Root Server Systemupdate - Ubuntu 14.04 auf 18.04 updaten

  • Hallo

    ist es eigentlich möglich, einen (virtuellen) Root Server über die normale Aktualisierung mit Ubuntu 14.04 LTS auf 18.04 LTS zu aktualisieren?


    Im Juli 2015 habe ich diesen Root-Server gebucht:


    Root-Server L SATA v6 für 18.99 / Monat (monatlich kündbar)

    Virtualisierungstechnik: KVM

    Prozessor: Intel®Xeon® E5-26xxV3 (min. 2,3 GHz je Kern)

    RAM: 12 GB DDR4

    HDD: 320GB SATA ( / 240GB SSD)

    RAID: RAID10

    CPU-Kerne: 4 dediziert

    Ich hab da das damals aktuelle Ubuntu 14.04 LTS drauf gespielt und seit dem lauft er auch so.

    Ich hatte vorher, bei einem anderen Provider (hosteurope) ein Ubuntu 12.04 laufen, da hieß es, dass ich wg. dem Kernel des Wirtssystems (also der Host, auf dem der virtuelle Server lauft) gar kein neueres Ubuntu aufspielen könnte.

    Ist das hier genauso?


    Ich hab das nie gefragt, ich ging davon aus, dass auf einem vServer so was halt nicht geht.
    Ansonsten würde ich natürlich updaten, da mittlerweile einiges veraltet ist.

    Auch der Preis zwar.

    Aber ein neues Paket buchen, das zwar für die selbe Leistung (oder mehr) viel billiger ist, geht wohl sicher nicht ohne kompletten Umzug (was sehr aufwendig, lästig und somit teuer wäre).

    Oder gibt es da auch Möglichkeiten, mit Erhalten der IP usw.?


    Danke für Hinweise die zu sachdienlichen Ergebnissen führen ;)


    Gruß franc

  • [I]st es eigentlich möglich, einen (virtuellen) Root Server über die normale Aktualisierung mit Ubuntu 14.04 LTS auf 18.04 LTS zu aktualisieren?

    […]

    Ich hatte vorher, bei einem anderen Provider […] ein Ubuntu 12.04 laufen, da hieß es, dass ich wg. dem Kernel des Wirtssystems (also der Host, auf dem der virtuelle Server lauft) gar kein neueres Ubuntu aufspielen könnte. Ist das hier genauso?

    […]

    Aber ein neues Paket buchen, das zwar für die selbe Leistung (oder mehr) viel billiger ist, geht wohl sicher nicht ohne kompletten Umzug (was sehr aufwendig, lästig und somit teuer wäre). Oder gibt es da auch Möglichkeiten, mit Erhalten der IP usw.?

    Wie von alhazred geschrieben, kann man mittels sudo do-release-upgrade von 14.04 auf 16.04, und danach von 16.04 auf 18.04 wechseln. Dank der KVM-Virtualisierungstechnik ist auch der Kernel Bestandteil Deiner isolierten Umgebung (VM), ein Wechsel ist also beliebig möglich. Es ist sogar ratsam, zu überlegen, ob man aktuelle Kernel regelmäßig manuell einspielt/einspielen läßt; unter Ubuntu gibt es zudem einen Livepatch Service, der unbedingt einen Blick wert ist (für bis zu drei Rechner kostenlos!)

    Bzgl. Paketwechsel: (1) Man kann den Server herunterfahren, um ein Abbild zu erstellen und dieses Abbild danach auf einen anderen Server aufzuspielen (IP-Adressen sind anzupassen). Das sollte relativ problemlos/zügig gehen.

    (2) Es ist möglich, gegen Gebühr zusätzliche IPv4/IPv6-Adressen zu buchen, welche man dynamisch oder via Auftrag "umziehen" kann – also an den neuen Server übertragen. Ein Umzug der "Standard-IP-Adressen" des Pakets ist wahrscheinlich in dieser Form nicht möglich, aber hier empfiehlt sich eine Nachfrage beim Support. Ob sich das rechnet ggü. einer Neuaufsetzung oder der Akzeptanz, dass der neue Server eben neue IP-Adressen hat, muss man individuell entscheiden.

