VPS G11 mit "altem" Debian 64 Bit

  • Unsere letzten Server sind bei HE und auf eigener Hardware virtualisiert - das muss ein Ende haben, denn bei denen ...naja...

    Jetzt bin ich aber gespannt.

    wir haben ja schon darauf gewartet, bis die ersten typisch deutschen Foreneinträge kommen, von Leuten, die nicht aufmerksam lesen.

    Wir, sind das du und dein Ego?
    Die Nachfrage, ob das Problem vor dem Rechner sitzt, führt in 99,9% der Fälle zu einem positiven Resultat.
    Alleine die Tatsache, dass "Ihr" bei Problemen mit dem 64'er Image das 32'er versucht - obwohl dieses nicht für euch in Frage kommt berechtigt ja wohl die Nachfrage.

    In diesem Sinne wünsche ich einen sonnigen Tag.

  • Unsere letzten Server sind bei HE und auf eigener Hardware virtualisiert - das muss ein Ende haben, denn bei denen ...naja...

    Das habe ich jetzt nicht wirklich verstanden. Könntest du bitte dies nochmal genauer beschreiben?

    Denn ich betreibe auch bei einem Provider meiner Wahl echte Hardware mit installiertem Hypervisor mit eigenen VM´s in Frankfurt und kann mir von daher nicht wirklich vorstellen, dass man davon weg möchte.

  • Das habe ich jetzt nicht wirklich verstanden.

    Echt?

    Wir haben bei HE noch 3 Server im Rack. Auf allen läuft PROXMOX mit bis zu 5 VM's.

    Zugegeben, die Server machen nicht ganz so viel Ärger, wie die StorageBoxen - aber ein Unternehmen, aus der MEZ, welches nur (!) tagsüber Updates und Wartungen durchführt und jetzt auf den StorageBoxen nun das zweite Mal in 10 Tagen, passt nicht in eine stabile Umgebung.

    Der gesamte Zeitplan von HE sieht so aus (siehe HE STATUS).

    Aufgrund der "eigene" Switch/Router-Firmware von HE, sind wir schon vor vielen Jahren mit Servern, welche eine abweichende UDP packet size benötigten umgezogen. Der Shitstorm gegen HE war ja 2018 enorm, da insb. Nutzer mit SIP-Servern von dieser Einschränkung betroffen waren.

    Und ich muss sagen, seit dem wir bei NETCUP sind, gibt es keinen Grund zu klagen. Das mit der Installation des alten Debian (der Support hat in der letzten Mail ein Lachen angedeutet) ist der erste Fall, bei dem es mal hakt.

    Ein weitere Grund war der Totalausfall "Falkenstein" im Mai 2018, bei welchem beim Spannungsverlust festgestellt wurde, dass das eigene Notstromsystem nicht funktioniert. Bravo!

    Das sind natürlich alles ganz subjektive Eindrücke und jeder soll seine eigenen positiven und negativen Erfahrungen machen - es legt ja auch jeder auf andere Kriterien wert.

  • Ziemlich sicher, dass es das ist:

    https://lkml.iu.edu/hypermail/linux/kernel/2103.3/01220.html

    (Der Kernel macht einen Fehler auf einer bestimmten Hardwarekonstellation, in dem Fall eine Google Compute VM, weil wegen der unterschiedlichen Behandlung verschiedener CPUs in dem Fall die Invalidierung eines Translation Lookaside Buffer Eintrags fehlt. Das führt zu einem fehlerhaften Speicherzugriff. Mit anderen Worten: Alte fehlerhafte Software kommt nicht mit bestimmter neuerer "Hardware" klar. Ich vermute, dass für die VMs, wo der Fehler des Linuxkernels zum Tragen kommt, die virtuellen CPUs anders konfiguriert sind.)

    4 Mal editiert, zuletzt von NaN (2. Juli 2025 um 13:55)

  • Echt?

