FTP Login nicht mehr möglich

  • hi,

    ich habe einen Vserver ( Volks 1000) und ich konnte mich immer einloggen usw.

    Nun ich kenne das Rootpasswort noch und habe es mir bestätigen lassen, und versuche mich per Username : Root und meinem Passwort : **** einzuloggen, doch es kommt eine Login Error


    "220 ProFTPD 1.3.1 Server (v******3255640**38.yourvserver.net FTP Server) [8*.198.1*2.237]
    Befehl: USER Root
    Antwort: 331 Password required for Root
    Befehl: PASS ***********
    Antwort: 530 Login incorrect.
    Fehler: Kritischer Fehler
    Fehler: Herstellen der Verbindung zum Server fehlgeschlagen

  • root login per ftp sollte immer verboten sein.

    log dich ueber ssh ein.

    Logic will take you from A to B. Imagination will take you everywhere.(A.Einstein)
    Nur wer sein Ziel kennt findet auch den Weg!

  • Benutzernamen sind unter Linux generell von Haus aus case-sensitive, es wird also zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden.

    Einen Benutzer Root gibt es daher nicht, sondern nur root.

    Bei einem vServer gibt es von Haus keinerlei FTP Accounts, diese müssen erst über ein entsprechendes Panel oder die Installation eines entsprechenden FTP-Servers angelegt werden.

  • Ehm, sorry, wenn ich wieder einen auf "unfreundlich" mache (s. anderen Thread). Aber nicht zu wissen, wie man sich bei einem vServer per SSH einloggt, kommt in etwa der Fahrlässigkeit nahe, ein grooooßes Lagerfeuer anzuzünden und keine Ahnung zu haben, wie man den Brand nachher kontrollieren bzw. löschen kann.

    Bei einem vServer findet mindestens 80% des Verwaltungsaufwands in der SSH statt. Wenn es nach mir ginge um einiges mehr (weshalb ich auch kein sysCP und solchen Krams benutze, sondern ggf. für andere eigene Webinterfaces schreibe).

    Wenn du nicht weißt, wie mindestens 80% deines Produkts zu benutzen sind, ist es vielleicht nicht das richtige Produkt.

    Und von der groben Fahrlässigkeit, das root-Passwort über eine von vielen Leuten abhörbare unverschlüsselte Verbindung zu jagen, fange ich jetzt gar nicht an.

    Mein Server:
    v(olks)Server 1. Serie: 2,5GHz, 1024MB RAM, 1024MB Swap, 2x60GB-Raid1-HDD, Traffic-Flat
    Node:
    78.46.117.9x | hos-tr2.ex3k4.rz7.hetzner.de

  • Zitat

    Das root-Passwort über eine von vielen Leuten abhörbare unverschlüsselte Verbindung zu jagen, fange ich jetzt gar nicht an.

    Ist ja alles schön und recht, dass das möglich ist. Aber wer bitte setzt sich hin und hört FTP Passwörter ab? Glaubst du ernsthaft das irgendein ISP Interesse an deinem Passwort hat? Klar ist das mit einem Sniffer möglich, meiner Meinung nach aber unwahrscheinlich, allerdings nicht ausgeschlossen.

    Meiner Meinung nach wird das alles auch teilweise dramatisisert. Wenn du keine sonderlich wichtigen Seiten betreibst werden mehr als 99% der potentiellen Hacker kein Interesse an deinem Server haben.

    Anders ist natürlich die Gefahr durch Botnetze zu Bewerten, das ist ganz klar. Wenn jemand mit ungesicherten SSHd, ungesicherter mySQL Datenbank und leichten Passwärten Dienste wie FTP; SMTP betreibt ist das natürlich grob fahrlässig. In diese Kategorie ordne ich auch offene Relays ein, das sind alles Dinge die nicht passieren dürfen.

    Das allerdings Passwörter mittels Sniffer abgefangen werden, halte ich für unwahrscheinlich, den da müssten ja deine Pakete direkt über Subnetze der in denen Sich auch die Hacker befinden geroutet werden. Da die Botnetze aber meist aus fernöstlichen Ländern stammen, bion ich der Meinung das hier keine besonders große Gefahr ausgestrahlt wird.

