Keine anonyme/private Domain Registrierung möglich?

  • Guten Tag,
    ich habe vor kurzem eine .com Domain bei netcup registriert und bekomme seitdem fast jeden Tag Spam E-Mails an meine private E-Mail Adresse, die bei Netcup hinterlegt ist.
    In diesen E-Mails ist auch meine private Telefonnummer und meine Privatadresse enthalten. Da war mir klar, dass Netcup diese Daten an die Registrierungsstelle übertragen hat und jeder über den WHOIS Dienst darauf zugreifen kann. Bei anderen Anbietern (NAMEENTFERNT) ist mir das noch nie aufgefallen, da sie fast immer eine private/anonyme Domain Registrierung durchführen. Falls Netcup das nicht anbieten kann, wäre es nicht besser den Kunden bei der Registrierung darauf hinzuweisen?

  • Bei anderen Anbietern (NAMEENTFERNT) ist mir das noch nie aufgefallen, da sie fast immer eine private/anonyme Domain Registrierung durchführen.

    Das tun sie bestimmt nicht, der Domaininhaber muss immer mit Anschrift und Kontaktdaten im Whois stehen. Bei DE-Domains ist immerhin ein CAPTCHA vorgeschaltet, bei anderen TLDs ist es einfacher, automatisiert an die Daten zu kommen. Daher bieten einige Registrare Whois-Privacy an (ich habe so etwas noch nie gemacht, theoretisch müsste es einen extra Vertrag geben, damit Du über die Domain verfügen kannst, auch wenn Du nicht selbst als Inhaber eingetragen bist). Das ist dann aber eine zusätzliche Dienstleistung, die man explizit buchen muss, falls vorhanden. Ansonsten wird auch jeder andere Anbieter Deine Daten im Whois hinterlegen, da ist Netcup keine Ausnahme.

  • Das tun sie bestimmt nicht, der Domaininhaber muss immer mit Anschrift und Kontaktdaten im Whois stehen.

    Doch das kannst du bei NAMEENTFERNT buchen, ich will jetzt nicht direkt verlinken, Google einfach mal nach "NAMEENTFERNT" oder "NAMEENTFERNT". Das geht logischerweise nur mit .com/.net/.org/.info/.biz/.name Domains, bei der Denic geht es nicht weil die es verbieten das jemand anderes als der Eigentrümer im Whois steht, aber es ging hier ja um .com Domains und nicht um .de Domains. Wenn man den Service nicht bucht steht der Name natürlich immer im Whois, es gibt aber auch Anbieter die das kostenlos machen.


    Hier:
    LMGTFY
    LMGTFY


    Es gab 2012 mal eine Anfrage diesbezüglich, damals wurde es abgelehnt ich denke auch heute noch nicht möglich hier bei Netcup.
    whois privacy option

  • Doch das kannst du bei NAMEENTFERNT sowie NAMEENTFERNT buchen, ich will jetzt nicht direkt verlinken, Google einfach mal nach "NAMEENTFERNT" oder "NAMEENTFERNT".

    Das habe ich doch oben geschrieben. Genauso wie ich erwähnte, dass es sich um einen zusätzlichen Service handelt, weshalb Netcup nicht darauf hinweisen muss, dass solch ein Dienst nicht angeboten wird.

  • Das bezog sich eher auf deine Aussage die ich zitiert hatte und wie ich gerade sehe hat der TE schon recht, bei 1&1 ist es mittlerweile kostenlos möglich. Nur eine Frage der Zeit bis andere Anbieter da mitziehen, bei den Domains wo es erlaubt ist spricht mMn auch nichts dagegen den Privacy Schutz anzubieten und wenn es mittlerweile von zwei der größten deutschen Hoster gemacht wird scheint es auch keine Grauzone mehr zu sein, ich denke mal die haben genug Möglichkeiten sich da vorab zu informieren.

  • Bringt nur selten was, weil man meistens auch eine Website darauf laufen lassen wird, die ein Impressum braucht.

    Naja, es ist schon auffällig, dass man nach der Registrierung einer .com-Domain innerhalb von Minuten die ersten Spam-Mails an die private Adresse bekommt. Im Impressum kann man wenigstens versuchen, die Mailadresse vor Bots zu schützen (CAPTCHA o.ä.).

  • Bringt nur selten was, weil man meistens auch eine Website darauf laufen lassen wird, die ein Impressum braucht. Bei reiner Nutzung als E-Mail Domain hingegen wäre es natürlich praktisch.



