ESXi PSODs - regelmässig :(

  • Liebe community


    Ich betreibe seit April 2019 (also vor einem Jahr) einen ESXi-Server in der Version 6.7, mit dem letzten SP 3.

    Das hat bis ende Dezember 2019 absolut zuverlässig funktioniert. Es kam - wie erwartet - zu keinerlei Problemen. Ich habe einen GS8000.


    Die Probleme begannen mit nächtlichen "Purple Screen of deaths", die unregelmässig, zuerst etwa wöchentlich, mittlerweile fast täglich, auftreten.


    - PCPU x: no heartbeat

    - SPIN count exceeded

    - PCPU x: lockup


    und so weiter... welche Möglichkeiten seht ihr, um auf dieser Umgebung wieder einen stabilen Betrieb herstellen zu können? Der Support hilft mir (natürlich) nicht weiter... meine Bitte, die VM doch auf einen anderen Host umzuziehen, wurde vorläufig einfach mal ignoriert. Ich vermute, dass ESXi mehr oder weniger gut läuft, bis zu einer gewissen Last auf der Umgebung des Hosts - und es danach zu Problemen kommt.


    Ich bin für jede Hilfe dankbar.

  • ESXi ist ein Type 1 Hypervisor der für Blech gemacht ist. Nicht um in einer KVM Umgebung virtualisiert zu werden. DIe Probleme die du beschreibst können durch ein Update des Wirtssystems verursacht worden sein. ESXi ist für sowas nicht gemacht und bietet dafür auch keinen Support. PSOD hatte ich bisher nur wenn Hardware von einem Host in eine VM weitergereicht wird (Grafikkarte). Es scheint so als ob das auch zutrifft wenn der ESXi virtualisiert ist.

    welche Möglichkeiten seht ihr, um auf dieser Umgebung wieder einen stabilen Betrieb herstellen zu können? Der Support hilft mir (natürlich) nicht weiter...

    Auf ein echtes Blech umziehen. Klar hilft netcup da nicht, das wird offiziell nicht unterstützt und ist ansich nur gebastelt. Auch VMWare unterstützt das nicht. Warum sollte sich dann netcup da reinhängen?

  • Hallo sla


    danke für deine geschätzte Antwort. Ich habe nicht behauptet, dass das keine Bastellösung ist. Dennoch hat es einwandfrei funktioniert weswegen ich mich auch entschieden habe, die EUR 60.-/mt. in die Finger zu nehmen, um meine eigenen Projekte so zu hosten. Für dieses Geld dürfte ich zumindest eine Antwort auf meine Frage erwarten, ob wir auf einen anderen Host umziehen dürfen oder nicht.


    Die Alternative ist nämlich einfach: Blech mieten bei einem Anbieter mit anderem Support - das scheint nur unwesentlich teurer zu sein.


    Schade, ich hatte viel gutes über netcup gelesen :(

  • das scheint nur unwesentlich teurer zu sein.

    Ich habe auch meinen eigenen Hypervisor auf echtem Blech.

    Bei der Betreuung ist das zwar etwas anders, als ein Vserver, aber auch keine Raketenwissenschaft :D


    Ich weiß nicht, welches Produkt du hier bei Netcup hast, aber der reine Server kostet mich weniger, als dein genannter Preis

    Meine (Netcup) Produkte: VPS 1000 G7 SE, S 1000 G7, VPS 200 G8 Ostern 2019, IPs, Failover..

  • Ja das stimmt, ich habe mein Blech bei einem anderen Anbieter.

    ja, ich kenne andere Anbieter die Blech günstiger weggeben, wie netcup, und einen ausgezeichneten Support bieten. Mein Ziel wäre es allerdings, bei netcup zu bleiben:

    a) keine Lust auf eine Migration

    b) der Anbieter hat bereits gute Dienste geleistet


    Aber klar, die Ultima Ratio wäre ein Anbieter-Wechsel...

