Server bootet nicht mehr nach Umzug

  • Ich habe schon den Support angeschrieben, aber vielleicht kann mir hier schneller jemand helfen.

    Heute morgen wurde einer meiner ältesten Server "aus dringenden Gründen" auf ein neues Wirtssystem verschoben.

    In der Vergangenheit hatte ich da auch nie Probleme, diesmal lässt er sich jedoch nicht mehr starten.

    Bei der Migration wurde offenbar UEFI aktiviert, jedoch lässt er sich weder damit noch bei Rückstellung auf BIOS starten.

    Der Debian Server hat eine LUKS-verschlüsselte Boot-Platte und normalerweise muss ich beim starten das Passwort eingeben, allerdings scheint das System die Platte gar nicht zu finden.

    Hat vielleicht jemand eine Idee oder Erfahrungen, wie man über das Rettungssystem eine LUKS-Partition einbindet?

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  • Das mit dem UEFI vs. Bios klingt etwas seltsam. Normalerweise sollte sich so ein Flag ja bei der Migration nicht einfach so aktivieren oder deaktivieren. Hier kannst du ja definitiv mal ins Rettungssystem booten und dir mal die Partitionstabelle anschauen (z.B. mittels fdisk -l). Dann siehst du ja direkt, ob es überhaupt eine "EFI System" Partition gibt (ein eindeutiges Zeichen, ob UEFI vorher aktiv oder deaktiviert war).

    Deine LUKS Partition kannst du im Rettungssystem dann mittels cryptsetup open /dev/sdx $NAME öffnen.

  • Vielen Dank erstmal.

    Der Partitionstabelle nach war da wohl doch EFI aktiv, hatte ich wohl so nicht mehr auf dem Schirm, der VPS ist von 2017 und ich hätte Stein und Bein geschworen, dass der noch mit BIOS läuft... (soviel zum inventory management ;) )

    Mounten der Partition im Rettungssystem mit LUKS und volume group war etwas hakelig (musste ich so noch nicht machen) aber letztendlich erfolgreich und rsync schaufelt jetzt erst mal die Daten in Sicherheit, bevor ich weiter mache und schaue, ob ich den Server wieder zum booten bekomme, oder besser neu installiere...

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  • Für extrem sensible Daten OK

    Auch da sehe ich bei einem externen Server keinen Sinn drin.

    Aber mich interessiert ja vor allem erstmal, ob er das Konzept beibehalten will.

    Falls ja, dann natürlich auch die Gründe.

    Warum hast du es eigentlich 2017 gemacht?

    Ich glaube wir haben alle mal mit Plattenverschlüsselung rumexperimentiert.

    Es gibt auch viele Situationen in denen es auch sinnvoll ist.

    Die Beweggründe bei einem 24/7 Server in nem RZ interessieren mich aber.

  • Immernoch mit dem Konzept der Verschlüsselung?

    Bei dem Server ja, lief bisher auch relativ zuverlässig.

    Inzwischen bootet er auch wieder.

    Was genau die Ursache war, kann ich leider nicht (mehr) nachvollziehen, da ich mich mit EFI nicht wirklich auskenne.

    Das Problem war wohl, dass das boot device nicht mehr gefunden wurde und automatisch immer die EFI shell gestartet wurde.

    Mit etwas trial&error habe ich jetzt einen neuen Boot-Eintrag erstellt und als default gesetzt.

    Vermutlich werde ich ihn trotzdem bei nächster Gelegenheit neu installieren...

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  • Die Beweggründe bei einem 24/7 Server in nem RZ interessieren mich aber.

    Da gibt es maßgeblich zwei - zum einen ging es mir darum, Erfahrung beim Betrieb von LUKS im Dauereinsatz zu sammeln.

    Verschlüsselung ist schnell mal aktiviert, aber ob es auch langfristig praktikabel ist, sieht man halt nur, wenn man es auch länger verwendet.

    Der zweite Punkt ist "defense in depth" , eine Reduzierung der (potentiellen) Angriffsfläche - und um ein subjektiv besseres "Gefühl" zu vermitteln.

    Der Server ist nur eingeschränkt von außen erreichbar, die Daten sind teilweise schützenswert und eine Verschlüsselung auf Anwendungsebene nicht praktikabel.

    Dabei geht es mir nicht darum, dass ich Netcup misstraue, aber ich arbeite selbst in einem Rechenzentrums-Umfeld und ich möchte bestmöglich vermeiden, dass ein Server-Image (auch versehentlich) "verloren" geht.

    Ein Bonus-Punkt ist das Thema "Löschen" - mit aktiver Verschlüsselung muss ich mir weniger Gedanken beim sicheren "überschreiben" von Daten machen, was meiner Information nach bei SSD/NVMe nicht immer trivial ist.

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    Einmal editiert, zuletzt von gem (5. Juli 2025 um 17:08)

  • Hallo,

    > Heute morgen wurde einer meiner ältesten Server "aus dringenden Gründen" auf ein neues Wirtssystem verschoben.

    ist IMHO wohl üblich, ältere wirtssysteme zusammenzufassen ?!

    gibt es ne möglichkeit bei netcup herauszufinden, auf welchem wirtssystem das vps sich befindet ?

    ( bei anderen anbietern reicht ja ein simples traceroute. )

    lg.