Beiträge von CmdrXay

    Hay,

    Ohne Worte…

    1984 ist kein Buch über technische Überwachung (welche zweifelsfrei heute gut möglich ist und gerade das wird ja auch im Beitrag angesprochen - gläserne Bürger), sondern vielmehr ein Buch über den Gebrauch von Sprache als Mittel zur Manipulation und das war hier überdeutlich im Einsatz.

    Ich drücke Euch in Austria alle Daumen, dass Ihr denen eins auswischen könnt.

    CU, Peter

    Hay,

    Das hängt davon ab, welche "Gefahren" Dir wie bedrohlich erscheinen.

    Nun, das ist der strafrechtliche Teil. Da kommt man gut Glück mit einem leichten Waterboarding davon und wenn man dabei stirbt, war man unschuldig (siehe die Wasserprobe bei Hexen). Und wer jetzt einen halben Herzinfarkt bekommen hat: Fünkchen Ironie dabei.

    Theoretisch für mich als Privatperson, der auf dem Server nichts anderes am laufen hat außer einen Exit-Node, dürfte doch grundsätzlich nichts passieren?

    Oder wäre es hilfreich, zumindest in irgendeiner Form abgesichert zu sein, z.B. durch eine Rechtschutzversicherung?

    Es gibt dann allerdings noch den zivilrechtlichen Teil. Angenommen, es erwischt mit dem DDoS einen großen Onlinehändler, der für eine Stunde keine Geschäfte mehr machen konnte. Aus irgendeinem Zufall wurde nur diese eine IP-Adresse mitgeschnitten (wenn man eine Quadrillionen Pakete bekommt, sucht man sich halt nur ein paar heraus). Über den Umweg Strafbehörden und Staatsanwaltschaft bekommt die juristische Abteilung dieses Onlinehändlers auf Antrag Deine Kontaktdaten und nimmt Dich auf Schadensersatz ins Visir.

    Zum Schadensersatz gehören die entfallene Geschäfte der Stunde, ein angenommener Imageschaden mit wirtschaftlichen Folgen, Schaden durch Bearbeiten des Ausfalls und Gegenmaßnahmen sowie der Schaden, der durch die eigenen Ermittlungen und die Anwaltskosten entstehen. Optimistisch 6-stelliger Euro-Betrag.

    Es spielt jetzt interessanterweise keine Rolle, ob Du grundsätzlich STRAFRECHTLICH freigesprochen wirst. Denn Ausgangspunkt ist immer noch Dein Server und egal, von wem die Pakete ursprünglich kommen, Du hängst erstmal als direkter Verusacher drin. Zivilrechtlich funktioniert es nämlich so, dass Du dann Deinerseits Deinen Schaden (zB. das Begleichen des Schadensersatzes des Onlinehändlers) gegenüber dem echten Verusacher geltend machen kannst, so dass Du (rein theoretisch) komplett neutral dastehst. So, jetzt ist ein lautes SCH........SSSEEEEEEEE angesagt, denn wen willst Du Deinerseits in Regress nehmen? Und traust Du Dir zu, dass ein Zivilrichter sich wirklich über das Thema Tor-Exitnode informiert? Sobald er bei eigener Recherche zum ersten Mal über den Begriff Darknet stolpert, hilft Dir möglicherweise kein Sachverständiger der Welt mehr weiter.

    Rechtsschutzversicherung übernimmt nur Deine Verteidigung, nicht die Begleichung des Schadens, letzterer wäre ein Fall für die Haftpflicht. Aber beide freuen sich darüber, für Dich trotz pünktlicher Gebührenzahlung nicht tätig werden zu müssen, denn grobe Fahrlässigkeit ist nicht versichert. Die Tatsache, dass sich ein Exit-Node nicht so einfach auf Deinem Rechner installiert, sondern Du das mit vollem Bewußtsein und dem Wissen darum getan hast, ist weit jenseits einfacher Fahrlässigkeit. Insofern bringt Dir eine Absicherung möglicherweise gar nichts.


    CU, Peter

    Hay,

    Zudem ist dies ein Forum wo Kunden Kunden helfen und da ist der Satz „Ende der Diskussion“ von dir schon sehr überzogen.

    nun, wir sind hier alle gerade mehr oder weniger getriggert. Und der eine labert eben etwas mehr rum und der andere ist halt knapper und klarer. Da kann sich der Threadersteller aussuchen, wovon ER mehr getriggert wird :D aber letztendlich wollen wir alle dasselbe: Dass der Threadersteller niemals einen Schaden erleidet und keine Daten verliert.