  • Mein Ziel wäre es allerdings, bei netcup zu bleiben

    Kannst du die VMs, die du in ESXI hast nicht auf eigene Netcup Vserver verteilen?

    Sonst sehe ich da nicht viel Zukunft. Wie die anderen bereits angemerkt haben, ist Nested Virtualization eher eine bastelei.


    Zu deiner originalen Frage: Ich denke außer Netcup kann da niemand viel machen. Du könntest andere Hypervisor wie HyperV (unter Windows) und KVM (unter Linux) ausprobieren. Vielleicht laufen die stabiler

    Meine (Netcup) Produkte: VPS 1000 G7 SE, S 1000 G7, VPS 200 G8 Ostern 2019, IPs, Failover..

  • Dennoch hat es einwandfrei funktioniert

    Ja es gibt aber, wie man momentan merkt, keine Garantie dafür. Ein Umzug auf einen anderen Host... hmm ich würde sagen bringt nichts da die Hosts wahrscheinlich alle das selbe Patchlevel haben, wenn der Fehler wirklich seitens KVM kommt wovon auszugehen ist.


    Warum ESXi, klar ich verstehe warum man das nutzt, kann mann das nicht auf mehrere VPS/RS verteilen statt einen T1 Hypervisor zu virtualisieren? Blech hat mehr Freiheiten, aber das möchte ja auch gewartet werden.

    Hört doch endlich mit Nested Virtualization auf.

    Das ist gefrickel und obs funktioniert ist mehr Glück als alles andere.

    Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. So hart es auch klingt.

    Dedizierte Server gibt es bei netcup scheinbar nur für "business"?!

    Das ist leider ein Nachteil bei Netcup - gut große rote Hoster haben da viel wechsel drin, wer als PK wirklich ein Blech will sollte es auch abschließen können. Natürlich für 12 Monate um die Fluktuation gering zu halten.

  • Quote

    Ja es gibt aber, wie man momentan merkt, keine Garantie dafür. Ein Umzug auf einen anderen Host... hmm ich würde sagen bringt nichts da die Hosts wahrscheinlich alle das selbe Patchlevel haben, wenn der Fehler wirklich seitens KVM kommt wovon auszugehen ist.

    eine Garantie habe ich nicht erwartet ;-) nur eine Antwort auf eine konkrete Frage :) und ja, das Setup mag nicht "best practice" sein - fair enough - immerhin für meine Zwecke aber genügend, sofern es denn einigermassen stabil läuft (ich könnte mit 1 reboot/monat gut leben, nicht aber mit 1x täglich, nachts, zu immer denselben Zeiten!). Dein Input bezüglich Patchlevel etc. macht natürlich Sinn. Danke dafür.

    Warum ESXi, klar ich verstehe warum man das nutzt, kann mann das nicht auf mehrere VPS/RS verteilen statt einen T1 Hypervisor zu virtualisieren? Blech hat mehr Freiheiten, aber das möchte ja auch gewartet werden.

    ich benötige viel Speicher ("Private cloud"). 2TB erhalte ich nur mit einem dedizierten Server. Nun habe ich 64GB RAM und viel CPU-Power. Gleichzeitig habe ich mehrere verschiedene Rechner. Wenn ich nun für jeden einen virtuellen dedizierten Server bestellen müsste, hätte ich das Storage-Problem auf einzelne Hosts runtergebrochen und gleichzeitig einen grösseren Overhead zur Verwaltung meinerseits. Ja, natürlich - es wäre eine Option. Aber günstiger ist es nicht als mir ein dediziertes Blech bei anderen Anbietern zu mieten.

