Plesk vs. Confixx - Erfahrungen

  • Hallo zusammen,

    derzeit läuft über netcup noch Confixx bei meinen Paketen
    jetzt habe ich ein-zwei Fragen dazu.

    1. Muss ich bzw. ist es zu empfehlen zu Plesk zu wechseln - aus bestimmten Gründen ? ( z.B. Sicherheitsfunktion etc. )
    2. Gibt es Probleme bei der Übernahme der ganzen Daten ( Internetseiten - Daten / Domains...) von Confixx zu Plesk ?
    3. Ist Plesk besser als Confixx ?
    4. Ist Plesk einfach zu verstehen in der Handhabung - da ich seit einigen Jahren nun Confixx gewöhnt bin und die Struktur nun doch recht gut kenne - was die Einstellungen etc. betrifft.

    Vielen Dank für eure Hinweise, Beteiligung an meinem Beitrag

  • Confixx wird seit 2011 nicht mehr weiterentwickelt und ist daher mit aktuellen Betriebssystem- und PHP-Versionen nicht mehr kompatibel. Da es für alte Software nicht ewig Sicherheitsupdates gibt, ist ein Wechsel auf jeden Fall zu empfehlen.

  • 1. Ich kann mir vorstellen dass Netcup irgendwann die Preise für Confixx-basierendes Webhosting erhöht (wie bei den Linux-vServern damals) und dieses langfristig auch einstellen wird. Ansonsten siehe Dragons Post. Vor allem wirst Du von neuen Funktionen wie kostenlosen SSL-Zertifikaten oder SSH-Login (falls vorhanden?) profitieren.
    2. Dateien, Datenbanken, E-Mails, evtl. Cronjobs etc. müssen manuell übertragen werden. Für das gemeine PHP-Skript mit Datenbankanbindung besteht dieser Vorgang aus dem Ex- und Importieren der Datenbank und dem Kopieren der Dateien auf dem Webspace sowie der Anpassung der Datenbank-Zugangsdaten in der Konfiguration. Confixx wie auch Plesk sind ja nur Tools, die Dir die Einrichtung von DBs, Domains etc. ermöglichen, welche Software dafür eingesetzt wird ist für Deine Webseite nicht relevant.
    3. "besser" ist natürlich subjektiv, viele finden Plesk zu überladen und verfluchen es. Es ist neuer bzw. moderner als Confixx und bietet mehr Funktionen, darum würde ich die Frage mit Ja beantworten.
    4. Plesk sieht komplett anders aus und die Funktionen sind in großen Teilen anders aufgebaut und strukturiert, eine Umgewöhnung dürfte unumgänglich sein. Die wesentlichen Funktionen sind aber leicht zu erreichen und selbsterklärend, also alles halb so wild. Ich habe es allerdings auch schon geschafft meinen SSH-Benutzer über das Interface unwiderruflich zu löschen und musste den Support kontaktieren.

  • Hi tomi,

    zu 1. hat Dragon schon die Antwort geliefert, ein Wechsel ist wichtig.

    2. Wie es mit der Datenübernahme von Confixx nach Plesk aussieht kann ich dir leider nicht beantworten

    3. Meiner Meinung nicht, ich habe eine Pleskphobie seit Version 7 bis heute in die aktuellen Versionen, die ich ebenfalls getestet habe. Ich finde es zu aufgeblasen und zu viel automatischen Voodoo im Hintergrund machen, von dem ich wohl auch besser nichts wissen will. Ebenso die Oberfläche erschließt sich mir nicht, da ist Confixx sehr verständlich gehalten.

    4. Siehe 3. ;)


    Ich persönlich habe letztens LiveConfig getestet und finde es sehr gut. Letztens gab es zu Weihnachten auch eine 50% Rabatt Aktion durch die ct'nerdcard dort habe ich zugeschlagen und mein Test für zwei Monate gemacht. Heute setze ich es nicht mehr ein, da ich noch ein wenig spezielle Anforderungen hab, welche LiveConfig nicht unterstützt. Da nun aber zum Punkt 2. eine Migration von Confixx zu LiveConfig ist möglich.

  • 3. "besser" ist natürlich subjektiv, viele finden Plesk zu überladen und verfluchen es.

    Ich finde es zu aufgeblasen und zu viel automatischen Voodoo im Hintergrund machen, von dem ich wohl auch besser nichts wissen will.

    Das ist was ich meinte :)

    Ich persönlich habe letztens LiveConfig getestet und finde es sehr gut. Letztens gab es zu Weihnachten auch eine 50% Rabatt Aktion durch die ct'nerdcard dort habe ich zugeschlagen und mein Test für zwei Monate gemacht. Heute setze ich es nicht mehr ein, da ich noch ein wenig spezielle Anforderungen hab, welche LiveConfig nicht unterstützt. Da nun aber zum Punkt 2. eine Migration von Confixx zu LiveConfig ist möglich.