    Mir persönlich ist noch nie ein FTP Passwort abgesnifft worden. Die meisten Server werden doch sowieso über einen ungesicherten SSHd oder durch unsaubere Upload Scripte kompromitiert.

    In diesem Sinne

    Ps. Artimis, ich will dich nicht persönlich angreifen mit meinem anderen Thread, aber manchmal bist du zu unerfahrenen Neukunden nicht der freundlichste. Das meine Ich nicht böse wenn ich das so sage, ich möchte die Lediglich darauf aufmerksam machen.

  • Nene, ich fühle mich nicht angegriffen.

    Nur leider geht mir, wenn ich mit Leuten konfrontiert bin, die nicht wissen, was "SSH" bedeutet, aber einen (v)Server mieten, aus verschiedenen Gründen etwas die Krempe hoch:
    a) Ich habe mal einen vServer (nicht bei Netcup) verloren, da das Hostsystem inkls. Backup-System wegen eines Null-Peilung-voll-root-Menschen von der Strafverfolgung beschlagnahmt wurde. Ist toll, wenn man plötzlich seinen Server nicht mehr erreicht, aber eine nette Eklärung im Postfach findet, dass man gaaanz von vorne anfangen darf mit den Monaten an Einrichtungarbeit.
    b) Ich musste gerade auf meinem zweiten vServer Geld in Form von RAM-Upgrades investieren, da diese ständigen Angriffe ab und an schon massiv in den Arbeitsspeicher reinhauen. Und da openVZ kein swap unterstützt... Und diese Angriffe kommen nicht etwa aus Hinterländern, sondern auch von eben jenen Null-Peilung-voll-root-Menschen, deren Server nach 3 Wochen Amok laufen.
    c) Bei dem von Netcup verwendeten linux-vserver ist keine Ressourcentrennung möglich. Nicht einmal im Ansatz, wie man immer wieder und gerade vor wenigen Minuten in anderen Threads ließt. Ich habe das Szenario mal mit einem frischen System ausprobiert. Und daran, dass "exit"-Befehle eine Ewigkeit dauern, gebe ich einfach mal blind diesen Null-Peilung-voll-root-Menschen die Schuld daran, deren vServer unter Einsatz sämtlicher verfügbaren Ressourcen Spam und Angriffe ins Netz jagen oder 80 GameServer-Slots bewältigen sollen.

    Ich bitte also um Entschuldigung, wenn ich Leuten, die gerade eben noch wissen, wie vServer geschrieben wird, sodass sie den richtigen Bestellknopf gefunden haben, nicht sonderlich viel Verständnis entgegenbringen kann. Denn diese Menschen kosten mich Nerven, Geld und Zeit (um in der Reihenfolge meiner drei Punkte zu bleiben).

    Natürlich soll die Höflichkeit gegenüber diesen Mitmenschen gewahrt werden. Aber das heißt nicht, dass man nicht Tachilles reden kann, dass ein vServer für diese Personen schlicht exakt das falsche ist. Und wenn dann Leute ankommen, die meinen, ihnen das absolute Minimum an Halbwissen zum Copy&Paste-n hinzuwerfen, sodass sie die Chance, dass der vServer auch wirklich demnächst Amok läuft, verzwanzigfachen, muss ich sagen, dass ich mir nicht sagen lasse, ich solle freundlicher sein und ein Kundenforum ist zum Helfen da (wobei ich da keine Einwände habe, aber Hilfe ist nicht unbedingt das hinwerfen, was der Fragesteller will).


    Was das Sniffing angeht:
    Ich gehe nicht davon aus, dass in den Weiten des Webs gesnifft wird. Ich spreche von mehr oder weniger lokalen Netzerken und Malware.
    Und da hatte ich weiß Gott genug Fälle, wo unverschlüsselte Verbindungen abgehlrt wurden. Um ein paar zu nennen:
    a) Ein Bekannter hatte ein nettes kleines Malware-Tool drauf, welches schlicht einen Proxy eingepflegt hat. Sämtlicher Traffic ging dann über das Netz der Kriminellen und schnell waren Email-Passwort und ein FTP-Passwort, wo dann Vi4gra-Werbung hinterlegt wurde, weg.
    b) Unsere Uni musste erst neulich ausnahmslos sämtliche Netzzugänge ausschließlich über openVPN anbieten. Vorher haben sich nämlich zwielichtige Gestalten hingesetzt und haben den LAN-Verkehr mitgesnifft und so jede Menge Email-, StudiVZ- und sonstige -Zugänge erhalten. Damit wurde dann massig Schindluder getrieben und zwar auf (für mich noch schlimmerer) zwischenmenschlicher Ebene.
    c) Bei der Firma meines Vaters war in der Anfangszeit die WLAN-Verbindung offen. Dort hat sich jemand eingelinkt und hat den Netzwerk-Traffik gesnifft. Das Resultat war, dass eine Menge Kunden mit Webund bombardiert wurden. Von der Firmen-Email-Adresse aus. Keine gute Idee, es hat fast die Firma ruiniert.

