Mailcow nutzen sinnvoll?

  • Hallo,

    ich bin am überlegen einen VPS bei Netcup zu bestellen und dort Mailcow laufen zu lassen.

    Ich habe das Webhosting Paket 8000 und habe dort mehrere aktive Domains, worüber ich auch meine Mails verschicke. Nutze aber auch die Domains mit Webspeicher.

    Hier nun meine Fragen:

    - Die Administration im Webhosting Paket über Netcup finde ich nicht optimal und zeitaufwendig. Mails einrichten etc... gefällt mir nicht. Wäre es möglich nur die Mails meiner Domains über Mailcow zu administrieren und Mailcow als Mailserver zu verwenden und die gleiche Domain weiterhin auf dem Netcup Webhosting zu nutzen?

    - Macht so etwas überhaupt Sinn zwecks Sicherheit etc...?

    Danke

  • Guck dir erstmal Mailcow in Ruhe mit einer nicht produktiven Domain an, bevor du da wirklich umziehst ...
    Vorallem Mailcow hinter dem Docker Netzwerk setzen, auf gar keinen Fall auf der Public-IP deines Server -> weil dadurch offenes HTTP Tor für Angreifer!

    // Oh den Beitrag von Hille nicht gesehen, weil nicht aktualisiert als ich geschrieben hab, haha.

    • 🇨🇭 | 🇫🇷 | 🇺🇸
    • sudo rm -rf /*all
    • sudo apt-get reinstall ubuntu.exe
    • ping -6 -c 3 172.16.0.1

    Einmal editiert, zuletzt von SnowBerryZ (23. November 2025 um 20:05)

  • snalci Ich betreibe seit Jahren eine Mailcow auf einem VPS weil mir die Limitationen der diversen Webmailer bzw. Mailanbieter nicht gefallen. Eine Mailcow zu installieren ist kein Hexenwerk, es gibt auch eine hilfreiche Community. Aber Du solltest Dich zumindest mit dem Betrieb eines Linux Server auskennen und zum anderen Dich bei der Installation an die offizielle Anleitung der mailcow Dokumentation halten

  • Wenn's um Mailcow geht, kann ich echt Raspberry Pi Cloud auf YouTube empfehlen. Durch seine Videos habe ich Mailcow entdeckt und verstanden wie das ganze funktioniert.

    Ich bin auch erst 2024 so richtig ins Thema Linux und Docker eingestiegen. Viele sagen, es ist viel Arbeit was auch stimmt aber wenn man einmal kapiert wie Linux, Mailcow und Mailserver generell ticken, wird es echt easy. Wichtig ist nur, dass man sich vorher erstmal richtig mit Linux und den Sicherheits sachen auseinandersetzt.

  • Wichtig ist nur, dass man sich vorher erstmal richtig mit Linux und den Sicherheits sachen auseinandersetzt.

    Bei Mails sowieso, da stimme ich dir absolut zu ... denn Linux ist halt kein Klicki-Bunti (Plesk z.B).

    Ausserdem ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen ^^


    Guck's dir einfach in Ruhe an und mach dir mal ein eigenes Bild zu :]

    Ja Dennis (rpicloud) kann manches wirklich "deep" erklären, vorallem wenn ihn etwas interessiert - nimmt er es in die Einzelteile ausseinander und auch da darf oder muss man nicht immer gleicher Meinung sein XD

    Hab viel Spass beim lernen und ausprobieren =D

    • 🇨🇭 | 🇫🇷 | 🇺🇸
    • sudo rm -rf /*all
    • sudo apt-get reinstall ubuntu.exe
    • ping -6 -c 3 172.16.0.1

  • Joa, geht schon. Habe seit 16 Jahren einen Mailserver laufen, der schon von diversen Servern auf diverse Server umgezogen ist. Jetzt migriere ich jedoch alles zu M365 oder andere IMAP/CalDAV/CardDAV Server (nicht das Webspacepaket bei Netcup, weil das aufgrund der unnötigen Limitation von "externen Domains" nicht in Frage kommt.

    Viel Spaß beim Auseinandersetzen mit tosa@t-online.de , damit Du Mails bei T-Online abliefern darfst, sowie am Sonderlösungen für MS Server stricken. Und beim Danebensitzen ohne dass man was machen kann, wenn UCEPROTECT (Blacklist) mal wieder das gesamte Netcup Netz blacklistet.

    TLDR: geht, aber macht Arbeit und ist mitunter nervig. Und das Wegziehen ist aufwändig (17 Postfächer).

    RS 2000 G12 Pro BW25 (8C EPYC 9645, 16GB, 1TB) | RS 500 G12 BW25 (2C EPYC 9645, 4GB, 128GB) | RS Cyber Quack (1C,2GB,40GB)

  • Ich habe Mailcow und kann dem User TBT nur widersprechen. Die Installation ist einfach, die Einrichtung ist einfach, der Umzug von Mails hin zu Mailcow ist kinderleicht, die Synchronisation von Mail, Kalender und Kontakten mit Android und iOS etc. ist, dank SOGo, ebenso einfach und die Auseinandersetzung mit t-online ist an einem Abend mit zwei freundlichen Mails und einer Anpassung des Impressum auf der Startseite erledigt gewesen. Der Administrationsaufwand ist minimal, regelmäßige Updates des Systems, regelmäßige Updates von Mailcow, automatische Backups auf einen entfernten Speicher und hin und wieder die Log Dateien überprüfen.

