Guten Tag,
vorab - je mehr ich mich mit Netcup und den Gegebenheiten beschäftige um so mehr bekomme ich die Befürchtung zum falschen Hoster zu wechseln.
Ich habe eine ganze Reihe an Fragen zum Umzug meiner Domains und Mailpostfächer von Hoster A zu Netcup, doch seitens Netcup-Support ist mit keiner zeitnahen Unterstützung zu rechnen und erste Support-Tickets erhalten Antworten, die ich nicht nachvollziehen kann.
Grundsätzlich:
Ich möchte 5 Domains mit zahlreichen Mailkonten umziehen.
2 Domains haben Ruby on Rails Websites, zu denen es als Fallback die Projekte auch per PHP gibt.
Thema A // Vorgehen im Domain-Umzug:
Um möglichst effizient umzuziehen dachte ich an folgendes Vorgehen:
1. Domain als "externe Domain" anlegen und soweit konfigurieren, damit Website und Mailkonten ausgestattet sind
2. DNS beim Hoster A für A und AAAA auf Netcup setzen und warten bis die Website über Netcup aufgelöst wird
3. Mail MX auf Netcup setzen und Mail-Eingang beim alten Anbieter deaktivieren, sobald Mail komplett über Netcup aufgelöst werden kann. Ggf. mehrmals die IMAP Konten synchronisieren.
4. Domain Transfer via AuthCode als letzte Aktion um aus der externen Domain eine interne Domain zu machen.
Nun habe ich begonnen einen ersten Testumzug mit einer unkritischen Domain mit den Schritten 1, 2 und 4 zu vollziehen (Schritt 3 ist irrelevant, da keine Postfächer für diese Domain existieren).
Schritt 4 führte nun dazu, dass die Website nun schon 1 Tag lang nicht mehr aufgelöst werden kann, da Hoster A entsprechend REFUSED an den DNS meldet und die DNS aber immer noch Hoster A auflösen. Sprich der Domain Umzug ist noch nicht durch, obwohl er als durch angezeigt wird. Die DNS Einträge kann ich auch im CCP bei Netcup sehen.
Ob ich nun nur warten kann, oder den Netcup-Support benötige - ich weiß es nicht. Faktisch bin ich offline und muss ggf. bei allen Domains mit einem Ausfall rechnen, oder den alten Hoster bitten, die DNS bei sich viel länger aktiv zu lassen, da diese dann zu Netcup routen würden.
Update: Mittlerweile haben sich die DNS aktualisiert und die Domain ist wieder erreichbar. Hat allerdings rund 24 Stunden gedauert (die Folge -> offline).
Was mich komplett iritiert: Der Netcup Support antwortete mir auf eine allgemeine Anfrage bzgl. Wechsel von externer Domain auf interne Domain, dass mit diesem Schritt die komplette Domainkonfiguration gelöscht und neu angelegt wird. Ich kann das beim ersten Umzug (außer dass die Domain nicht mehr aktuell aufgelöst werden kann) nicht bestätigen. Die ganze Konfiguration ist nach wie vor im WCP existent. Und auch die Inhalte auf dem Webserver zur Domain sind weiterhin da. Also ein Support-Mitarbeiter der sich nicht auskennt?!
Bei einer zweiten Domain ist Schritt 4 erst gar nicht möglich. Der Umzug wird abgelehnt, mit dem Hinweis ich solle mich an den Support wenden und die Bestellung neu versuchen.
AuthCode ist korrekt, wurde mit Hoster A mehrmals abgestimmt, und ist auch gültig.
Hier kann ich wohl auch nur auf den Netcup Support warten.
Thema B // Ruby on Rails:
Ich wollte im Standard-Hosting (also die Default-Domain, die man erhält, wenn man das Webhosting bestellt hat) eine Ruby on Rails Webapp testen.
Problem 1: Ich konnte den Anwendungsstamm nicht auf das Root-Verzeichnis zur Domain legen. Also habe ich eine Anfrage eröffnet, die nach mehreren Tagen beantwortet wurde mit der Aussage, dass dies nicht möglich sei. Auch das stimmt nicht, man muss nur wissen wo - und zwar kann der Anwendungsstamm im CCP geändert werden.
Dort habe ich das dann entsprechend angepasst und somit konnte auch die Ruby Config aufgelöst werden.
ABER: Es funktioniert keinerlei Gem-Paketinstallation, da die Dev-Tools nicht im Managed Webhosting existieren.