    LiveConfig ist toll, seit vor ein paar Jahren hat sich viel getan und ich setze es selbst für Webhosting ein. Dürfte in diesem Fall aber nicht relevant sein da vermutlich von Netcups Webhostingangeboten ausgegangen wird, da wird LiveConfig kaum angeboten werden.

  • Dürfte in diesem Fall aber nicht relevant sein da vermutlich von Netcups Webhostingangeboten ausgegangen wird, da wird LiveConfig kaum angeboten werden.


    Davon gehe ich auch aus, aber wer weiß ;) Jedenfalls sollte es ein Serverkunde lesen, gilt diese Meinung ebenso :thumbup:

  • Ich danke euch beiden für eure sehr ausführliche Antworten und Meinungen dazu.

    Sehe es nun etwas deutlicher...

    Nun stellt sich bei mir allerdings noch die Frage - aber denke das muss ich an anderer Stelle im Forum fragen...

    wegen managed privat server
    da ich einige Kunden derzeit über ein "altes" reseller Webhosting Paket verwalte und dies mit den neuen Webhosting Paketen nicht mehr geht.

    Mache ich das nun ?! Müsste ich wohl wenn ich weiterhin meine Kunden selbst verwalten möchte

    Aber dann ist noch die offene Frage ---- wieviel Kunden/Domains/Mysql/Email verträgt so ein managed Server
    wenn es Standard Internetseiten sind - 1 bis 2 mysql Datenbanken für das CMS - ansonsten nix grosses....

  • Guten Morgen,


    ich möchte an dieser Stelle noch ergänzen, dass unser shared Webhosting kein Plesk ist. Der große Vorteil der von uns eingesetzten neuen Lösung für Webhosting ist, dass diese in einer Cloud arbeitet. D.h. die Dienste sind über eine beliebe Anzahl von Servern verteilt. Brauchen wir mehr Ressourcen, können wir neue Server dazu schalten. Hat einer eine höhere Last, werden hier keine Kunden mehr angelegt. Zudem können dank Virtualisierung zu jedem Node Ressourcen dazu geschaltet werden, sollten weitere benötigt werden.

    Ein weiterer Vorteil für uns an unserer neuen Lösung für Webhosting ist, dass wir diese dank umfangreicher Schnittstellen einfach in unsere bestehende Infrastruktur einbinden können. So war es z.B. möglich, dass wir als einer der ersten Webhoster die Unterstützung von Let's Encrypt umgesetzt haben.

    Wir haben bevor wir uns über den Einsatz von OPA / das WCP entschieden haben, vieles getestet. Unter anderem Stand zur Diskussion ein eigenes Panel zu entwickeln. Live-Config hatten wir uns auch angesehen. Letztendlich haben wir uns aber für OPA entschieden. Mit einer eigenen Lösung hätten wir es z.B. niemals geschafft einen umfangreichen Homepagebaukasten oder die gute Integration von Applikationen zu pflegen.

    Für Anwender die Server in Eigenregie administrieren ist das WCP sicherlich auf den ersten Blick unübersichtlich. Schließlich wollen wir Kunden ansprechen, die keine Kenntnisse in der Serveradministration mitbringen, dennoch viele individuelle Konfigurationsmöglichkeiten unter Umständen benötigen.

    Zitat

    Aber dann ist noch die offene Frage ---- wieviel Kunden/Domains/Mysql/Email verträgt so ein managed Server

    Zitat

    wenn es Standard Internetseiten sind - 1 bis 2 mysql Datenbanken für das CMS - ansonsten nix grosses....

    Das hängt wirklich davon ab, wie Ihre Scripte arbeiten. Das kann pauschal keiner beantworten.

    Was halten Sie davon, wenn Sie mit dem kleinsten managed private Server starten und dann ggf. upgraden?


    Mit freundlichen Grüßen

    Felix Preuß

  • Guten Tag Herr Preuß,

    zunächst auch Ihnen vielen dank für diese Erläuterung.

    Was Ihr Vorschlag betrifft - zunächst mit dem kleinen managed Server anzufangen - weiß ich nicht was ich davon halten soll - denn die Kosten sollten schon gut kalkulierbar sein/bleiben
    Und ich denke - sollte ich mich dafür entscheiden und nachträglich doch wieder weg gehen von managed Servern wird es erneut ein erheblicher Aufwand geben - die ganzen Domains/Kunden umzuziehen.

    Derzeit habe ich ca. 20 Domains aktiv laufen ( eigene und Kunden ).
    Es sind alles recht einfache bzw. Internetseiten mit relativ geringen Resourcen würde ich behaupten - hauptsächlich Joomla CMS mit jeweils einer Datenbank.

