Reseller Webhosting vs Managed Private Server

  • Hallo zusammen,


    ich bräuchte eure Hilfe und wäre dankbar wenn sich sogar jemand finden würde, der oben genannte Produkte nutzt.

    Ich spiele mit dem Gedanken ein paar Hostings zu netcup umzuziehen und bin noch unentschlossen ob ein Reseller Webhosting ausreichend ist.

    Es sind keine großen Sachen, wir sprechen hier von einem vorhandenen Plesk Obsidian 18.0.34 mit 13 Abos / Websites, die zusammen ca 20.000 Zugriffe / Monat machen inkl. Mailspeicher.


    Eigentlich sehe ich keinen Grund einen Server zu nehmen, da ein Reseller Webhosting 8000 allemal reichen sollte. Kann hier vielleicht jemand seine Erfahrungen teilen?


    Zusätzlich fehlen mir noch einige Infos zu den Managed Servern, die ich auch sehr schwer von Netcup bekomme. Leider führt das ein bisschen dazu, das ich generell nicht weiß, ob Netcup der richtige Partner ist. So gibt es telefonisch gar keine Auskünfte, nur per Mail. Die Mails sind wiederum ähnlich formuliert, wie die Marketing Produktseiten.

    Vielleicht könntet ihr mir mit Infos zum Managed Private Server aushelfen?


    1. Welche Basis nutzen die Server? VPS oder Root-Server?
    2. Netzanbindung, 1000/2500 ?
    3. Welches Betriebssystem wird eingesetzt?
    4. Welche Plesk Version wird eingesetzt, ich habe nur von Version 12 und Onyx gelesen. Beides wäre somit alt.
    5. Welcher Stack kommt zum Einsatz? LAMP, LEMP?
    6. Derzeit beinhaltet mein Plesk den Apache und nginx als Reverse Proxy und ich kann wahlweise einzelne Abos auf nginx only oder Apache und Reverse nginx einstellen. Ich vermute das geht sowohl im Reseller als auch im Managed Server Tarif?
    7. Welche Cache Möglichkeiten gibt es? OPCache APCu, LiteSpeed, Memcache, Varnish, nginx?
    8. Ist es möglich die HDD zu erweitern? Gerade was die Festplatte betrifft, habe ich bei den Managed Servern die größten Probleme. Die 60GB sind echt ein Witz aufgrund des E-Mail Servers.
      Ideal wäre eine Kombination aus z.B. 60GB SSD und XXX GB SAS
    9. Gibt es ein PHP Memory Limit
    10. Mailserver kommt wahrscheinlich Dovecot zum Einsatz? Sind individuelle Anpassungen möglich wie z.B. deutsche Ordnernamen?
    11. Und die letzte Frage :) Hat schon jemand den Plesk Migrator benutzt und klappt das zuverlässig? Ist Netcup hier behilflich, ich glaube ich als Kunde kann den ohne root nicht nutzen oder?

    Falls ihr bis hierher gekommen seid, danke ich euch für eure Zeit.

    Viele Grüße

  • Wichtiger Hinweis hier an der Stelle: Beim Managed Server werden keine Backups "deiner" Daten angelegt und da man selbst auch kein root-Zugriff erhält, gestaltet sich das sichern der Daten, als auch eine etwaiger Restore, durchaus schwierig.


    Beim Reseller Webspace sind immerhin "Freiwillige" Backups enthalten.

  • Das sind immer diese kleinen Details, die man erst später erfährt :(

    Klingt aber schon professionell, keine Backups 8o


    Derzeit habe ich jedoch über Plesk ein Backup, das sollte doch hier im Reseller sowie managed Server Tarif möglich sein oder?

  • Also ich würde mich an deiner Stelle für einen managed Server entscheiden. Hier hast du einfach mehr Freiheiten. Zudem kann dir der Support auch individuelle Dinge konfigurieren.


    Bezüglich Backups:
    Diese sind wirklich nicht inbegriffen, allerdings kannst du die Plesk eigene Backupfunktion nutzen und somit Backups auf einen externen Speicher laden.

    Als weiteres Prdukt gäbe es den Backupspace: https://www.netcup.de/professi…iterungen.php#backupspace

    Das Tool basiert (zumindest aktuell) auf BackupPC, finde ich eine gute Sicherungsplattform.


    Auch bei einem Reseller Webhosting würde ich zu zusätzlichen Backups raten!


    Ach ja: Bezüglich Fesplattengröße, du kannst dir einen Storagespace zubuchen und z. B. Mails auslagern lassen.


    Ein Wechel in den nächst höheren Tarif ist auch möglich.


    Persönlich habe ich hier bei Netcup auch mit managed Server angefangen, da ich anfangs nicht so viel Zeit für die Administration hatte. Deshalb habe ich auch noch drei Stück und bin ehrlich gesagt sehr zufrieden!


    Hier mal ein Ausschnitt der Updime:


    pasted-from-clipboard.png



    Du bekommst übrigens auf dem System einen Plesk Reseller Zugang, du bist also sehr Frei bei der Konfiguration!

    Limits hast du keine, außer die Ressourcen des Servers selbst.
    Das sollte auch den Rest deiner Fragen beantworten.


