Hallo, ich bin seit einigen Jahren mit einem VPS 200 G8 unterwegs und das ist mein erster Beitrag im Forum. Überlege, ob ich eine IT-Weiterbildung (ca. 12 Monate) machen soll, um in Berlin als Quereinsteiger beruflich neu anzufangen. Bin aber unentschlossen über die Richtung: Full Stack Developer, Anwendungsprogrammierer, Administrator etc. ...?! Habe als Naturwissenschaftler über 20 Jahre Linux-Hintergrund und schon verschiedene kleine Projekte durchgezogen (HTML, SQL, Python, C++ etc.). Ich bin sehr motiviert, habe aber große Bedenken, dass ich mich in eine Sackgasse qualifizieren könnte. Bitte schreibt mir eure Gedanken, und auch wo ich kompetente Info über Bildungsträger und Berufsaussichten finden kann. Danke und Grüße. ![]()
IT-Weiterbildung für beruflichen Neubeginn
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gnutux -
21. Juni 2024 um 19:36 -
Erledigt
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Das ist eine Recht komplexe Fragestellung.
Da ich nicht in der IT arbeite kann ich keinen konkreten Ratschlag erteilen.
Aber allein die Wahl zwischen Anwendungsentwickler und Administrator ist ja extrem breit.
Das ist ja fast wie, Müller oder Bäcker...

Du solltest Dir vielleicht erst überlegen was Du selbst am liebsten machen möchtest (Stärken, Schwächen, Interessen, für längere Zeit), klären ob Deine Vorstellung in der Realität auch dem entspricht was Du Dir erhoffst (Praktikum oder innerbetrieblicher Stellenwechsel) und schauen was die Vorraussetzungen für eine Einstellung in einem neuen Betrieb sind (Stellenanzeigen, Berufsinformationszentrum, IHK-Veranstaltungen, Firmenmessen, Azubimärkte etc.).
Aus anderen Branchen kenne ich im privatem Umfeld Fälle, in denen Quereinsteiger mit (ziemlich) begrenztem Wissen in niedriger Gehaltsgruppe anfingen und durch betrieblich und staatlich (je nach Bundesland) geförderten Weiterbildungen durchstarteten. Nach einigen Jahren gibt's dann keinen Unterschied zu 'Erstausgebildeten'. Redest ja eh' von einem Bereich in dem sich die Technik alle paar Jahre komplett selbst überholt.
Anerkannte Zertifikate der Weiterbildungen sind natürlich wichtig.
Mir persönlich würde sowas (in Kooperation mit dem Arbeitgeber) mehr gefallen als auf eigene Faust. Durch die Investition des Betriebes in Dich dürfte (i.d.R.) der Arbeitsplatz sicherer sein und im Falle menschlich korrekter Chefs ist ggf. nach ein paar Jahren eine Umschulung möglich (statt Admin doch lieber Anwendungsentwickler oder gar technischer Zeichner oder ext. Kundendienst weil man gern reist oder eine Fernbeziehung ansteht...).
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gnutux given your unique background and skills, here is what i'd suggest for skill development
- Golang
- CI/CD pipeline using Gitlab
- systemd
- MongoDB
- Flavour of DevOps | MLOps
This will build on your experience and at the sametime give you a head start in the many of the opportunities at startups and DevOps focussed organizations.
Hope this helps. All the best !
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Habe als Naturwissenschaftler über 20 Jahre Linux-Hintergrund und schon verschiedene kleine Projekte durchgezogen (HTML, SQL, Python, C++ etc.).
Ich habe tatsächlich schon sehr oft mit Physikern und Mathematikern zusammengearbeitet, die sehr viel programmiert haben.
Insbesondere wenn es um Domain Wissen geht -> das ist quasi gleichwertig zu einem Informatikstudium.
IMHO braucht man da keine Bildungsträger mehr - da du schon die entsprechende Erfahrung mitbringst, glaube ich auch nicht, dass du bei einer "IT Weiterbildung" so viel noch dazu lernst. Das meiste kommt eh im Job.
Wenn dir Linux gut gefällt, guck dich nach Sysadmin Stellen um, wenn dir Softwareengineering gut gefällt nach entsprechenden Stellen - wenn dir beides gut gefällt: DevOps. (Hier ein bisschen in Richtung Docker Container orientieren und, was die 3 großen Cloudanbieter so zu bieten haben. Hier gibt es auch im Humblebundle oft gute E-Books zu dem Thema)
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Danke für eure freundlichen Empfehlungen. Ich bin bestimmt nicht auf dem Level, um direkt beruflich einsteigen zu können, das kommt im Ausgangspost wohl zu optimistisch rüber. Deshalb bitte fleissig weiter kommentieren.

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Mir fallen hier zwei Wege ein:
1. Die klassische Umschulung: Hier machst du die komplette Fachinformatikerausbildung von drei Jahren in zwei Jahren. Du musst dich vorher für eine der vier Fachrichtungen entscheiden. Das ganze kann wohl vom Arbeitsamt bezahlt werden. Letztendlich läufts aber oft drauf raus dass du viel selber erarbeiten musst. Du hast nicht annährend soviel Unterstüzung wie in einer echten Ausbildung. Der Stoff ist aber durchaus gut zu schaffen wenn du dein lernen richtig organisierst. Während einem ca. 6 monatigen Praktikum in einem Betrieb entwickelst du deine Projektarbeit.
2. Die Externenprüfung: Wieder gleicher Stoff wie bei der Ausbildung nur bringst du dir diesmal alles selber bei ohne einen Bildungsträger. Du brauchst aber für ein paar Monate einen Betrieb (afaik geht wohl auch dein eigener 1-Mann-Betrieb) um deine Projektarbeit zu machen.
Bei beiden Wegen bist du danach ganz offiziell Fachinformatiker in einer der entsprechenden Fachrichtungen.
Sicherlich gibts für dich noch andere Möglichkeiten aber ich kenn mich halt nur mit der Ausbildung aus.