    Sie sagten - Ihre shared Webhosting Pakete haben kein Plesk - was genau sind Ihre shared Webhosting Pakete - da auch managed server angesprochen wurde und hier aufgeschlüsselt ist, dass Plesk dabei sei...
    https://www.netcup.de/bestellen/produkt.php?produkt=867

    Ich nahm jetzt an, dass ein solches Paket hier für mich evlt. in Frage kommen könnte oder hab ich da etwas falsch verstanden ?


    Könnten Sie noch zusätzlich - auch wieder annähernd - sagen, wie lange Sie confixx noch beibehalten werden - wie lange es noch die gegebenen php/mysql Versionen unterstützen wird ?

    Vielen Dank

  • Sie sagten - Ihre shared Webhosting Pakete haben kein Plesk - was genau sind Ihre shared Webhosting Pakete - da auch managed server angesprochen wurde und hier aufgeschlüsselt ist, dass Plesk dabei sei...

    Netcups Webhosting-Angebote werden durch eine Multi-Server-Umgebung realisiert, daher kommt dort Plesk Automation zum Einsatz. Das verhält sich für den Endbenutzer fast identisch zum normalen Plesk, was z.B. auf den managed Servern installiert wird.

    Wenn Du aber eh Resellerfunktionen brauchst ist Netcups Webhosting-Angebot doch eh uninteressant oder? Auf dem managed Server läuft dann ja das "normale" Plesk. Die Antworten auf Deine Fragen hier im Thread treffen aber auch auf das WCP von Netcup zu.

  • Hallo,

    alles imoment etwas undurchsichtig für mich - entschuldigt bitte dafür.

    Primär geht es mir darum, weiterhin meine Kunden "selbst" verwalten zu können - da meine Kunden es bevorzugen, zu schätzen wissen, "alles" aus einer Hand zu bekommen.
    Wenn ein Managed Server hier am ehesten in Frage kommt - dann soll das i.O. sein - was die Software betrifft für das Verwalten - wenn es das WCP gibt bei dem managed Server - und es die Voraussetzungen erfüllt welche ich benötige - auch i.O.
    Am ende muss ich eben meine eigenen Domains auch darüber verwalten können.

    Was noch eine Frage von mir wäre - rein zum Verständnis - da dieses Gebiet etwas neu für mich ist was Managed Server betrifft - wie verhält sich das mit dem Umfang/Kontingent für mich bzw. für die Kunden
    also -
    Anzahl Email Adressen
    Anzahl mysql Datenbanken
    verfügbarer Webspace

    Müsste da dann erneut bzw. zusätzlich die normalen Webhosting Pakete gebucht werden oder zieht sich das ganze vom Verfügbaren Festplatten Speicher ( Arbeitsspeicher ) des managed Servers ?

    Oder hat man bei einem managed Server unendlich viele Email Adressen zur Verfügung ?

    Ich möchte einfach nur sicher gehen, dass ich die richtige Entscheidung für das Vorhaben treffe und meine Kunden weiterhin insoweit zufrieden sind - ohne Einbußen zu haben.

    Danke

  • wenn es das WCP gibt bei dem managed Server

    Das WCP basiert auf Plesk Automation und dient zur Verwaltung von Netcups Webhosting-Angeboten. Mit managed Servern hat das nichts zu tun, dort hast Du ein normales Plesk, was aber im Prinzip genauso aussieht und funktioniert.

    wie verhält sich das mit dem Umfang/Kontingent für mich bzw. für die Kunden

    Die sind nur durch die Rechenpower und den Speicherplatz des Servers limitiert. Ob Dir beispielsweise der günstigste managed Server reicht, der ja nur einen Kern hat, hängt von der Nutzungsintensität der gehosteten Webseiten ab.

    Müsste da dann erneut bzw. zusätzlich die normalen Webhosting Pakete gebucht werden oder zieht sich das ganze vom Verfügbaren Festplatten Speicher ( Arbeitsspeicher ) des managed Servers ?

    Du brauchst zusätzlich zum managed Server kein Webhosting buchen.

    Oder hat man bei einem managed Server unendlich viele Email Adressen zur Verfügung ?

    Auch die E-Mailadressen sind nur durch die Kapazitäten des Servers begrenzt.

    Alle Angaben übrigens ohne Gewähr, ich habe nur selbstverwaltete Server und Webspace bei Netcup.

  • Mit selbstverwaltete Server meinst du - dass Sie von netcup verwaltet werden und nicht von dir selbst ?

    Bei Zugriffen von ca. 300 - 500 am Tag für alle Domains die ich bis dato habe - kann man anhand dessen nicht ungefähr sagen, was benötigt wird an Rechnerleistung ?

