Ich verstehe, dass hier einige sind, für die ein selbstbetriebener Mailserver overkill ist.
Und wenn man keine Ahnung hat - bitte nicht versuchen, einen solchen zu betreiben.
Ein wenig Erfahrung ist schon ganz brauchbar - oder man hat jemand in der Hinterhand, der die Grundeinrichtung übernimmt und bei Fragen zur Verfügung steht.
Ich hatte 1994 tatsächlich per Gateway eine Internet-Mailadresse samt eigener Subdomain.
Als ich 1998 meinen ersten in den USA gemieteten VServer (ganze 200 MB unter BSD) betrieb und die dort eingehenden Mails noch per Polling abgeholt und per XP (Mailprogramm) gelesen/geschrieben habe, da genügt die Prüfung auf einen korrekten Reverse-DNS-Eintrag.
Nicht jede Lösung, die in der Vergangenheit wirksam war, funktioniert heute noch. Die Anforderungen ändern sich auch.
Nichts davon hat mit SMTP als solches zu tun.
Grundsätzlich hatte ich nach Umstellung auf Netcup-Rootserver genau 2 Probleme beim E-Mail-Versand:
a) die Netcup-Firewall, die mir keine ausgehenden Mails erlaubt hat (es hat eine Weile gedauert, bis ich den Fehler nicht mehr auf meinem Server gesucht habe) - das ist aber ein Problem, dass sich 50 cm vor dem Bildschirm befand 
b) T-Online, die keine Mails von Mailservern annehmen, die nicht whitelisted sind. Das ist Standard und begegnet mir immer wieder, wenn ich einen Mailserver in Betrieb nehme. T-Online ist da weltweit einzigartig. Also schreibt man eine kurze Mail, ggf. mit Referenz auf die vorherige IP des Mailservers, und nach ein paar Stunden gibt es auch eine freundliche Antwort und die Mails laufen wieder.
Ansonsten blocke ich IPs nach 2 fehlerhaften Logins bei ssh / postfix / dovecot, mindestens 1 h + random, im Wiederholungsfall bis 5 Wochen.
Das gibt zwar hin und wieder Trouble mit einzelnen Usern, wo sich jemand beim Accounteinrichten vertippt hat und alles hinter demselben Router blockt, aber das wird dann relativ schnell gelöst.
Die iptables-Liste ist mittlerweile stattlich und es lassen sich ganze Netzbereiche erkennen, die versuchen, Passwörter zu knacken.
Beispiel auf einem der Mailserver aktuell:
ssh = 165 Einträge
postfix = 515 Einträge
postfix-sasl = 38 Einträge
dovecot = 9 Einträge
Ich entnehme dem; das Hauptinteresse ist Spam, danach ein Account auf meinem Server.
Dazu kommt rspamd - damit muss man sich laufend beschäftigen, das immer wieder anpassen. Das tue ich vor allem auf einem Grommunio-Mailserver zuhause und kopiere dann alles unter local.d auf 2 weitere Mailserver bei Netcup (samt Restart des rspamd auf den Servern).
Spamassassin samt Bayes ist dank optimiertem Spam im KI-Zeitalter mittlerweile für die Tonne.
Ich habe kein Problem, auch mal Google-/Microsoft-/Salesforce-Mailbereiche zu sperren. Große Provider lassen schließlich auch viel Spam zu.
Tatsächlich spielen neben dem Blacklist-Sender-Domain.map mit diversen top-Level-Domains der neueren Art spielt insbesondere bad_gapps.map eine Rolle, d.h. Apps/Cloudsysteme, deren Mailserver nicht vollständig konfiguriert sind und noch den Default-Eintrag tragen.
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gappssmtp.com
onmicrosoft.com
1e100.net
test-google-a.com
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DNSWL-Geschichten, sprich gekaufte Reputation für große Marketing-Newsletter-Versender kommt hier meist auch nicht mehr an. Da hat einfach jemand zu viel Geld um unbedingt seine Mails zustellen zu lassen. Und das sind gerade Email-Marketing-Firmen.
Einzelne Mailadressen oder Domains spielen dagegen - mit wenigen Ausnahmen - kaum eine Rolle, das kommt dann auch eher von mir persönlich als von Usern. Das betrifft dann höchstens Adresslistenanbieter (von Messen/Konferenzen), wo schon die Teilnehmerzahl nicht stimmt oder irgendwelche Softwarelösungen, die mir monatlich seit Jahren sämtlichen Mitarbeitern angeboten werden - selbst wenn der ganze Betrieb dafür keine Verwendung hat und man das auch mitgeteilt hat.
Insgesamt hat sich noch niemand beschwert, dass Mails nicht angekommen wären, die man dringend erwartet.