Distribution wechseln ohne Datenverlust

  • Es gibt gleich drei vernünftige Möglichkeiten, eine andere Distribution auszuprobieren:
    1) alten Rechner mit der Distribution aufsetzen
    2) Multiboot-System einrichten
    3) Virtuelle Maschine, z.B. virtualBox

    Mein Server:
    v(olks)Server 1. Serie: 2,5GHz, 1024MB RAM, 1024MB Swap, 2x60GB-Raid1-HDD, Traffic-Flat
    Node:
    78.46.117.9x | hos-tr2.ex3k4.rz7.hetzner.de

  • Zitat

    Ich denke, er möchte das ganze auf einem vServer ;)

    Nee, das will er nicht. Da musst du ihn falsch verstanden haben. Schließlich ist ein vServer kein Testgelände!

    Wenn er die Distribution fertig getestet hat und Bescheid weiß, wie man damit umgeht, können wir ihm den Tip mit einem Backup, das sich ja zurückspielen lässt, geben. Aber vorher wäre dies von uns höchst fahrlässig.

    Mein Server:
    v(olks)Server 1. Serie: 2,5GHz, 1024MB RAM, 1024MB Swap, 2x60GB-Raid1-HDD, Traffic-Flat
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    78.46.117.9x | hos-tr2.ex3k4.rz7.hetzner.de

  • Häh? Eine Sekunde mal. :confused:
    Ich bin gerade verwirrt? Entweder es stand dort etwas von ausprobieren (editiert?) oder ich bin in zu vielen Foren gleichzeitig unterwegs.

    OK, wenn du es nicht ausprobieren willst, sondern dich schon entschieden hast:
    Vergiss den Blödsinn in meinen ersten Posts. ;)
    Dann kommt natürlich auch die Backup-Funktion nicht infrage, denn das wäre das letzte Teststadium.

    Ohne Datenverlust wirst du die Distribution nicht wechseln können und selbst wenn, wäre mir das um einiges zu gefährlich.
    Ich würde sagen, du organisierst dir irgendwo Space für kurze Zeit, jagst die Daten rüber, machst den vServer platt und setzt dann deine Configs und Daten wieder ein. Anders geht das afaik nicht. Eine Sch**ß-Arbeit, aber wohl unerlässlich.

    Btw: Den Schritt von Ubuntu zu Debian kann ich nur begrüßen! Ubuntu ist kein Serversystem.

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  • Zitat von bebbo;21579

    Was ist der einfachste weg, eine andere Linux Version einzuspielen, ohne alle Daten platt zu machen?

    Der wäre über das Rettungssystem. Dort verschiebst du die vorhandene Installation in einen Unterordner und installierst per Hand die neue Distribution. Vor der ganzen Aktion das Backup nicht vergessen.

    "Security is like an onion - the more you dig in the more you want to cry"

  • Wieso sollte man ubuntu nicht als Server verwenden? Gibts es ja als extra Serveredition. Habe schon ubuntu und Debian ausprobiert, bin auf ubuntu geblieben, weil es mir irgendwie sympatischer ist ;)

    gruss ubuntu

  • @ vmk:
    Ich habe die Rescue-Console nie verwendet. Kann man dort Dateien so verschieben/kopieren, dass die Neuinstallation diese verschont?

    @ ubuntu:
    Ubuntu ist deshalb keine Server-Distribution, weil sie eigentlich Debian ist mit dem Unterschied, dass übereilt ungeprüfte Pakete released werden. Das hat in einigen Communitys schon oft genug zu Totalausfällen bei Servern geführt und musste umständlich durch Workarounds oder gar Rollbacks gelöst werden.
    Wenn du immer das Neuste und das Zusammengeschusterste von diversen mehr oder weniger vernünftigen Quellen haben willst, nimm Ubuntu. Das ist bei Home-Desktops auch sehr sinnvoll. Setzt du aber auf Fehlerfreiheit und Stabilität, nimm Debian. Und das ist der Einsatz auf Servern.
    Meine (und die jede Menge anderer) Devise: Debian hat auf Desktops nichts zu suchen, Ubuntu nichts auf Servern.

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  • Zitat von Artimis;21590

    @ vmk:
    Ich habe die Rescue-Console nie verwendet. Kann man dort Dateien so verschieben/kopieren, dass die Neuinstallation diese verschont?

    Ich meine:
    1) Rettungskonsole booten
    2) mv / /old
    3) debootstrap (bzw. je was für die Distri passendes)


    Zitat von Artimis;21590

    ubuntu:
    Ubuntu ist deshalb keine Server-Distribution, weil sie eigentlich Debian ist mit dem Unterschied, dass übereilt ungeprüfte Pakete released werden.

