vserver: Frage zu Snapshot-Backup & Backup-Export?

  • Hallo zusammen,


    ich plane, einen VPS 200 G8 zu bestellen.

    Ich verstehe nicht ganz, wie das mit dem Snapshot-Backup und Backup-Export bei netcup funktioniert.


    Wenn, wie beschrieben, der Snapshot im Dateisystem des VPS angelegt wird, kann ich dieses doch auch per SCP downloaden?
    Was sind die kostenpflichtigen Snapshot-Exporte?

    In der Beschreibung steht, ein Snapshot ist kostenlos. Einmalig? Jeden Monat?


    Was ich möchte:

    Jederzeit kostenlos einen Snapshot erzeugen können (z.B. vor Updates) und jederzeit zurückspielen können.


    Was ich nicht brauche:

    keine Versionierung der Snapshots, ein Stand genügt mir


    Was nett wäre:

    Wenn ich einen Snapshot kostenlos per SCP herunterladen und bei mir speichern kann. Auf diesem Wege könnte ich ja auch versionieren, wenn der Rückupload und das rückeinspielen so funktioniert.


    Kann mir jemand beschreiben, was ei netcup möglich ist?


    Viele Grüße,

    Heiko

  • Exakt das bedeutet "ein Snapshot ist kostenlos" - du kannst einen zur Zeit haben und musst den "überbügeln", wenn du einen aktuellen erzeugen möchtest.

    Was nett wäre:

    Wenn ich einen Snapshot kostenlos per SCP herunterladen und bei mir speichern kann. Auf diesem Wege könnte ich ja auch versionieren, wenn der Rückupload und das rückeinspielen so funktioniert.

    Das wird hier "Backup-Export" genannt und diese sind kostenpflichtig, bzw. bekommt man eine gewisse Anzahl inklusive. Diese sind einmalig. Sind also 3 Snapshot-Exporte inklusive, kannst du für diesen Server drei mal einen Snapshot exportieren. Weitere Exporte kosten (glaube ich) 0,5€ pro Stück.

  • Hallo heikoh81,


    bei den Snapshots handelt es sich um komplette Abbilder deines Servers, diese werden nicht im Dateisystem deines VPS abgelegt, sondern zusätzlich gespeichert. Sobald dein VPS + Snapshots mehr als 50% des dir zur Verfügung stehenden Speichers belegen kannst du keine Snapshots mehr anlegen, da du sonst mehr Speicher belegen könntest als du gebucht hast ;). Bei einem Snapshot Export wird ein qcow2 Image deines Servers erstellt und auf dem Netcup FTP Server zum Download abgelegt. Du hast pro Server nur einmalig einen Snapshot Export inklusive.


    Ich finde die Snapshots stellen keine richtige Backuplösung dar. Diese verwende ich aber immer vor einem größeren Update, damit ich bei einem Problem schnellstmöglich auf den Stand vor dem Update komme. Somit komme ich ohne die kostenpflichtigen Exporte aus. Du kannst theoretisch unendlich viele Snapshots anlegen und wieder herstellen, solange du die 50% Hürde nicht überschreitest.


    Viele Grüße

    inuxinside

    Meine Produkte: VPS 1000 Plus | RS 2000 Plus SAS G8 | VPS OsterEi 18 | Webhosting 16 Years | Webhosting Bestprice Classic

  • bei den Snapshots handelt es sich um komplette Abbilder deines Servers, diese werden nicht im Dateisystem deines VPS abgelegt, sondern zusätzlich gespeichert.

    Im Wesentlichen geht es mir darum:


    Ich möchte durch einen Snapshot den Fall abdecken, dass ein Hardware-Defekt auf dem Host auftritt.

    D.h. in einem solchen Fall würde Netcup automatisch ein vorhandes Snapshot verwenden, um den Host neu aufzubauen?


    Oder werden von den Hosts ohnehin von Netcup regelmäßig Gesamt-Snapshots erstellt, um einen solchen Fall abzudecken?


    Quote

    Sobald dein VPS + Snapshots mehr als 50% des dir zur Verfügung stehenden Speichers belegen kannst du keine Snapshots mehr anlegen, da du sonst mehr Speicher belegen könntest als du gebucht hast


    Verstanden habe ich das mit der 50%-Regel übrigens noch nicht so ganz:

    Heißt bei einem 20GB-VPS, dass ich effektiv max. 10 GB belegen sollte, damit ich weiterhin Snapshots erstellen kann?

    Hieße auch, dass ein recht volles System dann ungeschützt bei Hardware-Schäden wäre?

