Zugriff auf Heimnetzwerk mit wg-easy

  • Deswegen hier mal meine Aktuelle Konfiguration:

    Spoiler anzeigen

    FritzBox <1>

    Code
    [Interface]
    Address = 192.168.10.1/24
    
    [Peer]
    AllowedIPs = 10.100.0.0/24, 192.168.190.0/24

    FritzBox <2>

    Code
    [Interface]
    Address = 192.168.190.1/24
    
    [Peer]
    AllowedIPs = 10.100.0.0/24, 192.168.10.0/24

    Hallo philw95 ,
    danke nochmal für das Teilen deines Posts. Ich gehe davon aus, dass deine FritzBox 1 die IP 192.168.10.1 und deine FritzBox 2 die IP 192.168.190.1 hat.
    Diese Konfiguration entspricht eigentlch auch genau meiner und die wird von meiner FritzBox nicht geladen, da sie einen IP-Adresskonflikt meldet:

    Edit: Die Fritz!Box verweigert das Laden des Konfigfiles wenn in der Interface Section irgendeine IP-Adresse aus ihrem Adressbereich angegeben ist.

    Welche FritzBox'en mit welcher FW-Version verwendest du?

  • Der Ton gefällt mir nicht, ich bin deshalb hier raus.

    Wenn du meinst, bitte. Ich will nur verhindern, dass sich über solche Threads wieder irgendwelche Mythen im Internet festsetzen, die technisch einfach nur hanebüchen sind. Am Ende lesen es andere und glauben es vielleicht auch noch.

    Denn es gibt bei Wireguard auf technischer Ebene keine Zuordnung von Server oder Client, Initiator oder Responder. Diese Rollen können nur durch externe Einflüsse festgelegt werden, und nicht durch die Wireguard-Technologie an sich. Und das bedeutet auch, sie haben keinerlei Einfluss auf die grundlegende Konfiguration, z.B. bei den IP-Adressen. Das Einzige, was eine wichtig werden könnte, sind die keep-alive Pakete, die nötig werden, damit ein Client hinter einem NAT Router erreichbar bleibt.

    Ich müsste dann die IP-Adresse des Wireguard Transfernetzes auf das IP-Band der Fritz!Box (192.168.0.xxx) ändern, oder?

    Du brauchst gar kein Transfernetz bei einer LAN-2-LAN Verbindung. Das bräuchtest du erst, wenn Road Warrior Clients hinzukommen. Und dann auch nur für die, in den Fritzbox taucht es dann nur als allowed IP auf.

    Dann frage ich mich, wie das funktionieren soll, wenn ich wirklich eine zweite Fritz!Box reinhängen möchte.

    Genauso. Wie gesagt: LAN-2-LAN Verbindungen brauchen kein Transfernetz.

    Wenn die Fritzbox das Laden einer korrekten VPN-Konfig verweigert, dann gibt es häufig einen Konflikt mit einer anderen existierenden VPN-Konfiguration. Ggf. hilft es, alle (!) existierenden VPN Konfigurationen für Wireguard und IPSec zu löschen. Reicht das nicht, muss man einen Reset auf Werkseinstellungen durchführen.

  • Ich gehe davon aus, dass deine FritzBox 1 die IP 192.168.10.1 und deine FritzBox 2 die IP 192.168.190.1 hat.

    Ja genau Richtig.

    Welche FritzBox'en mit welcher FW-Version verwendest du?

    FRITZ!Box 5590 Fiber

    FRITZ!OS: 8.02


    Wie frank_m schrieb eventuell mal Alle Verbindungen bei Wireguard & IPSec Löschen oder ggf. mal auf Werkseinstellungen zurücksetzen probieren.

    Hab mal Testweise auch meine Konfig gelöscht und neu Geladen und das Funktioniert ohne Probleme.

  • Das Einzige, was eine wichtig werden könnte, sind die keep-alive Pakete, die nötig werden, damit ein Client hinter einem NAT Router erreichbar bleibt.

    Du brauchst gar kein Transfernetz bei einer LAN-2-LAN Verbindung. Das bräuchtest du erst, wenn Road Warrior Clients hinzukommen. Und dann auch nur für die, in den Fritzbox taucht es dann nur als allowed IP auf.

    Genauso. Wie gesagt: LAN-2-LAN Verbindungen brauchen kein Transfernetz.

    Wenn die Fritzbox das Laden einer korrekten VPN-Konfig verweigert, dann gibt es häufig einen Konflikt mit einer anderen existierenden VPN-Konfiguration. Ggf. hilft es, alle (!) existierenden VPN Konfigurationen für Wireguard und IPSec zu löschen. Reicht das nicht, muss man einen Reset auf Werkseinstellungen durchführen.


    Hallo frank_m ,

    danke für deine Antwort. Beachte meinen ersten Beitrag in diesem Thread. Mein Hauptziel ist es ja mit dem Smartphone von unterwegs unabhänig von IPv6 und IPv4 auf das Netzwerk zu Hause zugreifen zu können. Also genau das "Road Warrior Client" Szenario.
    Das mit der Kopplung einer zweiten Fritz!Box ist nachträglich hinzugekommen. - Damit könnte ich dann leicht auf das Netzwerk meiner Eltern zugreifen.

    Das mit einem Reset braucht Zeit. Ist ja nicht nur eine Fritz!Box, sondern alles was dazu gehört mit Mesh-Netzwerk, eingerichtete Filter und Telefonie.