    CU, Peter

    Hay,

    Hallo CmdrXay , mir ist das bei der Konkurrenz passiert:

    meinte damit auch wirklich hier-hier, nicht nur Forum-hier :D Aber bei der Konkurrenz hatte ich auch mal etwas, nicht wegen eines Schadens, sondern wegen Zwangsupdate einer MySQL-Version. Ich habe eine Benachrichtigung nicht bekommen und schon haben die Kollegen die betreffende MySQL-Datenbank einfach gelöscht. Das gab Stress. Nachdem ich zufrieden gestellt war, habe ich dann mein Backup wieder eingespielt.

    DESWEGEN BACKUPS MACHEN!

    CU, Peter.

    Hay,

    Wahrscheinlich tauschen weil Hotswap.

    ergänzend dazu, mir ist jetzt seit meiner Zeit im Forum noch nicht bekannt geworden, dass jemand wegen eines Hardwareschadens einer Platte einen Datenverlust erlitten hätte. Das ist jetzt aber kein Grund, auf ein Backup zu verzichten, denn ein Backup erfüllt ja mehrere Bedürfnisse... denn die eigene Software kann ja durch Dummheit Schaden erleiden, z.B. könnte man ja aus Versehen sein /var - Verzeichnis löschen oder ein blöder Programmfehler löscht die MySQL (oder eine SQL-Injection eines bösen Hackers).

    CU, Peter

    Hay,

    oder sind sie die Daten dann einfach weg und der Kunde muss dann davon leiden?

    das kommt darauf an, welche Leistungen in Deinem Vertrag enthalten sind, aber zunächst einmal sind sie alle weg. Bzw. Du hast Die Chance, dass sie im Raid 1 zumindest noch da sind, das ist aber kein Backup, sondern nur eine Art "Ausfallversicherung".

    möchte ungerne Backups für die erstellen, vorallem weil diese relativ teuer sind.


    wer sind "die"? Die RS? Finde ich persönlich nicht, aber persönliche Meinung.

    Backup ist doch einfach und gehört einfach irgendwie dazu, wenn es Dir etwas wichtig ist. Selbst wenn Netcup die macht, würde ich für mich noch eins fahren. Mein RS8000 macht täglich Backup auf einen Optane VPS auch vor Ort über VLAN.

    In der Firma werden die vServer vor Ort lokal repliziert (auf einen zweiten vmware ESX), auf einen Backupserver gebackupt, außerdem ein Backup auf ein portables NAS, das wöchentlich mit einem anderen im Wechsel getauscht wird und es gibt noch ein Filebackup mit zwei Platten im Wechsel, die in einer externe Dockingstation übers Wochenende gemacht werden.

    Backups kann man nie genug haben...

    CU, Peter

    Hay,

    ein erster Ansatz wäre, den Cache zu löschen, falls Du so etwas wie FastestCache installiert hast. Außerdem mal im Browser im privaten Modus versuchen, kann auch ein lokaler Cache sein.

    Alles andere kommt natürlich auch aufs Theme und die weiteren Plugins an. es kann ja auch sein, dass ein völlig anderes Theme den Font nachläd oder Bootstrap 3 - da wurde der Font standardmäßig mitgeladen.

    CU, Peter

    Hay,

    Mindestens 128 GB RAM????

    inwiefern Empfehlung = Praxis ist, muss man absehen. Hier läuft ein Exchange 2010 mit ca. 60 Nutzern und verbraucht von der vmware ESX grad mal 20 GB auf dem Host (zusammen mit 12 weiteren virtuellen Instanzen).

    CU, Peter

    Hay,

    Dass MS "ein ernstes Problem" hat, wissen wir wohl alle Ich habe auch den Eindruck, dass dort keiner mehr so richtig durchblickt, was auf deren Servern so passiert

    ... oder es ihnen egal ist. Ich vermute ein mehr-oder-weniger von beidem mit wechselnden Anteilen, je nachdem mit wem man gerade kommuniziert.

    Das Blackholing kam bei mir IMMER,nachdem ich den Block eigentlich erfolgreich entfernen lassen konnte.

    Aber mir hat der 250-Returncode immer schneller in der Sache weiter geholfen als bei der Blocking-Meldung. Weil man damit die Verantwortung klar in Richtung MS schieben kann und das nehmen sie tatsächlich ernst (jedenfalls aus Erfahrung bei meinen drei Blocks).

    Meine Formulierung lautet hier sinngemäß. "250 Rückggabecode, Mail ist erfolgreich abgeliefert, aber wo ist sie? In meinem Postfach kam nichts an".

