Netcup Failover-IP inrichten


  • Hallo liebe Mitglieder im Forum,

    ich bin nicht ganz unbedarft, was Linux-Server betrifft, aber ich stehe gerade irgendwie auf der laaaaaaaaaaangen Leitung, was die Konfiguration einer Failover-IP angeht.

    Gebucht ist die Failover-IP bei netcup bereits und im SCP habe ich beim betreffenden Server n der Netzwerkkonfiguration auch bereits den rDNS-Eintrag auf den Failover-Server eingetragen.
    Soweit, so gut - allerdings bin mir nicht sicher, wie nunmehr die Konfiguration der Interfaces auf dem Server bei netcup und auf dem Zielserver (Failover-Maschine) aussehen muss!?

    Wenn ich die Doku und die Infos aus dem Forum richtig verstehe, muss auf dem Server bei netcuo und auch in der Failover-Maschine (Zielserver, wenn der "Hauptserver" bei netcup ausfällt) jeweils die Failover-IP-Adresse in den Interfaces hinterlegt werden, wie bspw.

    iface eth0 inet static

    address 49.90.4.xxxx <- Failover-IP
    netmask 255.255.255.0


    Ist meine Annahme korrekt, oder übersehe ich dabei eine Kleinigkeit!?

    Ich würde mich sehr freuen, wenn mich jemand bei dem "Vorhaben" unterstützen könnte, was auch gegen Berechnung erfolgen kann.

    Vielen Dank und beste Grüße aus Bayern
    Peter

  • Hallo Peter,

    was verwendest du denn für ein System?

    Ich hab die Ip-Adressen in der /etc/netplan/50-cloud-init.yaml angelegt ;)

    Kommt halt immer drauf an was man genau erreichen will. Z.B. soll der server, welcher aktuell die Failover zugewiesen hat auch mit dieser ausgehend Verbindungen aufbauen?

  • Wenn ich die Doku und die Infos aus dem Forum richtig verstehe, muss auf dem Server bei netcuo und auch in der Failover-Maschine (Zielserver, wenn der "Hauptserver" bei netcup ausfällt) jeweils die Failover-IP-Adresse in den Interfaces hinterlegt werden, wie bspw.

    iface eth0 inet static

    address 49.90.4.xxxx <- Failover-IP
    netmask 255.255.255.0

    Du kannst die FailOver IPv4-Adressen unter z.B. Debian 12 wie folgt konfigurieren:

    Code
    iface eth0 inet static
        address (Hautp-IP)/32
        gateway (Gateway-IP)
        pointopoint (Gateway-IP)
        up ip route add (Zusatz-IP)/32 dev eth0
        down ip route del (Zusatz-IP)/32 dev eth0
  • Ich hab die Ip-Adressen in der /etc/netplan/50-cloud-init.yaml angelegt

    Das sähe dann in etwa so aus:

    Code
    eth0:
       addresses:
          - Haupt-IP/22
          - Failover-IP/32
       routes:
          - to: default
            via: GATEWAY
          - to: Failover-IP
            via: Haupt-IP

    mit routes, statt dem in netplan veralteten gateway

    Die Failover wird bei netcup auf die Haput-IP geroutet

    Ohne Gewähr. Kann grad bei mir nicht nachsehen.

  • Du kannst die FailOver IPv4-Adressen unter z.B. Debian 12 wie folgt konfigurieren:

    Code
    iface eth0 inet static
        address (Hautp-IP)/32
        gateway (Gateway-IP)
        pointopoint (Gateway-IP)
        up ip route add (Zusatz-IP)/32 dev eth0
        down ip route del (Zusatz-IP)/32 dev eth0

    Hallo Andreas,

    vielen Dank für Dein Feedback an dieser Stelle schon mal... :)
    Wenn ich Deine Ausführungen richtig verstanden habe, stellt die "Zusatz-IP" die Failover-IP von netcup dar - richtig!?

    Insofern ich den Block

    pointopoint 37.221.196.1

    up ip route add 45.90.4.xxx/32 dev eth0

    down ip route del 45.90.4.xxx/32 dev eth0


    in die interfaces unterhalb von iface eth0 inet static hinzufüge und das Netzwerk mit "sudo /etc/init.d/networking restart" neu starte, sehe ich mit "ip a" zunächst keine Änderungen.

