BitTorrent-Nutzung auf vServern

  • Hallo. Heute wollte ich mal nachfragen, wie es mit der Nutzung von BitTorrent auf vServern aussieht. Natürlich nur legale Nutzung um Linux-Distributionen und Ähnliches zu verteilen (ich habe auch kein Interesse daran irgendwas Illegales zu machen, dann wäre ich ja ziemlich bescheuert). In den AGBs unter Abschnitt 5 steht etwas davon, dass die BitTorrent-Nutzung nicht erlaubt wäre. Dabei ist aber doch sicherlich die illegale Nutzung gemeint, oder? Ich würde nämlich gerne ein bisschen für das BitTorrent-Netzwerk seeden und Linux-Distributionen verteilen. Dabei möchte ich natürlich nicht unverschämt sein und nochmal nachfragen, wie viel denn erlaubt ist.


    Sind 30 GB Upload am Tag bei einer maximalen Upload-Bandbreite von 2 MByte/s noch im Rahmen oder sollte ich die Bandbreite noch weiter limitieren?


    Vielen Dank schon mal!

  • Bittorrent ist laut agb ausgeschlossen. Begründung auch hier nochmal nachzulesen.


    Hallo. Danke für deine Antwort. Aber da steht folgendes, und das bezieht sich doch eindeutig auf illegale Torrents:


    Quote

    Auf geteilten Systemen können wir Torrent leider nicht erlauben, da einige Polizisten immer noch auf Anordnung von Staatsanwaltschaften gerne ganze Server mitnehmen und dann andere Kunden einen Schaden hätten. Der Betrieb von Torrent-Servern führt vermehrt zu Eingriffen unserer Justiz. Wir prüfen regelmäßig wann wir uns von diesem Passus in unseren AGB trennen können.


    Ich meine, ich kann ja genau so gut eine Linux-Distribution via HTTP-Download zur Verfügung stellen und das ist ja auch erlaubt. Es ist nur nicht erlaubt etwas zur Verfügung zu stellen, das illegal ist. Und ich wüsste nicht warum die Staatsanwaltschaft wegen einer Linux-Distribution, die man sowieso aufgrund der Lizenz verteilen darf, den ganzen Host beschlagnahmen will. Ich bin hier vollkommen derselben Meinung im Einklang mit dem Zitat wenn es sich um illegale Torrents handelt.


    Aber wenn ich als einzige Torrents "Debian Jessie DVD 1 - 3", "NOOBS" und "Raspbian" zur Verfügung stelle, dann sollte das doch erlaubt sein. Wäre es nicht sinnvoller explizit illegales Filesharing zu verbieten als das Filesharing einfach perse zu verbieten? Das wäre ja in etwas das gleiche wie wenn man grundsätzlich jegliche Art von HTTP-Downloads verbieten würde weil die eventuell illegales sein könnten, oder?


    Vielen Dank schon mal!

  • Am einfachsten ist das doch über den Support zu klären. Das Forum ist immer noch Kunde zu Kunde, und der Support klinkt sich gelegentlich ein.

    9 von 10 Stimmen in meinem Kopf sagen ich bin nicht verrückt, die letzte summt ständig die Melodie von Tetris.

  • Am einfachsten ist das doch über den Support zu klären. Das Forum ist immer noch Kunde zu Kunde, und der Support klinkt sich gelegentlich ein.


    Achso. Hast recht. Ich warte mal ob sich noch jemand von "oben" hier meldet in den nächsten Tagen, ansonsten schreib ich dann mal 'ne Mail an den Support. :)

  • Darum geht es nicht bei netcup ob etwas erlaubt ist oder nicht. Es geht rein um die eigene Absicherung. Zusätzlich musst du nicht den Support kontaktieren, denn in den AGB ist es bereits ausgeschlossen:

    Quote

    Der Kunde verpflichtet sich, bei der Nutzung der von netcup zur Verfügung gestellten Dienste die maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften einzuhalten und Maßnahmen zu unterlassen, die zu einer Störung des Betriebs der Server von netcup führen könnten. Untersagt sind insbesondere folgende Handlungen:
    ... Betrieb von sog. "Filesharing-Diensten" wie z.B. "Torrent"


    Als weiterer Grund kann hier netcup auch angehen, dass eine zu hohe I/O-Load auf dem Systemen durch die Nutzung generiert wird.