    Das einzig wirklich aufwendige war die vollständige Einrichtung aller DNS Einträge, bis alles wirklich gepasst hat, da dort die meisten Anleitungen nicht ganz vollständig sind.

    Einzig Microsoft als Mailempfänger macht Probleme, aber nicht wegen Mailcow, sondern dem IP Bereich von netcup. Das ist mir aber egal.

    Wenn das Wegziehen aufwendig ist, dann liegt das nicht an Mailcow, sondern an dem Dienst, zu dem hingezogen werden soll. Hin zu Mailcow war jedenfalls kinderleicht mit den integrierten Sync Jobs


    Ich mach das aber für unsere Familie, privat und nicht für andere. Domain über ein Webhosting Paket über Inklusivdomains, als Server ein vServer mit 500GB Speicher von Netcup.

  • Was an "TLDR: geht, aber macht Arbeit und ist mitunter nervig. Und das Wegziehen ist aufwändig (17 Postfächer)." war nicht verständlich?

    FrankM Es geht hier nicht nur um IMAP-Konten, sondern um vollwertige ActiveSync bzw. Exchange-Konten, und die haben nun mal auch noch Kalender und Termine. Da hilft ein IMAP-Sync, wie NetCup ihn auch anbietet ( https://mailsync.netcup.net/ ), nicht, und man muss dann doch wieder Hand anlegen und Kalender und Termine per .pst Files umziehen.

    Hinzu kommt, dass CalDAV und CardDAV unterschiedliche Felder im Vergleich mit Exchange-kompatiblen Mailservern haben (weniger!) und somit Kalender oder Kontakteeinträge beim manuellen Import verloren gehen könnten.

    Mit den Limitationen, die auf https://www.sogo.nu/files/docs/SOG…rise_activesync unter der Tabelle aufgelistet werden, ist mir das ganze zu wenig.

    Da es quasi keinen günstigeren Exchange Provider als Microsoft selbst gibt, habe ich mich zu diesem Schritt entschieden (ohne ein Freund davon zu sein). Nebenbei habe ich übrigens auch noch Webspace-Pakete, die IMAP plus CalDAV plus CardDAV Accounts bieten, jedoch war mir das für meinen eigenen Account aus den genannten Gründen zu wenig. Ich habe auch zwei Accounts von meinem Kerio Mail Server dorthin gezogen. Das war mehr Arbeit als zum Exchange Postfach.

    RS 2000 G12 Pro BW25 (8C EPYC 9645, 16GB, 1TB) | RS 500 G12 BW25 (2C EPYC 9645, 4GB, 128GB) | RS Cyber Quack (1C,2GB,40GB)

  • Woher sollen wir wissen, dass DU das proprietäre Microsoft ActiveSync brauchst. Dafür ist Mailcow eben nicht geeignet und man müsste andere Lösungen einsetzen, wenn man es selbst hosten möchte.CalDAV und CardDAV funktionieren zuverlässig, wenn man eben nicht wieder mit MS Produkte mischt. M365 bietet auch noch vieles andere an, was Mailcow nicht anbietet, bspw. die Office Suite, Teams, ... . Wäre auch sehr aufwendig, das in Mailcow zu intergrieren. Bringt hier aber auch niemand ein.

    (eine Alternative zu MS Exchange wäre bspw. Kopano oder Grommunio)

    Einmal editiert, zuletzt von FrankM (26. November 2025 um 23:22)

  • ... vollwertige ActiveSync bzw. Exchange-Konten....

    Wer sowas braucht oder glaubt es zu brauchen lebt komplett in der Welt von MS. Da hat das Marketing voll gefruchtet. Die meisten Mailcow User werden das nicht sein. Und spätestens seit dem Bug in der GMail App haben das auch viele andere User verstanden das proepritäre Software eben Mist ist.

  • also ich hab das selbe vor, ich warte dazu auf einen verfügbaren VPS 1000 ARM G11.

    wenn du dir die Mailserver-Verwaltung doch nicht antun willst und es dir nur um dem Spam-Filter geht, hab ich dafür im Moment auf einem VPS 1000 ein Proxmox Mail Gateway laufen. Damit musst du nur den MX Record anpassen und kannst die Mails weiter übers netcup webhosting verwenden. Noch einfacher wäre eine fertige Lösung von z.B. SOPHOS.

    Und zur Lösung mit den netcup domains auf einer Blacklist, gäbs die Möglichkeit die Mails von der mailcow über Amazon SES (https://aws.amazon.com/de/ses/) zu verschicken. Das würde ich im Falle des Falles machen.