    Ich erreiche die 50% zwar bei weitem nicht, aber man weiß ja nie...


    Viele Grüße,

    Heiko

  • Ich möchte durch einen Snapshot den Fall abdecken, dass ein Hardware-Defekt auf dem Host auftritt.

    D.h. in einem solchen Fall würde Netcup automatisch ein vorhandes Snapshot verwenden, um den Host neu aufzubauen?

    Die Snapshots liegen aber auf dem gleichen System, wie auch Dein HDD-Container. Das wäre somit eine sehr schlechte Idee! ;)


    Soll heißen: Wenn das ganze Raid abraucht, sind die Snapshots ebenfalls weg…

  • Die Snapshots liegen aber auf dem gleichen System, wie auch Dein HDD-Container. Das wäre somit eine sehr schlechte Idee! ;)


    Soll heißen: Wenn das ganze Raid abraucht, sind die Snapshots ebenfalls weg…

    Das wäre ganz schlecht. Somit sind Snapshots zwar ein Auffangnetz bei Updates, aber kein Backup.

    Es gibt die kostenpflichte Möglichkeit der Exporte. Bei dem kleinsten VPS ist ein kostenloser Export dabei. Wenn mein System mal läuft, kann ich einen Abzug machen. Aber dann alle paar Monate nochmal jeweils 1,50€ bezahlen - sehe ich eigentlich nicht ein.

    Kannte das von anderen Hostern eigentlich so, dass man sein Snapshot-Image einfach von einem FTP zieht.

    In der Begründung von Netcup steht, die Kosten würden den Traffic für den Download decken - 1,50€ für in meinem Fall 5GB Image?????

    Und selbst wenn es 100 GB wären - bei meinem VPS sind 40TB Traffic pro Monat dabei - was macht also dieses bißchen Datenvolumen schon aus?


    Welche Möglichkeiten gäbe es, ein Backup auf mein NAS selbst anzufertigen?

    Habe hier im Forum schon von rsnapshot gelesen.

    Aber selbst wenn ich damit ein Backup erstellen kann - wie bekomme ich das Image wieder auf die VPS, wenn bei Netcup entweder am Host ein Hardware-Schaden auftritt oder ich auf einem zweiten VPS wiederherstellen will?

    Müsste ich dann erst ein zu meinem Backup-System (z.B. Debian) passendes Minimal-Image installieren und dann mittels rsnapshot zurücksichern?

    Würde das funktionieren und das System vollumfänglich wiederherstellen?


    Viele Grüße,

    Heiko

  • Siehe https://forum.netcup.de/anwend…r-image-export/#post77024


    VM mit Gparted-Image starten. Als root (sudo su) in der VNC-Konsole für den Export/Import:

    Export

    dd if=/dev/sda bs=4M | gzip | ssh account@remote 'cat - > /archive/sda.gz'

    Import

    ssh account@remote 'cat /archive/sda.gz' | gunzip | dd bs=4M of=/dev/sda


    Vorsicht: Fehler machen <=> alles kaputt

  • Wenn ich VMs migriere nutze ich CloneZilla und exportiere das Image entweder über SSHFS oder NFS auf einem meiner anderen Server im Netcup Netz.

    Ist dann nur interner Traffic.


    Ansonsten kannst du ja LVM nutzen und dir LVM Snapshots ziehen, die dann exportiert werden können.

    LVM Snapshots werden im freien Speicher der LVM Gruppe hinterlegt - heißt auch du kannst die Platte hart auf 50% formatieren, sodass nie mehr als 50% der Platte mit Nutzdaten vollgeschrieben werden kann. Der Rest ist fürs Backup reserviert.

  • Danke für eure Antworten.

    Ich verstehe und mir erschließt sich jetzt auch der große Vorteil der KVM-Virtualisierung.


    Ich kann wie an meinem lokalen PC oder einer VMWare Workstation Maschine die "CD" aus dem SCP booten, ohne mein eigentliches System zu ersetzen?

    Das war mir bislang nicht klar.

    Und dann kann ich mit dem "Live-System" aus dem virtuellen CD-Laufwerk auf die "Festplatte" meines VServers zugreifen wie auch auf meinem PC.

    Somit könnte ich mit obigem Befehl auf mein NAS im heimischen Netz per SSH das Image mit dd ziehen und sogar wieder zurückspielen (10 MBit Upload bei VDSL wären im Notfall bei meiner Image-Größe von ca. 5GB absolut ausreichend).


    Der VServer wird vermutlich für das Booten des Live-Systems angehalten?

    Dann wäre das Image auch konsistent, und mit der Downtime könnte ich leben (rein private Nutzung).