    Und was hat sich Debian mit dem openssh-Debakel geleistet? Das hat ja historische Ausmaße und diese Blödheit hat einen mindestens einen Award verdient. Debian hat ja dazu noch das Problem, dass non-Mainstream-Software monatelang nicht gepatcht wird. So wurde bei Debian der lighttpd für knapp 9 Monate mit einer kritischen Sicherheitslücke verteilt.

    "Security is like an onion - the more you dig in the more you want to cry"

  • Naja, gut, Vorsicht ist die eine Seite, Veraltung eine andere.
    Jedoch habe ich, seit ich mich mit Servern beschäftige, schon sehr häufig von Mist gebau, den Ubuntu verzapf hat, sehr selten hingegen von Debian.
    Und ich wage zu behaupten, dass Fehler in der Software, die übereilt released wird, um einiges gravierender ausfallen als eventuelle Sicherheitslücken, weil die Software zu alt ist. Zumindest müssen diese Sicherheitslücken ausgenutzt werden, während einige der Fehler von Ubuntu das System ganz alleine schrotteten.
    Selbst meine Desktops zeigen das Verhalten: 2x ist mir Ubuntu auf dem Tower schon nach einem aptitude safe-upgrade abgenuckelt. Mein Debian auf dem Netbook noch nie.

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  • Zitat von Artimis;21595

    Und ich wage zu behaupten, dass Fehler in der Software, die übereilt released wird, um einiges gravierender ausfallen als eventuelle Sicherheitslücken, weil die Software zu alt ist. Zumindest müssen diese Sicherheitslücken ausgenutzt werden, während einige der Fehler von Ubuntu das System ganz alleine schrotteten.

    Was ist dir lieber? Ein Update, welches dir eine Sicherheitslücke installiert, wo du aber keinen Hinweis drauf erhälst oder lieber ein Update, was dir den entsprechenden Dienst lahmlegt und den Server damit sicher macht? Das nächste, nach Webserver/Mailserver/etc., scannende Skriptkiddie kommt sicher vorbei. Das ist sicher.

    Der Server ist nur so sicher, wie der Admin Ahnung hat. Egal ob Ubuntu, Debian oder Windows, das spielt keine Rolle. Damit wären wir sogar wieder beim Thema :)

    "Security is like an onion - the more you dig in the more you want to cry"

  • btw: Es würde vllt. auch einfach der /backup Ordner weiterhelfen, um bestimmte Daten nach der Neuinstallation ohne externen Space noch zu besitzen und wieder einspielen zu können ;)


    MfG Christian

    "Wer nur noch Enten sieht, hat die Kontrolle über seine Server verloren." (Netzentenfund)

  • Zitat von ubuntu;21582

    Ich denke, er möchte das ganze auf einem vServer ;)

    korrekt!

    Zitat von killerbees19;21597

    btw: Es würde vllt. auch einfach der /backup Ordner weiterhelfen, um bestimmte Daten nach der Neuinstallation ohne externen Space noch zu besitzen und wieder einspielen zu können ;)

    Danke, das ist etwa das, was ich brauche. Noch besser wäre es, nichts verschieben zu müssen, aber einmal nach /backup und zurück ist ok.

    Zu den anderen Diskussionen:

    1) Die Distribution ist mir fast egal, aber ich hatte mich für ein 32 Bit System entschieden. Da der vServer aber unter 64bit läuft, macht sich das immer wieder bemerkbar: manche Software glaubt, da wäre ein 64 Bit System. Das erfordert dann immer manuelle Nacharbeit.

    Ich steige um auf Centos 5 64bit.

    ... und ich will da nichst ausprobieren, sondern: einspielen, configurieren, laufen lassen.

    2) Backup
    Kann man das Essen? Scherz :) Sicher gibt es ein Backup, da ich meine Backups lokal sichere (per download), wäre das Einspielen halt etwas langsam. Wenn die Daten also da bleiben können, wäre das sehr praktisch.

    Danke für die vielen Ratschläge

    Bebbo

  • Wenn du es nicht übertreibst mit der Größe, kannst du auf meinem Server vorrübergehend Backup-Space bekommen. Einfach verschlüsselt packen und zu mir rüberjagen.

    Mein Server:
    v(olks)Server 1. Serie: 2,5GHz, 1024MB RAM, 1024MB Swap, 2x60GB-Raid1-HDD, Traffic-Flat
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  • Zitat von Artimis;21607

    Wenn du es nicht übertreibst mit der Größe, kannst du auf meinem Server vorrübergehend Backup-Space bekommen. Einfach verschlüsselt packen und zu mir rüberjagen.

    Danke für das Angebot. Ein komplettes Backup sind derzeit ca 3GB.

    Ich habe es aber bereits "woanders" hinkopieren können. Dauerte nur 15 Minuten

    Bebbo