    FRITZ!Box 5590 Fiber

    FRITZ!OS: 8.02


    Die selbe habe ich auch :/


    Ich wünsche euch allen frohe und besinnliche Weihnachtsfeiertage! 🎄🎁

  • danke für deine Antwort. Beachte meinen ersten Beitrag in diesem Thread. Mein Hauptziel ist es ja mit dem Smartphone von unterwegs unabhänig von IPv6 und IPv4 auf das Netzwerk zu Hause zugreifen zu können. Also genau das "Road Warrior Client" Szenario.

    Ja, wie gesagt, kein Problem. Halte dich für die Verbindung zwischen VPS und Fritzbox an die AVM Anleitung. Die sieht ja bereits ein lokales Netz für den Router der anderen Seite vor, dass ist in deinem Fall das Netz der Roadwarrior Clients. Für eine zweite Fritzbox fügst du einfach deren Netz als Allowed IP hinzu. Die Clients kannst du gemäß jeder gängigen Wireguard-Anleitung konfigurieren. Bedenke dabei auch die Allowed IPs aus dem Fritzbox Netz. Das wars schon.

  • Hallo zusammen!

    Sorry, dass ich mich erst jetzt melde, aber leider kam ich früher nicht dazu mich dem Problem anzunehmen.
    Doch nun habe ich es endlich geschafft! - Im doppelten Sinne.
    Ich habe mir nicht nur endlich Zeit genommen mich darum zu kümmern, sondern ich habe den Remote Zugriff nun auch wirklich zum laufen bekommen.
    Daher danke euch noch mal für eure Hilfe!

    Das Gesamtergebnis möchte ich euch nun nicht vorenthalten!

    Erste wichtige Erkenntnis: Ich habe es nativ mit Wireguard und nicht mit wg-easy gemacht! Mit wg-easy habe ich es einfach nicht hinbekommen.

    Wireguard läuft bei mir in Docker. Das docker-compose.yml sieht wie folgt aus:


    Die wg0.conf im Verzeichnis ./conf/wg_confs sieht wie folgt aus:

    Wobei 192.168.10.10 die IP-Adresse meiner Fritz!Box ist.

    Die Peer-Config für die Fritz!Box sieht so aus:

    Die Peer-Config für mein Smartphone wie folgt

    Der verwendete Port ist der Standardport 51820.

    Hoffe das hilft dem einem oder anderen! 😉

    Viele Grüße
    NehCoy

  • Ich halte die Konfiguration aus verschiedenen Gründen für nicht sonderlich zielführend.

    Zum einen hast du die Grundlagen der Fritzbox Doku nicht beachtet. Die Box macht Proxyarp, die IP der Box sollte aus ihren Subnetz kommen und es sollte kein Transportnetz benutzt werden.

    Im Server machst du NAT und gibst die Defaultroute für die Fritzbox an. Dein Server wird ab sofort seinen gesamten Internet-Datenverkehr über die Fritzbox abwickeln, nicht nur die des Smartphones, auch seinen eigenen! War das wirklich das Ziel deiner VPN Versuche, dass ein V-Server seinen gesamten Internetverkehr durch dein Heimnetz leitet? Seine Updates und alles Weitere?

    Durch die NAT Regeln ist der Rückweg aus deinem Heimnetz auf dem Server und seine VPN Clients nicht möglich. Das mag bei einem einzelnen Smartphone als VPN Client in Ordnung sein, aber wenn weitere Clients hinzukommen, ist das kontraproduktiv. Vollwertiges Routing ist in dem Fall eher zu empfehlen, und NAT würde ich auf die Fälle einschränken, wo das Smartphone den Internetzugang über VPN bekommen soll.

  • Hallo frank_m ,

    vielen Dank für deine konstruktive Kritik. Gehen wir sie mal im Detail durch:

    Zum einen hast du die Grundlagen der Fritzbox Doku nicht beachtet. Die Box macht Proxyarp, die IP der Box sollte aus ihren Subnetz kommen und es sollte kein Transportnetz benutzt werden.

    Diese Bemerkung kann ich nicht nachvollziehen. - Die Fritz!Box hat doch in ihrer Config ihre eigene IP-Adresse 192.168.10.10 stehen 🧐

    Im Server machst du NAT und gibst die Defaultroute für die Fritzbox an. Dein Server wird ab sofort seinen gesamten Internet-Datenverkehr über die Fritzbox abwickeln, nicht nur die des Smartphones, auch seinen eigenen! War das wirklich das Ziel deiner VPN Versuche, dass ein V-Server seinen gesamten Internetverkehr durch dein Heimnetz leitet? Seine Updates und alles Weitere?

    Nein das tut er nicht. Das Wireguard-Netzwerk wird nur im Docker-Container angelegt und nicht auf dem Host. Dem Host ist das Netzwerk und die Routen nicht bekannt. Ich kann weder von dem Host-System auf das Heimnetz zugreifen, noch wird der gesamte Traffic darüber geleitet.
    Ein traceroute geht auf eth0 des VPS raus.

    Durch die NAT Regeln ist der Rückweg aus deinem Heimnetz auf dem Server und seine VPN Clients nicht möglich. Das mag bei einem einzelnen Smartphone als VPN Client in Ordnung sein, aber wenn weitere Clients hinzukommen, ist das kontraproduktiv. Vollwertiges Routing ist in dem Fall eher zu empfehlen, und NAT würde ich auf die Fälle einschränken, wo das Smartphone den Internetzugang über VPN bekommen soll.

    Damit könntest du durchaus recht haben. - Das primäre Szenario ist allerdings nur der Zugriff auf das Heimnetzwerk von meinem Smartphone aus.
    Alles weitere sind nur Hirngespinste, die vielleicht irgendwann mal kommen könnten. Du hast aber gesehen, wie lange ich gebraucht habe bis ich mich um den eigentlichen wichtigen Remotezugriff kümmern konnte. 🫣

    Viele Grüße

    NehCoy