    So, basierend auf diesen Erfahrungen bitte ich höflichst darum, etwas weniger sensilbe Daten als die root-Passwörter zu virtuellen Servern für jede Menge anderer Leute lesbar durchs Netz zu jagen. Denn auch ein Sniffen im Internet ist nicht abwegig, wenn da Pakete an den FTP-Port geschickt werden. Denn im besten Falle: Saftige Geldstrafe, im schlimmsten Falle: Der Betreiber geht in den Knast und eine Menge Kunden verlieren ihren vServer wegen Beschlagnahmung.

    Mein Server:
    v(olks)Server 1. Serie: 2,5GHz, 1024MB RAM, 1024MB Swap, 2x60GB-Raid1-HDD, Traffic-Flat
    Node:
    78.46.117.9x | hos-tr2.ex3k4.rz7.hetzner.de

  • Im großen und ganzen stimme ich dir in allen Punkten zu. Trotzdem frage ich mich warum ein Serverbetreiber in den Knast wandert wenn in seinen Server eingebrochen wurde. Wenn er das gerät grundlegend abgesichert hat und letztendlich einfach exploits genutzt wurden.

    Für mich kommt das einem Einbruch in eine Wohnung gleich und da ist nicht der Wohnungseigentümer schuld.

    Das nur mal dazu, aber das würde jetzt zu weit führen und das denke ich wäre eine riesengroße Diskussion.

    Abschließend möchte ich nochmals betonen, dass ich dir Artimis in allen Punkten nahezu zustimmen kann. Aber ich denke in einigen Fällen werden die Sicherheitsbedenken dramatisiert. ( Wenn der Server Grundlegend abgesichert ist, sollte es eigentlich keine Probleme geben. Manchmal wächst das in Sicherheitsfetischismus aus.

    So in diesem Sinne

  • Ich möchte es gerne zurückgeben: Oft neigen Leute die (zumindest vermeintlich) Peilung haben dazu, Anfänger nicht in ihre "erhabene Sphäre der Serveradmins" vordringen zu lassen.
    Natürlich ist ein vernünftig abgesichertder Server schon recht sicher und es werden auch nicht 2 von 3 Server kompromittiert.
    Allerdings kommt es hier im Forum immer wieder dazu, dass ein recht sicheres System (nämlich das frisch aufgsetzte) durch zweifelhafte Tips (da bei weitem nicht ausreichend für das Drum-herum) anderer hier erst ein Scheunentor an Unsicherheit öffnen. Und dann auch noch mit dem verqueren Argument, doch wenigstens zu helfen und diejenigen, die statt dessen zu managed Servern und Webspace raten, seien einfach nur unfreundliche Pöbler.

    Was den Knast angeht: Nun, das ist wirklich worst case. Aber nicht unrealistisch. Natürlich wird ein normaler Admin auch dann nicht in den Knast kommen, wenn sein vServer Kinderp0rnografie durchs Netz jagt. Wie du schon sagtest: Wenn jemand bei dir einbricht, eine Waffe findet und damit Menschen tötet, haftest du nicht.
    Wenn man aber die Haustür sperrangelweit offen lässt und die Waffe auf die Fußmatte legt, haftet man sehr wohl. Genau so haftet man, wenn Fremde mit dem vServer Kinderp0rnografie verbreiten, wenn man sich einen vServer mietet, die SSH noch nie gesehen hat und sein FTP-Passwort unverschlüsselt durch Netz schickt. Denn das ist dann grobe Fahrlässigkeit und für Kinderp0rnografie ist i.d.R. eine Freiheitsstrafe drin, auch, wenn in Deutschland Raubkopiererei noch deutlich schärfer bestraft wird (ebenfalls mit Knast). Ein ähnliche Lage findet man übrigens auch bei WLAN-Netzen: Betreibt man es ungesichert oder unzureichend gesichert (inzwischen auch WEP), übernimmt man die volle Haftung für sämtliche damit begangenen Straftaten. Bricht jedoch jemand in das WPA2-geschützte über VPN laufende Netz ein, kann man da nichts für.