    Ja, jetzt habe ich es auch verstanden. :)

    Zugegeben, die Server machen nicht ganz so viel Ärger, wie die StorageBoxen ..

    Die Dedicated Server (echtes Blech) machen von daher im Gegensatz zu vServer oder anderen Dienstleistungen keinen Ärger, weil du diese, solange kein Hardwareschaden vorhanden ist, warten kannst, wann du willst.

    .. aber ein Unternehmen, aus der MEZ, welches nur (!) tagsüber Updates und Wartungen durchführt und jetzt auf den StorageBoxen nun das zweite Mal in 10 Tagen, passt nicht in eine stabile Umgebung.

    Sobald du Dienstleistung in dieser Art einkaufst, muss man sich nach dem Wartungfenster des Providers richten.

    Aber durch zubuchen von Storage-Servern (echtes Blech) aus dessen Serverbörse kannst du dieses Problem problemlos beseitigen. Denn auch hier kannst du das System zu jeder Zeit ungestört warten, da hier der Provider nicht dazwischenfunkt.

  • Kann man das als Kunde selbst feststellen, z.b. via dmidecode etc.?

    Ich würde mir /proc/cpuinfo anschauen, aber dmidecode liefert vielleicht auch Hinweise, wenn man VPS vergleichen kann, wo's geht und wo nicht. Am Ende ist das aber nur Neugier, weil es auch dann nicht laufen wird, wenn man weiß, warum nicht. Da ich keinen VPS in der IP-Range habe, bin ich raus.

  • Hallo,

    also mal abgesehen von den vielen hilfreichen Antworten hier und der einen völlig dummen, kam vom Support nun der beste Part:

    ....

    die Installation von Debian 9 wird von uns nicht mehr unterstützt.

    Der von Ihnen gebuchte Server ist eine wesentlich neuere Generation.

    ...

    Nutzen Sie Debian 11 oder 12.


    Und das nach der 4. Mail, mit Rückfragen zum Server, welches ISO usw. und natürlich der einleitenden Erklärung, dass hier ein kurzfristiges Upgrade leider nicht in Frage kommt und wir auf DEBIAN 9 angewiesen sind.

  • Was ist denn die Erwartung an der Stelle? Wenn du einen neuen Computer kaufst und das alte Betriebssystem lässt sich nicht installieren, weil es die Hardware nicht unterstützt, beschwerst du dich dann auch über den Computerhersteller?

  • Was ist denn die Erwartung an der Stelle?

    Da hast Du vollkommen recht. Es ging hier auch nur noch darum, das ich zwei gleiche Produkte "VPS 1000 G11" "gekauft" habe - aber beide etwas unterschiedliches tun. Für mich als Kunde ist es augenscheinlich nicht erkennbar, dass gleiche Produkte, trotzdem unterschiedlich sind und eine andere Funktion aufweisen.

    Das wäre auch zu weit her geholt.

    Ich hatte oben schon die besten Antwort markiert. Für mich ist das Thema abgeschlossen.

  • Persönlich finde ich es etwas komisch 2025 von het zner weg zu gehen weil es 2018 ein Problem gab.

    Ich wollte dich noch warnen, dass Netcup die einzelnen vServer auf andere nodes verschieben kann.

    Nur dass du nicht eines morgens aufwachst und dein Server nicht mehr läuft weil er auf einen neuen Node migrieren worden ist.

  • In dem oben verlinkten Thread wird in einem späteren Kommentar beschrieben, dass der Kernelparameter pci=on das Problem umgeht, weil dann der fehlerhafte Codepfad im Kernel nicht genutzt wird. Vielleicht kann das mal jemand mit einem solchen System ausprobieren.

