Windows Server: RDP-Anmeldung schlägt fehl

  • Hallo zusammen,

    ich habe aktuell ein Problem mit der Remote-Desktop-Verbindung (RDP) zu meinem netcup Windows Server: Ich schaffe es generell gar nicht mehr, mich erfolgreich über RDP anzumelden.

    Das Problem im Detail:

    • Kein RDP-Login möglich: Wenn ich mich über die Windows-Anwendung „Remotedesktopverbindung“ einwählen möchte, komme ich nicht auf die grafische Oberfläche. Ich sehe dauerhaft nur den Windows-Hintergrund bzw. den Sperrbildschirm, ohne dass die Sitzung lädt.
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    • Häufige Konto-Sperrung: Sehr oft erscheint beim Anmeldeversuch zudem die Meldung, dass das Nutzerkonto wegen zu vieler Anmeldeversuche aus Sicherheitsgründen gesperrt wurde. Oft nach einem Versuch.
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    • Zugriff über SCP funktioniert: Über das netcup Server Control Panel (VNC-Konsole) kann ich mich problemlos auf dem Server anmelden, das Konto entsperren und mich abmelden. Versuche ich es danach erneut per RDP, hänge ich wieder nur vor dem Hintergrundbild fest oder erhalte erneut die Sperrmeldung.

    Meine Fragen an euch:

    Warum lädt die RDP-Sitzung nicht durch und bleibt direkt beim Hintergrundbild hängen?

    Hatte jemand schon ein ähnliches Problem und weiß, wie ich den RDP-Zugang wieder zum Laufen bringe?

    Vielen Dank vorab!

  • Ich hoffe der RDP Zugang steht nicht offen im Internet. Angreifer/Bots greifen sehr gerne Windows-Server an, und in Windows Server ist glaube ich bei default ein Schutz aktiv, der den Admin Login unterbindet wenn zu viele fehlgeschlagene Anmeldeversuche erkannt werden. Ist das Server 2025? Sieht mir sehr danach aus. Falls dein RDP-Zugang nicht gesichert ist und du dich ueber VNC quasi lokal anmeldest, um ihn zu entsperren, reichen oft schon Sekunden aus um genau dieses Sicherheitslimit erneut zu sprengen und dann du kommst wieder nicht drauf.

  • Zum Thema Anmeldung und nur blauer Bildschirm (Hintergrundbild):
    Explorer.exe startet nicht, ggf. kaputtes Profil oder irgendein virtio.sys-Problem mit irgendeinem Windows-Update.

    Die Anmeldefehler/Sperrungen zeigen eigentlich nur, dass du einen Windows-Server ins Internet gestellt hast, vermutlich auch noch ungehärtet (mindestens für einen kurzen Zeitraum).
    DAS TUT MAN NICHT.
    Auch die Netcup-Firewall würde - solange auch nur ein Dienst durchgeht - daran wenig ändern.

    Tue Dir einen Gefallen, baue einen kleinen VPN-Server davor (separater VPS/RS) und nutze das VLAN und mach den direken Zugriff von außen auf den Windows-Server dicht. Wenn Du den VPN-Server generell auch als default Gateway nimmst, kannst Du ggf. auch die public ipv4 für den Windows-Server abmelden.
    Ich hab mir da mit strongswan/swanctl unter Linux was mit ipsec gebastelt, da hängen mehrere LAN-LAN-Verbindungen (andere Seite sind VPN-Router) drauf, dazu kann ich mich z.B. mit Handy oder Tablet über die eingebaute VPN-Funktion im IOS von irgendwoher anmelden. Lediglich der Zugriff von den VPN-Clients auf Internet-Inhalte braucht ein wenig iptables-Extra, damit dafür auch ein NAT erfolgt.

    Anschließend würde ich die Windows-Kiste neu installieren, denn ich hab keine Ahnung, durch wieviele Sicherheitslücken dort schon was läuft wovon niemand eine Ahnung hast. Alternativ diverse Virenscanner laufen lassen, alles an Programmen runterschmeißen was Du nicht kennst und fein säuberlich solange durch die Windows-Ereignisanzeige wühlen und alle Probleme klären bis dort nur noch klares Wasser kommt, d.h. keine unerklärlichen Warnings oder Errors (dokumentierte Falschmeldungen ausgenommen).