    Wir sollten vielleicht festhalten:
    Einen Linux-Server zu administrieren, ist kein Zauberwerk. Jeder, der sich ein wenig damit beschäftigt, kann es recht schnell lernen. Natürlich nicht mit einem vServer, sondern zu Hause. Dann wird er auch keine dummen Patzer machen und haftet nur begrenzt für den eher unwahrscheinlichen Schaden. Seine vielen Wissenslücken darf er gerne duch gezielte und intelligent gestellte Fragen von der Community schließen lassen, denn kein Meister ist je vom Himmel gefallen.
    Mietet jedoch jemand einen vServer, ohne das Wort "Linux" jemals auf einen Kernel zurückzuführen gekonnt zu haben und ohne zu wissen, was überhaupt eine Shell ist, handelt dieser höchst fahrlässig, wird in dem deutlich wahrscheinlicherem Fall, dass da etwas passiert, voll haften und sollte von einer verantwortungsvollen Community ausschließlich den Hinweis erhalten, den vServer abzubestellen und statt dessen zu managed Lösungen zu greifen.

    Einverstanden? :)

    Mein Server:
    v(olks)Server 1. Serie: 2,5GHz, 1024MB RAM, 1024MB Swap, 2x60GB-Raid1-HDD, Traffic-Flat
    Node:
    78.46.117.9x | hos-tr2.ex3k4.rz7.hetzner.de

  • Ich glaube da kann ich nur noch zustimmen.
    Das ist nämlich genau der Standpunkt den ich selbst vertrete...

    Aber eine Frage bleibt noch offen.

    Wenn ich mir unbedingt einen vServer mieten muss ohne Großartig Ahnung zu haben und nicht weiß wie man Shell/Bash schreibt, warum bleiben diese Leute nicht bei Confixx oder ispCP, denn diese Systeme sind von vorneherein eigentlich ganz gut konfiguriert.

    Wenn die dann noch den SSH Port mit der Firewall dicht machen würden, wäer das meiste erledigt.

  • Naja, das birgt auch gewisse Risiken.
    Erfahrungsgemäß ist der Webserver die größte Schwachstelle. Als ich die Server von der Stadt agecrackt habe, bin ich genau dort eingerdungen.

    Wenn man nicht auch mal einen Blick auf die Logs, die offenen Ports, die laufenden Prozesse, die /etc/passswd usw. wirft, merkt man ja nie, was der Server so treibt.

    Denn es ist ja nicht so, dass es bei Komprimittierung umgehend Ärger gibt. Die erste Abuse-Meudlung bzw. Strafanzeige trudelt oft erst viel später ein, einfach deshalb, weil Amok laufende Server nichts ungewöhnliches sind (was dann wieder obige Haltung unterstreicht) und man nicht den ganzen Tag Zeit hat, jeden Angriff anzuzeigen.

    Mein Server:
    v(olks)Server 1. Serie: 2,5GHz, 1024MB RAM, 1024MB Swap, 2x60GB-Raid1-HDD, Traffic-Flat
    Node:
    78.46.117.9x | hos-tr2.ex3k4.rz7.hetzner.de

  • Hallo,
    FTP Login als root wie schon gesagt sollte verboten sein da es ziemlich unsicher ist.
    Aber wie wäre es denn wenn du dich per sftp einloggst mit Filezilla?

  • Seit einem Monat habe ich eine neue Festplatte mit neuem System. Dummerweise habe ich keine Sicherung vieler Daten gemacht, darunter auch von FileZilla. Ich weiß nun weder wie die Adresse zum Kundenbereich bei Netcup lautet, noch weiß ich die Adresse für den FTP Zugang, ich komme zwar über WebFTP rein, aber da nimmt der die Änderungen nicht an.
    Hat jemand Rat?