Hier in der direkten Umgebung gibt es sage und schreibe eine öffentliche Ladestation, und die ist fast immer belegt. Entweder durch ladende Kfz oder durch Falschparker 
Erweitert man das Suchgebiet auf einen größeren Radius, der zu Fuß bequem erreichbar ist, sind es max. 3-5 Ladesäulen (meistens direkt neben Transformatorenstationen) für einen Bereich mit tausenden von Einwohnern und gefühlt genauso viel Touristen. Die Garagen der Umgebung (wovon es viele gibt!) haben meines Wissens alle noch keinerlei Ladeinfrastruktur, die Anzahl der Elektrofahrzeuge (fast alle Tesla) nehmen aber spürbar zu. So ist ein Umstieg nicht sehr attraktiv...
Klar, jetzt könnte man sich darüber streiten, ob man langfristig gesehen in einer Großstadt so viele Fahrzeuge braucht. Aber wenn es in diesem Tempo weitergeht, reicht das Ladenetz in absehbarer Zeit trotz Ausbau nicht einmal für 1% der vorhandenen Fahrzeuge. Und dass 99% der Fahrzeuge hier in 10 Jahren verschwinden, weil auf alternative Fortbegewegungsmittel umgestiegen wird, halte ich eher für ausgeschlossen.
Will man z.B. aufs Rad umsteigen, sieht es genauso bescheiden aus: Öffentliche Abstellanlagen sind überfüllt bzw. oftmals zu wenig vorhanden. Die Mehrparteienhäuser haben größtenteils keinerlei Abstellmöglichkeiten, die Kellerzugänge sind verwinkelt und schmal sowie nur über Treppen erreichbar, eigene Räume für Fahrräder gibt es maximal in Neubauten. Hier dominieren aber Altbauten und Häuser, die mindestens 50+ Jahre auf dem Buckel haben. Umbaumöglichkeiten gibt es meistens keine, weil der Platz fehlt. Spätestens mit einem Lastenrad hat man ein wirkliches Problem. Ein Auto abzustellen ist definitiv einfacher und bequemer. Und das sage ich als eingefleischter Radfahrer ohne Führerschein...