  • Ist bei meinen Server ähnlich, weshalb ich mir einen anderen Admin Account erstellt habe, da der Admin Account immer oder besser gesagt, immer oft gesperrt ist. Das Passwort ist Sicher, aber durch die ungültigen Logins wird dieser Account immer gesperrt. Seit dem 2. Account kein Problem mehr.

    Wie oben schon angeführt, wäre ein VPN eine gute Lösung. Daran sollte ich mich auch mal machen :)

    EDV = Erfolg durch Versuche *g*

    Edited once, last by chenjung (August 6, 2026 at 7:04 AM).

  • Warum sollte die Netcup Firewall nicht helfen? Wenn ich sämtliche Ports blocke und nur über Mesh-VPN zugreife, was soll dann passieren? Wo ist die Angriffsfläche?

  • Warum sollte die Netcup Firewall nicht helfen? Wenn ich sämtliche Ports blocke und nur über Mesh-VPN zugreife, was soll dann passieren? Wo ist die Angriffsfläche?

    Ich sehe jetzt den Widerspruch zu einem Zugriff nur per VPN nicht.

    Ein Mesh-VPN ist nur eine etwas spezielle Form eines VPN, die ich außerhalb von sog. VPN-Diensten bisher nicht in freier Wildbahn gesehen habe.

    Auch habe ich jetzt erstmal nachgelesen, wozu ein Mesh-VPN im Gegensatz zu einer stinknormalen VPN-Verbindung gut sein soll - ich hab das bisher schlicht nicht gebraucht.
    Ich denke nicht, dass es hier einen erheblichen Geschwindigkeitsvorteil bietet, wenn das interne Netz zwischen VPN-Server und Windows Server über das Netcup-VLAN läuft. Zudem brauche ich so keinen von mir nicht kontrollierten Koordinationsserver sondern brauche im Zweifelsfall nur die IP des VPN-Servers (nichtmal DNS).

  • Ich sehe jetzt den Widerspruch zu einem Zugriff nur per VPN nicht.

    Ein Mesh-VPN ist nur eine etwas spezielle Form eines VPN, die ich außerhalb von sog. VPN-Diensten bisher nicht in freier Wildbahn gesehen habe.

    Auch habe ich jetzt erstmal nachgelesen, wozu ein Mesh-VPN im Gegensatz zu einer stinknormalen VPN-Verbindung gut sein soll - ich hab das bisher schlicht nicht gebraucht.
    Ich denke nicht, dass es hier einen erheblichen Geschwindigkeitsvorteil bietet, wenn das interne Netz zwischen VPN-Server und Windows Server über das Netcup-VLAN läuft. Zudem brauche ich so keinen von mir nicht kontrollierten Koordinationsserver sondern brauche im Zweifelsfall nur die IP des VPN-Servers (nichtmal DNS).

    Netbird ist self-hosted btw. Du hast mir aber immer noch nicht beantwortet, warum die Netcup Firewall nicht helfen soll?

  • Wenn Du mit Netcup-Firewall alles dicht machst hilft die sicherlich auch.
    Sie hilft aber nicht gegen Anmeldeversuche wenn Du den Dienst - hier RDP - durchlässt. Und das ändert sich auch nicht, wenn der Dienst ein anderer ist.

    Generell gehe ich erfahrungsgetrieben davon aus, dass bei Windows ein generelles Sicherheitsrisiko besteht.

    Die Mail eines Antivirus-Anbieters, der mich erst um die Zusendung einer mit Schadsoftware befallenen Datei bat und dann nach 3 Tagen Sendepause schrieb, dass sie nun auch festgestellt hätten, dass ihre Software das Virus nicht erkennt, habe ich noch irgendwo.
    Wohlgemerkt: in einem Netzwerk mit um die 400 Usern, 2 RZ. Citrix-Servern und Windows-Domain. Wir haben dann das Netzwerk zwischen Weihnachten bis inklusive Silvester in Segmente getrennt und unter Zuhilfenahme von mir als Externen und aller 6 MA von IT und Betriebselektrik das Virus mehr oder weniger per Hand von jeder einzelnen Festplatte/Installation entfernt und nach Abschluss eines Netzsegments dieses wieder online gebracht.

  • Was helfen könnte ist, den Port des RDP zu ändern. Dies hatte gute Ergebnisse gebracht. Der Standart Port ist so bekannt, wie ein bunter Hund. Daher sollte man auch diesen generell abändern.

    EDV = Erfolg durch Versuche *g*

    Edited once, last by chenjung (August 8, 2026 at 12:45 AM).