Webhosting 8000

  • Hallo,


    ich überlege mir das Webhosting-Paket 8000 zu holen.


    Situation: Aktuell habe ich einen stabilen und zuverlässigen Ryzen Server mit 2 vCPUs. Der Server ist okay, rasend schnell und im allgemeinen ganz gut konfiguriert. Allerdings gelingt mir einfach nicht die Installation eines zuverlässigen Spamfilters auf meinem Linux-System. Egal wie viel ich herumprobiere, bestimmte Dinge kommen durch und werden nicht abgefangen. Die Spamflut wird jeden Tag größer.


    Technisch laufen nur mehrere Webseiten und 1 Online-Shop. Die Seiten laden extremst schnell.


    Fragen: Gibt es Erfahrungsberichte bzgl. folgender Punkte?

    • Ist der Spam-Filter im Webhosting 8000 zuverlässig?
    • Ist die Ladezeit von Webseiten kurz? Die Response-Time über SSL/HTTP2.0 meiner Grav-Seiten liegt bei ca. 45ms. Die Response-Time des Online-Shops bei ca. 65ms (Wordpress).
    • Kann ich unbegrenzt Webseiten aufschalten? Darf ich Kundenseiten aufschalten?
    • Im Paket sind 12 Domains enthalten. Muss ich eine Aktivierungsgebühr zahlen oder kann ich jederzeit kostenlos meine Domains von anderen Anbietern heraustransferieren?
  • Zu den ersten beiden Punkten sage ich jetzt mal nichts. Zum Thema Spamfilter gibt es einige Threads hier im Forum. Deine Webseiten und den Shop kenne ich nicht, weiss nicht wie aufwändig sie sind und welche Caches von den Webseiten auf deinem Server eventuell verwendet werden oder eben auch nicht. Wie wichtig Caching im Allgemeinen ist und beim Shared Hosting im Besonderen, sieht man an den regelmäßigen Threads zum Thema Wordpress, WooCommerce und Performance.


    Unbegrenzt Webseiten aufschalten kannst du prinzipiell schon. Klar, irgendwann ist die Grenze der Leistungsfähigkeit erreicht, aber rein technisch kannst du beliebig viele Seiten aufschalten, auch beliebig viele Domains. Beim Webhosting 8000 12 Inklusivdomains (.de), 12 externe Domains, die also nicht bei netcup registriert sind und beliebig viele bei netcup registrierte Zusatzdomains. Und dann kann man ja auch noch Subdomains nutzen. Also daran wird es sicher nicht scheitern. Wenn man davon ausgeht, dass ein Webhosting 8000 für netcup auch bei einem Preis von 5,67 € noch rentabel sein muss, zudem 12 Inklusivdomains beinhaltet und netcup für die Wartung und Aktualisierung der Soft- und Hardware der Server verantwortlich ist, darf man natürlich keine Wunder erwarten.


    Kundenseiten aufschalten? Da sehe ich in den AGBs keinen echten Hinderungsgrund. Klar ist, dass du für das Verhalten und die veröffentlichten Inhalte deiner Kunden haftest. Du bist der Vertragspartner von netcup, nicht deine Kunden. Wenn da was vorfällt, ein Schaden für netcup entsteht, dann wird sich netcup nicht an deine Kunden halten, sondern an dich.


    Rein praktisch wird es wohl nur funktionieren, wenn die Kundenseiten komplett von dir betreut bzw aufgeschaltet werden, weil der Zugang zum CCP/WCP nicht wirklich resellertauglich ist. Falls die Kunden sich also selbst ins CCP/WCP einloggen sollen, wird das m.E. nicht funktionieren können. Da wäre dann eher ein Reseller-Webhosting angebracht.


    Die 12 de-Domains sind Inklusivdomains, die kosten also nichts bzw die Kosten sind im Preis des Webhostings enthalten. Also keine Aktivierungsgebühr und auch sonst keine monatlichen/jährlichen Zuatzkosten. Du kannst da sowohl neue Domains registrieren als anderswo registrierte Domains mittels AUTH-Code zu netcup in dein Webhosting transferieren. Du musst die 12 Domains auch nicht direkt beim Kauf des Webhostings registrieren oder transferieren.


    Ich würde an deiner Stelle das Webhosting buchen und erst mal einen Klon des Online-Shops mit einer externen Domain installieren um zu testen, ob die Response-Time ausreicht. Notfalls hast du ja die Zufriedenheitsgarantie, musst zwar beim Kauf erst mal 6 Monate bezahlen, bekommst das Geld aber bei Unzufriedenheit innerhalb der 30 Tage wieder zurück.

