Boinc auf vserver erlaubt?

  • Hi,


    Ich habe mal eine Frage. Und zwar würde ich gern auf meinem Vserver Boinc nutzen um den Server im Worldcommunitygrid mitrechnen zu lassen. Denn da ich den Server sowieso nur für Versionsverwaltung und das Hosten einer Webseite nutze ist die CPU nicht sehr belastet.


    Ich habe nun testweie mal den client installiert und ein projekt gestartet. Ich habe eingestellt das maximal ein kern zu 60% ausgelastet werden darf.


    Die Frage ist nun ob das okay ist oder ob etwas von der Seite von Netcup dagegen spricht, einen so moderat konfigurierten Boinc-client auf dem vserver laufen zu lassen.


    Ich dachte mir ich frag lieber mal nach bevor es irgendwelchen Ärger gibt dadurch. Denn wenn es unerwünscht ist boinc laufen zu lassen würde ich ihn sofort wieder stoppen.


    Vielen Dank im Vorraus


    Gruß
    Alex

  • Ehm, sorry, wenn ich so provokant frage, aber: Gehts noch?
    Ein vServer ist eine geteilte physikalische Maschine! Die CPU wird also von deinen Nodemitbenutzern mitbenutzt. Und da willst du die gemeinsame Rechenleistung sinnlos und ohne Nutzen verballern? Bitte entschuldige den Ausdruck, aber das ist schlicht asozial.
    Miete dir einen physischen Server, damit kannst du dann machen, was du willst. Aber auf Kosten anderer die Ressourcen für nichts zu verballern ist wirklich das Letzte.
    --- s. Ubuntu ---


    PS: Das soll jetzt kein Anraunzen sein. Bitte den Tonfall nicht so übel annehmen ;)
    Ich bin nur ein wenig fassungslos :)

    Mein Server:
    v(olks)Server 1. Serie: 2,5GHz, 1024MB RAM, 1024MB Swap, 2x60GB-Raid1-HDD, Traffic-Flat
    Node:
    78.46.117.9x | hos-tr2.ex3k4.rz7.hetzner.de

  • Also erstmal klingt dein Tonfall wirklich ziemlich Agressiv, aber da du wahrscheinlich überreagiert hast nehme ich dir das nicht übel.


    Ich habe vielleicht vergessen dazu zu schreiben das ich den test direkt wieder beendet habe und erstmal nachfrage wie das ist anstatt es einfach zu machen wie viele andere es tun würden (ich sag nur TS3 das einige bis heute einsetzen trotz vieler warnungen).


    Von daher musstest du nicht gleich so agressiv zu werke gehen, denn schliesslich wollte ich nur wissen OB es möglich ist, ich sagte nicht das ich es einfach mache oder?


    Außerdem weise ich nochmal darauf hin das ich auf einem(!) von 16 kernen die der node hat maximal 60% freigeben würde. Da davon zu sprechen das das asozial ist finde ich auch etwas übertrieben, ganz zu schweigen davon das du das verschwendete rechenzeit findest. Beides ist sicherlich ansichtssache.


    Aber ich akzeptiere deine Meinung und nehme sie auch zur kenntnis, denn genau das war der Sinn meines Postings...das ich Meinung lesen wollte, egal wie Sie aussehen.

  • Damn. Na gut. Dann bleibt nur die soziale Hemmschwelle, die dich daran hindert, Boinc auf mit anderen geteilten Ressourcen zu hosten, und mich daran, just for fun ein paar Instanzen von CPUburn auszuführen.


    Und da ich gerade nochmal meinen ersten Post durchlese:
    Bitte nimm das nicht im bösartigen Tonfall auf. Und fühle dich nicht persönlich angegriffen. Das meinte ich nicht so.