  • Ich habe bei Aktionen geschaut und einen großen mit 1TB SSD geschossen. Aktuell gibt es noch den Monster Ei mit 2 TB. Wäre das vielleicht eine alternative? Nachdem die Cloud einen Server hat kann man sich überlegen welche Dienste auf wie viele Server müssen und entsprechend planen was man braucht. Mit Gutscheinen geht da auch noch einiges. Also man kann sich da schon was zusammenstellen, unterm Strich habe ich alles was auch noch auf einem Blech läuft bei netcup ohne Hypervisor für 8€ weniger als bei "rotem Hoster". Geschickt angestellt hat der Preis keine Gewichtung in der Entscheidung wie es weitergeht.

  • Du könntest wenn du deine Dienste untereinander Abschotten möchtes auch Docker Einsetzen, weil Container laufen auf KVM und du müsstes dir kein Dedizierten Server (echtes Blech) hollen.

    So könntes du auch bei Netcup bleiben mit dein aktuellen Server.

    Hört doch endlich mit Nested Virtualization auf.

    Das ist gefrickel und obs funktioniert ist mehr Glück als alles andere.

    Eine VM in einer VM läuft nicht sehr gut.

    Da kann ich nur Zustimmen

  • die generelle Frage ist: passt sich ein Anbieter einem Kundenbedürfnis an (in diesem Fall werde ich wohl der einzige sein, der dieses - zugegebenermassen exotische - Kundenbedürfnis hat) oder muss sich der Kunde dem Anbieter anpassen. Letzteres wäre der Fall wenn es sich um einen Markt mit wenigen Anbietern oder hohen Wechselhürden handeln würde. Das ist zum Glück nicht der Fall ;-)


    Ich befürchte, wir weichen vom Thema ab. Gibt es sonst noch Leute mit Erfahrungen oder Hilfestellungen? Ansonsten weiss ich ja generell Bescheid dass Ihr die Installation nicht gutheisst... das ist für mich auch in Ordnung (und nachvollziehbar).

  • Ich glaube nicht das Netcup auch Dedizierte Server für Privat Kunden anbieten wird, weil die Nachfrage zu klein ist.

    Netcup hatte schon immer vServer und später dann KVM Server angeboten.

    Da ich ITler bin kann ich dir, dass auch Technisch erklären. (siehe Zeichung)

    pasted-from-clipboard.png


    Man sieht an deinen Aufbau das zwei VMs genutzt werden und KVM ist auch eine Virtuelle Maschine.

    Dadurch werden sehr viele Ressourcen verschwendet, weil zwei Kernel benutzt werden.
    ESXi ist aber nicht dafür gedacht in einer VM zu Laufen sondern direkt auf den Hostsystem (Dedizierte Server).

    Bei der Alternative z.B Docker wird keine zweite VM benutzt, sondern Container benutzt.
    Das heist der Kernel vom KVM System wird mitbenutzt und dadurch werden weniger Ressourcen verbraucht.


    Du must dich Entscheiden ob du bei ESXi bleibst (anderer Hoster) oder auf Container (z.B Docker) wechselt.

    Es gibt dazu für Anfänger auch eine Videoreihe von heise bei Youtube.

    Das bedeutet viel Aufwand, aber mit den aktuellen System wirst du nicht Glücklich.

  • Hey


    vielen Dank. Keine Sorge - ich bin auch gelernter IT-Fachmann (Abteilung Grossrechner/System- und Netzwerk-Technologien) ;-)

    Deswegen ist das für mich einfach ein eher teures Hobby. Docker überzeugte mich in der Vergangenheit überhaupt nicht - ich hatte Probleme von einfachen "geht nicht" bis hin zu Datenverlusten. Habe mich aber auch nie intensiv damit beschäftigt. ESXi nutze ich schon länger. Und genau das ist auch einer der Gründe, weswegen ich das weiterhin nutzen möchte: ich mag den Windows-Host darauf nicht unbedingt neu aufbauen (neue/aktuelle Lizenzen sind teuer) und deswegen solls wenn möglich ESXi bleiben :) ich warte mal ab, was vom Support zurück kommt