Hallo zusammen,
ich bin auf ein merkwürdiges Verhalten gestoßen, das ich nun schon zweimal beobachten konnte und für das ich bisher keine Ursache identifizieren konnte.
Ausgangslage
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Server: Netcup-Rootserver mit Ubuntu Server 22.04.5 LTS, täglich über Ubuntu Pro live gepatcht.
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Dienste:
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hestia.serviceaktiv seitSat 2025-05-31 18:26:36 CEST -
nginx.serviceebenfalls aktiv seitSat 2025-05-31 18:26:36 CEST
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Zugänge:
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HestiaCP
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SSH
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Weitere interne Dienste per WireGuard erreichbar
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VPN: WireGuard-Tunnel aktiv zu meinem Heimnetz:
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Routing-Tabelle:
Alles funktioniert...
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Die DNS-Auflösung z. B. für
jellyfin.homefunktioniert problemlos (Antwort von 192.168.178.36). -
Auch eine
nc -zvu 192.168.178.103 1514auf den Wazuh-Server funktioniert aktuell erfolgreich:Connection to 192.168.178.103 1514 port [tcp/*] succeeded!
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Der Wazuh-Agent meldet regelmäßig an den Server im Heimnetz (192.168.178.135 aktiv registriert, letzte Keepalive-Meldung aktuell).
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Dienste wie nginx und HestiaCP laufen laut systemctl ohne Unterbrechung.
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Die Verbindung via WireGuard ist durchgehend stabil (Handshake alle 25 Sekunden, aktive Datenübertragung sichtbar).
- apt update funktionmiert, der Server kann nach draußen kommunizieren
- Domains und Mailpostfächer sind erreichbar und eingerichtet
- Wazuh meldet keine kritschen Fehler
- Greenbone check gegen den Server zeiugt keine aufälligen angreifbaren sicherheitslücken. Alles gepatched
- SSH ausschließlich per Public Key
...bis plötzlich nichts mehr erreichbar ist
Zweimal ist folgendes Phänomen aufgetreten – jeweils nachts zwischen 22:00 Uhr und 03:00 Uhr:
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SSH-Zugriff schlägt fehl.
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Kein Eintrag im
auth.log, d.h. Verbindung kommt gar nicht erst beim Dienst an. -
tracerouteundpingfunktionieren aber weiterhin.
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HestiaCP-Panel nicht erreichbar.
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E-Mail-Clients (IMAP/SMTP) auf dem Handy verlieren Verbindung.
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Domains sind nicht mehr über das Internet erreichbar, DNS löst aber korrekt auf.
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Ein Rollback auf ein Snapshot vom Vorabend (z. B. 31.05.2025 um 18:19 Uhr) bringt alles wieder zum Laufen.
Die betroffenen Ports scheinen blockiert zu sein – ohne dass eine Firewallregel sie aktiv sperrt oder Dienste tatsächlich neu gestartet wurden. Ein Blick in die Logs (auth.log, nginx-error.log, hestia/nginx-error.log) zeigt keinerlei Hinweise auf einen Fehler oder externen Zugriff. Es gibt keine Cronjobs oder automatisierten Tasks, die nachts aktiv laufen und Ports ändern oder blockieren würden.
Vermutungen
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WireGuard scheint korrekt zu funktionieren, Routing ist in Ordnung.
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Dienste laufen intern – nur aus dem Internet scheint der Zugriff verloren zu gehen.
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DNS funktioniert, aber TCP-Verbindungen auf bekannte Ports werden verworfen oder blockiert.
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Es wirkt fast so, als ob der Server in einen Zustand gerät, in dem nur noch bestehende interne Verbindungen (z. B. über WireGuard) aktiv bleiben, neue aber abgewiesen werden – möglicherweise Kernelnetzwerk-Stack betroffen?
Frage in die Runde
Hat jemand ähnliche Symptome erlebt oder Ideen, was ich noch prüfen könnte?
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Könnte es durch Livepatch, Fail2Ban, netfilter oder etwas Ähnliches passieren?
- Nichts auffälliges in den jails, keine sichtbaren blocks
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Welche Logs wären zusätzlich hilfreich?
Ich danke Euch vorab – gerne liefere ich weitere Details, wenn gewünscht.
Viele Grüße
Nachtrag:
ein nc -zv ip 80 und 443 zeigt: time out.
Ich hege den Verdacht, das Netcup mir die Verbindung killt. Das Wiederspricht aber dem Verhalten, dass der Snapshot das Problem behebt....