    EDIT: Oh, da kam eine Antwort.
    Ne, sorry. Ich bin nicht aggressiv gewesen. Nur leider kann man im geschriebenen Wort seinen Tonfall nicht rüberbringen.
    Dass du da nachfragst, finde ich sehr nett und dich selbst möchte ich keinesfalls als asozial bezeichnen. Nur ist es hier so, dass man über seine mehr oder weniger(!) fest zugewiesenen Ressourcen hinaus den "Überschuss" mitnutzen kann, wenn z.B. die eigenen seriösen Projekte wie wichtige Firmenseiten oder so mehr Ressourcen benötigen. Ich selbst bin als leidiger Naturwissenschaftler immer ein Freund der Forschung. Aber bevor ich die Ressourcen, die andere vor üblen Ausfällen bewahren können, für soetwas verwende...
    Ich selbst bemühe mich, obwohl ich weit unter dem Rechenlast verursache, was mit vertraglich zugewiesen ist, die Auslastung gering zu halten. Und zwar einfach dafür, damit anderen meine Ressourcen ggf. aus der Klemme helfen können.
    Das verstehe ich unter "sozial", verstehst du?


    Natürlich kann es dir keiner verbieten. Aber bitte denke an deine Nodenachbarn und die sinnvolleren Verwendungen der Ressourcen.

    Mein Server:
    v(olks)Server 1. Serie: 2,5GHz, 1024MB RAM, 1024MB Swap, 2x60GB-Raid1-HDD, Traffic-Flat
    Node:
    78.46.117.9x | hos-tr2.ex3k4.rz7.hetzner.de

  • Mit dem einzigen unterschied das CPUBurn wirklich verschwendung wäre aber Boinc wenigstens etwas sinnvolles macht :D


    Aber vielleicht hast du mich ja schon überzeugt? Ich würde mir nur wünschen das du es beim nächsten mal sachlich und ruhig vorträgst anstatt mich direkt so anzugehen. Hättest du ganz normal darauf hingewiesen das du es fragwürdig findest das zu machen mit der Begründung von oben hätte das den gleichen wenn nicht sogar besseren effekt gehabt.


    Edit:
    Siehst du geht doch! Die begründung in deinem vorhergehenden Edit hätte ich mir als erstes gewünscht und wäre direkt überzeugt gewesen ;) Ich hatte nicht bedacht das bei Netcup die verteilung so gehandhabt wird (was ja grundsätzlich super ist), da ich es von dem Anbieter eines Freundes kenne, das jeder feste ressourcen hat und es keine dynamische verteilung gibt. In so einem fall wäre es egal. Da es aber hier anders gehandhabt wird, sehe ich deine Argumentation durchaus ein und werde meine idee verwerfen. Tut mir leid das dich meine Frage so aufgeregt hat.

  • Alex1984;23179 wrote:

    Mit dem einzigen unterschied das CPUBurn wirklich verschwendung wäre aber Boinc wenigstens etwas sinnvolles macht


    wie mans nimmt, die Suche nach Aliens (SETI-Projekt) wäre z.B. nicht wirklich sinnvoll :D


    Auch wenn du es natürlich machen kannst und darfst, möchte ich dich nur daran erinnern, dass wenn einer damit anfängt, auch mehrere mitziehen. Auf einem Node würde also nicht nur ein Core zu 60% ausgelastet werden, sondern mehrere (oder gar alle wenn jemand es falsch konfiguriert).
    Damit würde die Leistung massiv sinken und das Arbeiten an und mit dem vServer wäre nicht mehr sehr angenehm.

  • Ich hab die Idee schon verworfen. Begründung findest du im Edit meines letzten Posts!


    Aber zu der Sache mit den mehreren Cores und dem arbeiten auf dem Server zitiere ich mich nochmal selbst:


    Quote

    Ich habe eingestellt das maximal ein kern zu 60% ausgelastet werden darf.

    Aber mit SETI gebe ich dir recht, das sehe ich genauso. Berechnungen für die BioMedizin und CleanEnergy sind in meinen augen eher keine verschwendung. Aber ich schrieb ja schonmal das das ansichtssache ist.


    Nochmal zur klarstellung für alle ich werde es NICHT benutzen, also braucht ihr dazu auch nicht mehr argumentieren. Meinungen könnt ihr natürlich trotzdem noch da lassen


    Edit:
    chitypo
    v(olks)server 1000

  • Quote

    Ich würde mir nur wünschen das du es beim nächsten mal sachlich und ruhig vorträgst anstatt mich direkt so anzugehen.