    MfG Christian


    Das schon, aber der eigentliche Sinn einer Whois-Privacy ist mMn den Namen bzw. die Anschrift zu verstecken. Nur um Spam zu verhindern wäre mir persönlich das zu umständlich…



    MfG Christian

    Ich denke man sollte versuchen immer so wenig wie möglich Daten anzugeben, wer weiß wem die in die Hände fallen und was damit gemacht wird, das jede Seite ein Impressum braucht außer Email Domains stimmt ja auch nicht ganz, rein private Seiten ohne gewerbliche Absichten brauchen das mMn nicht, wozu auch? Der Schutz per Whois ist schon ganz praktisch finde ich, gerade wenn Bots die Whois Daten nach Email Adressen abscannen kann das schon sehr nützlich sein und was ist daran umständlich wenn ich ber der Registrierung nur eine Haken bei Whois Schutz setzen muss?

  • das jede Seite ein Impressum braucht außer Email Domains stimmt ja auch nicht ganz, rein private Seiten ohne gewerbliche Absichten brauchen das mMn nicht, wozu auch?

    Da stimmt Deine Meinung leider nicht mit der Rechtslage überein. Auch wenn es hier keine klaren Grenzen gibt und die Gerichtsurteile widersprüchlich sind, riskiert man auf Seiten, die nicht wirklich privat (im Sinne von "für mich und meine Familie") sind, ohne Impressum eine Abmahnung.


    Nochmal zum Thema:

    Da war mir klar, dass Netcup diese Daten an die Registrierungsstelle übertragen hat und jeder über den WHOIS Dienst darauf zugreifen kann. Bei anderen Anbietern (NAMEENTFERNT) ist mir das noch nie aufgefallen, da sie fast immer eine private/anonyme Domain Registrierung durchführen. Falls Netcup das nicht anbieten kann, wäre es nicht besser den Kunden bei der Registrierung darauf hinzuweisen?

    Es wäre sicher keine schlechte Idee, wenn Netcup Whois-Privacy anbieten würde, aber darauf hinweisen, dass man dies eben nicht tut braucht man deshalb nicht.

  • Da stimmt Deine Meinung leider nicht mit der Rechtslage überein. Auch wenn es hier keine klaren Grenzen gibt und die Gerichtsurteile widersprüchlich sind, riskiert man auf Seiten, die nicht wirklich privat (im Sinne von "für mich und meine Familie") sind, ohne Impressum eine Abmahnung.

    Ich sprach von rein privaten Seiten und da braucht man kein Impressum, wie "Privat" jetzt ausgelegt wird hängt ja dann davon ab wie derjenige es formuliert, Blogs wären für mich z.B. nicht mehr privat da man den Content mit der Öffentlichkeit teilt, wo hingegen Content von der Familie/Freunden oder generell Passwortgeschützte Bereiche die ausschließlich privat genutz werden kein Impressum benötigen. Pauschal zu sagen auf jede Seite gehört ein Impressum ist eben nicht korrekt und so auch nicht vom Gesetzgeber gewollt.


    Impressumspflicht - alles, was Sie wissen müssen

  • Und ein Blick in das Gesetz, welches einschlägig ist, bring die Gewissheit, das bei privaten Inhalt regelmäßig keine generelle Impressumpflicht besteht.


    Quote

    1) Diensteanbieter haben für geschäftsmäßige,[...]


    Jedoch ist es natürlich ärgerlich sich mit so etwas auseinanderzusetzen und es bleibt zu überlege doch eines zu setzen.

  • Meiner Meinung nach würde es schon viel bringen, wenn man die Handles der Domain selbst festlegen kann.
    Bei anderen Anbietern ist dies durchaus möglich. Bei netcup zwar auch (bald - derzeit beta?), aber nur für Geschäftskunden mit einer bestimmten Menge an Domains, evtl. in Zukunft auch nur gegen Aufpreis.


    Falls es rechtlich Probleme macht, wenn man den Namen ändern kann, dann könnte man wenigstens Telefon- und Faxnummer ausblenden und E-Mail-Adresse überschreiben lassen.
    So kann man eine eigene E-Mail-Adresse anlegen, welche man nur gelegentlich kontrolliert.


    Aber so wie es jetzt ist, kommt die gesamte Post von Netcup (Rechnungen, Wartungsmeldungen, ...) in das selbe Postfach, in das auch die ganzen Spammails aufgrund der WHOIS-Auskunft kommen.


    Außerdem hätte man so vielleicht auch die Möglichkeit, die Whois-Daten selbst zu aktualisieren. Bei mir passen die nämlich hinten und vorn nicht mehr zusammen...