    Was sich mir auch nicht so recht erschließt ist die Tatsache, dass wenn der Hauptserver (netcup) ausfällt und kein Zugriff mehr möglich ist, doch auch kein Routing auf den Failover-Server stattfinden kann!?
    Im Grunde musste doch das Routing bei netcup stattfinden und im SCP zu konfigurieren sein!? Allerdings kann ich da nur einen rDNS-Eintrag setzen, das Gateay/Routing zeigt aber dann noch immer auf den Hauptserver, siehe:

    pasted-from-clipboard.png

    Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt mit dem was ich meine!?

  • Hallo Peter,

    was verwendest du denn für ein System?

    Ich hab die Ip-Adressen in der /etc/netplan/50-cloud-init.yaml angelegt ;)

    Kommt halt immer drauf an was man genau erreichen will. Z.B. soll der server, welcher aktuell die Failover zugewiesen hat auch mit dieser ausgehend Verbindungen aufbauen?

    Hallo Martin (ich hoffe, ich liege richtig!?),

    vielen Dank zunächst für Dein Feedback vom Mittwoch dieser Woche.

    Das System ist ein Debian 12 und sollte mit der Failover-IP eigentlich so sein, dass die Requests auf den Hauptserver (netcup) dann auf das Backup-System umgeleitet werden, wenn der Hauptserver nicht erreichbar ist.

    Was sich mir irgendwie überhaupt nicht erschließt, ist der Umstand, dass wenn in der Config-Datei "Interfaces" der Eintrag auf die Failover-IP hinterlegt ist, der Hauptserver aber ausfällt, doch auch kein Zugriff darauf möglich ist. Wie erfolgt dann das Routing auf den Backupserver!?


  • Das System ist ein Debian 12 und sollte mit der Failover-IP eigentlich so sein, dass die Requests auf den Hauptserver (netcup) dann auf das Backup-System umgeleitet werden, wenn der Hauptserver nicht erreichbar ist

    Das hier liest sich für mich so, als wäre das "Backup System" nicht bei Netcup. Damit die Netcup Failover IPs funktionieren müssen beide Server bei Netcup am gleichen Standort stehen und beide Server so konfiguriert sein das beide diese IP kennen.

    Netcup routet die Anfragen dann zum Server der im SCP eingestellt ist. Einen "Hauptserver" der alles weiterleitet existiert so nicht.

  • Das System ist ein Debian 12

    Ein klassisches Debian 11

    Was denn nun?


    der Hauptserver aber ausfällt, doch auch kein Zugriff darauf möglich ist. Wie erfolgt dann das Routing auf den Backupserver!?

    Das muss der Backup Server dann erkennen und einen Request an die Netcup API schicken, damit die Failover IP auf einen anderen Server geroutet wird.

    Dein Backupserver ist auch bei Netcup?

  • Das hier liest sich für mich so, als wäre das "Backup System" nicht bei Netcup. Damit die Netcup Failover IPs funktionieren müssen beide Server bei Netcup am gleichen Standort stehen und beide Server so konfiguriert sein das beide diese IP kennen.

    Netcup routet die Anfragen dann zum Server der im SCP eingestellt ist. Einen "Hauptserver" der alles weiterleitet existiert so nicht.

    Beide Root-Server sind bei netcup am Standort Nürnberg gehostet.... :)

    Der "Hauptserver" hat die Failover-IP zugewiesen bekommen, siehe
    pasted-from-clipboard.pngpasted-from-clipboard.png

    ...und im Fehlerfall (wenn also der "Hauptserver" nicht erreichbar ist) soll der Backupserver den Job übernehmen.

    Was genau muss ich in den Interfaces nun eintragen!? Sorryyyyy, ich stehe vollkommen auf dem Schlauch :-/

  • Was denn nun?


    Das muss der Backup Server dann erkennen und einen Request an die Netcup API schicken, damit die Failover IP auf einen anderen Server geroutet wird.

    Dein Backupserver ist auch bei Netcup?

    Yupp, sorry - es ist ein Debian 11 :) Der Backup-Server ist auch bei netcup und am gleichen Standort... welche Settings sind in der Interfaces einzutragen, damit der Backupserver den Request an das API senden kann!?

  • Die Failover-IP muss zunächst auf beiden Server (Hauptserver und Failoverserver) eingerichtet werden.

    Im "Normalbetrieb" routet die failover-IP dann auf den Hauptserver

    Wenn der ausfällt und du das in deinem Monitoring feststellst, kannst du die ip dann manuell im SCP auf den Failover-Server umstellen.

    Einen Automatismus seitens netcup gibt es diesbezüglich zunächst mal nicht.

    Wenn du willst, dass das automatisch bei Ausfall umgeleitet wird musst du das selbst lösen. Z.B. indem du auf dem Zweitserver Überwachungsskripte laufen lässt, die das dann per API erledigen.