Import von Snapshots?

  • Hallo zusammen,

    noch eine Anfängerfrage ...
    Ich habe im Verlauf der Einrichtung des Rootservers fleißig von der Möglichkeit zur Speicherung von Snapshots Gebrauch gemacht (und Gottseidank bisher nicht benötigt 8o ).

    Im SCP wird ja an verschiedenen Stellen darauf hingewiesen, dass die Snapshots gelöscht werden bei Nutzung bestimmter Funktionen.

    Glücklicherweise kann kann man die Snapshots ja zur Sicherung exportieren.
    Ich konnte jedoch nicht finden, wo sie wieder importiert werden könnten ...

    Oder sind die exportierten Snapshots Images, die dann als Custom Images hochgeladen und für eine Neuinstallation genutzt werden können?

    • Hilfreichste Antwort

    Oder sind die exportierten Snapshots Images, die dann als Custom Images hochgeladen und für eine Neuinstallation genutzt werden können?

    Exakt, quasi um das Speichermedium des vServers komplett mit dem (qcow/qcow2/raw) Image zu ersetzen. Nicht zu verwechseln mit einem ISO-Image fürs virtuelle DVD-Laufwerk :)

    Es kann allerdings sein, dass Du die vor dem Upload konvertieren musst. Ich weiß nicht, was das SCP beim Export aktuell ausspuckt.

    Du könntest den heruntergeladenen Snapshot alternativ auch z.B. über das Rettungssystem auf die HDD/SSD des vServers schreiben. Sofern Du es dabei aber nicht On-The-Fly z.B. über SSH hinschickst, stehst Du vor dem Problem, wo Du das Image währenddessen ablegst. Dieses Problem umgeht man mit dem SCP natürlich.

    Generell würde ich empfehlen, Snapshots nicht als Ersatz für ordentliche Backups zu verwenden! Snapshots sind für drei Dinge jedoch sehr praktisch:

    • z.B. vor größeren Software/Distributions Upgrades, um im Notfall schnell zurückkehren zu können.
    • Bei Serverumzügen, wenn man es nicht manuell über SSH übertragen möchte.
    • Als zusätzliche Absicherung, falls alle Backups weg sind.

    "Wer nur noch Enten sieht, hat die Kontrolle über seine Server verloren." (Netzentenfund)

    3 Mal editiert, zuletzt von KB19 (23. September 2025 um 13:39)

  • stromzoo 23. September 2025 um 13:42

    Hat einen Beitrag als hilfreichste Antwort ausgewählt.
  • Es kann allerdings sein, dass Du die vor dem Upload konvertieren musst. Ich weiß nicht, was das SCP beim Export aktuell ausspuckt.

    Es wird eine Datei mit der Endung .raw.zst ausgespuckt ...

    In der Upload-Section in SCP wird .raw als erlaubtes Format aufgeführt.

    Es genügt also die Dekomprimierung mit dem zstd-Tool wie unten dargestellt.

    Dieses Tool ist in der Standard-Debian 12-Installation meines Rootservers bereits enthalten.

    PeaZip, dass es für Win/Mac/Linux/BSD gibt, kann z.B. mit dem Format *.zst umgehen.

    Dekomprimierung mit PeaZip auf M3-MacBook war unproblematisch - dauerte knapp über 1 Minute bei 1.4GB Dateigröße.

    Interessant ist auch, dass der gerade exportierte Snapshot direkt (für 48 Std.) als *.raw-Image als Custom-Image zur Verfügung steht, man damit also gleich arbeiten könnte (siehe Anhang 03.png)

    Lumo (Ki von Proton) hat zum Format *.raw.zst Folgendes angemerkt:

    Die Endung .raw.zst setzt sich aus zwei Teilen zusammen:

    Teil Bedeutung
    <em><span style="color:#008000;">.raw</span></em> Kennzeichnet eine Rohdatei (Raw‑Datei). Das ist ein unverarbeitetes, binäres Datenformat ohne Header oder Metadaten. Solche Dateien werden häufig für Bilddaten, Audio‑Samples, Firmware‑Images oder andere niedrig‑level Datenströme verwendet.
    <em><span style="color:#008000;">.zst</span></em> Steht für Zstandard, ein moderner, verlustfreier Kompressionsalgorithmus, der von Facebook entwickelt wurde. Dateien mit dieser Endung sind komprimiert und können mit jedem Zstandard‑Entpacker (z. B. zstd, unzstd, zstdcat) wieder dekomprimiert werden.

    Was bedeutet also .raw.zst?

    Es handelt sich um eine rohe (unstrukturierte) Binärdatei, die anschließend mit dem Zstandard‑Kompressionsverfahren komprimiert wurde. In der Praxis sieht das so aus:

    1. Erstellung: Eine Anwendung erzeugt eine .raw‑Datei (z. B. ein Firmware‑Image, ein Rohbild oder einen Daten‑Dump).
    2. Kompression: Die Datei wird mit zstd komprimiert, wodurch die Endung .zst angehängt wird → Ergebnis: something.raw.zst.

    Wie kann man die Datei öffnen bzw. verwenden?

    1. Dekomprimieren
      Code
      # Mit dem zstd‑Tool (Linux/macOS/Windows)
      zstd -d something.raw.zst   # erzeugt something.raw

      Alternativ: unzstd something.raw.zst oder zstdcat something.raw.zst > something.raw.

    2. Weiterverarbeiten

      Nachdem die Datei wieder zu ihrer ursprünglichen .raw‑Form zurückgewandelt wurde, hängt die weitere Nutzung vom konkreten Inhalt ab:
      • Bild‑Raw: Mit Bildbearbeitungsprogrammen wie dcraw, RawTherapee oder Adobe Camera Raw öffnen.
      • Audio‑Raw: Mit Audacity, ffmpeg (ffmpeg -f s16le -i something.raw output.wav) usw. abspielen.
      • Firmware‑/Disk‑Image: Mit Flash‑Tools, dd, fdisk oder speziellen Update‑Programmen weiterverwenden.

    Kurzfassung

    • .raw = unkomprimierte Rohdaten (binär, ohne Format‑Header).
    • .zst = Zstandard‑Kompression.
    • .raw.zst = eine komprimierte Rohdatei; erst dekomprimieren (zstd -d), dann je nach Inhalt passend weiterverarbeiten.
  • Ich denke, KB19 kann die Bedeutung von .raw.zstd selber expandieren. Snapshots wurden in der Vergangenheit in verschiedenen Formaten exportiert, daher das "ich weiß nicht". Mit dem Posten von Textgeneratoroutput machst du dir hier keine Freunde. Immerhin hast du es vor dem Text deklariert, aber jeder hier ist in der Lage, selbst eine Frage in ein Textfeld einzutippen.

  • Ich denke, KB19 kann die Bedeutung von .raw.zstd selber expandieren. Snapshots wurden in der Vergangenheit in verschiedenen Formaten exportiert, daher das "ich weiß nicht". Mit dem Posten von Textgeneratoroutput machst du dir hier keine Freunde. Immerhin hast du es vor dem Text deklariert, aber jeder hier ist in der Lage, selbst eine Frage in ein Textfeld einzutippen.

    Dank für Deine Hinweise - sorry für den Übereifer, war auch nur als Info für nicht ganz so im Thema stehende wie mich gedacht, die irgendwann zum gleichen Problem suchen.

    Aber Du hast natürlich Recht !