    Und der Restore mit dd stellt mein System vermutlich 1:1 wieder so her wie zum Zeitpunkt der Imageerstellung?

    Und auch das Booten etc. klappt dann problemlos?


    Man kann im SCP ja auch eigene DVD-Images hochladen.

    Könnte man damit eine Veeam-Rescue-Umgebung booten?

    Hat das schon jemand probiert?


    Quote

    Ansonsten kannst du ja LVM nutzen und dir LVM Snapshots ziehen, die dann exportiert werden können.

    Da werde ich mich mal reinlesen. Wobei ein dd-Image für meine Zwecke schon ausreichend ist.



    Viele Grüße,

    Heiko

  • Ich habe heute den von potato beschriebenen Weg erfolgreich durchgespielt.

    Schließlich nutzt das beste Backup nichts wenn anschließend der restore nicht mehr klappt.


    Ich habe zunächst für mein heimisches NAS den SSH-Port freigegeben (für die kurze Dauer ein überschaubares Risiko).

    Der Weg über das Web-VNC im SCP ist steinig, erstmal das richtige Keyboard-Layout einstellen. Dann musste ich leider noch feststellen, dass kein Copy/Paste von meinem PC unterstützt wird - den dd-Befehl, den ich mir erstmal in Ruhe in Notepad++ zusammengebaut habe, durfte ich also von Hand abtippen.

    Da manche Sonderzeichen, z.B. das + in meinem SSH-Passwort, nicht über das Web-VNC gesendet werden, durfte ich das zusätzlich noch mit dem Soft-Keyboard eingeben. Wenigstens gibt es diese Möglichkeit...

    Die .gz-Datei habe ich dann wie im verlinkten Beitrag von Potato zunächst auf meinem NAS entpackt und dann in eine qcow2-Datei konvertiert (mittels eines lokalen virtuellen Ubuntus).

    Die .qcow2-Datei habe ich dann auf den Netcup-FTP hochgeladen (ca. 45min bei 3GB und 10Mbit Upload).

    Danach habe ich das Image einfach mit dem Web-Interface von Netcup eingespielt.


    Zwar umständlicher als der Snapshot-Export von Netcup, aber dafür bekommt man auch einen tiefen Einblick, wie so ein Backup funktioniert.


    Vielen Dank nochmal für die Anleitung und Hilfe.


    Heiko

  • Ich habe zunächst für mein heimisches NAS den SSH-Port freigegeben (für die kurze Dauer ein überschaubares Risiko).

    geb ich dir recht. Allerdings könntest du den Zugriff noch auf ausgewählte Rechner/User einschränken - normalerweise in sshd_config (k.A. wie das auf dem NAS aussieht). Damit bist du wieder bei minimalem Risiko ;-)

    Gruss

  • Wenn ich VMs migriere nutze ich CloneZilla und exportiere das Image entweder über SSHFS oder NFS auf einem meiner anderen Server im Netcup Netz.

    Ist dann nur interner Traffic.


    Ansonsten kannst du ja LVM nutzen und dir LVM Snapshots ziehen, die dann exportiert werden können.

    LVM Snapshots werden im freien Speicher der LVM Gruppe hinterlegt - heißt auch du kannst die Platte hart auf 50% formatieren, sodass nie mehr als 50% der Platte mit Nutzdaten vollgeschrieben werden kann. Der Rest ist fürs Backup reserviert.

    Da ich vor demselben Problem stehe interessiert mich deine Lösung zum Klonen von VMs von einem VPS auf den anderen. Frage zu ConeZilla: Wie startest du das Programm auf deinem VPS? Soweit ich auf die Schnelle sehen konnte, benötigt man dafür doch eine Live-CD? Oder geht es auch anders??


    Bye, Mike

  • Live-CD die du einfach ins virtuelle CD Laufwerk einlegst. Garkein Problem!

    Okay. Aber muss ich dann vorher die Festplatte partitionieren für das Image-File oder wie läuft das? Sorry für die Fragerei, aber ich habe im Moment ein System Live und will da nicht auf Kosten der Erreichbarkeit herumexperimentieren. Vielleicht gibt es dazu auch irgendwo eine Anleitung im Netz?


    Bye, Mike

  • Beide Server runterfahren. Beide Server mit CloneZilla CD starten und über die Konsole bedienen.

    Einer empfängt ein Abbilder der kompletten Festplatte des ersten. Clonezilla braucht keine Partitionierung, es wird die komplette Platte Bit für Bit kopiert.

    Okay, vielen Dank! Das werde ich auf jeden Fall mal testen...