    Ich habe wohl wenig Chance, dich zu überzeugen, dass der Tonfall ganz anders gemeint war, was? :D
    Also, das "Gehts noch?" z.B. war eher die Art von die Kumpels spielen dir einen grandiosen Streich. Da fragst du in etwa in dem Tonfall.
    Und das andere war eine nur auf die Aktion gezielte persönliche Bewertung und hatte nichts mit deiner Person zu tun. Ich war auch nicht aufgeregt über die Frage, eher etwas verdattert.
    Bitte glaube mir, wenn ich dich nicht anfahren wollte, zumal wir wahrscheinlich Interessensverwandte sind. ;) Ja, mein Post wahr sehr missverständlich geschrieben. Bitte entschuldige dies.


    Zum Thema:
    Ja, bei Netcup wird kein XEN oder so eingesetzt, wo wirklich eine strikte Trennung der Ressourcen erfolgt. Hier werden die überschüssigen Ressourcen der Allgemeinheit freigegeben, während der Kunde (theoretisch) seine festen Mindestressourcen hat, die er in jedem Fall bekommen soll.
    Leider ist das nur Theorie. In der Praxis kam es schon vor, dass durch hohe Node-Auslastung auf einem frisch aufgesetzen vServer die Konsole mal ein paar Sekunden benötigt, um ein "ls" oder "exit" zu bewältigen. Dies ist eher für 45MHz-Rechner tyüisch und zeigt, dass diese Mindest-Ressourcen in der Praxis nicht unbedingt funktionieren. Gerade deshalb ist es wichtig, dass die vServer-Betreiber mit den Ressourcen vernünftig händeln.
    Und Rechenleistung in einen Cluster einzuspeisen und den Nodemitbenutzern damit üble Lags zu bescheren, das meine ich mit "asozial".

    Mein Server:
    v(olks)Server 1. Serie: 2,5GHz, 1024MB RAM, 1024MB Swap, 2x60GB-Raid1-HDD, Traffic-Flat
    Node:
    78.46.117.9x | hos-tr2.ex3k4.rz7.hetzner.de

  • Quote

    Ich habe wohl wenig Chance, dich zu überzeugen, dass der Tonfall ganz anders gemeint war, was? :D


    Doch jetzt glaube ich dir ;)


    Quote

    Und Rechenleistung in einen Cluster einzuspeisen und den Nodemitbenutzern damit üble Lags zu bescheren, das meine ich mit "asozial".


    Da stimmen wir ja dann auch überein! Hätte ich mich etwas genauer mit der virtualisierung beschäftig die bei Netcup eingesetzt wird, dann hätte ich auch gar nicht erst gefragt, das kannst du mir glauben. Denn das letzte was ich will ist anderen ihren vserver zu vermiesen oder etwas dergleichen.

  • Joa, das ist schön.


    Apropos: Wo ich gerade beim Wettern über diesen Nachteil der Virtualisierung war, sollte man auch den gravierenden Vorteil erwähnen:
    Dadurch, dass hier keine Maschine virtualisiert wirde, sondern nur eine Umgebung, wird der Kernel geteilt und Applikationen benötigen weniger Arbeitsspeicher. Mein Gigabyte bekomme ich nie voll und ich weiß nicht, ob ich jemald am Swap beiwar.
    Dafür können allerdings auch keine kernelnahen Konfigurationen durchgeführt werden. So gibt es hier keinen vernünftigen tun/tap-Support, die Kernelmodule können nicht angetastet werden und Mounts, Devices usw. können nicht gesetzt werden.

    Mein Server:
    v(olks)Server 1. Serie: 2,5GHz, 1024MB RAM, 1024MB Swap, 2x60GB-Raid1-HDD, Traffic-Flat
    Node:
    78.46.117.9x | hos-tr2.ex3k4.rz7.hetzner.de

  • Und die virtualisierung ist wesentlich schneller.


    Ein kleiner nachteil ist auch das fail2ban in standardkonfiguration nicht funktioniert, da ja iptables nicht benutzt werden können. (Ja da hätte ich schon merken müssen das etwas anders ist hier :) )


    Mit etwas bastelarbeit und dem shellskript zum sperren in der OpenVCP Firewall funktioniert aber auch das wunderbar.

  • Artimis , es wird schon virtualisiert, nur der Kernel nicht. Habe selber auch mal auf einem ubuntu Host in VMWare OpenVCP mit allem drum und dran installiert um zu testen, leider habe ich es nicht geschafft, ressourcen zu begrenzen :(


    gruss ubuntu