  • Wenn es explizit um den Spam geht, dann wie Tab sagt nochmal die Spamfilter Threads im Forum lesen, dieser ist eher ein Drama. Bis zu 5 Minuten verspätete Mails (Incoming), bestimmte Absender die gar nicht ankommen (war es GMX?) und eben die Spamerkennung die nicht so klappt wie man erwartet. Alles in sehr langen Forenbeiträgen verpackt. Ich bin mit den Mails aktuell auch noch auf einem Webhosting und war bisher zu faul das ganze auf den VPS umzuziehen.


    Auch zur Performance, bei sehr wenig besuchten Seiten kann es eben passieren das nichts mehr im Cache ist, da die Nachbarn diesen eben füllen. Hier hilft eventuell ein Cron der die Seite öfters aufruft (gibt hier auch Threads dazu). Ich hatte Anfangs noch massive Probleme mit dem WordPress Backend, da hier ein DB Caching ja kein Sinn macht und die Datenbank Verbindung zum Datenbankserver sehr langsam war. War im Endeffekt meine Entscheidung zu einem VPS zu wechseln. Hier kann ich aber nicht sagen ob nur mein Datenbankserver so langsam war oder sich hier echt was getan hat. Für eine Anwendung mach ich noch Anfragen an den Webhosting MySQL Server und kann hier keine Probleme feststellen.


    Wenn gewünscht und ich zwischendurch Zeit finde kann ich dir gerne ein nacktes grav / wordpress auf einem Webhosting 4000 installieren dann kannst da ein wenig rumspielen ob es von der Geschwindigkeit für dich in Ordnung ist (wenn gewünscht, kurze PM)

  • Danke euch beiden für die sehr ausführlichen Rückmeldungen.


    Zustellprobleme hatte ich anfangs auch, insbesondere über Hotmail. Dieses Problem wurde gelöst, indem ich einen externen Dienstleister zwischengeschaltet habe. Dem Kunden habe ich das auch vermittelt und er ist froh über die Lösung, dass er damit unter den Emailversand keine Reputation verliert. Besteht die Möglichkeit über Plesk die Software derart einzurichten, dass ich Dienstleister wie Amazon, Mailjet, etc. nutzen kann?


    Wenn es bereits Probleme mit Wordpress gibt, dann vermute ich, würde es mit Woocommerce nicht so rund laufen. Grav besitzt natives Caching, dort benötige ich keine Plugins oder Richtlinien. Da ich auch anfangs Shared-Webhosting genutzt habe, weiß ich wie sich die geringe Kontrolle auf das Caching auf die Frustration auswirken kann. Das war der Grund, wieso ich überhaupt zu netcup gewechselt habe. Der vServer mit AMD Epic ist preislich und technisch unschlagbar.


    Ich werde dann beim vServer bleiben, da mir die Kontrolle der Geschwindigkeit wichtig ist. Letztlich ist Geschwindigkeit ein Merkmal auf das Kunden achten und welche Zuverlässigkeit widerspiegelt.


    Wenn ich zeitlichen Freiraum habe, werde ich zur Not eine kostenpflichtige Anti-Spam-Lösung wählen müssen oder einige zusätzliche Stunden mit der Konfiguration der Regeln verbringen müssen.

  • Ich werde dann beim vServer bleiben, da mir die Kontrolle der Geschwindigkeit wichtig ist. Letztlich ist Geschwindigkeit ein Merkmal auf das Kunden achten und welche Zuverlässigkeit widerspiegelt.


    Wenn ich zeitlichen Freiraum habe, werde ich zur Not eine kostenpflichtige Anti-Spam-Lösung wählen müssen oder einige zusätzliche Stunden mit der Konfiguration der Regeln verbringen müssen.

    Was benutzt du momentan? SpamAssassin oder rspamd oder ...? DNS blacklists können das Spamproblem deutlich vermindern. Zusätzlich eventuell eine Whitelist um möglichst keine "guten" Mails u verlieren. Ich habe ein völlig zugespammtes Mailkonto, mit dem kann ich den Erfolg einzelner Massnahmen ganz gut abschätzen. Mit 3-4 DNS Blacklists habe ich nur noch ca 10-15% an Spam im Spamfolder im Vergleich zu vorher, als ich noch keine DNS blacklists verwendet habe. Ich bin da einfach mal den Spamordner durchgegangen und habe die IPs der Spammer gegen diverse Blacklists getestet. Dann habe ich die Blacklists genommen, die am effektivsten waren, also die meisten der Spammer-IPs ausgefiltert haben. Fast hätte ich UCEProtect Level 1 genommen :rolleyes:, dann habe ich aber zum Glück noch eine Alternative dazu gefunden.