Clonezilla auf vServer bereithalten

  • Moin,


    mir schwebt vor, bei Netcup einen (weiteren) vServer zu bestellen (VPS 200 G8 dürfte reichen), der nur dazu dienen soll, die Software Clonezilla (live) vorzuhalten für mehrere PCs. Das erspart es mir, bei turnusmäßigen Backups von PC zu PC zu latschen und mit Live-CDs oder Sticks zu hantieren. Die Rechner sollen sich dann mit Hilfe von PXE die Clonezilla Software vom vServer ziehen. Es geht also nicht darum, die Backups auf dem vServer abzulegen, sondern nur um die Software.


    Seit Stunden quäle ich mich durch diverse Tutorials, aber ich weiß noch nicht so recht, welche Lösung am besten erscheint.


    1. Von Clonezilla gibt es sowohl eine "Server Lite"-Edition (siehe hier), als auch eine "Server Edition". Würde die "Server Lite" Version überhaupt auf einem vServer funktionieren (so liest es sich auf der FAQ-Seite von clonezilla.org) oder nur im lokalen Netzwerk?

    2. Daneben gibt es auch eine Beschreibung des Herstellers , derzufolge auch die normale Clonezilla Live Version über PXE bereitgestellt werden könnte. Geht das auch auf einem vServer?

    3. Welches Grundbetriebssystem eignet sich für den PXE Server auf dem vServer? Ubuntu? Dazu findet sich hier eine Anleitung.

    4. Für die Server Edition wird ein "DRBL Server" benötigt laut Clonezilla (hier die Beschreibung des Herstellers dazu). Was ist das genau und wie bekomme ich das hin?

    5. Ist es überhaupt gangbar, den vServer als PXE Server vorzuhalten und bei den hiesigen Clients dann aufzurufen, notfalls über einen SSH (Reverse) Tunnel oder über VPN, damit alles im gleichen Netzwerk liegt?


    Hat jemand von Euch Erfahrung? Bin ich auf dem Holzweg? 8o

    Viele Grüße

    Jotrocken

  • Du willst extra für PXE alles durch ein VPN schaufeln? :/


    Wie planst Du das VPN im lokalen Netzwerk zu integrieren?


    Was für einen Router verwendest Du aktuell?


    Ja, bislang ist das noch in der Planungsphase.

    Zum VPN: Entweder läuft auf dem vServer dann ein Wireguard Server und der häusliche Pi oder ein davorgeschalteter GL.inet Router ist der Wireguard Client oder anders herum.


    Derzeit verwende ich den Huawei B818, habe aber noch mehrere GL.inet GL-MZ300N-V2 ungenutzt rumfliegen, die für VPN-Zwecke super sind.

  • der häusliche Pi

    Mach das doch über den häuslichen Pi.

    Ein TFTP Dienst läuft unter allen Linuxen - auch auf dem Pi - sogar unter Windows.


    Allerdings wirst du Stress mit deinem Router bekommen. Die wenigsten Consumer Router können per DHCP die "Next Server" Option mitgeben, die du für PXE brauchst. Also brauchst du hier auch wieder einen anständigen DHCP Server (wieder auf dem Pi).


    Mit iPXE sieht die Sache etwas einfacher aus. Du musst dich auch nicht an die Clonezilla ISO halten, hier kannst du auch ein Debian booten - Clonezilla gibt es als Paket für Debian.

  • Schließe mich der Meinung von H6G und killerbees19 an. Zusätzlich wäre es aber vielleicht interessant zu wissen, wo Du denn die Images ablegen wirst? Du schreibst, dass du diese nicht am vServer ablegst. Wenn Du sie auf lokalen Platten (z.B. USB) ablegst werfe ich die Frage in den Raum, warum Du davon nicht auch gleich bootest. Wenn du sie auf einem lokalen Server ablegst detto - warum nicht den als PXE-Server nutzen?

  • Ob das "nach einem RasPi Projekt schreit" hängt davon ab, was es derzeit schon vor Ort gibt.

    Da es das Ziel des Backups (eventuell ein NAS oder USB-Disk?) ja offenkundig schon geben dürfte braucht es vielleicht ja nicht einmal einen RasPi.


    Ganz grundsätzlich stelle ich mir aber die Frage, warum man dieses Vorhaben mit CloneZilla realisieren möchte. Wenn es um Backups geht würde ich eher auf eine vollständig (im Live-Betrieb) automatisierbare Lösung wie z.B. Veeam (auch als Free Edition ausreichend) setzen. Das beherrscht auch Bare-Metal-Restore (Windows und Linux) und sichert automatisiert im laufenden Betrieb zu konfigurierbaren Zeitplänen.