Proxmox auf RS 1000 G11 – lohnt sich das noch?

  • Guten Morgen zusammen,

    ich überlege, mir einen RS 1000 G11 (AMD EPYC 9634, 8 GB DDR5 ECC, 4 dedizierte Kerne, 256 GB NVMe) für 9,81 €/Monat zu holen. Preislich top.

    Geplant war der Einsatz von Proxmox mit 1–2 VMs und ein paar LXC-Containern. Nun lese ich im Forum, dass Nested Virtualisierung evtl. nicht mehr funktioniert. LXC sollte kein Problem sein – aber wie sieht es mit VMs aus? Stimmt das noch? Kann man Nested Virtualisierung ggf. gegen Aufpreis aktivieren?

    Habt Ihr ne Empfehlung oder ein Tipp?

    Viele Grüße und Danke!

    Mike

  • Das Thema wurde hier im Forum schon ein paar mal diskutiert (Forum Suche: "nested virtualization"). Es gab wohl mal die Möglichkeit das aktivieren zu lassen. Aber die Kosten dafür waren nicht gerade günstig. Soweit ich da aber rausgelesen hab, macht das Netcup schon länger nicht mehr. Du könntest beim Support anfragen und uns dann hier die Antwort nennen, dann weißt du sicher, ob es von Seiten Netcup überhaupt noch angeboten wird.

    LXC sollte aber auf jeden Fall funktionieren.

    Bei VMs ist auch die Frage, welche Performance damit überhaupt erreichen kann. Ich denke bei 4 Kernen und 8 GB Ram, da wirst sehr schnell an Grenzen kommen.

    Rechnet man alle Kosten für zusätzliche IPs und falls möglich nested virtualization zusammen, so denke ich fährt man günstiger wenn man einfach 2-3 zusätzliche kleine VPS bucht.

  • Antwort vom Support:

    Zitat

    Nach unserer Erfahrung kann die nested-Virtualization via SVM-Flag zu technischen Problemen auf Prozessorebene führen. Da die von uns vermieteten Server voll virtualisiert sind, betreffen derartige Probleme alle Kunden auf derselben Node gleichermaßen. Aus diesem, sowie aus Gründen der Sicherheit, können wir Ihnen die Aktivierung des SVM-Flags bei keinem unserer Produkte mehr anbieten. Dies kann auch nicht hinzugebucht werden.

  • Ich hatte einen RS 1000 G11 mit Proxmox und folgende Services als LXC in Berieb:

    • AdGuard DNS
    • AdGuard DNS (Redundanz)
    • Vaultwarden
    • Bookstack (Wiki)
    • Uptime Kuma
    • SterlingPDF
    • NGINX als Reverse Proxy
    1. Die beiden AdGuard DNS Server liefen über ein DNS-over-TLS-Gateway des NGINX und wurden "auslastungstechnisch" nur von meinem Haushalt genutzt, wobei DNS in Privatnutzung i.d.R. keine riesigen Ressourcen beansprucht.
    2. Vaultwarden wurde nur von mir genutzt
    3. Bookstack war/ist meine Doku-Ablage, da rödelt man auch nicht 6 Stunden drin rum
    4. Uptime Kuma war das Monitoring
    5. StirlingPDF ist ein PDF-Tool
    6. NGINX ist NGINX^^


    Wenn die LXC alle laufen und außer DNS+Uptime Kuma gerade nichts genutzt wird, war die CPU-Auslastung im Prinzip Idle (1%-3%)

    Auch die Nutzung der anderen Services haben die CPU im Prinzip gelangweilt, lediglich "SterlingPDF" beansprucht etwas mehr CPU-Leistung, wenn man bspw. PDF-Dateien zusammenführt oder dort anderweitig bearbeitet....aber absolut kein Engpass.

    RAM-technisch sind LXC auch sehr unspektakulär (aus der Erinnerung):

    • AdGuard mit ca. 900.000 Blockeinträgen ca. 250MB RAM pro LXC
    • Vaultwarden war auch im Bereich +- 100MB
    • Bookstack ebenso +-100MB
    • Uptime Kuma irgendwas um die 50MB
    • StirlingPDF sollten so ca. 200MB gewesen sein (bei Nutzung gings auch mal auf ca. 600MB hoch)
    • NGINX waren glaube ich stolze 20MB

    Im Gesamten waren im Grundbetrieb mit Proxmox knapp 40% RAM belegt.

    Und in Bezug auf die Zuweisung der vCPU/LXC waren das meist 1 bis maximal 2 Kerne, die der Container nutzen darf.

    Das lief alles wie Butter.

    Gegebenenfalls ist das zumindest ein grober Anhalt, ich kenne ja deine genauen Anforderungen nicht.