    (Workaround in https://lkml.iu.edu/hypermail/linux/kernel/2103.3/01883.html, Ausführliche Fehleranalyse in https://lkml.iu.edu/hypermail/linux/kernel/2103.3/01919.html)

    Einmal editiert, zuletzt von NaN (2. Juli 2025 um 19:47)

  • Ja, im Gegensatz zu manch anderen, haben wir ja heute nicht im Sand gespielt... ;)

    DEBIAN 9 läuft auf einer Brotdose, wenn man eine Batterie reinlegt. Es ging ja auch immer nur um die Installation! Aber das überlesen manche und erzählen dann was von nodes verschieben usw. ;) und geben immer mehr Senf dazu.

    Das DEBIAN 9 64 Bit läuft ganz ohne Anpassung auf den VPS - auch auf den im 15...er IP Bereich - nur eben die normale Installation über den Installer ist nicht möglich. Darum ging es ja in meiner grundlegenden Frage.

    In dem oben verlinkten Thread wird in einem späteren Kommentar beschrieben

    Daher kann ich zum Workaround gar nichts sagen. So wie ich es verstehe, geht es da auch um eine andere Baustelle.

  • Die Kernel Panic ist exakt identisch mit der in deinem Screenshot und sie wird in dem Thread für Debian 9 auf einer VM bei Google beschrieben. Auch Installer kann man mit Kerneloptionen booten. Wenn das installierte System läuft, verwendet es wahrscheinlich einen anderen Kernel als der Installer. Aber ich nehme an, es ist einfacher, auf alle anderen zu schimpfen, als tatsächlich zu debuggen.

  • Hallo zusammen,

    wir haben inzwischen eine neue "Optimierung für Betriebssystem" im SCP veröffentlicht, welche unter "Einstellungen" beim Server gewählt werden kann. Diese heißt "Linux legacy" und erlaubt die Nutzung älterer Kernel-Versionen innerhalb des Servers. Damit sollte das hier beschriebene Problem gelöst werden können.

    Ich wünsche euch einen schönen Abend.

  • Ja - und tatsächlich wollte ich die Lösung und die Antwort von NETCUP hier stolz präsentieren.

    Allerdings stimmt das nicht im Ansatz! Die Installation geht nach wie vor nicht!

    Wieder einen VPS mit Laufzeit geholt - LEGACY aktiviert - Installation gestartet - "Kernel Panic" Ende!

    Und das bei einem OS, welches bis 30.60.2027 im EOL ELTS ist.

  • LEGACY aktiviert - Installation gestartet

    Du hast das virtuelle System nach der Konfigurationsänderung abgeschaltet, nicht nur neugestartet, ja?

    EOL ELTS

    Das vom "Hersteller" bereits seit 2022 nicht mehr unterstützte Betriebssystem wird von einem kommerziellen Anbieter mit Sicherheitspatches versorgt, aber das garantiert nicht, dass das System in jeder modernen Umgebung installierbar ist. Die Software, die du einsetzen möchtest, ist fehlerhaft, nicht die Umgebung, in der du sie laufen lassen möchtest. Was das Problem ist, habe ich schon ausführlich aufgezeigt. Der Fehler ist in neueren Versionen des Kernels behoben, aber nicht in der Version, die der uralte Installer verwendet. Es gibt einen Workaround, den du mal probieren könntest.

    • Hilfreichste Antwort

    Hallo voip2gsm,

    wir bedauern, dass es weiterhin nicht funktioniert. Unsere KVM-Abteilung hat die genannte Lösung entwickelt, unter Umständen ist hier aber noch eine weitere Anpassung nötig. Ich habe dir soeben auf dein Ticket mit einem Vorschlag geantwortet.

  • Hallo,

    Danke an den NETCUP Support!

    Wir hatten die Info vom Support heute schon erhalten:

    "....vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

    Können Sie bitte nochmal probieren, ob es jetzt funktioniert? Wir hatten einen Bug, der dafür gesorgt hat, dass die Optimierung unter Umständen nicht angewendet wurde...."


    Es funktioniert nun fehlerfrei und problemlos.

    Nochmals Danke! Klasse Support!

  • voip2gsm 5. August 2025 um 15:26

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