Ist die Verifizierungsmethode durch netcup willkürlich?

  • [netcup] Lucia S. Also ist die in diesem Thread geschilderte "Selfie Verifikation" tatsächlich üblich? :/


    Dass netcup keine Briefe mehr verschickt fällt wohl eher unter Optimierung des finanziellen und personellen Aufwands? Niemand verschickt gerne grundlos Briefe an potentielle Fake-Adressen oder Empfänger, die von ihrem Glück nichts wissen. Nachvollziehbar, aber trotzdem ein wenig schade.

  • Man könnte die Briefvariante den Kunden ja als Option anbieten.

    Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es Kunden gibt, denen das lieber ist als ein Selfie oder ähnliches und die auch bereit sind, dafür 1-2 Tage zu warten.

  • Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es Kunden gibt, denen das lieber ist als ein Selfie oder ähnliches und die auch bereit sind, dafür 1-2 Tage zu warten.

    Ich bin einer von den Kunden, die ein solches Verfahren bevorzugt. Natürlich könnte man auch mit dem E-Perso ein paar Daten einfangen, wäre ich auch bereit dafür ;)

  • eripek Bei gehörlosen Kunden konnte bisher immer eine fürbeide Seiten akzeptable Lösung zur Durchführung einer hinreichendenVerifikation gefunden werden. Wir passen unsere Verifizierungenselbstverständlich in einem solchen Fall entsprechend an und arbeiten mit demKunden zusammen, um die beste Lösung für beide Seiten zu finden.

    Ich bitte um Pardon, aber mein Verständnis von Antidiskriminierung und „Barrierefreiheit by Design“ (=Inklusion) setzt voraus, dass eine Lösung a priori existiert, und nicht erst eine für beide Seiten akzeptable Lösung zu suchen wäre. Das mag aber daran liegen, dass ich einen Gehörlosen in der Familie habe und ich mit einem Telekommunikationskonzern hier in .at regelmäßig „streiten“ durfte, weil dessen Support dort regelmäßig nicht versteht, was er möchte, während er sich behinderungsbedingt telefonisch auch nicht verständigen kann. Das war besonders lustig zu einer Zeit, als er einen explizit als solchen ausgewiesenen Gehörlosentarif (für Videotelefonie und SMS) hatte, das Unternehmen ihm aber stets Nachrichten geschickt hat, er möge wegen dem oder dem */anrufen*/...


    [netcup] Lucia S. was mir ebenfalls verbesserungswürdig erscheint: Wenn man den Support wegen eines Kunden oder eines verbundenen Unternehmens, dessen Account man mitverwaltet, wobei man schon bei der Bestellung Strukturen offengelegt hat (u.z. bei der telefonischen Vorstellrunde, bei der Eurer Mitarbeiter unbedingt den zeichnungsberechtigten Vorstand der Holding oder den Geschäftsführer sprechen möchte und ihm der beauftragte Techniker dafür nicht reicht...), und man dann wegen einer dringenden Angelegenheit die Anwort bekommt, das könne wegen Datenschutz nicht beauskunftet werden, obwohl ich im Mail Daten angebe, die nur ich als Inhaber oder Bevollmächtigter des Inhabers überhaupt kennen kann.

    Heute ging es um ein Mail, das anscheinend 7 Tage in der Queue des LDA hing...


    Konstruktiver Verbesserungsvorschlag hierzu:

    a) Im CCP ein Kundenkennwort hinterlegen lassen, das in Kombination mit der Kundennummer als Berechtigung für Auskünfte anerkannt wird.

    (Hinweis Euer Mitbewerber I******x macht das so, dass er im Kundenaccount ein solches Kennwort von sich aus generiert und dann telefonisch abfragt).

    b) Im CCP beim Mailform ein „CC an mich“ oder weitere CCs ermöglichen.

    c) Im CCP den Namen, Telefonnummer und E-Mail eines „Tech-C“ erfassen lassen, demgegenüber Euer Support antworten darf.



    Verifikation:

    a) Keine telefonischen Rückfragen bei juristischen Personen. Gegen Social Engineering würde der Anruf sowieso kaum helfen. Eher nach Firmenbuchauszug/Handelsregisterauszug, Vollmacht mit Firmenstempel und Unterschrift des firmenmäßig Zeichnenden und Ausweis des Vollmachtnehmers fragen.

    b) bei Firmen Kreditkarten zulassen - da könnt Ihr dank neuer 2FA-Verfahren einigermaßen sicher sein.

    c) digitale Unterschriftsverfahren zulassen - siehe BSI-Artikel zu eIDAS-VO https://www.bsi.bund.de/DE/The…aft/eIDAS/eIDAS_node.html


    Die jüngsten Erlebnisse werte ich als persönlich übrigens als obskur und gegenüber Neukunden nur wenig vertrauenserweckend. Aber das ist mein persönlicher Eindruck nach mehreren Jahren als Kunde bei netcup, wo ich netcup mehrfach unterschiedlichsten Leuten und auch Unternehmen und Vereinen weiterempfohlen habe, von denen die Mehrzahl auch heute noch Eure Kunden sind.