Beiträge von joergmschulz

    Ostern gut überstanden. Nur ein neuer Server / muß aber einen alten dafür loswerden, sonst wird's zu viel.

    Es wird immer schlimmer, keine 5 Minuten am Netz und schon zig Portscans und ssh brute force. Platte Löschen, neu installieren, sicher neu aufsetzen, sodaß ich in Ruhe den Rest machen kann (Firewall: alles weg außer ssh, fail2ban), der Rest kann in der Arbeitswoche geschehen.

    Früher hätte ich gesagt: Schon einmal über die Vorzüge von Bargeld nachgedacht?

    Das Problem ist heute aber sehr viel tiefgreifender als, dass es nur den Zahlungsvorgang beträfe: Vernetzte Kassen, die einerseits eine Rechnungssignatur erstellen und andererseits der Logistik Meldung machen, sind, wenn das Cloud-Dienste sind, dann von eben diesen abgeschnitten.

    So sehr ich IT liebe, es gibt diese Momente, wo Kopfrechnen oder ein Abakus einfach effizienter ist. Das sollte auch einmal offen gesagt werden.

    Nebeneffekt: Wie viel CO2 könnte man im Handel eigentlich einsparen, wenn Menschen wieder diese Aufgaben übernähmen? Von der geistigen Fitness und ihren positiven Effekten auf die Volkswirtschaft einmal ganz abgesehen...


    gerade im Handel gibt es einige Jobs, die auch von einfacher gestrickten Menschen übernommen werden können. Jede Automatisierung in diesem Sektor, jedes Aufblähen durch komplexe IT gestützte Prozesse gefährdet diese Jobs. Wenn es stimmt, daß jede Streichung von Aktivitäten im Einfach-Job-Sektor zur Aufblähung des Backend-Bereichs führt (wovon wir alle hier profitieren), und wenn das wirklich ein Nullsummenspiel ist (am Ende wird nicht mehr Milch und Butter je Kunde verkauft, der Profit wird nur anders verteilt), stellen sich einige volkswirtschaftlichen und sozialen Fragen neu.

    Mint ist auch nicht zu verachten - hab neulich jemandem ein Mint Gerät als Ausweichgerät auf den Tisch gestellt, die nicht gerade IT affin ist; wir hatten keine Zeit für Einweisungen - aber sie fand alles, was sie braucht (Mail, Libreoffice). So darf es sein!

    Backup ist völlig überbewertet. Was zählt, ist Recovery.

    Je nachdem, was Ihr Euren Nutzern versprochen habt, oder explizit ausgeschlossen, muß tatsächlich über die Notwendigkeit eines Recovery Szenarios nicht gesprochen werden - nur über das Wie und das Wann.

    Und wenn Ihr zeigen wollt oder sollt, daß Ihr ordnungsgemäße Datenverarbeitung betreibt, muß das auch mal durchgespielt werden. Und jetzt los:

    Wißt Ihr, welche Pakete installiert werden müssen, um Eure Daten verwenden zu können?

    Habt Ihr eine transaktionssichere Datenbanksicherung?

    Was ist mit dem Nutzer/Personenverzeichnis (au weia, das muß auch noch extra geschützt sein)?

    Einfach ein Image zurückzuspielen ist in der Regel viel zu wenig. Da meckert bestenfalls erst mal die Datenbank. Schlimmstenfalls ist der Fehler, der den Datenverlust verursachte, in der Sicherung enthalten.

    Wenn Du wirklich wissen willst, wie man die Komponenten einrichtet, empfehle ich erstmal https://www.howtoforge.com/setting-up-a-m…-more-on-debian

    Das funktioniert auch mit debian buster. LDAP Anbindung ist dabei. Die Architektur läßt sich auch kleiner darstellen, mit weniger getrennten Servern - das Beispiel ist gut genug geschrieben, um alle Szenarien abzudecken.

    Dann fehlen nur noch Kleinigkeiten ;) wie SPF, DMARC, DKIM.

    Microsoft wird die Mails trotzdem ablehnen, dazu mehr in anderen threads auf diesem Forum.

    mit rspamd statt spamassassin kannst Du auch dmarc reports versenden.

    An diesen Zeilen siehst Du, daß man das nicht mal einfach so nebenbei macht, sondern ein paar Dinge verstehen, konzipieren, entscheiden muß.

    vielleicht noch eine Sache: Mails an Microsoft domains (hotmail, live, ...) werden mit Sicherheit abgelehnt. Schau Dich hier im Forum mal um - Du wirst zunächst einige Mails in Richtung Microsoft schreiben müssen, die dann abgelehnt werden.

    Dann wirst Du Dich bei MS beklagen, und nach einiger Zeit vielleicht freigeschaltet.

    Bis MS Dich wieder blockt.

    Beachte, daß alle Dinge wie DKIM, SPF korrekt konfiguriert sein sollten.

    Beachte auch, daß die Testmails nicht wie Testmails aussehen sollten. Die werden gleich geblockt, und Deine Reputation bei Microsoft sinkt.

    google funktioniert mittlerweile ein wenig besser als früher.

    Ein übler block-Kandidat ist auch gmx.

    Python ist echt für die Mülltonne. Schade, dass es so beliebt ist.

    Wenn Du die Encoding issues mit 2.x meinst, ja - da ist eins meiner grauen Haare entstanden. Aber 3.x rockt. Für den richtigen Zweck. Mal schnell ein script oder eine .wsgi Anwendung: Ja prima. Es ist einfach, lesbaren Code zu schreiben. Woran macht sich das H6G Urteil fest?

    Laßt Euch nicht verrückt machen. Als Betreiber des MailEingangs habt Ihr ein berechtigtes Interesse daran zu sehen, wer wann was zu schicken versuchte. Möglicherweise ist das sogar eine gesetzliche Anforderung.

    Erst wenn Ihr anfangt, die Daten zu analysieren, und Euer Terabyte großes data warehouse damit füttert und nachseht, wofür sich Eure Kommunikationspartner sonst noch interessieren, und ihnen dann entsprechende Angebote in die von Euch zugespielten Werbungen zuschneidert, wird es aus datenschutzrechtlicher, moralischer und politischer Sicht interessant.

    Ach so, Ihr betreibt kein f*book, a*zon, g*e?

    Dennoch sprechen viele Gründe dafür, nach gewisser Schamfrist (Tage?) Logs zu eliminieren.