  • Moin. Ich verstehe, dass Netcup sich absichern möchte und Dinge in den AGBs verbietet, die nicht legal sind. BitTorrent ist aber legal, genau so wie ein HTTP-Server legal ist. Es kommt darauf an, was man mit diesen Diensten macht. Wenn es also um die eigene Absicherung geht, dann könnte Netcup ja am besten direkt auch HTTP verbieten. Und das Argument mit dem hohen I/O-Load ist doch auch Quatsch wenn ich die Bandbreite auf so was wie 100 KByte/s (insgesamt) und max. 20 Peers limitieren würde.


    Wenn es nicht erlaubt ist, dann lasse ich halt keinen BitTorrent-Daemon laufen. Finde ich jetzt auch nicht so tragisch. Wäre zwar schön gewesen, wenn ich zum BitTorrent-Netzwerk ein bisschen was beitragen könnte, da noch genügend Ressourcen dafür frei sind, aber wenn nicht, dann halt nicht. Aber dann möchte ich dem WARUM noch auf den Grund gehen. Die bisherige Argumentation wirft aber mehr Fragen auf als sie beantwortet und ist eben einfach unlogisch. Und das ist auch nicht böse gemeint.

  • BitTorrent ist aber legal, genau so wie ein HTTP-Server legal ist.


    Da gebe ich dir auch vollkommen recht, es ist genauso legal TOR-Nodes rennen zu lassen, die Software ist nicht böse, aber auch das ist bei netcup nicht gerne gesehen. Darum habe ich meine Nodes nicht bei netcup am laufen.


    Und das Argument mit dem hohen I/O-Load ist doch auch Quatsch wenn ich die Bandbreite auf so was wie 100 KByte/s (insgesamt) und max. 20 Peers limitieren würde.


    Es ist ein mögliches Argument ;) Auch hier dadurch die Absicherung, nicht jeder Kunde versteht etwas von der Materie, weshalb man es einfach ausschließt. Ich hätte auch gerne mein Beitrag geleistet und verschiedene Dateien auf dem Storageserver verteilt.

  • Guten Tag zusammen,


    um die gewünschte "Antwort von oben" hier einfach nochmal kurz abzuliefern:


    Torrent wird in der Tat pauschal über unsere AGB verboten.


    Bei dieser Regelung handelt es sich jedoch, wie immer, nicht um Willkür, sondern um eine Entscheidung, welche von uns zusammen diskutiert und , letzten Endes, getroffen wurde.


    Es gibt eine Reihe von Gründen, weshalb es zu dieser Regelung kam. Einer der größten ist hierbei in der Tat der juristische Rattenschwanz, welcher uns, und auch den Kunden, im "Worst Case" erwartet.


    Klar können solche Problematiken auch bei HTTP/FTP/... auftreten, unsere Erfahrungen sind hier jedoch ganz andere: Wir erhalten täglich mehrere bis dutzende Abuse-Meldungen zu Filesharing via Torrent, jedoch keine, bis nahezu keine, zu anderen Protokollen.


    Es zeigt sich einfach, dass sich viele Kunden der Problematik nicht bewusst sind, oder auch häufig nicht über die nötigen Kenntnisse verfügen, einen solchen Service korrekt (und unproblematisch) zu konfigurieren.


    Um uns, sowie unsere Kunden, hier (z. B. vor Serverbeschlagnahmung) zu schützen, verbietet wir Torrent aktuell pauschal.


    Wie Felix jedoch bereits geschrieben hat, ist diese Regelung nicht in Stein gemeißelt. Sollten wir eine Möglichkeit sehen, solche Regelungen zu lockern, werden wir dies selbstverständlich auch tun.

  • Hallo! Danke für die Antwort. Kann die Gründe dann nachvollziehen und werde mich damit nun zufrieden geben und denke, dass die Interessen von Netcup, sich vor einer Serverbeschlagnahmung zu schützen, überwiegen. Schade dass manche Kunden solche Dienste dann scheinbar nicht unter Kontrolle haben und es deswegen Abuse-Meldungen gibt. Mit Absicht wird vermutlich keiner illegale Torrents über seinen Netcup-Server laufen lassen; der wäre ja ziemlich blöde. Ja, es würde mich freuen wenn es vielleicht irgendwann einmal gelockert wird! :)


    twiddern : Danke auch dir nochmal für die Antwort.