:

      Code
       
    • Code
      smartctl -a /dev/ada0  # Replace with your actual disk device

      Look for reallocated sectors or pending sector counts

    • Verify Kernel Patch Level:

      Code
       
    • Code
      uname -r
      pkg info | grep freebsd-kernel

      Consider upgrading to 14.4-p3+ if available

    • Review Pre-Panic Logs:

      Code
       
      1. Code
        grep -i "error\|fail" /var/log/messages | tail -50

    Long-Term Mitigation

    • Enable Soft Updates Monitoring: Add to /etc/sysctl.conf:

      Code
      vfs.ufs.softdep_async=1
    • Consider ZFS Migration: If stability is critical, ZFS handles corruption better than UFS
    • Check Power Management: Disable aggressive ACPI sleep states that can interrupt disk I/O

    Critical Question

    Was this system recently updated or migrated? The 23-minute uptime suggests either:

    1. Fresh install with corrupted base filesystem
    2. Hardware change (disk/controller) triggering incompatibility
    3. Power event causing unflushed softdeps
  • Auf dem Filesystem sind 16Gb frei, die Datei hat 2Gb, am Platz liegt's wohl nicht. Kaputt weiß ich nicht, denke aber das kann ich nicht sehen.

    Wie melde ich das an netcup, liest da jemand hier mit?

    😈 FreeBSD auf einem x250 Thinkpad. Täglich. Schön.

    Einmal editiert, zuletzt von mro (25. April 2026 um 18:26)

  • schreib doch mal ein paar andere große Dateien:

    Code
    dd if=/dev/zero of=test.blob bs=100M count=20

    Ansonsten würde ich erst mal auf Struktur-Fehler im Filesystem tippen und den entsprechenden ausführlichen Check erzwingen.

    | VPS: 28 | vCPU: 75 | Memory: 104 GB | Disk: 4012 GB |

  • mro 25. April 2026 um 18:40

    Hat einen Beitrag als hilfreichste Antwort ausgewählt.
  • Spoiler anzeigen


    Tips?

    Ich habe mal meine KI zu deinem Problem gefragt.
    Sie teilt dazu folgendes mit:

    Spoiler anzeigen

    Die Fehlermeldung zeigt einen Kernel-Panic in FreeBSD 14.4 im Bereich des UFS-Dateisystems mit aktiviertem Journaling. Hier ist eine Einordnung, was der Fehler bedeutet und wie du damit umgehen kannst:

    🔍 Was sagt die Fehlermeldung?

    • panic: handle_disk_io_initiation: Unexpected type jnewblk
      Der FreeBSD-Kernel stieß während einer Festplatten-I/O-Operation auf einen unerwarteten Blocktyp jnewblk (Journal-New-Block). Dieser gehört zum UFS-Journaling (softdep), ist an dieser Stelle im Code aber nicht korrekt behandelt worden → führt zum sofortigen Kernel-Panic.
    • Der Backtrace zeigt, dass der Fehler während eines periodischen Sync-Vorgangs (sched_sync → ffs_fsync → bufwrite → softdep_disk_io_initiation) ausgelöst wurde. Das passt zur Uptime von ~23 Minuten (typischer Sync-Intervall).

    🐛 Hintergrund & Bekannte Issues

    • Dies ist ein bekannter Bug in FreeBSD 14.x im softdep-Subsystem des UFS-Journalings. Er wurde in der FreeBSD-Community und im Bugzilla mehrmals gemeldet.
    • Er tritt oft unter Last, bei vielen kleinen Schreiboperationen oder bei spezifischen Storage-Backends auf (KVM kann hier durch Latenz oder Queue-Management den Auslöser liefern, ist aber selten die direkte Ursache).
    • FreeBSD 14.4-RELEASE-p2 enthält möglicherweise noch keine vollständige Korrektur. Neueere Patch-Level oder 15.x haben das Problem oft behoben.

    ✅ Empfohlene Maßnahmen

    1. Sofortiger Workaround: UFS-Journaling deaktivieren

    Code
    # Runtime (bis zum nächsten Neustart):
    sysctl vfs.ffsjournal=0
    
    # Persistente Deaktivierung:
    echo 'vfs.ffsjournal="0"' | sudo tee -a /etc/rc.conf

    ⚠️ Hinweis: Du verlierst damit den Schutz vor inkonsistenten Dateisystemen bei einem unerwarteten Powerloss. Für VMs mit zuverlässigem Storage oft akzeptabel.

    2. FreeBSD auf den neuesten Patch-Level bringen

    Code
    freebsd-update fetch
    freebsd-update install

    Prüfe die FreeBSD Errata nach Einträgen zu softdep oder ffs journaling für 14.4-RELEASE.

    3. Storage & KVM-Backend prüfen

    • Prüfe /var/log/messages oder dmesg auf vorangehende umass, ahci, virtio-blk oder timeout-Warnungen.
    • Stelle sicher, dass der KVM-Storage-Backend (qcow2, raw, LVM, Ceph etc.) keine Latenzspikes oder Queue-Overflows meldet.
    • Falls möglich: Storage-Polling-Intervalle oder virtio-blk-Queue-Größe anpassen (-drive ...,iothread=1 oder cache=none,io=native).

    4. Langfristige Alternative

    Falls Journaling nicht zwingend erforderlich ist, wechsle auf ZFS (zfs create -o compression=on -o mountpoint=/... rpool/...). ZFS ist auf FreeBSD standardmäßig integriert, stabiler im KVM-Context und umgeht das softdep-Problem komplett.

    📌 Zusammenfassung

    Es handelt sich um einen Software-Bug im FreeBSD-Kernel (UFS-Journaling), nicht zwingend um Hardware oder KVM-Fehler. Deaktiviere vorübergehend das Journaling, aktualisiere das System und prüfe Storage-Latenzen. Bei wiederholten Panics nach Update-Einspielung lege einen Bugreport an FreeBSD Bugzilla mit dmesg, sysctl vfs.ffs* und der KVM-Storage-Konfiguration.

    Eventuell hilft es dir weiter.

  • für den fsck denke ich sollte das Filesystem nicht unmounted sein. Also Rettungssystem. Das ist aber Debian.

    Wie soll ich damit ein UFS checken - und welche device ist das?

    Ich denke das Problem liegt im Host, nicht im Gast.

    P.S.: ZFS wäre mir von Anfang an auch liber gewesen, das Image wollte aber UFS und dann dachte ich, das wird schon einen Grund haben.

    😈 FreeBSD auf einem x250 Thinkpad. Täglich. Schön.

    Einmal editiert, zuletzt von mro (25. April 2026 um 21:09)

  • also

    • Single-User Boot via VNC und FreeBSD Boot-Menü
    • fsck wiederholt bis "clean"
    • reboot in reguläre Sitzung
    • 2GB File erzeugt per dd -> Crash

    auch mit den sysctl.conf und rc.conf Halluzinationen der Homunculi.

    😈 FreeBSD auf einem x250 Thinkpad. Täglich. Schön.

  • Nein, woran denkst Du?

    Es gibt im SCP unter dem Menüpunkt "Medien" auch eine Unterfunktion "Speicher optimieren", die sich auch auf dem Host auswirkt und dazu führen kann, dass das Hostsystem erkennt, dass es für deine VM die Quota anpassen muß und somit deiner VM wieder mehr Festplattenspeicher freigibt.