    (ich gebe zu, wenn jeder, der an dem MS-Problem leidet, ein Test-Postfach bei outlook.com anlegt, dass dieser Dienst für MS ein echt dicker Erfolg wird... aber was will man machen... wenn man sich mit google gut stehen will, hat man den Site-Identifikator oder einen Postmaster-Account und weil ich auf einer Kundenwebseite direkt .exe-Dateien liegen habe, muss ich einen Norton-Identifikator auf der Seite haben, damit die nicht als Phishing markiert wird). Und irgendwas war dann auch noch mit Mozilla und Spamhouse.org, habe ich aber verdrängt).

    Cu, Peter

    Hay,

    Ich finde es immer Lustig, wenn ich in Foren Beiträge lese wie...

    Also ich verwende auch Plesk für meine Kunden (und - ähm - netcup auch) und ich verwalte sie auch aktiv damit - das sollte nicht das Kriterium sein.

    Aber erstens weiß ich das Ding auch wirklich zu bedienen (viele Sachen lassen sich auch mit Plesk von der Kommandozeile aus lösen und, wer es noch nicht weiß, Plesk hat auch eine API) und zweitens weiß ich, wie ich auch an Plesk vorbei Dinge lösen kann, ohne dass alles zusammen bricht. Und ich bin ja eher der, der Fragen dieser Leute beantwortet statt zu stellen :D

    Froxlor habe ich für meinen VPS Plus (ohne Kunden), aber Froxlor kann halt zu wenig, da muss man sowieso mehr mit dem Server selbst machen - insofern sehe ich es wesentlich kritischer, wenn Leute ohne Ahnung auch noch Froxlor aufsetzen und Ihre Kunden draufschicken - duh! Wer Kunden hat, kann sich wenigstens die Plesk-Lizenz leisten.

    „Jugend forscht”-Programmen

    Hey, nichts gegen "Jugend forscht". Ich bin immerhin ein Landessieger.

    CU, Peter

    Hay,

    Einwurf Einschreiben

    Einwurf Einschreiben gelten rechtlich nicht als sichere Zustellungsweise, insofern stellt sich die Frage nicht. Selbst Einschreiben "persönlich eigenhändig" sind u.U. nicht rechtssicher, es gab da schon Urteile dazu, wo ich aber jetzt zu faul bin, die rauszusuchen. [Ein Fall à la "Natürlich habe ich Ihr Einschreiben persönlich entgegen genommen, das bestreite ich gar nicht. Aber als ich Ihren Umschlag geöffnet habe, war der leer. Haben Sie einen Zeugen, der gesehen hat, dass Sie genau diesen Brief an mich eingesteckt haben und der mit Ihnen zur Post ging und bezeugen konnte, dass Sie auch genau diesen Brief an mich aufgegeben haben?"]

    Habe mich mal eine ganze zeitlang damit beschäftigt und war entsetzt, was alles angreifbar ist, wenn man es nur möchte. Weil mir ein bestimmtes Einschreiben so wichtig war, habe ich tatsächlich einen Zeugen meinen Brief lesen lassen, er hat auf dem Umschlag unterschrieben, dass er eingepackt wurde und mir unterschrieben, dass er mit mir zur Post war und welche Sendungsnummer das Ding hatte. Sicherer wäre nur noch Zustellung über Gerichtsvollzieher gewesen.

    CU, Peter

    Hay,

    Was spricht gegen die htaccess?

    (außer meiner persönlichen Meinung von oben) an und für nichts - aber haben alle Teile des Projekts die Dateiendung .php7? Und funktioniert das Projekt noch, wenn Du die Dateiendungen von .php auf .php7 änderst?

    Wenn ja, musst Du aber ggf. eine ANDERE Handlerdefinition einbinden, weil Du fastcgi oder fpm hast (habe mal gehört, die Version mit xhttp-... ist auf mod_php beschränkt - kann aber auch falsch sein...), etwas in der Art von

    Code
    AddHandler fcgid73-script .php

    Aber da bin ich mit den Details leider überfragt, da von mir so aus o.g. Gründen nicht benutzt & keine Erfahrung. Entweder ist jemand da schlauer oder halt crowd-knowledge über google... ich kann Dir an der Stelle noch nicht einmal Deine Eingangsfrage sicher beantworten, ob ein Handler im Hosting überhaupt eingebunden werden kann. Ich hatte schon Schwierigkeiten, einen eigenen Handler generell über die Apache-Einstellungen im großen Plesk auf meinem root-Server reinzubringen.

    CU, Peter