    Wie schon erwähnt, ich will ungern, dass am Ende meine Kunden irgendwelche Einbußen haben - zudem wenn ein wechseln dann notwendig wäre auf einen leistungsstärkeren Server - selbst hier können irgendwann

    Grenzen erreicht sein - und wie schnell wäre dann so ein Upgrade ?

    Wie macht es sich bemerkbar - dass ein Server es nicht mehr schafft ?

    Probleme bei Emails ?!

    Google Ranking betroffen wegen langsameren Zugriff etc. ?

  • Mit selbstverwaltete Server meinst du - dass Sie von netcup verwaltet werden und nicht von dir selbst ?

    Nein. Also ich habe normale Root-/vServer bei Netcup, das heißt, ich verwalte sie selbst (installiere eine Webhostingsoftware, treffe Sicherheitsvorkehrungen, etc.). Ein managed vServer hat den Unterschied, dass er von Netcup gewartet wird, Du brauchst also nichts machen als Kunden anlegen usw. Daher sind managed Server auch deutlich teurer.

    Bei Zugriffen von ca. 300 - 500 am Tag für alle Domains die ich bis dato habe - kann man anhand dessen nicht ungefähr sagen, was benötigt wird an Rechnerleistung ?

    Die Rechenleistung wird vor allem dann knapp, wenn mehrere Zugriffe gleichzeitig erfolgen. Ich betreibe schon länger keine eigene Joomla-Installationen mehr, aber ich kann mir vorstellen dass es generell vergleichsweise ressourcenhungrig ist. Bei Netcups Resellerangeboten lagen sicher mehr Reseller-Kunden auf einem Server, dieser hatte dann aber sicher auch deutlich mehr CPU-Power. Generell sollte der günstigste managed Server ausreichen, es könnte aber sein dass die Seiten etwas langsamer laden. Müsstest Du ausprobieren.

    und wie schnell wäre dann so ein Upgrade ?

    Das muss Dir Netcup sagen. Wenn ich auf einen höheren Server upgraden will muss ich alles selbst umziehen. Das kann bei managed Servern aber durchaus anders sein.

    Wie macht es sich bemerkbar - dass ein Server es nicht mehr schafft ?

    Wenn beispielsweise zu viele Zugriffe gleichzeitig erfolgen werden die Seiten langsamer oder im Extremfall unerreichbar.

  • Da du selbst verwaltest - hast du ja Erfahrungswerte wegen der Kapazität - aber du denkst es könnte erstmal reichen mit dem "kleinen" managed Server mit einem CPU Kern ?


    Den Rest ja, würde ich dann wohl am besten mit Netcup klären
    Aber ich denke, wenn ein Hoster nicht die Erfahrung hat, was anhand der Zugriffe für ausreichend gelten kann - wer kann das dann sonst annähernd einem sagen ?

    Genauso habe ich eben dahingehend Bedenken, dass durch langsameren Zugriff - langsameres laden der Seiten - das Ranking bei Google ebenso fallen kann


    Ah, gerade den Beitrag noch gesehen von ThomasChr.

  • Eine letzte Frage vorerst -----

    ich nehme an, meine eigenen Webseiten kann ich genauso mit dem managed Server verwalten wie die Domains/Webseiten der Kunden ? ( in dem Fall wäre ich dann sozusagen mein eigener Kunde :) )


    Was mit Einstellungen wie z.B. mod_rewrite oder php magic quote, php Version etc..
    kann man das dort auch selbst festlegen ?

    Denn dies konnte ich bisher in meinem "normalen" Webhosting Paket.

    Danke euch vielmals

  • Da du selbst verwaltest - hast du ja Erfahrungswerte wegen der Kapazität - aber du denkst es könnte erstmal reichen mit dem "kleinen" managed Server mit einem CPU Kern ?

    Es wird reichen, ich vermute man wird (bei Hosting in dem von Dir beschriebenen Umfang) keinen Unterschied spüren.

    ich nehme an, meine eigenen Webseiten kann ich genauso mit dem managed Server verwalten wie die Domains/Webseiten der Kunden ?

    Klar, was spricht dagegen, sich selbst als Kunden anzulegen? Falls man das überhaupt machen muss (bei der Software die ich nutze kann man seine eigenen Seiten direkt aus dem Adminaccount heraus verwalten, bei Plesk weiß ich es nicht).

  • Alles klar, prima
    dann klär ich das jetzt noch mit netcup ab ob zu dem Preis von 34,95 noch was dazu kommen wegen Software ....
    oder ob da dann bereits alles soweit enthalten ist.

    Danke dir vielmals für deine Beiträge und damit verbunden die Erläuterungen damit ich es nun etwas besser verstehen konnte.