  • Und ein Blick in das Gesetz, welches einschlägig ist, bring die Gewissheit, das bei privaten Inhalt regelmäßig keine generelle Impressumpflicht besteht.

    Und ein Blick in weitere Paragraphen sowie Gerichtsurteile bringt die Erkenntnis, dass "privat" sehr streng ausgelegt wird und die Befreiung von der Impressumspflicht vermutlich weniger als 10% der Internetseitenbetreiber betrifft.


    Bei anderen Anbietern ist dies durchaus möglich.

    Ja, was solche Dinge angeht ist Netcup leider nicht gleichauf mit anderen Anbietern. Diese befreien sich vertraglich davon, für falsche Handles oder unautorisierte Domainänderungen durch den Kunden zu haften und ermöglichen dann sämtliche Funktionen automatisiert über ein Webinterface. Aber nichtmal Reseller dürfen bei Netcup z.B. Inhaberwechsel selbst vornehmen. Spätestens für einigermaßen professionelles Domain-Reselling müssen solche Dinge eigentlich vollständig automatisiert sein, außerdem sind die Funktionalitäten im CCP da sehr begrenzt, es gibt keine API etc. Mal sehen was da noch passiert...

  • Guten Morgen,


    Quote

    Ja, was solche Dinge angeht ist Netcup leider nicht gleichauf mit
    anderen Anbietern. Diese befreien sich vertraglich davon, für falsche
    Handles oder unautorisierte Domainänderungen durch den Kunden zu haften
    und ermöglichen dann sämtliche Funktionen automatisiert über ein
    Webinterface. Aber nichtmal Reseller dürfen bei Netcup z.B.
    Inhaberwechsel selbst vornehmen.

    also es gibt hier in den Vertragswerken zwischen Registrie und Registrar abhängig von der TLD Regeln, von denen sich kein Registrar befreien kann. Kommt es z.B. zu einer unberechtigten Löschung einer de-Domain, kann es passieren das die Denic die Mitgliedschaft mit dem Registrar kündigt.


    Unser Domainreselling befindet sich aktuell in der Beta-Phase. Inhaberwechsel und Domainlöschungen werden in der Zukunft auch ohne schriftlichen Vertrag möglich sein. Das ein Reseller dieses eigenständig, ohne Zustimmung des Domaininhabers, durchführt, ist bei keiner mir bekannten TLD möglich.



    Mit freundlichen Grüßen


    Felix Preuß

  • also es gibt hier in den Vertragswerken zwischen Registrie und Registrar abhängig von der TLD Regeln, von denen sich kein Registrar befreien kann. Kommt es z.B. zu einer unberechtigten Löschung einer de-Domain, kann es passieren das die Denic die Mitgliedschaft mit dem Registrar kündigt.

    Da kann ich natürlich nicht mitreden. Ich kann nur von meinen Erfahrungen mit anderen Anbietern sprechen. Nehmen wir z.B. die Firma ZwischenNetzwerkX (auf englisch natürlich, haben eine Domain mit vier Buchstaben), dort kann sich jeder einen Account erstellen, Domains registrieren und sämtliche Aktionen eine Domain betreffend in Echtzeit durchführen.

    Das ein Reseller dieses eigenständig, ohne Zustimmung des Domaininhabers, durchführt, ist bei keiner mir bekannten TLD möglich.

    Das natürlich nicht, aber der Reseller muss seinem Registrar gegenüber nicht jedesmal den schriftlichen Auftrag des Domaininhabers vorlegen und auf die manuelle Überprüfung warten. In Domain-Reseller-Verträgen, die ich bisher gesehen habe, steht sinngemäß immer so etwas wie drin wie "Der Kunde versichert, Aktionen die Domains betreffend nur mit Zustimmung des jeweiligen Domaininhabers vorzunehmen. Auf Verlangen wird der Kunde der [Firma] gegenüber innerhalb von 24 Stunden einen entsprechenden Nachweis erbringen. Der Kunde stellt die [Firma] von jeglichen Haftungsansprüchen [der Domaininhaber] frei." Ok, das ist jetzt nur aus dem Kopf und vermutlich etwas unglücklich formuliert, aber inhaltlich sollte der Sinn klar sein. Letztlich haben Sie doch vor Ihrer DENIC-Mitgliedschaft .de-Domains auch über einen Reseller bezogen, richtig? Dort müsste das ja genauso gehandhabt worden sein.

