Nextcloud Setup mit Storageserver

  • Hallo,


    Für eine gemeinsam genutzte Nextcloud habe ich mir folgendes Setup vorgestellt:


    Ein Rootserver 1000 G7 SE (mit SSD), auf dem ein Webserver mit Nextcloud sowie Datenbank läuft, der über NFS (oder eine bessere alternative?) einen Storageserver 1000 G7 (1,5TB HDD) eingebunden hat, auf dem die Daten gespeichert werden.

    Ein weiterer Storageserver als Backupserver, der sowohl Datenbank, Nextcloud(konfiguration) und die Daten sichert.


    Ein Problem für mich ist, dass NFS unverschlüsselt funktioniert, hat da jemand eine Alternative? Mit NFS geht es nur, wenn ich zusätzlich einen Kerberosserver aufsetze. Bei SSHFS ist die Latenz ziemlich hoch :/

    Alternativ hatte ich überlegt NFS über MACsec abzusichern, das ist eine Layer 2 Transportverschlüsselung. Dafür dürfte aber zwischen Storageserver und Rootserver kein weiterer Hop sein, und das kann wahrscheinlich nicht garantiert werden.


    Außerdem ist die Idee, dass man einen zweiten Storageserver um Backups zu machen, zwar ganz gut, aber wenn ich zwei Storageserver miete dann werden die doch wahrscheinlich auf dem selben Wirt laufen, oder? Und dann bringt diese Sicherung nur etwas, wenn die Daten nicht durch Hardwareversagen weg sind...


    Falls jemand Feedback oder bessere Ideen hat freue ich mich über Antworten!

  • Quote

    Normalerweise sollten sie bei der gleichen Kundennummer automatisch auf jeweils anderen Nodes bereitgestellt werden, wenn Du nicht gerade ein paar Dutzend bestellst.

    Genau. Dieses passiert automatisch. Es kann allerdings nicht zu 100% garantiert werden.


    VG Felix Preuß

  • Nextcloud kann auch S3 als Primary Storage nutzen. Daher würde es sich hier durchaus anbieten, auf dem Storage Server einen simplen S3 Dienst laufen zu lassen (ich empfehle hier einfach mal Minio Server https://www.minio.io/) und diesen dann verschlüsselt über HTTPS in Nextcloud einzubinden. Das würde die Problematik mit der unverschlüsselten Verbindung sehr elegant lösen.


    Ich plane aktuell nämlich ein ähnliches Setup, konnte es aber noch nicht umsetzen, da es aktuell keine Möglichkeit einer Migration von einem herkömmlichen Filesystem Backend auf ein S3 Backend seitens Nextcloud gibt. Getestet habe ich es aber schon erfolgreich in einer Testumgebung (allerdings ohne Performance Tests).


    Ich verweise hier dann nochmal auf die offizielle Nextcloud Doku. Die ist hier eigentlich recht gut und sollte alle weiteren Fragen kären. https://docs.nextcloud.com/ser…iles/primary_storage.html

  • Gibt es einen bestimmten Grund, weshalb du das Setup auf 2 Server aufteilen willst? Je nach Nutzeraufkommen sollte doch alles auf dem S1000 laufen. 2GB für MySQL plus Peripherie sind zwar nicht viel, je nach Nutzeranzahl, z. B. für eine Familie, aber durchaus ausreichend.

  • Ich betreibe ein ähnliches Setup. Ich trenne auch zwischen Sorage und Cloud- und Datenbankserver. Da bei mir relativ viele User hleichzeitig arbeiten, finde ich das es so ein stabileres Setup ist und ich kann jederzeit einen weiteren Nextcloud Server hinzufügen.

  • Ich betreibe ein ähnliches Setup. Ich trenne auch zwischen Sorage und Cloud- und Datenbankserver. Da bei mir relativ viele User hleichzeitig arbeiten, finde ich das es so ein stabileres Setup ist und ich kann jederzeit einen weiteren Nextcloud Server hinzufügen.

    Er möchte auf dem Storage-Server die Daten ablegen.

    Aber die HDDs kann er ja auch direkt dem "Hauptserver" hinzubuchen meine ich...

  • Ja, das habe ich verstanden. Aber mir wäre nicht bekannt, dass man sich weitere Festplatten bestellen kann. Ich kenne nur den StorageSpace. Mit einem eigenen Storage Server sind natürlich die Möglichkeiten vielfältiger.

  • Paul : Cool, danke für den Tipp! Das kannte ich noch nciht und es wäre in der Tag eine elegante Lösung.


    oliver.g : Wir benötigen bisher ca. 720GB für Daten, aber einige wollen die Möglichkeit, dass sie später mehr Speicher hinzubuchen können. Da mir die Möglichkeit nicht bekannt ist, dass man Festplatten hinzubuchen kann, kenne ich nur die Angebote bei denen Speicherplatz + Leistung nach oben geht. Da gäbe es den RS3000 bzw. RS4000, aber die Leistung brauchen wir imho nicht. Also kam ich auf die Idee einen 1,5TB Storage Speicher zu nehmen!


    fisi : Was heißt relativ viel User? Ich gehe von ca. 7-10 Nutzern aus, die aber die Weboberfläche / Apps kaum nutzen, sondern nur die Filesynchronisation, Kontakte & Kalender. Solange nicht alle gleichzeitig alles machen - wovon ich nicht ausgehe - denke ich dass ein RS 1000 für Datenbank + Webserver reicht, oder nicht?