    VG

    Fisi

  • Danke für die Antwort, das hat mich schon ein Stück weiter gebracht. Auch wenn es den Rest meiner Fragen nicht beantwortet :)


    Ich verstehe immer noch nicht die Preispolitik bei einigen Produkten, gerade was den Speicherplatz betrifft.

    Wieso kostet 500GB Backupspace für managed Server stolze 100€ und ein 500GB Storagespace 8€? Ein Storage Server hingegen rechnerisch 5,33€ für 500GB


    Gibt es dort Unterschiede bei der Anbindung? Wie werden diese generell angebunden? 1000 Mbit/s oder über die kostenlose vLAN 100Mbit/s?

    Lagere ich nun meine Mails dort aus, könnte das wirklich bemerkbar sein.

  • Eigentlich sehe ich keinen Grund einen Server zu nehmen, da ein Reseller Webhosting 8000 allemal reichen sollte. Kann hier vielleicht jemand seine Erfahrungen teilen?

    Ich selber nutze als Endkunde das Paket Webhosting 8000 bevorzugt mit meinen externen Domains und bin damit sehr zufrieden.


    Die Versionsnummer zum Admin Tool PLESK kann man leider als Endkunde nicht einsehen.


    Backups können nur für den kompletten Webspace Täglich, Wöchentlich oder auch Monatlich - auch auf einen externen Backup-Server - vollautomatisiert gesichert werden, was ich auch selber dafür nutze.


    Da die einzelnen Backups des kompletten Webspaces auf der selben Platte abgelegt werden und dies auch nur freiwillig, ist es aus meiner Sicht auch ratsam, die Daten zusätzlich auch auf einen externen Backup-Speicher zu sichern. Denn es gibt ja genügend Mitbewerber, die sehr günstig auch externen virtuellen Speicher auch gerade für solche Zwecke anbieten.


    Eine sehr nützliche Erfahrung, die ich bei einem Mitbewerber aus Berlin im Verlauf des vergangenen Jahres 2020 miterleben durfte war, dass es bei diesem Mitbewerber auch einen echten kompletten Datencrash auf dessen Plattensystem gab, auf dem unter anderem auch mein schon seit ca. 5 Jahren angemieteter virtueller Server für ca. 38 Euro inkl. MwSt. installiert war.

    Vom Datencrash habe ich vom Mitbewerber aus Berlin nur deswegen erfahren, da er mir auch mitteilen musste, dass er aufgrund des kompletten Datenverlusts das letztes Backup vom Vortag auf das neue Plattensystem wieder zurückspielen musste. Denn die tägliche Komplettsicherung für diesen virtuellen Server mit seiner 2 TB großen virtuellen Festplatte gehört neben einer integrierten PLESK Lizenz für 10 Domains halt mal dazu.


    Diesen virtuellen Server beim Mitbewerber in Berlin nutze ich aber nicht nur für das Sichern meiner paar Webseiten bei Netcup.

  • Zu einigen Fragen konnte ich nun Antworten finden. Ich dachte, vielleicht hilft es jemanden irgendwann.


    1. Welche Basis nutzen die Server? VPS oder Root-Server?
      KVM/Qemu / dedizierte Leistungen für die VM, müsste somit eher in Richtung Root gehen
    2. Netzanbindung, 1000/2500 ?
      1 Gbit/s
    3. Welches Betriebssystem wird eingesetzt?
      Debian 10
    4. Welche Plesk Version wird eingesetzt, ich habe nur von Version 12 und Onyx gelesen. Beides wäre somit alt.
      Plesk Obsidian 18
    5. Welcher Stack kommt zum Einsatz? LAMP, LEMP?
      LAMP mit nginx Proxy (Plesk halt)
    6. Derzeit beinhaltet mein Plesk den Apache und nginx als Reverse Proxy und ich kann wahlweise einzelne Abos auf nginx only oder Apache und Reverse nginx einstellen. Ich vermute das geht sowohl im Reseller als auch im Managed Server Tarif?
      Ja, ist möglich. Plesk Feature
    7. Welche Cache Möglichkeiten gibt es? OPCache APCu, LiteSpeed, Memcache, Varnish, nginx?
      ZendOpcache, memcached möglich
      APCu, LiteSpeed, Varnish NICHT möglich
    8. Ist es möglich die HDD zu erweitern? Gerade was die Festplatte betrifft, habe ich bei den Managed Servern die größten Probleme. Die 60GB sind echt ein Witz aufgrund des E-Mail Servers.
      Ideal wäre eine Kombination aus z.B. 60GB SSD und XXX GB SAS
      Keine Erweiterung, nur durch Tarifupdate
    9. Mailserver kommt wahrscheinlich Dovecot zum Einsatz? Sind individuelle Anpassungen möglich wie z.B. deutsche Ordnernamen?
      Dovecot & Postfix, deutsche Verzeichnisnamen sind möglich
      (mutige Aussage ;) Habe bisher nur einen Provider gehabt, der das hinbekommen hat)
    10. Und die letzte Frage :) Hat schon jemand den Plesk Migrator benutzt und klappt das zuverlässig? Ist Netcup hier behilflich, ich glaube ich als Kunde kann den ohne root nicht nutzen oder?
      Keine Migration möglich und keine Hilfe oder Service dafür.