  • Zitat von »[netcup] Felix«
    Das ein Reseller dieses eigenständig, ohne Zustimmung des Domaininhabers, durchführt, ist bei keiner mir bekannten TLD möglich.
    Das natürlich nicht, aber der Reseller muss seinem Registrar gegenüber nicht jedesmal den schriftlichen Auftrag des Domaininhabers vorlegen und auf die manuelle Überprüfung warten. In Domain-Reseller-Verträgen, die ich bisher gesehen habe, steht sinngemäß immer so etwas wie drin wie "Der Kunde versichert, Aktionen die Domains betreffend nur mit Zustimmung des jeweiligen Domaininhabers vorzunehmen. Auf Verlangen wird der Kunde der [Firma] gegenüber innerhalb von 24 Stunden einen entsprechenden Nachweis erbringen. Der Kunde stellt die [Firma] von jeglichen Haftungsansprüchen [der Domaininhaber] frei." Ok, das ist jetzt nur aus dem Kopf und vermutlich etwas unglücklich formuliert, aber inhaltlich sollte der Sinn klar sein. Letztlich haben Sie doch vor Ihrer DENIC-Mitgliedschaft .de-Domains auch über einen Reseller bezogen, richtig? Dort müsste das ja genauso gehandhabt worden sein.


    Jepp, ich kenne auch zwei Provider bei denen ich die Verantwortung für die Handle habe und der Vertragstext lautet in so etwa. Für dieses Reselling musste ich sogar vorher ein Vertragstext unterschreiben und dort steht es, neben dem Hinweis bei der Änderung im Tool, auch drinnen.


    Auch mit der Gefahr das ich mich wiederhole, geht die Möglichkeit die hier unter Reselling angeboten wird, nicht über die reinen Einstellungen von Domain bei anderen Webhostinganbietern hinaus. Von Reselling kann in meinen Augen noch nicht gesprochen werden, da hier noch einiges an Funktionieren fehlt. Ja ich weiß, netcup befindet sich damit in der BETA Phase, aber ich bin der Meinung das dies als Kritik unter dem Namen Domainreselling erlaubt ist, den Kritik fördert auch immer Innovationen ;)


    Aber ich glaube das schweift jetzt doch ein bisschen vom Thema ab.

  • Also Kritik nehmen wir gerne entgegen. Allerdings wird netcup niemals gegen Registrarverträge verstoßen oder ähnliches ;)


    Wir nennen unser Domainreselling Domainreselling, weil es für den Weiterverkauf von Domains gedacht ist. Weitere Features werden, wie mehrfach angekündigt, folgen. Das es noch viele sinnvolle Funktionen gibt, ist uns bekannt. :)

  • was ist daran umständlich wenn ich ber der Registrierung nur eine Haken bei Whois Schutz setzen muss?


    Bei den meisten Anbietern ist es halt nach wie vor nicht nur ein simples Hakerl. Da steckt wesentlich mehr Papierkram dahinter. Kann sein, dass das mittlerweile anders ist?


    Man sollte trotzdem bedenken, dass man sich dadurch vollkommen neue Probleme aufhalsen könnte. Fakt ist, dass Du gegenüber der Registrierungsstelle damit nicht mehr Eigentümer der Domain bist. Und damit geht der Spaß erst so richtig los. Ich persönlich würde das nicht wollen, wenn ein mir unbekannter Treuhänder dazwischen sitzt. Wenn das mein eigener RA wäre, könnte ich damit besser leben. Der würde das aber auch nicht für 0-20 Euro pro Jahr machen.


    Dass man eine andere E-Mail fürs Whois o.ä. setzen können sollte, unterstütze ich allerdings sehr. Das ist tatsächlich ungünstig, wenn es auch die Rechnungsmailadresse ist.



    MfG Christian

  • Bei den meisten Anbietern ist es halt nach wie vor nicht nur ein simples Hakerl. Da steckt wesentlich mehr Papierkram dahinter. Kann sein, dass das mittlerweile anders ist?


    Das kann nicht nur sein, das ist so.
    Hier zwei zufällig herausgegriffene internationale Anbieter:
    Das ist nicht nur verfügbar, sondern sogar schon vorausgewählt.
    Und bei dem einen ist es sogar dauerhaft kostenfrei. Bei dem anderen kost' ab dem zweiten Jahr extra.


    Ich persönlich brauche das auch nicht. Lieber einen role-account als Kontakt-mail angeben. Die Hoffnung steht ja, dass das (handles) bald hier möglich wird.
    Aber bitte tun wir doch nicht so, als sei der Wunsch nach whois privacy besonders ungewöhnlich.

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