  • Wie von alhazred geschrieben, kann man mittels sudo do-release-upgrade von 14.04 auf 16.04, und danach von 16.04 auf 18.04 wechseln. Dank der KVM-Virtualisierungstechnik ist auch der Kernel Bestandteil Deiner isolierten Umgebung (VM), ein Wechsel ist also beliebig möglich. Es ist sogar ratsam, zu überlegen, ob man aktuelle Kernel regelmäßig manuell einspielt/einspielen läßt; unter Ubuntu gibt es zudem einen Livepatch Service, der unbedingt einen Blick wert ist (für bis zu drei Rechner kostenlos!)

    Bzgl. Paketwechsel: (1) Man kann den Server herunterfahren, um ein Abbild zu erstellen und dieses Abbild danach auf einen anderen Server aufzuspielen (IP-Adressen sind anzupassen). Das sollte relativ problemlos/zügig gehen.

    (2) Es ist möglich, gegen Gebühr zusätzliche IPv4/IPv6-Adressen zu buchen, welche man dynamisch oder via Auftrag "umziehen" kann – also an den neuen Server übertragen. Ein Umzug der "Standard-IP-Adressen" des Pakets ist wahrscheinlich in dieser Form nicht möglich, aber hier empfiehlt sich eine Nachfrage beim Support. Ob sich das rechnet ggü. einer Neuaufsetzung oder der Akzeptanz, dass der neue Server eben neue IP-Adressen hat, muss man individuell entscheiden.

    Danke, das klingt ja vielversprechend :)

    Ich würde dann zunächst abends ein Image machen, falls was schief geht, dann den release upgrade.


    Laufen die unter 14.04 installierten Programme (namentlich postfix und dovecot) problemlos nach so einem Upgrade?

    Oder laufen die Programme dann erst wieder, wenn ich auch die dann aktualisiere?


    Es ist ein Produktivserver, ungern wäre ich damit einen halben Tag offline, wenn ich dann notfalls ein Image zurück spielen müsste.

    Ein Paketwechsel (das Paket: RS 1000 G8, Intel® Xeon® Gold 6140, 8 GB DDR4 RAM, 2 dedizierte Kerne, 40 GB SSD / 320 GB SAS) für 9.- im Monat (bei 1 Monat Vertragslaufzeit) würde eigentlich reichen, damit würde ich im Monat 10.- sparen.

    Allerdings hatte mich gerade der IP-Wechsel beim letzen Wechsel immens aufgehalten (namentlich DNS-Probleme), das hat mich Tage Arbeit und Ärger gekostet. Allerdings behalte ich es im Hinterkopf.





  • Laufen die unter 14.04 installierten Programme (namentlich postfix und dovecot) problemlos nach so einem Upgrade?

    Oder laufen die Programme dann erst wieder, wenn ich auch die dann aktualisiere?

    Die Programme aktualisieren sich normalerweise beim Upgrade. Ob die Konfiguration mit der neuen Version kompatibel ist weis ich leider nicht. Vermutlich schon.

    Am besten vorher ein Backup machen und probieren.

  • [Es ist ein Produktivserver, ungern wäre ich damit einen halben Tag offline, wenn ich dann notfalls ein Image zurück spielen müsste.

    In diesem Fall kann man natürlich beide Schritte kombinieren: Neuen Server anmieten (geht ja auch monatsweise), Snapshot-Abbild mit 14.04-Image transferieren, auf neuem Server alles unter 18.04 zum Laufen bringen (da die neue IP-Adresse nicht im DNS hinterlegt ist, stört das den laufenden Betrieb nicht), und danach DNS-Einträge anpassen. In der Zwischenzeit aufgelaufene Änderungen sind anwendungsspezifisch zu synchronisieren. Dieser Vorgang reduziert eine für Kunden sichtbare Ausfallzeit auf ein Minimum.