Beispiel Fehler:
Gem::Ext::BuildError: ERROR: Failed to build gem native extension. current directory: /var/www/vhosts/hostingDUMMY.DUMMY.netcup.net/DUMMY.DUMMY.netcup.net/vendor/bundle/ruby/3.2.0/gems/prism-1.9.0/ext/prism /opt/plesk/ruby/3.2.10/bin/ruby extconf.rb checking for prism.h in /var/www/vhosts/DUMMY.DUMMY.netcup.net/DUMMY.DUMMY.netcup.net/vendor/bundle/ruby/3.2.0/gems/prism-1.9.0/include... *** extconf.rb failed *** Could not create Makefile due to some reason, probably lack of necessary libraries and/or headers. Check the mkmf.log file for more details. You may need configuration options.
Could not create Makefile due to some reason, probably lack of necessary libraries and/or headers. Check the mkmf.log file for more details. You may need configuration options. Provided configuration options: --with-opt-dir --without-opt-dir --with-opt-include --without-opt-include=${opt-dir}/include --with-opt-lib --without-opt-lib=${opt-dir}/lib/x86_64-linux-gnu --with-make-prog --without-make-prog --srcdir=. --curdir --ruby=/opt/plesk/ruby/3.2.10/bin/$(RUBY_BASE_NAME) /opt/plesk/ruby/3.2.10/lib/x86_64-linux-gnu/ruby/3.2.0/mkmf.rb:490:in try_do': The compiler failed to generate an executable file. (RuntimeError) You have to install development tools first. from /opt/plesk/ruby/3.2.10/lib/x86_64-linux-gnu/ruby/3.2.0/mkmf.rb:616:in block in try_compile'
Für mich sieht es somit danach aus, dass es überhaupt nicht möglich ist eine Ruby on Rails Webapp im Managed Hosting zu betreiben.
Falls also jemand tatsächlich Ruby On Rails bei Netcup verwendet, möge er sich bitte für dieses Thema melden ![]()
Ansonsten ist mein Fallback PHP - nicht schön, aber möglich.
Thema C // Mails bei Netcup im Managed Hosting:
Wenn ich andere Forenbeiträge sehe, wird mir Angst und Bange beim Empfangen und Versenden von Mails. Wenn es zu diesem Thema demnach massive Probleme mit Blockierlisten gibt, dann werde ich ziemlich schnell die Krise bekommen. ![]()
Im aktuellen Vorgehen habe ich bereits sämtliche Postfächer bei Netcup angelegt, alles per Zuordnung zu einer externen Domain.
Die Mailkonten sind über das Netcup Tool bereits auch erfolgreich synchronisiert worden.
Das Thema betrifft jetzt so ein bisschen Schritt 3 aus Thema A.
Wie ist das beste Vorgehen um so wenig Downtime wie möglich zu haben, beim Providerwechsel?
Meine Idee wäre, dass ich bei Hoster A erstmal den Mailserver als MX Eintrag mit einer niedrigeren Priorität setze. Damit müssten, falls erreichbar, die Mails über Netcup laufen. Da ich die Postfächer stets synchronisieren kann, wäre Datenverlust eigentlich auch ausgeschlossen.
Doch Sorge bereitet mir der Domaintransfer und die Aussage (Thema A), dass damit alle Konfigurationen gelöscht werden. Damit wäre alles hinfällig und die ganzen Konten wieder weg. Das kann doch nicht sein?!
Thema D // Netcup Support:
Ist es tatsächlich so, dass wenn man eine Supportanfrage an Netcup stellt, nirgends mehr seine Original-Anfrage sehen kann? Ich bekomme nach Tagen Antworten zu Support-Tickets und habe keinerlei Bezug mehr, zu den eigentlichen Fragen - das heißt ich kann mir anhand der Antwort herleiten, was überhaupt mein Kontext war.
Was ist das bitte für ein Supportprozess, bei dem man die gesamte Korrespondenz nicht sehen kann? Mir war nicht bewusst, dass ich mir meine Anfrage auch noch selbst zwischenspeichern muss, um stets den Überblick für die Supportfälle zu behalten, insbesondere wenn es um technische Details ging, die ausgetauscht worden sind.
Doch möglicherweise übersehe ich etwas und kann im CCP irgendwo Tickets sehen, so wie man sich das eigentlich vorstellen würde?! ![]()
Vielen Dank euch, für jede Hilfe und Anmerkung.